Bereitschaftsdienst: Ärzte-Lotto in der Nacht

DPABereitschaftsdienste in Deutschland sind nicht immer optimal besetzt: Mitunter müssen etwa unerfahrene Psychotherapeuten Patienten mit körperlichen Beschwerden behandeln. Die Reform des ärztlichen Notfalldienstes kommt aber nur langsam voran.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-918881.html
  1. #1

    18 Euro!

    Da lacht die Welt: 18 Euro pro Stunde? Ernsthaft? Dafür machts nichtmal der Schlüsseldienst. Leute, Ihr habt genau die Ärzte, die Ihr verdient habt. Erst Neiddebatten anzetteln, einen ganzen Berufsstand honoramässig gegen die Wand fahren und dann jammern, dass den Job niemand mehr will. Unfassbar.
  2. #2

    18 Euro!

    Da lacht die Welt: 18 Euro pro Stunde? Ernsthaft? Dafür machts nichtmal der Schlüsseldienst. Leute, Ihr habt genau die Ärzte, die Ihr verdient habt. Erst Neiddebatten anzetteln, einen ganzen Berufsstand honoramässig gegen die Wand fahren und dann jammern, dass den Job niemand mehr will. Unfassbar.
  3. #3

    Das ist eben FDP-Klientelpolitik

    Zum Vorteil der Ärzte und zum Nachteil der Patienten!
  4. #4

    Lotto passt

    Jeder, der im Rettungsdienst arbeitet und zwangsläufig mit den Entscheidungen der Bereitschaftsärzte konfrontiert wird, kann bestätigen, welche erschreckende "Qualität" dort teilweise geboten wird.

    Nie vergessen werde ich etwa den Einsatz wegen "Unterzuckers", zu dem wir von einer solchen Ärztin gerufen wurden: Wir kamen keine zehn Minuten, nachdem diese das Haus verlassen hatte, dort an. Den Patienten fanden wir dann mit eindeutig ausgeprägten Todeszeichen vor.
  5. #5

    Zitat von goldaswelt Beitrag anzeigen
    Da lacht die Welt: 18 Euro pro Stunde? Ernsthaft? Dafür machts nichtmal der Schlüsseldienst. Leute, Ihr habt genau die Ärzte, die Ihr verdient habt. Erst Neiddebatten anzetteln, einen ganzen Berufsstand honoramässig gegen die Wand fahren und dann jammern, dass den Job niemand mehr will. Unfassbar.
    Fürs rumsitzen bekommt ein Schlüsseldienst aber keine 18€/Stunde, sondern eher gar nix ;) allerdings weiß ich nicht wieviele Stunden ein Arzt im Bereitschaftsdienst überhaupt durchschnittlich Leerlauf hat. Während der Praxisöffnungszeiten: Vermutlich gar keinen Leerlauf. Während er daheim oder in Praxisnähe auf einen Einsatz wartet: Möglicherweise etwas Leerlauf.
  6. #6

    18 Euro???

    Danke. Goldaswelt spricht mir aus der Seele. Also so ausgenützt und missbraucht wie wir uns fühlen... Da lacht uns doch jeder Berufsstand auf diesem Niveau aus. Eine Schande ist das.
  7. #7

    was Sie nicht erwähnt haben.....

    Zitat von goldaswelt Beitrag anzeigen
    Da lacht die Welt: 18 Euro pro Stunde? Ernsthaft? Dafür machts nichtmal der Schlüsseldienst. Leute, Ihr habt genau die Ärzte, die Ihr verdient habt. Erst Neiddebatten anzetteln, einen ganzen Berufsstand honoramässig gegen die Wand fahren und dann jammern, dass den Job niemand mehr will. Unfassbar.
    ...ist, dass den Bereitschaftsärzten lediglich 40% des Behandlungshonorars bleiben, der Rest geht an die KV, resp. die Kassen. Ich würde mich nie wieder niederlassen und Sie haben ja so recht, meine Praxis wird honorarmäßig an die Wand gefahren. Ich wäre als angestellter Arzt in einer Klinik besser dran, selbst mit Bereitschaftsdiensten, könnte ruhig schlafen, bräuchte mir keine Sorgen um Personal, Bank, ständig neue Software und Budgets machen und nicht mehr für jeden roten Hals nachts um drei Uhr 10 km zu fahren, was wahrlich Zeit bis zum nächsten Morgen gehabt hätte. Aber die Patienten haben ja einen Anspruch darauf und der wird gnadenlos ausgenutzt, wobei ich sagen muss: für jeden Notfall, der auch einer ist, stehe ich gerne auf, aber nicht für Bagatellerkrankungen.
  8. #8

    24 Stunden Dienst und dann noch 12 Stunden Praxis

    Im Gegensatz zu Klinikärzten, wo die Dienste mittlerweile meist auf 12 Stunden beschränkt sind, müssen niedergelassene Ärzte oft 24 Stunden Dienst bewältigen und dann noch am nächsten Tag ihre eigenen Patienten in der Praxis betreuen. Das solche Dienste äußert anstrengend und deshalb unbeliebt sind dürfte klar sein.
  9. #9

    im Zivieldienst

    hatten wir auch einige Bundeswehrärzte mit wenig praktischer Erfahrung im Notdienst, welche Vertretung für niedergelassene Ärzte machten. Oft rufen ältere Leute mit Schlaganfall und Herzinfarkt lieber die WE Arztpraxis an, weil sie genau wissen, das wenn sie die Feuerwehr 112 anrufen, sie gleich ins Krankenhaus kommen