Joballtag einer Hauptkommisarin: Wir sind doch die Guten

S. Fischer VerlagAuf "Bullenschwein" oder "Bulette" reagiert sie gar nicht mehr. Hauptkommissarin Birgit Reimann ist Beschimpfungen gewohnt. Schwieriger für sie: Nazis schützen, obwohl sie selbst gern gegen Rechts demonstrieren würde.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-917630.html
  1. #1

    Nein, Frau Reimann, Sie sind nicht

    Und sie tun auch keinen guten Job, wenn Sie Nazis schützen. Wäre ich eine Polizistin (und das könnte ich mir durchaus vorstellen), dann würde ich mich krank melden bei einem solchen Einsatz, der nur Schutz für die Nazis bedeutet. Man legt doch nicht sein Gewissen ab, wenn man eine Polizei-Uniform anzieht! Und kein Gesetz und keine Pflicht kann über dem Gewissen stehen.
  2. #2

    Eine falsche Ettikettierung

    Dem Anschein nach bekommen sowohl die Schutzpolizei-beamten und Kriminalpolizeibeamten "eingeredet" sie seien "die Guten". Der Rest der Bevölkerung zählt dann zu den Schlechten?! Welche Menschen tatsächlich gut oder schlecht sind, zeigen nicht nur deren Biographien, sondern Charakter, Mentalität und Persönlichkeit eines jeden Einzelnen. Im Polizeidienst sind, wie in allen anderen Berufen auch genauso viele schlecht und auch sehr schlechte Menschen...
  3. #3

    @elveda

    Spitzenverständnis von Demokratie und freier Meinungsäußerung, dass Sie da haben. Man muss nicht mit diesen Vollpfeifen ohne Haare meinungsmäßig übereinstimmen und sie schon gar nicht mögen, aber wie heißt es doch so schön? 'Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden'. Ich finde deren Großdeutschland-Fantasien ebenso lächerlich wie verwerflich, dennoch sind sie mir als Demonstranten zigtausendfach lieber als die Antifa-Schwachmaten, die IMMER grundlos fremdes Eigentum zerstören und wahllos Polizisten - die sicher auch was besser zu tun hätten - angreifen und verletzen. Und angesichts der ausufernden Zuwanderung gering oder nicht qualifizierter und die damit verbundenen Probleme (siehe Bushidos Mafia-Clan, den Miri-Clan etc...) haben sie in diversen Punkten ihrer Meinung ja wohl auch ein bisschen Recht... Großdeutschland und Antisemitismus zum Teufel, aber diverse Nationale Interessen zu wahren wäre manchmal besser als bedingslose Toleranz. Die Sie übrigens nicht haben, sonst würden Sie hier diese glatzköpfigen Demonstranten nicht zu Menschen zweiter Klasse degradieren. Das gabs schon mal.
  4. #4

    @elveda

    Andere Kollegen möchten keine Linken schützen, wieder andere keine Rechten, die Dritten keine AfD, SPD, CDU usw. So lange die NPD als Partei zugelassen ist, gehört es zu den Aufgaben der Polizei, auch deren Aufmärsche zu schützen - egal, wie der einzelne Polizist dazu steht.
    Und glauben Sie mir, die Kollegin würde sich RICHTIG beliebt machen, wenn sie bei jedem Einsatz gegen Rechts ganz plötzlich erkrankt und die Drecksarbeit anderen überläßt!
  5. #5

    Albern!

