Forderung der Börsenaufsicht: US-Konzerne sollen Gehaltsvorsprung der CEOs veröffentl

APZwischen den Einkommen von Mitarbeitern und Firmenchefs klaffen riesige Lücken: Diese sollen US-Firmen nun offenlegen, bestimmt die Börsenaufsicht SEC. Wie die Vergütungskennziffer ermittelt werden soll, ist allerdings noch nicht endgültig geklärt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-923141.html
  1. #1

    Toller Einfall

    Die Veröffentlichung von Gehaltslisten einschließlich aller Zulagen und Altersvergütungen wäre ein wichtiger Schritt für die Gleichbehandlung in Betrieben. Dazu gehörten natürlich auch die Gehälter aller angestellten Chefs. Allein im Unternehmen als Alleininhaber Tätige sollten davon ausgenommen bleiben. Dieses gilt sowohl für private als auch staatliche Unternehmen und Behörden.
  2. #2

    Fauler Kompromiss

    Wie so oft in der Gelddemokratie - Die Grundidee ansich ist gut, die Umsetzung voller Kompromisse, die im Prinzip die Grundidee auflößen.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ähnlich argumentieren Wirtschaftsverbände. Ihrer Darstellung nach ist es zudem kostspielig und sehr aufwendig, die Daten zur Vergütung aller Beschäftigten zu sammeln und auszuwerten.

    US-Konzerne sollen Gehaltsvorsprung der CEOs veröffentlichen - SPIEGEL ONLINE
    Ist schon wirklich schwer die Daten zu sammeln. Heute verwendet ja kaum einer einen Computer und fast jeder bezahlt die Gehälter in bar oder in Scheckform aus - und die Auswertung ohne Computer ist auch nicht so leicht. Wenn amerikanische Firmen wirklich Schwierigkeiten beim Sammeln der Daten haben könnten Sie ja evtl. Hilfe von den Profis der NSA anfordern.
    Oder alternativ Computer anschaffen. Eine solche Investition lohnt sich durchaus, denn in fast allen anderen Ländern der Welt nutzen die Unternehmen schon Comupter in der Personalabteilung. Und dort scheinen die meisten ganz zufrieden damit zu sein! Auch die Auswertungen sind dann ganz leicht - ganz nebenbei wurden auch die Meldungen an die Finanzämter zum Kinderspiel. Zudem wurden die Fehler reduziert.

    Halten die Unternehmer denn die Bevölkerung für wirklich so blöd? Man könnte ja auch ausnahmsweise mal die politische Wahrheit aussprechen: "Wir möchten diese Kennzahl nicht veröffentlichen. Basta." Das wäre auf alle Fälle ehrlicher und nicht so rufschädigend, wie dieses Eingeständnis, dass die Computerexpertiese fehlt.
  4. #4

    Wäre zu begrüßen, jedoch..........

    werden Betroffene ihre Einkünfte niemals ganz und vollständig offen legen.
    Wie das Beispiel EU - 27 Staaten sind für schärfere Bankenkontrollen # 28 blockiert und damit bleibt alles beim alten korrupten System!
  5. #5

    Zitat von markushatt Beitrag anzeigen
    Wie so oft in der Gelddemokratie - Die Grundidee ansich ist gut, die Umsetzung voller Kompromisse, die im Prinzip die Grundidee auflößen.
    Sie meinen, dass bspw. nur die amerikanischen Mitarbeiter mitgezählt werden sollten? Das macht schon Sinn - wie könnte man die chinesischen Mitarbeiter oder die in Bangladesh mit den amerikanischen Arbeitnehmern vergleichen? Die führen auch völlig unterschiedliche Tätigkeiten aus. Diese Betriebe würden dann einfach ausgegliedert werden (müssen). In Deutschland würde bspw. auch keiner auf die Idee kommen die Leiharbeiter mitzuzählen. Diese bekommen ja auch keine Boni für ein besonders gutes Geschäftsjahr - die bekommt auch nur die Stammbelegschaft.

    Der Median übriugens macht direkt Sinn - das freut mich, denn dieser ist nicht ausreissersensitiv. Soll heißen, dass die CEOs (und die nächsten 5% der bestbezahltesten Mitarbeiter) mit einer saftigen Gehaltserhöhung nicht den Durchschnitt (Mittelwert) auf Kosten der Restbelegschaft nach oben ziehen können.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ähnlich argumentieren Wirtschaftsverbände. Ihrer Darstellung nach ist es zudem kostspielig und sehr aufwendig, die Daten zur Vergütung aller Beschäftigten zu sammeln und auszuwerten.

    US-Konzerne sollen Gehaltsvorsprung der CEOs veröffentlichen - SPIEGEL ONLINE
    Ist schon wirklich schwer die Daten zu sammeln. Heute verwendet ja kaum einer einen Computer und fast jeder bezahlt die Gehälter in bar oder in Scheckform aus - und die Auswertung ohne Computer ist auch nicht so leicht. Wenn amerikanische Firmen wirklich Schwierigkeiten beim Sammeln der Daten haben könnten Sie ja evtl. Hilfe von den Profis der NSA anfordern.

