Niederlage für Ulla Unseld-Berkéwicz: Gericht stoppt Suhrkamp-Sanierung

DPANeue Wendung im Suhrkamp-Drama: Die Familienstiftung um Ulla Unseld-Berkéwicz darf einer Umwandlung des Verlags in eine AG vorerst nicht zustimmen. Damit folgt das Landgericht Frankfurt dem Minderheitseigner Hans Barlach. Die Stiftung will in Berufung gehen.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-921524.html
  1. #20

    Die Leistung des Herrn Barlach

    Herr Barlach hat kapital in Höhe von ca 15% des Suhrkamp-Anteils selbst investiert. Die Rsetlichen 24% sind mit Schulden finanziert. Und genau deswegen MUSS er so auf "wirtschaftliches Arbeiten" und Gewinnausschüttungen drängen. Mag ja sein, dass Frau Unseld-Berkéwicz eine doofe Nuss ist, es tut hier nichts zur Sache. Herr Barlach jedenfalls ist eine Finanz-Heuschrecke, die sich gewaltig verspekuliert hat. Sein Geldbedarf ist so groß, dass er Suhrkamp mit seinen Ansprüchen in jedem Fall umbringen muss. Soll Suhrkamp weiter bestehen bleiben, muss dieser Abzocker samt seiner AG aus dem Verlag verschwinden.
  2. #21

    Gesellschafter- oder Insolvenzrecht

    Die befangene Richterin in Frankfurt urteilt nur einseitig auf der Grundlage des Gesellschafterrechts. In dessen Rahmen ist aber der Streit, den Barlach hier führt, nicht zu klären. U.a. aus diesem Grund ist ja das neue Insolvenzrecht geschaffen worden. Die Gesellschafter behalten ja danach ihre Anteile im Laden, haben aber auf das tägliche Geschäft keinen großen Einfluß mehr. Und im laufenden Insolvenzverfahren hat das Insolvenzrecht Vorrang. Daher wird das Frankfurter Urteil nicht lange Bestand haben. Und das ist auch gut so!
  3. #22

    jaja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue Wendung im Suhrkamp-Drama: Die Familienstiftung um Ulla Unseld-Berkéwicz darf einer Umwandlung des Verlags in eine AG vorerst nicht zustimmen. Damit folgt das Landgericht Frankfurt dem Minderheitseigner Hans Barlach. Die Stiftung will in Berufung gehen.

    Suhrkamp: Verfügung des Landgerichts Frankfurt gibt Barlach Recht - SPIEGEL ONLINE
    .......

    Nun ist aus der Bundesrepublik Deutschland ja schon lange eine Anwaltsrepublik geworden. Was mit Recht und Unrecht nur noch in Ausnahmefällen etwas zu tun hat.
    Auch und gerade hier wird ein mittelalterliches Duell mit demokratischen Anwaltsmitteln verfolgt. Mittlerweile ist es egal, wie es ausgehen wird, bei den Kosten der ganzen Verfahren kann keiner der Beteiligten gewinnen und ein Verlag nicht arbeiten.
    Gewinner sind einzig die unzähligen Anwälte, die sich ihre stattlichen Honorare schon sichern.
    Das ist der eigentliche Skandal!
    rabenkrähe
  4. #23

    *

    Zitat von hawill Beitrag anzeigen
    Die befangene Richterin in Frankfurt urteilt nur einseitig auf der Grundlage des Gesellschafterrechts. In dessen Rahmen ist aber der Streit, den Barlach hier führt, nicht zu klären. U.a. aus diesem Grund ist ja das neue Insolvenzrecht geschaffen worden. Die Gesellschafter behalten ja danach ihre Anteile im Laden, haben aber auf das tägliche Geschäft keinen großen Einfluß mehr. Und im laufenden Insolvenzverfahren hat das Insolvenzrecht Vorrang. Daher wird das Frankfurter Urteil nicht lange Bestand haben. Und das ist auch gut so!
    Sie scheinen die rechtlichen Zusammenhänge nicht so ganz zu verstehen - ob das Abstimmungsverhalten der Stiftung im Insolvenz(plan)verfahren Restriktionen unterliegt, ist keine Frage des Insolvenz(plan)verfahrens selbst, sondern eine diesem vorgelagerte Frage, die einzig aus der zwischen den Gesellschaftern bestehenden Sonderverbindung heraus beantwortet werden kann. Das Insolvenz(plan)verfahren wird dadurch nur indirekt tangiert, nämlich insoweit als das Abstimmungsverhalten der Stiftung dort relevant wird. Das sind schlicht zwei Paar Schuhe deren jedes eigenen Regeln unterliegt und von dem jeweils zuständigen Gericht zu beurteilen ist. Wenn die Stiftung im Hauptsacheverfahren dazu verurteilt wird, ihr Stimmrecht in einer bestimmten Weise auszuüben, dann wird dieses Urteil gemäß § 894 ZPO vollstreckt und die Stimme gilt als wie ausgeurteilt abgegeben. Aufgrund dieser Stimmabgabe nimmt das Insolvenz(plan)verfahren dann eben einen anderen Verlauf, d.h. die Umwandlung in eine AG findet nicht statt.