Niederlage für Ulla Unseld-Berkéwicz: Gericht stoppt Suhrkamp-Sanierung

DPANeue Wendung im Suhrkamp-Drama: Die Familienstiftung um Ulla Unseld-Berkéwicz darf einer Umwandlung des Verlags in eine AG vorerst nicht zustimmen. Damit folgt das Landgericht Frankfurt dem Minderheitseigner Hans Barlach. Die Stiftung will in Berufung gehen.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-921524.html
  1. #1

    Trauerspiel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue Wendung im Suhrkamp-Drama: Die Familienstiftung um Ulla Unseld-Berkéwicz darf einer Umwandlung des Verlags in eine AG vorerst nicht zustimmen. Damit folgt das Landgericht Frankfurt dem Minderheitseigner Hans Barlach. Die Stiftung will in Berufung gehen.

    Suhrkamp: Verfügung des Landgerichts Frankfurt gibt Barlach Recht - SPIEGEL ONLINE
    Den Hauptbeteiligten kann man überzeugend jegliche Intelligenz absprechen.
    Für die beteiligten Juristen ist das Suhrkamp-Drama sicher eine Goldgrube.
  2. #2

    Nun aber Schluss!

    Du lieber Himmel! Worüber streiten die Dame und der Herr? Um den Suhrkamp-Verlag wohl kaum. Eher um das eigene Ego. Wäre es denn so schlimm, wenn es Suhrkamp nicht mehr gäbe? Sind da nicht noch ein paar andere ehrenwerte und verdienstvolle Verlage? Die Suhrkamp-Autoren würden wohl kaum heimatlos.
    Vorschlag an Sie, genädige Frau und an Sie, sehr geehrter Herr: Machen Sie, was sie wollen, nur keine Bücher mehr. Peter Gudelius
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue Wendung im Suhrkamp-Drama: Die Familienstiftung um Ulla Unseld-Berkéwicz darf einer Umwandlung des Verlags in eine AG vorerst nicht zustimmen. Damit folgt das Landgericht Frankfurt dem Minderheitseigner Hans Barlach. Die Stiftung will in Berufung gehen.

    Suhrkamp: Verfügung des Landgerichts Frankfurt gibt Barlach Recht - SPIEGEL ONLINE
    Nun, man muss Herrn Barlach nicht mögen, aber fast alles, was Frau Unseld-Berkéwicz bisher an seltsamen Winkelzügen bis hin zum völlig missbräuchlichen Einsatz des "Schutzschirmverfahrens" angewandt hat, konnte einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten. Wenn man sich dann noch die Vergangenheit des "weißen Ritters", der Wella Erben, anschaut, wird es völlig kurios.
  4. #4

    Unglaublich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue Wendung im Suhrkamp-Drama: Die Familienstiftung um Ulla Unseld-Berkéwicz darf einer Umwandlung des Verlags in eine AG vorerst nicht zustimmen. Damit folgt das Landgericht Frankfurt dem Minderheitseigner Hans Barlach. Die Stiftung will in Berufung gehen.

    Suhrkamp: Verfügung des Landgerichts Frankfurt gibt Barlach Recht - SPIEGEL ONLINE
    Dass es dem Hasardeur Barlach mit Hilfe einer unverständigen Frankfurter Richterin immer wieder gelingt, den Geschäftsbetrieb des Suhrkamp-Verlags zu stören, ist ein Skandal. Die Autoren und Leser dürfen erwarten, dass die Gerichte diesen Mann endlich ruhigstellen.
  5. #5

    Umsetzung der Gerichtsbeschluesse

    Ich denke, es zeigt sich immer mehr, dass diese Dame unfaehig ist. Sie verschleudert Firmengelder in den Prozessen. Es ist ein Machtkampf und die Gerichte zeigen, dass diese Frau verloren hat. Irgendwo muss man auch mal dazwischen hauen und dieser Dame das handwerk verbieten.
    Die Loesung waere ein unabhaengiger Geschaeftsfuehrer.
  6. #6