    Oder alternativ Computer anschaffen. Eine solche Investition lohnt sich durchaus, denn in fast allen anderen Ländern der Welt nutzen die Unternehmen schon Comupter in der Personalabteilung. Und dort scheinen die meisten ganz zufrieden damit zu sein! Auch die Auswertungen sind dann ganz leicht - ganz nebenbei wurden auch die Meldungen an die Finanzämter zum Kinderspiel. Zudem wurden die Fehler reduziert.
    Halten die Unternehmer denn die Bevölkerung für wirklich so blöd? Man könnte ja auch ausnahmsweise mal die politische Wahrheit aussprechen: "Wir möchten diese Kennzahl nicht veröffentlichen. Basta." Das wäre auf alle Fälle ehrlicher und nicht so rufschädigend, wie dieses Eingeständnis, dass die Computerexpertiese fehlt.
  7. #7

    ein Anfang ist geschafft

    doch ob Europa da nach zieht bin ich mir nicht sicher, hier lassen sie sich doch gerne auf der Nase herumtanzen. Es gibt zwar Kompromisse, die vielen vielleicht nicht schmecken aber so ist das nunmal in einer Demokratie.
  8. #8

    Zitat von markushatt Beitrag anzeigen
    Wie so oft in der Gelddemokratie - Die Grundidee ansich ist gut, die Umsetzung voller Kompromisse, die im Prinzip die Grundidee auflößen.
    Welchen Kompromiss meinen Sie?

    Ich denke nicht, dass es Sinn macht die Betriebe und Mitarbeiter in anderen Ländern einzubeziehen. Auch wenn bspw. die Textilbranche nur in Asien produzieren sollte, so sind die lokalen Gegebenheiten nicht mit den amerikanischen vergleichbar. Auch könnte man dann die Betriebe dort einfach ausgliedern, um das zu umgehen. In Deutschland würde auch keiner die Leiharbeiter hinzuzählen, da diese nicht zur Stammbelegschaft gehören. Die Leiharbeiter bekommen bspw. auch keine Boni im Falle eines besonders erfolgreichen Jahres - die bekommt maximal die Stammbelegschaft. Daher verstehe ich die Einschränkungen auf amerikanische Beschäftigte - in Deutschland würde man die Leiharbeiter vermutlich (und verständlicherweise) auch ausklammern. Das ist sehr schwierig, aber man braucht eine einheitliche Definition, um die Werte am Ende auch vergleichen zu können.

    Der Median macht durchaus Sinn! Der Durschnitt könnte einfach nach oben verzterrt werden. Am Beispiel der Banken kann man das relativ leicht vereutlichen. Die Masse der Arbeitnehmer am Schalter verdient einen Betrag, der um X Euro schwankt. Einige wenige Investmentbanker verdienen Millionen. Diese verzerren den Mittelwert immens nach oben - und zumeist sind diese auch keine CEOs. Das bedeutet, dass das Durchschnittseinkommen der Mitarbeiter (sogar dramatisch) steigen könnte, obwohl der typische Arbeitnehmer nichts davon hat, wenn man nur die Investmentbanker mit Geld zuschüttet. Das Medianprinzip ist für solche Ausreisser nicht anfällig und daher halte ich es für sinnig!
  9. #9

    Nun

    Zitat von pepe_sargnagel Beitrag anzeigen
    Sie meinen, dass bspw. nur die amerikanischen Mitarbeiter mitgezählt werden sollten? Das macht schon Sinn - wie könnte man die chinesischen Mitarbeiter oder die in Bangladesh mit den amerikanischen Arbeitnehmern vergleichen? Die führen auch völlig unterschiedliche Tätigkeiten aus. Diese Betriebe würden dann einfach ausgegliedert werden (müssen). In Deutschland würde bspw. auch keiner auf die Idee kommen die Leiharbeiter mitzuzählen.
    Rein Hypothetisch, das genannte System wird eingeführt. Ich würde dann als Ökonom ein Art "Reise nach Jerusalem mit der Geschäftsführung spielen." Man tauscht Konzernverantwortliche so aus, dass keiner eine Rechenschaft schuldig ist, oder man verlegt nur die gesamte Führungsetage in das Ausland und damit ist die Grundidee zerstört. Ähnliche Praktiken werden bereits unternommen und gemacht.

    Dass Leiharbeiter überhaupt existieren ist bereits ein Schandfleck unseres Staates und ein totales Versagen von kranken Systemen, wie dem Finanzsystem in Kombination mit der "demokratischen" Regierung (vorsichtig ausgedrückt). Im diesem Punkt gebe ich ihnen absolutes Recht, wer will da schon die Sklaven mitzählen?