Befristete Verträge: Nächsten Monat bin ich weg

CorbisDer Trend geht zum Lebensabschnittsjob. Stellen mit Verfallsdatum sind der Normalfall - junge Akademiker müssen sich von einem Zeitvertrag zum nächsten hangeln. Mit schlechtem Beispiel voran geht ausgerechnet der Staat als Arbeitgeber.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-920769.html
  1. #1

    Zeitverträge sind sehr häufig

    da man damit das Perosnal zu Höchstleistung zwingen kann da jeder einen Anschlussvertrag haben möchte. Außerdem zwingt es auch den Arbeitnehmer kein Meinung gegen den Arbeitgeber öffentlich zu äußern und auch krank zur Arbeit zu kommen. Herr Hundt findet das normal?
    Ich möchte diese Zustände eher als unmenschlich betrachten!
  2. #2

    mir ist speiübel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dabei steuert Deutschland auf annähernde Vollbeschäftigung zu. Seit Mai hält sich die Zahl der Arbeitslosen wieder unter der Marke von drei Millionen. Beim Start der Hartz-IV-Reform Anfang 2005 waren mehr als fünf Millionen Menschen ohne Job. Der deutliche Rückgang seither ist das Ergebnis der Reformen am Arbeitsmarkt: Sie brachten flexiblere Beschäftigungsverhältnisse - aber auch mehr Verträge, die sozial schlecht oder gar nicht abgesichert waren.

    Befristete Jobs: Kaum Festanstellungen für Berufseinsteiger - SPIEGEL ONLINE
    Warum dürfen Journalisten diesen Schwachsinn immer noch schreiben? Jeder Mensch in Deutschland, der sein Gehirn für etwas anderes zu gebrauchen weiß, als RTL-Sendungen zu verarbeiten, WEISS wie falsch diese Aussage ist! Wir haben Hunderttausende Teilnehmer beruflicher Maßnahmen, die arbeitslos sind, ohne in der Statistik aufzutauchen. Wir haben Hunderttausende sogenannter Aufstocker, die zwar arbeiten, davon aber nicht leben können (ein Zustand, der meiner Meinung nach noch schlimmer ist, als arbeitslos zu sein). Wir haben Millionen Kurz-, Teilzeit- und Zeitarbeiter.

    Zu behaupten, dass Deutschland auf die Vollbeschäftigung zusteuert, ist so dermaßen zynisch, dass mir schlecht wird. Der Autor dieses Artikels ist entweder dumm oder (um es mit den Worten von Volker Pispers zu sagen) eine sehr unappetitliche Körperöffnung.

    ps: Ich erwarte nicht, dass mein Kommentar die Zensur passiert, aber es tut trotzdem gut, sich angesichts dieses Artikels verbal zu übergeben.
  3. #3

    mit einem BGE hätte niemand mehr ein Problem mit befristeten Verträgen....
    ich denke in der globalisierten und immer mehr technologiesierten Welt werden unbefristete Verträge, je nach Branche, immer unrealistischer...
  4. #4

    Leiharbeit

    Leiharbeit ist unmenschlich, das Geld ist nicht alles. Die Loyalität und die Würde des
    Mitarbeiters sind wichtige Teile der Arbeitsmotivation und davon hängt die Qualität ab. Mit der Leiharbeit geht oft die Loyalität zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer verloren. Am meisten werden die Leiharbeiter gemobbt und ausgenutzt von den Stammmitarbeitern. Die Frage ist jetzt warum denn diese Leiharbeit? Warum ist diese schamlose Ausnutzung? Kostensparen,? Ich sage mit Zuversicht, dass die Arbeit in Deutschland nie günstiger als die Arbeit in China sein wird.
  5. #5

    und dann lamentiert

    die Regierung über die niedrigen Geburtenraten. Welche junge gebildete Frau soll bei einer befristeten Beschäftigung sich noch für ein Baby entscheiden. Dazu gehört auch eine wirtschaftliche Sicherheit. Hier wird durch die Politik die Zukunft des Landes aufs Spiel gesetzt. Veranwortungslos Frau Merkel.
  6. #6

    So macht die Arbeit doch kaum noch Sinn

    Arbeiten macht so doch gar keinen Spaß und kaum Sinn mehr, wenn man sich von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangeln muss und daher auch nicht wirklich in der Lage ist sich einen gewissen Lebensstandard zu erarbeiten.

    Als Mann kommt noch hinzu, dass man mit solchen unsicheren Beschäftigungsverhältnissen kaum eine glückliche Beziehung führen, geschweige denn eine Familie gründen kann. Denn wenn der befristete Job weg ist und man nicht beim gleichen oder neuen Arbeitgeber weiterarbeiten kann, droht dauerhaft die Arbeitslosigkeit.

