"Breaking Bad"-Blog: Die Geister, die er rief

AMCDrogen, Tod und Familienstress: Die letzten Episoden von "Breaking Bad" haben begonnen. Lesen Sie in unserem Blog, wer stirbt, wer lebt - und wen Walter White jetzt am meisten fürchten muss.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/brea...-a-921621.html
  1. #10

    breaking bad

    - der Serientitel hat sich in den letzten Episoden mehr und mehr auf Skylars Wandlung zur kompromisslosen Kriminellen bezogen (Anstiftung zum Mord).
    Es war klar, dass Walters Millionenschatz nicht unberührt in der Wüste bleiben konnte, genauso klar war, dass er ihn verlieren würde (was nun, nach der Entdeckung, sehr wahrscheinlich ist). Jesse's Tod ist möglich, genauso, wie Walters Überleben möglich ist (wir wissen ja bereits, dass Walter ca. ein Jahr später eine Schußwaffe kauft und in sein nun leerstehendes Haus in Albuquerque einbricht, um an das Gift zu kommen; - dieser Handlungsstrang, welcher auf ein "showdown" schließen lässt, wird also spätestens in der letzten Folge weiterverfolgt. Wen Walter dann mit Waffe und Gift töten will, wissen wir noch nicht. Todd's Onkel? Lydia?) Wir wissen, dass Walter an seinem 52. Geburtstag in Freiheit ist, Hank scheiterte also höchstwahrscheinlich. Könnte sein dass er stirbt, ich kann mir aber auch vorstellen, dass er durch Walter gerettet wird (Walter aber im Gegenzug für Hanks Leben wieder Meth kochen muss). Spannend!
  2. #11

    daneben

    Die Schlussszene war ein bisschen unlogisch fand ich. Die Truppe bekommt es hin in zwei Minuten 10 Leute in verschiedenen Gefängnissen zu ermordern aber schafft es in der letzten Szene nicht, das auch nur eine einzige Kugel (bei gefühlten tausend abgefeuerten) ihr Ziel trifft(Hank und Gomez stehen ungeschützt in 10m Entfernung).
  3. #12

    Zitat von meinmein Beitrag anzeigen
    Wohlweislich läßt der Rezenesent die Schießerei am Ende einfach weg und das Phänomen, dass die Aryans ihr Ziel auf 5 Meter Entfernung mit einem Schnellfeuergewehr anscheinend nicht treffen können, ist im Internet auch schon durchdiskutiert.
    Wer da wen trifft, wird sich in der nächsten Episode klären.
    Ich bin nicht böse, wenn zum Zwecke der Spannungssteigerung der Schußwechsel auf unrealistische Weise inszeniert wird. Spätestens seit den letzten Schritten von Gus Frings wissen wir doch, dass es in BB wohldosierte Momente des Surrealismus gibt.
    Was mich viel mehr ärgern würde, wäre ein Deus-Ex-Machina-Effekt in der nächsten Folge mit sechs DEA-Helikoptern, die plötzlich hinter den Hügeln zum Vorschein kommen.

    Das einzige Haar in der perfekten Suppe ist für mich derzeit allerdings folgendes:
    Woher kommt dieser unerklärliche Intelligenzschub in den Hirnwindungen von Jesse Pinkman? Wir haben in knapp 55 Episoden gelernt, dass der junge Mann nicht unbedingt der Allerhellste und nur marginal schlauer als seine beiden Kumpel Badger und Skinny Pete ist.
    Und dann legt er zuerst in „Confessions“ eine Sherlock Holmes-Deduktion aufs Parkett, die zwei Drittel des Publikums überfordert, und in der neuesten Folge entwickelt er den ultimativen Plan, wie man den Mastermind Heisenberg zu Fall bringt? Seltsam.

