Buchpreis-Kandidatin Monika Zeiner: Man siezt sich beim Geschlechtsverkehr

Milena SchlösserBalanceakt zwischen Unterhaltungsroman und literarischem Anspruch: Monika Zeiners Debüt "Die Ordnung der Sterne über Como" erzählt die Geschichte dreier Freunde - und kommt dem Kitsch dabei ebenso nah wie der Sehnsucht nach ewiger Jugend.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-922952.html
  1. #1

    Wunderbar...

    geschriebene Rezension...
  2. #2

    Wirklich eine des Wunders bare Rezension

    Es ist verwunderlich! Wer in unserer Kulturszene an der richtigen Universität abgeschlossen hat, bekommt einen Verlag und Rezensionen in renommierten Massenmedien. Dies ist um so einfacher, als eine hübsche, junge Frau sich der Aufmerksamkeit des Publikums gewiss sein darf, wenn sie über Sex spricht.
    Es ver-wundert nicht, dass sich dann auch ein Rezensent findet. Und das wunderbare an diesen Rezensionen ist immer, dass die echte Meinung des Rezensenten durch die Blätter schimmert wie die Sonne im Herbstwald, man muss sie nur zu lesen wissen.
  3. #3

    Prosa...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Balanceakt zwischen Unterhaltungsroman und literarischem Anspruch: Monika Zeiners Debüt "Die Ordnung der Sterne über Como" erzählt die Geschichte dreier Freunde - und kommt dem Kitsch dabei ebenso nah wie der Sehnsucht nach ewiger Jugend.

    Buchpreis: Monika Zeiner Die Ordnung der Sterne über Como - SPIEGEL ONLINE
    ...ist und bleibt Zeitverschwendung, insbesondere da das Leben begrenzt ist.
  4. #4

    Rofl Kartoffel...

    Zitat von LK1 Beitrag anzeigen
    ...ist und bleibt Zeitverschwendung, insbesondere da das Leben begrenzt ist.
    Nun, nach dem Toilettengang zu spülen auch. Aber es ist doch sehr freundlich von Ihnen, ihre Zeit mit Lesen und Kommentar verschwendet zu haben.
  5. #5

    Der ´Spatz von Avignon´ ...

    also Mireille Mathieu scheint mit ´stabilerer Figur´ abgebildet zu sein. Dreiklang-Melodien von gewaltiger ´Herausforderung´, für ´Tod in Neapel´ Schauende ... Vernichtend meine eigenen Aussichten, in meinem nichtalleslesenden Büchernacherlebnisleben. ´Alles´ wird immer günstiger, z.B. auch das Nichtlesen.
  6. #6

    Soso

    Zeiner balanciert zwischen Anspruch und Unterhaltung. Muss man überhaupt dazwischen balancieren? Ist immer alles Anspruch, was auch als Anspruch ausgerufen wird? Manchmal habe ich das Gefühl der Interlektuelle von Welt sucht so krampfhaft nach dem Anspruch, dass Unterhaltung - obwohl vorhanden - gar nicht zugelassen wird. Wie soll es sich auch nach Unterhaltung anfühlen, wenn man Seite um Seite nach einer tieferen gesellschaftlichen Aussage abgrast?

    Ich lese nichts, was mich nicht auch gut unterhält, und so gehe ich auch an jedes Buch heran. Der Anspruch kommt schon, wenn er da ist. Aber was nützt mir der Anspruch, wenn er mich bei der Suche nach ihm zu Tode langweilt.
    "Die Ordnung der Sterne über Como" trägt gelegentlich etwas dick auf, hat mich aber unterhalten. Daher ist es für mich ein guter Roman. Für einen Buchpreis-Träger wahrscheinlich nicht hochtrabend genug, obwohl sprachlich sehr bemüht (manchmal zu bemüht?). Die Charaktere lohnen sich.
  7. #7

    Zitat von LK1 Beitrag anzeigen
    ...ist und bleibt Zeitverschwendung, insbesondere da das Leben begrenzt ist.
    Ohne Zeitverschwendungen ist das Leben so langweilig. Ich wünschte, ich hätte noch viel mehr Zeit zum Verschwenden. Viele nennen es wahrscheinlich auch Spaß... so begrenzt kann meine Lebenszeit gar nicht sein, dass ich darauf verzichte.
  8. #8

    Was ist das Leben "wert"?

    Zitat von LK1 Beitrag anzeigen
    ...ist und bleibt Zeitverschwendung, insbesondere da das Leben begrenzt ist.

    Zu diesem Statement habe ich ein schönes Sprichwort (?) gehört: "Die Kunst ist der Ersatz für das verlorene Paradies". Prosa und Poesie sind Teil der Kunst. Schade nur, dass die Trennung von "Literatur" und "Belletristik" so unglaublich vieles kaputt gemacht hat. Shakespeare wäre beispielsweise durchaus bei den publikumsgefälligen Dramatikern einzuordnen ;-) Leider hat der Rezensent offensichtlich eine andere Meinung. Nun ja, er ist jung. Er wird seine An-Sichten hoffentlich noch korrigieren, wie der Kommentator des Zitates. Kunst ist nämlich für alle da, nicht nur für eine kleine Elite, die sie ebenfalls nicht genießen kann, und Kunst macht unser Leben lebenswert, so wie die Liebe und alle anderen, positiven Sinneseindrücke.