Körpersprache: Warum einem Wörter auf der Zunge liegen

CorbisWie hieß der noch mal? Wie nennt man das gleich? Manche Begriffe sind sicher im Gehirn gespeichert und können doch nicht abgerufen werden. Je älter man wird, desto öfter liegen einem Wörter auf der Zunge. Was dabei im Kopf geschieht und welche Strategien helfen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...-a-902911.html
  1. #1

    Entspannung hilft

    Da ich schon immer ein lausiges Namensgedächtnis hatte, lebe ich mit "der Dings, na der Dings halt!" Dabei spielen die Namen von Heulbojen der Popmusik allerdings eine periphere Rolle. Und die anderen Wörter, die mir gelegentlich mal auf Zunge liegen und nicht rauswollen, purzeln spätestens dann, wenn ich nicht mehr krampfhaft danach suche, von ganz allein aus dem Archiv ins aktive Gedächtnis.
  2. #2

    Sagen wir's mal anders: wer krampfhaft an den Schubladen mit den Wörtern rüttelt, wird keine aufbekommen, weil die dabei alle verkanten und klemmen. Aber wer mal locker lässt, wird merken, dass irgendwann die richtige Schublade ganz leicht aufgeht ...

    Wie hieß nochmal der Linienrichter, der im WM-Finale 1966 dem Schiri signalisierte, der Ball sei im Tor gewesen, Moment, ich hab's gleich ... mn hat ein Stadion nach ihm benannt ... Bachramov, genau!
  3. #3

    Die Natur...

    Wahrscheinlich müssen wir einfach damit leben; alles andere lässt im Alter ja auch nach. Es ist wahrlich nicht schön, und es kommt für mich oft die Befürchtung hinzu, ob es möglicherweise Alzheimer ist.... Woher weiß man den Unterschied? Etwas "tröstlich" ist bestenfalls, dass man von anderen hört, es ginge ihnen genauso.
  4. #4

    Ist doch ganz normal!!

    Da marschiere ich in die Kueche, komme an und weiss nicht mehr, was ich da wollte.Koestlich! Habe da meine eigene Methode. Rueckwaertsgang eingelegt
    und bumsvalera, ich habs!!
    Namen sind auch so ein Ding. Da habe ich facebook und will und weiss nicht mehr. Lache darueber, denn
    es kann vorkommen, dass es mir erst am naechsten Morgen wieder einfaellt.
    Seltsam ist, dass mir uralte "Dinger" wieder einfallen, die ich vor mehr als 50 Jahren gedreht habe.
    Nun, ich nehme es mit Humor. Immerhin bin ich jetzt schon "Gruftie" mit meinen 75 Jahren.
    Ist doch auch viel schoener, in der guten alten Zeit rumzusurfen.

    salamat po.
  5. #5

    Andere Taktik:

    Ich benutze eine andere Taktik, um mir Begriffe oder Namen wieder einfallen zu lassen, ich iteriere durchs Alphabet und kann den Begriff auf wenige Buchstaben eingrenzen, meist auch nur auf einen, oft fällt es mir dann kurz darauf wieder ein.
  6. #6

    Zitat von craxz Beitrag anzeigen
    Ich benutze eine andere Taktik, um mir Begriffe oder Namen wieder einfallen zu lassen, ich iteriere durchs Alphabet und kann den Begriff auf wenige Buchstaben eingrenzen, meist auch nur auf einen, oft fällt es mir dann kurz darauf wieder ein.
    Ha, noch einer, der es so macht. Gestern hat es bei mir aber auch damit nicht geklappt. Ich suchte nach dem Namen von dem Ingwer-Schwätzer aus Bayern, der sich für einen Koch hält. Mein Fehler war, daß ich nur "S" und nicht auch "SCH" auf der Zunge hatte.
  7. #7

    Suchtip

    Nach meiner Erfahrung ist es am Besten die Kramerei nach dem nicht auftauchenden Wort erst einmal zu beenden. Das Gehirn sucht trotzdem im "Hintergrund" unaufgefordert weiter und meldet nach kurzer Zeit den Fund dann von allein.
  8. #8

    Zitat von Nicht-Dumm Beitrag anzeigen
    Nach meiner Erfahrung ist es am Besten die Kramerei nach dem nicht auftauchenden Wort erst einmal zu beenden. Das Gehirn sucht trotzdem im "Hintergrund" unaufgefordert weiter und meldet nach kurzer Zeit den Fund dann von allein.
    Ja das stimmt genau ! Das geht mir auch so.

    Je mehr man versucht das Wort mit Gewalt zu finden desto eher gerät man in eine Sackgasse und versteift sich sich auf falsche Wege und desto schwerer wird das.
    Einfach die Aufgabe beiseite schieben , an etwas anderes denken und die Blockade löst sich von selbst.
  9. #9

    Hirn nicht unter Druck setzen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beim Zungenspitzenphänomen wird zwar die lexikalische Bedeutung des gesuchten Begriffs aktiviert, was das starke Gefühl auslöst, dass man diesen kennt. Die phonologische Information aber, also der Klang des Wortes, wird nur unvollständig abgerufen, vermutet Deborah Burke. So kommt es, dass einem oft nur die erste Silbe des gesuchten Wortes einfällt, die man dann hilflos mit weiteren zu ergänzen versucht.

    Psychologie: Warum ein Wort auf der Zunge liegt - SPIEGEL ONLINE
    …neulich lag meinem Gehirn auch so ein Wort auf der Zunge. Es hat dann in seinem neuronalen Schubladensystem verzweifelt nach dem Wort gesucht, leider war aber die Schublade leer. Mein Gehirn, es ist manchmal etwas schlampig und hat das Wort nach dem letzten Gebrauch wohl nicht zurückgelegt, hat dann natürlich gedacht, es hätte das Wort gefunden, stand ja auf der Schublade drauf. Das hat dann, wie im Artikel beschrieben, meinem Gehirn das starke Gefühl gegeben, das Wort zu kennen. Es hat dann wahllos andere Schubladen aufgemacht, um das Wort zu finden, was mir aber gewaltig auf die Nerven ging. Ich sollte meinem Gehirn eine systematische Suchstrategie beibringen, so wie es einige Foristen hier beschreiben.
    Ich kann bestätigen, dass es dagegen nichts bringt, sein Gehirn unter Druck zu setzen. Wenn es gestreßt ist, dann findet es erst recht nichts.
    Wie gesagt, es ist halt ein bißchen schlampig. Neulich war es sogar auf dem Klo und hat vergessen, sich die Hände zu waschen…