    Und nun die Frage aller Fragen:
    Wer wird die Feindseligkeiten in der Wüste überleben?
    Wie wir aus dem Prolog der Staffel wissen, natürlich Walt. Bei Jesse stehen die Chancen Fünfzig Fünfzig. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die beiden entfremdeten Meth-Köche in der nächsten Episode noch einmal durch die widrigen Umstände gezwungen werden, an einem Strang zu ziehen.
    Gomie ist wahrscheinlich mausetot, und auch Hanks Überlebenschancen sind mikroskopisch:
    Der Held, der vor seinem gewaltsamen Ableben noch einmal Emotionales mit seiner Frau austauscht, ist eines der ältesten Klischees der Filmgeschichte. Und das dürfte den Autoren sehr wohl bewusst sein.
    Was wir mit diesem fiesen Cliffhanger erleben, ist die Umkehrung der umgekehrten Psychologie. Bei den Zuschauern herrscht die inzwischen schon traditionelle Erwartungshaltung, dass BB alle gängigen Klischees konsequent vermeidet. Wäre es ergo zu diesem Zeitpunkt nicht die größere Überraschung, wenn nun genau das passiert, was wir aus tausend anderen Geschichten kennen:
    Hank stirbt im Kugelhagel, kurz nachdem er es mit Marie noch einmal tüchtig menscheln ließ?
    Und was wird die junge Witwe, die ohnehin schon mit der Mordlust kokettiert, so alles unternehmen, wenn sie die Hiobsbotschaft erfährt? Vielleicht erleben Skyler und Walt junior ja schon bald ihre eigene Version des Wüstenscharmützels.

    Fazit:
    Sergio Leone, Don Siegel und Alfred Hitchcock feiern im Himmel eine große „Breaking Bad“-Party. Ganz, ganz großes Kino. Und zwar so groß, dass man sich besorgt fragt, ob es überhaupt machbar ist, dieses Niveau in den verbleibenden drei Episoden zu halten….
  4. #13

    Zitat von meinmein Beitrag anzeigen
    Ich bin voll dafür. Jesse war von Anfang an die falsche Wahl und dass irgendjemand überhaupt Sympathie für den empfinden kann, ist mir völlig unverständlich.
    Leider gäbe es ohne ihn gar keine Story, weil die Handlung in der Serie nur durch Pinkmans Idiotie in Gang kommt.
    Jesse ist die einzige Person in der ganzen Serie, mal abgesehen von Walter Jr, die nicht vollkommen skrupel-und gewissenlos agiert, warum finden Sie es so unverständlich das man Sympathie für ihn empfindet? Weil er Drogen konsumiert?
  5. #14

    Zitat von Duende Beitrag anzeigen
    Warum sollte eigentlich Jesse überleben? Er ist das eigentliche Ziel und sein Tod die Versicherung, dass Walt wieder kochen wird. Wer sein Sidekick (!) im Labor ist, ist da eigentlich egal. Todd würde weniger Ärger machen als Pinkman.
    Ich denke das Jesse überlebt weil er sich aus dem Staub macht. Er weiss das die Aktion eigentlich ihm gilt, und während der Schieserei sieht man wie er versucht unauffällig die Tür zu öffnen.
  6. #15

    optional

    Todd stirbt beim Shoot-Out und die Aryans brauchen einen neuen Meth-Koch. Am besten zwei, da einer ja durch den Lungenkrebs bedingt ein unsicherer Kandidat ist. Einziges Szenario, das ein Überleben von Mr Pinkman garantiert. Marie wird wahrscheinlich den Rest der White-Familie meucheln. Einzig gute Überlebenschancen hat Saul, da er noch für das Spin-Off gebraucht wird.
  7. #16

    Aus dem Artikel:
    "Von großen Momenten gab es in dieser Episode viele. Herausgegriffen sei hier die Szene in der biederen Waschanlage der Whites, in welcher der herzerfrischend unschuldige Walter Jr. auf den windigen Anwalt seiner Eltern trifft: "Sind Sie nicht der Typ aus der Werbung?""

    Noch schöner ist in diesem Zusammenhang Sauls Lebenshilfe zum Thema "Alkohol am Steuer":
    "Don't drink and drive, but if you do, call me!"
  8. #17

    Munition, Fürsorge und Spekulationen

    Zitat von liany Beitrag anzeigen
    Die Schlussszene war ein bisschen unlogisch fand ich. Die Truppe bekommt es hin in zwei Minuten 10 Leute in verschiedenen Gefängnissen zu ermordern aber schafft es in der letzten Szene nicht, das auch nur eine einzige Kugel (bei gefühlten tausend abgefeuerten) ihr Ziel trifft(Hank und Gomez stehen ungeschützt in 10m Entfernung).
    So ist es. Und sie ballern und ballern und ballern. Ich bin kein Waffenexperte, aber Hanks Pistole müsste längst leer geschossen sein, zumal er einmal bestimmt 5 Schüsse hintereinander abgibt und mehr als ein Reservemagazin dürfte er auch kaum in der Tasche haben.
    Aber wie auch immer: Es ist sein letztes Gefecht auf Erden.

    Das wurde schon klar, bevor Onkel Jacks Nazis einmarschierten.
    Als Hank Marie am Telefon sagte, er komme etwas später nach Hause und sich beide dann recht melodramatisch ihrer Liebe versicherten, lauschten wir seinem Schwanengesang.