    Zitat von elveda Beitrag anzeigen
    Und sie tun auch keinen guten Job, wenn Sie Nazis schützen. Wäre ich eine Polizistin (und das könnte ich mir durchaus vorstellen), dann würde ich mich krank melden bei einem solchen Einsatz, der nur Schutz für die Nazis bedeutet. Man legt doch nicht sein Gewissen ab, wenn man eine Polizei-Uniform anzieht! Und kein Gesetz und keine Pflicht kann über dem Gewissen stehen.
    Polizisten müssen Gewalt verhindern, das Gewaltmonopol liegt beim Staat - und nicht bei Demonstranten, die sich als Gutmenschen verstehen. Und es gibt auch im linken Lager mehr als genug A-löcher, die es nur auf Krawall abgesehen haben. Da hapert es oft gewaltig mit dem Gewissen. Oder bei "Fußballfans", die aus Prinzip Randale machen. Sollen wir da in Selbstjustiz wie John Wayne die Sache selber klären? Ich persönlich bin eher beruhigt, wenn bei einer Demo o.Ä. Polizeipräsenz vorhanden ist.
  6. #6

    Gewaltmonopol

    Die Sache ist doch ganz einfach. Das Gewaltmonopol in unserem Rechtstaat hat der Staat. Basta. Und wenn irgendwer Gewalt gegen Nazis einsetzt, dann ist das erst mal ebenso ein Angriff auf dieses Monopol, wie wenn er die liebe Oma an der Ecke schlägt. Punkt. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gilt für jeden und ich lebe gerne in einem Rechtsstaat eben gerade weil Gewissen und Moral NICHT über den Gesetzen stehen, wie elveda oben meint. Ich möchte wissen, wie sich elveada in Russland als Oppositioneller fühlen würde, wo Putins Moral und Gewissen über den Gesetzen steht... oder als Frau unter Islamisten, wo eine religiöse Moral sonderlicher Art über den Gestzen des säkularen Staates steht oder oder oder... Moral und Gewissen über dem Gesetz? Die Herrenmoral steht in jeder Diktatur über dem Gesetz bzw, ist in letzter Konsequenz mit ihm identisch. Aber nein, die linke Moral ist natürlich die beste und einzige und die gute... auch das: totalitär.
  7. #7

    Erstmal ist es wichtig das die Polizei auch die Nazis schützt, genau so wie alle anderen die ihr Recht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen. Denn das zeichnet doch einen Rechtsstaat aus, gleiches Recht für alle. Ich persönlich halte Nazis und ihre Programme für verabscheuungswürdig, trotzdem haben sie das Recht diese zu äussern. Alle anderen haben das Recht dagegen zu Demonstieren und ich finde Meldungen wie "15 Recht und 1000 Gegendemonstranten" immer sehr toll.
  8. #8

    Polizisten die Guten?

    Das Problem bei der Wahrnehmung der Polizei ist doch das die schwarzen Schafe auf alle abfärben. Und bei der Polizei ist das besonders heftig, da diese das Gewaltmonopol besitzt, also der Bürger relativ hilflos gegen diese schwarzen Schafe ist. Wer zum beispiel dem Law Blog folgt findet genügend Beispiele bei denen Polizisten - teils bewusst, teils unbewusste - den Bürgern Schaden oder einschüchtern. Das untergräbt das Vertrauen der Bürger in die Polizei. Diese hat die Verantwortung es besser zu machen!
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf "Bullenschwein" oder "Bulette" reagiert sie gar nicht mehr. Hauptkommissarin <i>Birgit Reimann </i>ist Beschimpfungen gewohnt. Schwieriger für sie: Nazis schützen, obwohl sie selbst gern gegen Rechts demonstrieren würde.

    Hauptkommissarin Birgit Reimann: Aus dem Alltag einer Polizistin - SPIEGEL ONLINE
    Die Frau kann ja in ihrer Freizeit gerne gegen Rechte demonstrieren, aber in ihrem Dienst gilt u.a. das Grundgesetz §1, das sollte sie sich mal bewußt machen.
    Mußte bei diesem Artikel an das Gejammere der Beamten nach einer Steinbrückäußerung denken: "Wir halten für die Bevölkerung unsere Köpfe hin" Ja sicher, deswegen gibt es ja nach so viele blinde Rentner und aufgenlose Demonstranten nach Demos, und grundsätzlich keine Ermittlungen gegen gewaltätige Polizeibeamte.