Joggen: "Am besten wäre es, barfuß zu laufen"

Getty ImagesBarfußlaufen trainiert die Fußmuskulatur und sorgt für einen natürlichen Laufstil, sagt Bewegungsmediziner Rüdiger Reer. Er empfiehlt, Hightech-Laufschuhe so früh wie möglich gegen minimalistische Varianten auszutauschen - zumindest, wenn der Arzt seine Zustimmung gibt.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-922878.html
  1. #1

    Gefährliche Zivilisation

    Am besten wäre es, wir würden alle wieder in die Höhlen zurückkehren. Die Urmenschen haben ja sooo gesund gelebt. Komischerweise sind die meistens nicht älter als 40 Jahre alt geworden.
  2. #2

    Zitat von alohas Beitrag anzeigen
    Am besten wäre es, wir würden alle wieder in die Höhlen zurückkehren. Die Urmenschen haben ja sooo gesund gelebt. Komischerweise sind die meistens nicht älter als 40 Jahre alt geworden.
    Bei mir verhält es sich beim Joggen genau so wie Reer sagt: mit den einfachsten Hallenschuhen und dünner Sohle laufe ich am besten und kraftschonendsten, bei vollgepolsterten und gedämpften Laufschuhen bekomme ich dagegen nach 30 Minuten schmerzen und habe das Gefühl das die Sprungkraft von jedem Schritt wirkungslos verpufft.
  3. #3

    Toll...

    Endlich ein neuer Markt... Zehenschuhe...
  4. #4

    optional

    Kann nur zustimmen, habe schon als Jugendlicher den Tip bekommen vom Physiotherapeuten und Orthopaeden, dass ich versuchen sollte, viel Barfuss zu laufen wegen der Fussmuskulatur, die damals arg schlecht war und Haltungsschwaeche.
    Damals gab es kaum Minimalschuhe, aber ich hab mir die weichesten, duennsten geholt, die gingen. Und mich irgendwann in normalen Schuhen ueberhaupt nicht mehr wohl gefuehlt, ausser gute Wanderschuhe, wenn es doch mal ins Gelaende ohne ebene Wege geht.
    Rieker fing dann an mit ganz duennen Schuhen, die waren eine Offenbahrung fuer mich, dann Vibram Zehenschuhe, die mir die Fussohle verbrannt haben trotz Socken auf sehr heissem Asphalt. Mittlerweile bin ich absoluter Fan der Merrel Pace Glove Schuhe. Genuegend Schutz der Fussohle, unglaublich bequem und Fussgewoelbe und Rueckenmuskulatur sind auch ohne jegliches weitere Training mittlerweile sehr sehr gut.
    Ich hab auch nie Probleme gehabt, dass ich die Minimal/Barfuss-Schuhe einlaufen musste, viele bekommen von denen ja Schmerzen in Waden und Fuss, wenn sie umsteigen und muessen dann sich langsam heranarbeiten, 30 Minuten pro Tag und so. War fuer mich nicht der Fall, absolut natuerliches Laufgefuehl, fantastisch, die Beweglichkeit auch in der Huefte ist ganz anders, kann ich nur empfehlen!
  5. #5

    Da kann man sich nur wundern,

    was in diesem Artikel zu barfuss geschrieben wird. Ich laufe (und gehe) seit vier Jahren barfuss - von Tausalz-Ende bis Tausalz-Anfang - immer und fast überall.
    Jede Fussfehlstellung wird durch barfuss-laufen positiv beeinflusst. "Angepasstes" Schuhwerk gibt nur die Illusion, besser laufen zu können. Auch bin ich der Meinung, Barfuss-Läufer laufen immer auf dem Vorderfuß. Wer einmal mit der Hacke auf einen spitzen stein getreten ist, weiß auch warum :-). Und wer auf dem Vorderfuß läuft, kann die Schultern gar nicht hängen lassen. Das ist unmöglich. So ist der Barfuss-Laufstiel auch gut für die Wirbelsäule. Ich schrieb oben, ich ginge "fast" immer barfuss. - Richtig - denn dort, wo es mir keinen Spaß macht, wie bei Schotter z. B. trage ich Barfuss-Schuhe. Jedoch keine Zehenschuhe. Denn da ist jede Zehe in ihrem eigenen Gefängnis. Das muss ich mir nicht antun...
    Und zuletzt das Aufräumen mit einer Mär:
    Barfuss-Laufen würde die Hornhaut-bildung begünstigen. Größter Schwachsinn. Meine Fußsohle hat sich tatsächlich verändert. Aber mehr in Richtung einer Art geschreidiger Lederhaut. Selbst Glasscherben und Dornen führen so nur zur kurzzeitigen Pein.
    Für Einsteiger:
    Nehmt immer ein Paar Schuhe mit. Wenn es zu arg wird, könnt ihr sie anziehen. Das hat nichts mit Schwäche, eher mit Vernunft, zu tun. - Nur Mut. Wenn ihr es schafft, lernt ihr ein Gefühl unsagbarer Freiheit kennnen.
  6. #6

    Nicht lästern, ausprobieren...