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Dass es dem Hasardeur Barlach mit Hilfe einer unverständigen Frankfurter Richterin immer wieder gelingt, den Geschäftsbetrieb des Suhrkamp-Verlags zu stören, ist ein Skandal. Die Autoren und Leser dürfen erwarten, dass die Gerichte diesen Mann endlich ruhigstellen.
    Da verstehen Sie etwas falsch. Man kann einem ungeliebten Minderheitsgesellschafter seine Anteile zwar abkaufen, oder die eigenen verkaufen, aber einfach vor die Tür setzen geht (zum Glück) immer noch nicht. Nochmal: man muss Barlach nicht mögen, aber Frau Unseld-Berkéwicz Winkelzüge fallen regelmäßig bei Gericht durch.
  7. #7

    So ist das im Rechtsstaat. Selbst, wenn einer den Anschein hat, ein Hasadeur zu sein, so hat er das Recht, es von den Gerichten prüfen zu lassen. Und wenn er im Recht ist, hat er auch recht gehabt. Die Autoren und Leser können erwarten, dass Aktionen von Frau Unseld-Berkéwicz im Vorfeld auf Tauglichkeit geprüft werden.
  8. #8

    Barlach gehört kein Anteil an Suhrkamp

    Es ist eben das Hauptproblem dieser Sanierung, dass beide der öffentlich genannten "Kontrahenten" nur juristische Personen vertreten, die die eigentlichen Teilhaber sind. Frau Unseld-Berkewicz ist in ihrem Handeln an die Stiftungssatzung gebunden, Herr Barlach als Vertreter der Medienholding AG Winterthur an das schweizer Aktienrecht. Herr Barlach hat sein Vermögen in diese AG gesteckt, die wiederum hat sich beim Ankauf des halben Anteils JoachimSuhrkamps verschuldet und muss jetzt dringend Geld haben. Herr Barlach wiederum ist beim früheren Eigner der Medienholding AG Winterthur verschuldet und hat derzeit keine Chance, an Geld zu kommen. Jetzt fällt ihm diese Steuersparkonstruktion der schweizerischen A auf die Füße, weil keiner, der nicht in der Schweiz wohnt, so eine AG haben will. Kurz gesagt: Barlach steckt in der Tinte und Frau Unseld-Berkewicz kann sich an den Fluss setzen und warten, bis die Leichen ihrer Feinde vorbeitreiben...
  9. #9

    Auf hoher See und vor Gericht ...

    Zitat von KvS Beitrag anzeigen
    So ist das im Rechtsstaat. Selbst, wenn einer den Anschein hat, ein Hasadeur zu sein, so hat er das Recht, es von den Gerichten prüfen zu lassen. Und wenn er im Recht ist, hat er auch recht gehabt. Die Autoren und Leser können erwarten, dass Aktionen von Frau Unseld-Berkéwicz im Vorfeld auf Tauglichkeit geprüft werden.
    Sie übersehen offensichtlich, dass der äußerst vernünftige Vorschlag, Suhrkamp in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln (was Herrn Barlach ja keineswegs vor die Tür setzt) vom zuständigen Berliner Gericht längst auf den Weg gebracht worden ist. Im Übrigen bezweifle ich, dass Sie von Autoren und Lesern (und speziell denen des Suhrkamp-Verlags) auch nur das Mindeste verstehen. Ein Verlag muss in Ruhe arbeiten können, und das hat der intrigante Herr Barlach jetzt schon seit Jahren verhindert. Niemand hat ihn gezwungen, die Minderheitsanteile des Verlages zu kaufen, die seit der Gründung des Hauses immer nur einen symbolischen, mäzenatischen Wert hatten. Es wird höchste Zeit, dass sie wieder in Hände gelangen, die Anstand und Geduld genug haben, um diesen wunderbaren Verlag in Ruhe arbeiten zu lassen.