Diagnostik-Durchbruch: Bluttest könnte viele Antibiotika überflüssig machen

AP/ Duke MedicineEin Tropfen Blut, einen Moment Zeit und ein eindeutiges Ergebnis: Viren oder Bakterien? Ein derartiger Test könnte helfen, den Antibiotika-Einsatz auf der Welt erheblich zu reduzieren. Forscher sind ihm jetzt einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-923186.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Tropfen Blut, einen Moment Zeit und ein eindeutiges Ergebnis: Viren oder Bakterien? Ein derartiger Test könnte helfen, den Antibiotika-Einsatz auf der Welt erheblich zu reduzieren. Forscher sind ihm jetzt einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

    Bluttest erkennt virale Infektion anhand der Gene - SPIEGEL ONLINE
    Die Kosten für die Überprüfung der Aktivität von 30 (!!) Genen wird nicht genannt. Wenn man sich allein die Kosten für eine Einzelne Genanalyse (inkl. dem ganzen rechtlichen Drumherum) anschaut stellt sich dann eben die Frage, ob man pro Erkältung 1000€ (oder mehr) an Diagnostik verballern will, oder einfach ein Antibiotikum für 20 € gibt.
  2. #2

    einfach mal ins Bett legen

    Muss man denn bei jeder Erkältung oder etwas Fieber gleich zum Arzt rennen und sich was verschreiben lassen ?
  3. #3

    Die Pharmaindustrie wird die Bluttests verhindern

    Die Bluttests können nicht im Sinne der Pharmaindustrie sein, da dadurch ihre Gewinne geschmälert werden. Ihre Lobbyisten werden dafür sorgen, dass sie nicht eingeführt werden und unser Gesundheitsminister, gleichgültig, wer es nach dem 22. September sein wird, wird der Pharmaindustrie brav gehorchen. So einfach ist das.
  4. #4

    Kosten

    Weil immer nur kosten der bestimmende faktor sind, wird die welt irgendwann mal daran zu grunde gehen. Diese “billigere “ lösung sieht dafür dass es bald gar keine wirksamen antibiotika mehr gibt. Nur damit geld gespart wird. Super gemacht.
  5. #5

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Die Kosten für die Überprüfung der Aktivität von 30 (!!) Genen wird nicht genannt. Wenn man sich allein die Kosten für eine Einzelne Genanalyse (inkl. dem ganzen rechtlichen Drumherum) anschaut stellt sich dann eben die Frage, ob man pro Erkältung 1000€ (oder mehr) an Diagnostik verballern will, oder einfach ein Antibiotikum für 20 € gibt.
    Das Problem das wir gerade haben ist, dass die Krankheitserreger resistent werden weil Antibiotika wie Bonbons verteilt werden. War vor kurzem auch ein Artikel hier. Die Kosten für das Verfahren sind reine Spekulation und können evtl. auch noch deutlich sinken.

    Das hilft aber alles nichts gegen die erschreckend hohe Anzahl an Ärzten die nichteinmal wissen dass Antibiotika nicht gegen Viren helfen...
  6. #6

    Gute Ärzte erkenne gerade bei einer Grippewelle,daß

    kein Antibiotikaeinsatz nötig ist ! Das Problem sind ev. Mischinfektionen bei atypischen Verlauf und hilft auch der vorgestellte Test nicht !Auch Diagnoseverfahren sind,besonders bei genereller Anwendung auf Sinn und Kosten zu prüfen ! Viel Geld ist im Spiel !
  7. #7

    Dann muss...

    ..nur noch der Antibiotika-Einsatz in der Tierzucht weltweit verboten werden.
    Denn hier drohen die größten Gefahren durch die Massenanwendung von Antibiotikas
  8. #8

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Die Kosten für die Überprüfung der Aktivität von 30 (!!) Genen wird nicht genannt. Wenn man sich allein die Kosten für eine Einzelne Genanalyse (inkl. dem ganzen rechtlichen Drumherum) anschaut stellt sich dann eben die Frage, ob man pro Erkältung 1000€ (oder mehr) an Diagnostik verballern will, oder einfach ein Antibiotikum für 20 € gibt.

    In dem Artikel ist von einer PCR kombiniert mit einem TaqMan Array die Rede.

    Die Arrays dürften nicht gerade preiswert sein..... Habe für die FH ein Biochemiepraktikum mit Antikörper-Arrays gemacht. So eine Platte kann locker über 100 Euro kosten, weshalb wir nur abgelaufene Arrays genutzt haben.... Okay, man wird zwar mehrere Messungen auf einer Platte machen, aber trotzdem.
  9. #9

    @testthewest: Ich glaube, sie verstehen die Technik nicht...

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Die Kosten für die Überprüfung der Aktivität von 30 (!!) Genen wird nicht genannt. Wenn man sich allein die Kosten für eine Einzelne Genanalyse (inkl. dem ganzen rechtlichen Drumherum) anschaut stellt sich dann eben die Frage, ob man pro Erkältung 1000€ (oder mehr) an Diagnostik verballern will, oder einfach ein Antibiotikum für 20 € gibt.
    Standard-Microarray-Chips, die gleich ein paar tausend Genaktivitäten testen, kann man mittlerweile für eine handvoll Euros produzieren. Als Standard-Diagnoseverfahren in der Klinik kann das sicher für einen einstelligen Euro-Betrag erhältlich gemacht werden.

    Wohlgemerkt, dies ist keine Gen-Sequenzierung, sondern nur die Messung der Menge an produzierter DNA von ein paar definierten, vorher bekannten Sequenzen. Ich sehe da auch keinerlei rechtliche Probleme. Es gibt keinen fundamentalen ethischen Unterschied z.B. zur einer quantitativen Messung von Urin- oder Blutbestandteilen.

    DNA Millichips as a Low-Cost Platform for Gene Expression Analysis