    Ich habe es selbst einige Male mitgemacht wie Arbeitslosigkeit und unsichere Arbeitsverhältnisse die Beziehung belasten und letztendlich zur Trennung geführt haben.

    Jetzt mit gerade mal 31 Jahren habe ich keinen Bedarf mehr an Beziehungen, weil sie aufgrund meiner unsicheren Arbeitssituation letztendlich doch zum scheitern verurteilt sind.

    Ich bin übrigens als schulischer Integrationsassistent ( ich muss ein Kind mit Einschränkungen während der Schulzeit betreuen) bis zum 10.09.2014 beschäftigt, ob ich danach in dem Job weiterarbeiten kann, bleibt abzuwarten, vielleicht, vielleicht auch nicht. Wie soll man so eine Familie gründen?
  7. #7

    Zeiten ändern sich

    Was ist das eigentlich für ein Aufriss mit den Stellen mit Ewigkeitswert?Zunächst einmal bekommt man als gesuchte Spitzenkraft IMMER einen Festvertrag, weil auch die Arbeitgeber einen binden wollen. Ich selbst hatte derer schon mehrere, was letztlich auch nicht vor Entlassung schützt. Einer dieser Verträge wurde noch in der Probezeit gekündigt, weil der Großauftrag, für den ich eingestellt war, geplatzt ist, ein anderer wurde von meiner Seite gekündigt, weil Zusagen gemacht und nicht eingehalten wurden. Später habe ich mich selbständig gemacht und auch da ist es üblich und völlig normal, dass ein Vertrag eine begrenzte Laufzeit hat und man dann einen neuen Kunden finden muss. Denn auch bei Kundenbindungen sind Laufzeigen von Dekaden heute völlig unüblich geworden. Und warum denn auch nicht?

    Die Ehe auf ewig gibt es praktisch nicht mehr. Wir fahren nicht mehr jedes Jahr an den Wolfgangsee und sterben gewöhnlich nicht mehr in dem Haus, in dem wir geboren wurden.

    Betrachten wir die Möglichkeit, im Gegensatz zu unseren Vorvätern unseren Horizont zu erweitern doch vielleicht einfach mal positiv.
  8. #8

    Zitat von donvito85 Beitrag anzeigen
    mit einem BGE hätte niemand mehr ein Problem mit befristeten Verträgen....
    Wie kommen Sie darauf?
    Erklären Sie mir doch einmal den Unterschied zwischen einem befristeten und unbefristeten Vertrag zum Zeitpunkt der Beschäftigung?
  9. #9

    Lage auf Arbeitsmarkt dramatisch

    Zitat von Indigo76 Beitrag anzeigen
    Warum dürfen Journalisten diesen Schwachsinn immer noch schreiben? Jeder Mensch in Deutschland, der sein Gehirn für etwas anderes zu gebrauchen weiß, als RTL-Sendungen zu verarbeiten, WEISS wie falsch diese Aussage ist! Wir haben Hunderttausende Teilnehmer beruflicher Maßnahmen, die arbeitslos sind, ohne in der Statistik aufzutauchen. Wir haben Hunderttausende sogenannter Aufstocker, die zwar arbeiten, davon aber nicht leben können (ein Zustand, der meiner Meinung nach noch schlimmer ist, als arbeitslos zu sein). Wir haben Millionen Kurz-, Teilzeit- und Zeitarbeiter.

    .
    Die Journalisten dürfen nicht nur lügen, sondern sie müssen. Wenn eine Lüge nur oft genug wiederholt wird, wird sie zur Wahrheit. Die Merkelregierung hat den Medien befohlen, die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland falsch darzustellen bzw. stark zu schönen. Dazu werden in regelmäßigen Zeitabständen entsprechend stark manipulierte Statistiken von der Bundesanstalt für Arbeit an die Presse heraus gegeben, die z. B. die 6 -8 Millionen (!) Hartz-IV-Bezieher (Langzeitarbeitslose/Arbeitslosengeld-II-Bezieher) nicht enthalten.
    Dabei sieht es bei der Langzeitarbeitslosigkeit regelrecht dramatisch aus, nur die wenigsten Langzeitarbeitslosen haben Hoffnung auf einen Job. Noch dramatischer ist die Lage der älteren Langzeitarbeitslosen, die so gut wie null Chancen auf einen neuen Job haben.
    Würde die Lage auf dem Arbeitsmarkt so dargestellt, wie sie in Wirklichkeit, gäbe einen Aufschrei in der Bevölkerung und diese Regierung würde bei den Wahlen "weggeblasen" werden.