ARD-Sonntagskrimi: Der neue Berliner "Tatort" im Schnellcheck

ARDUnd nur die Kamera schaut zu: Im neuen Berliner "Tatort" müssen Ritter und Stark mittels digitaler Überwachungstechnik den Mord auf einem U-Bahnhof klären. Ein hochmoderner Hauptstadtkrimi.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/der-...-a-918811.html
  1. #1

    optional

    U-Bahn-Schlägereien (vulgo: versuchter Totschlag) passieren in Deutschland mittlerweile täglich - einfach mal die einschlägigen Lokalzeitungen lesen. Trotzdem ist der Tatort nicht wirklich zeit- und sachgemäß. Ich komm' bloß nicht drauf, weshalb...
  2. #2

    Et jibt unta die Tatortbullen...

    ...nua wenija wirklich Jute - die Berliner Tatortpolente zählt zu den Nieten - aber sie sind damit ja nicht alleine.
    Münster is cool.
  3. #3

    Ich bin solch ein Schläger.......

    nur gab es diese Schlägerei nie. Ich soll angeblich 2009 eine wilde Schlägerei mit zwei Sicherheitsleuten in der Tram und auf einer Tramhaltestelle gehabt haben. Ich soll dabei einen der Sicherheitsmitarbeiter in die Hand gebissen haben. Dieser klagte sich daraufhin Schmerzensgeld ein. Wilde Geschichten und falsche Atteste, so wird in Berlin Geld gemacht.
  4. #4

    "In den letzten 30 Minuten wird aus dem Hooligan ein armes, gar nicht mal so unsympathisches Würstchen."
    Und genau dieser Satz wird dafür sorgen, dass ich diesen Tatort nicht ansehe. Immer die gleiche Leier: Täter und Opfer werden solange relativiert, bis aus dem Täter das Opfer und aus dem Opfer der Täter wird. Nach dem Motto: es gibt wohl Verbrechen in diesem Land, aber wenn man den Taten auf den Grund geht, lösen sich die kriminellen Taten im politisch-korrektem Mainstream auf.
  5. #5

    Na also, wieder mal...

    ein Tatort mit einem sozialpolitischen Pflichtthema (U-Bahn-Schläger, Rocker, Altersarmut etc.). Entweder sowas oder die ebenso inflationären unlogischen Verwicklungen von Polizisten (gerne die Chefs oder gar Staatsanwälte) in die Fälle.
    Tatort - was ist nur aus dir geworden?
  6. #6

    Hart an der Realität!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein hochmoderner Hauptstadtkrimi.
    Das Täterprofil ist aber eher untypisch.
  7. #7

    Spannung und Unterhaltung

    Wenn ich einen Krimi oder meinetwegen auch Thriller anschaue, erwarte ich eine gewisse Spannung und Unterhaltung.


    Die Tatorte kommen mir seit Jahren vor wie die Fortsetzung des Sozialkundeunterichtes mit filmischen Mitteln. Mir macht's keinen Spaß.
  8. #8

    So etwas kenne ich doch...

    Zitat von mikedurutti Beitrag anzeigen
    nur gab es diese Schlägerei nie. Ich soll angeblich 2009 eine wilde Schlägerei mit zwei Sicherheitsleuten in der Tram und auf einer Tramhaltestelle gehabt haben. Ich soll dabei einen der Sicherheitsmitarbeiter in die Hand gebissen haben. Dieser klagte sich daraufhin Schmerzensgeld ein. Wilde Geschichten und falsche Atteste, so wird in Berlin Geld gemacht.
    ...bei mir hieß die Anklage "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte", wobei ich das Glück hatte, dass der betroffene Polizist vor Gericht faktisch erklärte, dass er mich festgenommen hat, weil ihm mein Gesicht nicht gefiel. Er erklärte, an meinem Gesichtsausdruck habe er erkannt, dass ich ihn schlagen wolle, weshalb er meine Brille zerstörte. Ich wurde selbstverständlich freigesprochen (und für diejenigen, die mir nicht glauben, suche ich sogar das Urteil mit Aktenzeichen nochmals heraus).
    Im übrigen ist es tatsächlich oftmals nicht so einfach, von Tätern und Opfern zu sprechen. Ich habe hier ganz real jemanden erlebt, der als Intensivtäter geführt wurde, gleichzeitig als Zeuge in einem anderen Prozess geladen war, dort aber nicht erscheinen konnte, weil ein anderer ihn auf dem U-Bahnhof Magdalenenstraße mit einem Messer verletzt hatte. Diese Jungs, die ich dort kennen gelernt habe, waren fast alle gleichzeitig Opfer und Täter, die meisten übrigens Deutsche (was evtl. auch am Stadtbezirk Lichtenberg lag), aber die fast alle in gewisser Weise verwahrlost und schon mit 15 bis 16 zum großen Teil alkoholabhängig waren.
    Der differenzierte Blick, den die meisten SPON-Kommentierer nicht vornehmen, ist notwendig, wenn man die Gesamtsituation halbwegs beurteilen möchte.
  9. #9

    aus der Realität

    ist die Vorlage für diesen Tatort Krimi entnommen. Selbst am Tage kann man sich in U- und S Bahnen nicht mehr sicher fühlen. Man weiß nie ob man gesund und heil zu Hause ankommt. Und wenn ja, Glück gehabt. Da ist ein Fahrrad im Berliner Stadtverkehr weniger gefährlich. Und kosten tut´s auch nix.