    Und Walt: Er will Jesse weg haben, klar, aber er ist immer noch fürsorglich in seiner Bosheit, und besteht mehrfach sinngemäss darauf:
    "Jesse gehört zu Familie. Also bitte kurz und schmerzlos, kein Leiden".

    Und Onkel Jack sinngemäss: "Wird gemacht, von hinten in den Kopf, dann merkt er es nicht mal."

    Und am Ende brüllt Walt wie am Spieß, Onkel Jack möge nicht schießen.
    Hank ist schließlich Familie, und Gomy auch ein guter alter Bekannter derselben.

    Ich lege mich fest: Hank und Gomy sterben in der Wüste, Walt und Jesse überleben.
    Walt wird kochen müssen, vermutlich sogar beide.
    Notgedrungen gehen sie noch einmal ein Zweckbündnis ein, um der "Sklaverei" bei Lydia/Onkel Jack zu entkommen.

    Dabei wird Jesse sich allemal noch den großspurigen Todd vorknöpfen.
    Vielleicht nehmen beide Sauls Dienste letztmals in Anspruch nehmen und tauchen unter, Walt Richtung New Hampshire. Womöglich überlebt Jesse diesen Ausstieg aber auch nicht.

    Vielleicht kriegt er dort raus, dass die Verflechtungen von Lydia und Madrigal noch viel weiter reichen und die einst von im mitbegründete Firma "GreyMatters" auch von Anfang an ihre Finger im Spiel hatte.

    Marie ist so voller Hass, dass sie auch noch irgendwann zu irgendeiner bösen Tat schreiten wird. Ich bleibe bei meiner Theorie, dass es etwas mit ihrer Schwester zu tun haben könnte.

    Damit dürfte am wahrscheinlichsten sein, dass Walts finale Gefechte gegen Lydia und Onkel Jacks Bande gerichtet sein werden.
    Vielleicht auch noch gegen seine Jugendliebe Gretchen Schwarz und seinen Ex-Kompagnon. Er erkennt, das die ihn sein ganzes Leben lang ausgenutzt haben und er stets der "Gearschte" war.

    Ausgang offen.
    Meine Vermutung: Walt überlebt all dies, hat zwar einen Haufen Geld.
    Aber am Ende sagt ihm ein Arzt: "Sie haben noch max. 1 Monat".

    So, und nun widersprecht und/oder ergänzt/modifiziert bitte kräftig ;-)
  9. #18

    Marie und Fam. White

    Zitat von gandelwein Beitrag anzeigen
    (…)
    Marie wird wahrscheinlich den Rest der White-Familie meucheln. Einzig gute Überlebenschancen hat Saul,
    (…)
    Beides ist gut möglich.
    Opportunisten wie Saul sind die erfolgreichsten Überlebenskünstler.

    Aber Marie wird Holly keinesfalls meucheln, weil sie die unbedingt für sich behalten will. Und dass sie dem unschuldigen Junior/Flynn etwas antun würde, kann ich mir auch nicht recht vorstellen.
    Höchstens als "Kollateralschaden", wenn sie ihrer Schwester zu Leibe rückt.
  10. #19

    Zitat von to5824bo Beitrag anzeigen
    Marie ist so voller Hass, dass sie auch noch irgendwann zu irgendeiner bösen Tat schreiten wird. Ich bleibe bei meiner Theorie, dass es etwas mit ihrer Schwester zu tun haben könnte.

    Damit dürfte am wahrscheinlichsten sein, dass Walts finale Gefechte gegen Lydia und Onkel Jacks Bande gerichtet sein werden.
    Nein, ich glaube, dass die Geschichte dort enden wird, wo sie ursprünglich mal begonnen hat: in der Familie.
    Und ich stelle mir das im Detail so vor:
    Die vor Trauer um Hank wahnsinnige Marie stürmt das Haus der Whites und sprüht dort in anklagenden Lettern "Heisenberg" an die Wand. Dabei wird sie von Walt junior ertappt, den sie dann versehentlich tötet.
    Daraufhin kommt es zwischen Skyler und Walt, der letztendlich an allem schuld ist, zur finalen Auseinandersetzung. Exitus Skyler.

    Und was wir im Prolog der Staffel gesehen haben, ist dann das Vorspiel zu Walts Suizid, bei dem er noch ein paar andere (DEA-Agenten, Jesse?) mitnehmen möchte.
    Dieses Ende würde auch zu Vince Gilligans Prophezeiung passen, dass Walt das Drama zu seinen Bedingungen beenden wird.