    Ich nutze seit drei Jahren Zehenschuhe und bin mehr als überzeugt davon. Bevor hier einige einen Trend zur Rückbesinnung auf das Ursprüngliche kritisieren, sollten diese erst mal sowas ausprobieren und testen. Bei einem so wichtigem Thema, das positive Auswirkungen bis ins hohe Alter haben kann, ist es nicht verkehrt, mal über s Neues nachzudenken.
  7. #7

    Nicht lästern, ausprobieren

    Ich laufe jetzt seit 3 Jahren mit Zehenschuhen in meiner Freizeit (sofern es nicht regnet oder schneit...) und kann die positiven Eigenschaften für mich, für mein Wohlbefinden und Körpergefühl bestätigen. Da schon unqualifizierte Bemerkungen getätigt wurden, kann ich allen nur empfehlen, diese Art von Schuhen einfach mal auszuprobieren und selbst zu testen. Danach dürft Ihr Euchnzu dem Thema auch äußern, aber Vorsicht: Ihr könntet Eure eingefahrene Meinung ändern...
  8. #8

    Born to run barefoot

    Als früherer Läufer (Jahrgang 1950) musste ich vor über 10 Jahren mit dem Joggen aufhören, da ich große Probleme mit den Knieen (starke Arthrose) und den Achillessehnen hatte. Ich konnte nur noch ins Fitnessstudio gehen und Radfahren. Dann las ich vor ca. 3 Jahren das tolle Buch "Born to run" v. Chr. Mc.Dougall, der das Barfußlaufen propagierte. Ich dachte, schaden kann ein Versuch nichts. Ich kann nur sagen, es geschehen noch Wunder. Ich konnte nach einigen Monaten Barfußgehen und langsamen Gewöhnen an das Barfußlaufen nach ca. 6 Monaten wieder ohne Probleme 1 h barfuß schmerzfrei joggen. Das war wie ein Wunder für mich. Ich kann nur sagen: Das Barfußlaufen dürfte für viele Läufer mit Problemen eine Lösung sein. Man muss speziell als älterer Läufer allerdings dem Umgewöhnungsprozess viel Zeit geben und die Belastung nur sehr behutsam steigern. Die Propriozeptoren, die Sehnen und Muskeln sind durch die Jahrzehnte in Schuhen verkümmert und müssen sehr schonend aufgebaut werden. Ich gebe dem Barfußlaufen eine große Zukunft. Möglichst ganz ohne Schuhe laufen. Auch die Minimalschuhe sollten nur ein Zwischenschritt sein.
  9. #9

    Stehende Ovationen

    Zitat von penthalon Beitrag anzeigen
    Als früherer Läufer (Jahrgang 1950) musste ich vor über 10 Jahren mit dem Joggen aufhören, da ich große Probleme mit den Knieen (starke Arthrose) und den Achillessehnen hatte. Ich konnte nur noch ins Fitnessstudio gehen und Radfahren. Dann las ich vor ca. 3 Jahren das tolle Buch "Born to run" v. Chr. Mc.Dougall, der das Barfußlaufen propagierte. Ich dachte, schaden kann ein Versuch nichts. Ich kann nur sagen, es geschehen noch Wunder. Ich konnte nach einigen Monaten Barfußgehen und langsamen Gewöhnen an das Barfußlaufen nach ca. 6 Monaten wieder ohne Probleme 1 h barfuß schmerzfrei joggen. Das war wie ein Wunder für mich. Ich kann nur sagen: Das Barfußlaufen dürfte für viele Läufer mit Problemen eine Lösung sein. Man muss speziell als älterer Läufer allerdings dem Umgewöhnungsprozess viel Zeit geben und die Belastung nur sehr behutsam steigern. Die Propriozeptoren, die Sehnen und Muskeln sind durch die Jahrzehnte in Schuhen verkümmert und müssen sehr schonend aufgebaut werden. Ich gebe dem Barfußlaufen eine große Zukunft. Möglichst ganz ohne Schuhe laufen. Auch die Minimalschuhe sollten nur ein Zwischenschritt sein.