Hartz-IV-Biografie: "Geld allein rettet niemanden"

Andreas LabesUndine Zimmer hat Kindheit und Jugend auf Sozialhilfe-Niveau verbracht. So lange sie denken kann, seien ihre Eltern arbeitslos gewesen, erzählt die 33-Jährige im Interview. Sie hat sie ein Buch über die Zeit geschrieben - und nun die Seiten gewechselt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-920946.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Undine Zimmer hat Kindheit und Jugend auf Sozialhilfe-Niveau verbracht. So lange sie denken kann, seien ihre Eltern arbeitslos gewesen, erzählt die 33-Jährige im Interview. Sie hat sie ein Buch über die Zeit geschrieben - und nun die Seiten gewechselt.

    Interview mit Buchautorin Undine Zimmer über ihre Sozialhilfe-Kindheit - SPIEGEL ONLINE
    Eigentlich schade, das die Betroffenen, denen dieses Leben Mut machen könnte, diesen Bericht nicht lesen werden. Die nicht Betroffenen, welche ihn lesen, werden hoffentlich ihre Klischees und Abwertungen überdenken.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Undine Zimmer hat Kindheit und Jugend auf Sozialhilfe-Niveau verbracht. So lange sie denken kann, seien ihre Eltern arbeitslos gewesen, erzählt die 33-Jährige im Interview. Sie hat sie ein Buch über die Zeit geschrieben - und nun die Seiten gewechselt.

    Interview mit Buchautorin Undine Zimmer über ihre Sozialhilfe-Kindheit - SPIEGEL ONLINE
    Für mich - der ich die längste Zeit meines Lebens von Sozialhilfe bzw. Hartz IV gelebt habe - sind diese Einsichten nichts Neues. Ob mir die BA 5 Euro im Monat mehr oder weniger gibt, ist nicht entscheidend. Das ist höchstens für die Ministerin wichtig, die sich mit solchen Heldentaten brüstet.

    Liebe und Bildung sind wichtiger als Geld. Liebe bekommt man allerdings selten geschenkt, wenn man ohne Geld dasteht. Bleibt die Bildung. Jeder kann sich ein Reclam-Heft kaufen und Hölderlin lesen. Das geht sogar auf dem Wartegang des Jobcenters.

    Eine Jobmanagerin kann gar nicht so widerlich sein, dass sie mir den Tag verdirbt, solange ich die göttlichen Verse des Vergil oder Goethes Faust in der Tasche habe.

    Ich möchte mit meinem Plädoyer für Bildung aber nicht behaupten, es sei unwichtig, wie viel ein Arbeitsloser in Deutschland bekommt. 560 Euro im Monat (für einen Single) wären meines Erachtens angemessen.
  3. #3

    "Geld allein rettet niemanden"

    Vor was, familiären Problemen? Geld rettet einen vor der Armut und vielen mehr.
  4. #4

    Ich bin auch unter sehr armen Verhältnissen groß geworden, Sohn einer Kriegerwitwe. Mein Verhältnis zu Geld und meine Stärke sich einzuschränken, ist heute mein großer Vorteil.
  5. #5

    Dieser Teaser ist eine Unverschämheit - als wären ALG2-Bezieher und "normale" Beschäftigte zwei verfeindete Lager. Lächerlich und auf Bild-Niveau.
  6. #6

    "Nach dem Studium von Publizistik, Literatur und Skandinavistik haben Sie einige Jahre als freie Journalistin gearbeitet."
    Sie legt es aber auch darauf an, arm zu bleiben. Diese Studienfächer sind typische Selbstverwirklichungstrips von Frauen, aber nichts zum Geld verdienen. Gleiches gilt für die des Berufstätigkeit als freie Journalistiin.

    Mit dem Job als Arbeitsvermittlerin dürfte sie aber doch noch das rettende Ufer erreicht haben.
  7. #7

    Liebe Frau Zimmer bei allem Respekt vor Ihrer Person und Biografie, aber ist das nicht unglaublich naiv zu glauben der Sozialstaat würde in einer Arbeitsamtagentur umgesetzt?
    Ich bin sicher Sie scheitern grandios, nämlich an der Realität dieser Irrenhäuser.
    Alles beste Ihnen und trotzdem Hut ab.
  8. #8

    Die Arbeitslosen brauchen berufliche Perpektiven

    Die Arbeitslosen brauchen meiner Meinung nach nicht nur mehr Geld, sondern vor allen Dingen mehr berufliche Perspektiven. Stattdessen werden sie mit sinnlosen Maßnahmen drangsaliert, für die der Staat Jahr für Jahr einige Milliarden heraushaut.

    Eine Umschulung zum Erzieher hingegen, kann man beispielsweise hier in Niedersachsen gar nicht bekommen, da biete man lieber unsinnige Umschulungen als Bürokauffrau/-mann an.

    Mit arbeitslosen Bürokaufleuten kann man jedoch die Straßen mit pflastern, kenne selbst genug Leute, die so eine Umschulung gemacht haben und weiterhin arbeitslos sind.

    Eine Bekannte macht gerade zwangsweise (bei Weigerung Sanktionen) das 10. Bewerbungstraining, sinnvolle Maßnahmevorschläge ihrerseits wurden leider abgelehnt.

    Ich kann daher und nicht zuletzt aufgrund eigener Erfahrungen dieses Hartz4-System und die Mitarbeiter des Jobcenters einfach nicht wirklich Ernst nehmen.
  9. #9

    Alleinerziehende Mütter...

    Immer dieses Gewese um alleinerziehende Mütter. Als ob es eine Heldentat wäre, sich von irgendeinem Hallodri ein Kind machen zu lassen, der einen dann sitzenläßt. Und die meisten alleinerziehenden Mütter, mit denen ich zu tun habe, sind nicht besser als die Taugenichtse, die sich davongemacht haben, nur blieb bei ihnen halt das Kind hängen. