Selbststeuernder Wagen: Ausfahrt mit Autopilot

DaimlerHallo Zukunft! Mit einer autonomen Testfahrt durch den ganz normalen Alltagsverkehr in Deutschland beweist Mercedes, dass selbstfahrende Autos keine ferne Zukunftsmusik mehr sind. Erstaunlich ist vor allem, wie flüssig das schon heute funktioniert.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/a...-a-920803.html
  1. #1

    Haftungsrisiko

    Die Automobilkonzerne täten gut daran, das Haftungsrisiko für autonom fahrende Fahrzeuge voll zu übernehmen, denn sonst kauft diese keiner! Das hat außerdem den Vorteil, dass JEDER Vorfall den Automobilkonzernen gemeldet wird, diese dann auch mittels Blackbox die Unfallsituation nacharbeiten können und die Software entsprechend anpassen können, kurzum: Fehler würden so sehr schnell erkannt und gebannt. Der Fahrer muss sich darauf verlassen können, dass er dem Verkehr eben nicht mehr folgen muss, dass er z.B. schlafen, lesen, telefonieren oder sonst etwas erledigen kann.
  2. #2

    Verkehrsregeln

    das wäre ein interessantes Experiment, einmal festzustellen wie der Verkehr fließt wenn alle sich an die Regeln halten. Das wäre dann bei automatisierten Fahrzeugen so. Meine Prognose, es wäre das totale Chaos. Assistenzsysteme können das fahren erleichtern, aber niemals den Fahrer ersetzen.
  3. #3

    Hausarrest

    Sobald diese Fahrzeuge auf unseren Straßen zugelassen sind, kann niemand mehr ohne Gefahr sein Haus verlassen.
  4. #4

    langweilig?

    Ich will doch Spaß beim Autofahren. Da ist mir schon die Automatikschaltung zu langweilig. Würde mir so ein Auto nie kaufen.
  5. #5

    Der unterschied liegt in 99,9% und 99,99999% Prozent Sicherheit

    Schön, dass das so beeindruckend geht, aber das Prinzip ist auch nicht mehr die Herausforderung. Die Herausforderung ist die erforderliche Sicherheit und die Erkennung *aller möglichen* komplexen Situationen.

    Ein automatisches Auto mit 99,9% korrekter Erkennung und entsprechender Reaktion ist viel zu schlecht. Acuh 99,99% wären nicht akzeptabel bei der Anzahl dauernder Entscheidungen im Verkehr. So ein Auto würde immer noch eine Fehlentscheidung auf 10.000 Steuerungsvorgänge treffen und damit mehrere schwere (ggf. tödliche) Unfälle pro Jahr verursachen.

    Das wird noch ein weiter Weg bis man hier akzeptable Raten erreicht, weil der Aufwand für jede weitere Nachkommastelle an Sicherheit exponentiell steigt.

    "Dass es prinzipiell geht" sagt nichts darüber aus wie nahe (oder eher fern) man einem Praxiseinsatz dieser Technik ist.

    Mal eine andere Idee: Wenn man nicht lenken will, weshalb nicht die Bahn oder den Bus nehmen - oder halt wie bisher einen Chauffeur? Hier gäbe es viele technisch unkritische Möglichkeiten organisatorisch vieles zu verbessern.
  6. #6

    Ich halte es für unwahrscheinlich, dass es komplett selbstfahrende Autos im normalen Straßenverkehr geben wird.
    Wenn man dem Auto komplett das Fahren überlässt und man nur noch untätig danebensitzt, kann jede Nichtstandardsituation innerhalb von Sekunden Leben kosten ... von Fußgängern und Passanten, von anderen Autofahrern, von sich selbst und Mitfahrern.
    Was passiert, wenn ein System einen Defekt hat, einfach falsch reagiert und ein Passant überfahren wird? Wer ist dann schuld an diesem Tod? Der Fahrer? Der Hersteller? Die Werkstatt, die es zu letzt gewartet hat? Der TÜV, der das zugelassen hat? Oder einfach niemand und der Tote oder Schwerverletzte hat einfach Pech gehabt?

    Geklärt werden könnte diese Frage nur, indem man allein dem Fahrer die Verantwortung für alles überträgt, indem man gesetzlich festlegt, dass er jederzeit innerhalb von Sekundenbruchteilen eingreifen kann, falls das Fahrzeug nicht tut, was es soll ... so wie das auch jetzt schon in diesem Wiener Abkommen festgelegt ist.
    Nur dann ist das Fahren viel anstrengender als heute. Denn dann muss man unter Umständen stundenlang nichtstuend auf dem Fahrersitz sitzen, aber dennoch permanent so konzentriert und so aufmerksam, dass man im Falle des Falles sofort eingreifen und die richtige Entscheidung treffen kann. Das kann kein Mensch leisten. Einfach selber fahren ist da wesentlich einfacher und weniger anstrengend.

    Für ein Flugzeug oder einen Zug mag ein Autopilot eine gute Lösung sein, weil in deren Sphären in der Regel recht wenig Verkehr herrscht. Da ist es für den Piloten/Lokführer weniger anstrengend, den Autopiloten zu überwachen, weil er viel mehr Zeit hat zum Reagieren als es beim Autofahren notwendig wäre. Aber im Straßenverkehr? Da halte ich das notwendige Überwachen eines Autopiloten durch einen Menschen für unmöglich.
    Bestenfalls könnte man den Autopiloten auf Autobahnen oder autobahn-ähnlichen Straßen sinnvoll verwenden, weil da alles etwas geordneter zugeht und eventuelle Gefahren leichter vorauszusehen sind, aber auch da müsste man im Prinzip ständig in der Lage, im Notfall innerhalb von Sekundenbruchteilen einzugreifen.
  7. #7

    Gesetzgeber

    [QUOTE=caligus;13690161]Die Automobilkonzerne täten gut daran, das Haftungsrisiko für autonom fahrende Fahrzeuge voll zu übernehmen, denn sonst kauft diese keiner![QUOTE=caligus;13690161]

    Da ist wohl eher der Gesetzgeber gefragt, Haftung und Verantwortung bei selbststeuernden Autos festzulegen.
  8. #8

    Ich warte schon

    auf den ersten, dem in einem Stau - weil er mal rasch pinkeln mußte - inzwischen sein Auto "automatisch" davongefahren ist.
  9. #9

    Und wenn ich beim Bäcker Bescheid sage,

    daß das Geld auf dem Beifahrersitz liegt, bringt der vielleicht die Brötchen raus, wenn das Auto hubt. Dann muß man die Rückfahrt nach Hause nur noch mit der iPhone App anstoßen.
    Schöne neue Welt: Täglicher Stau vor der Bäckerei.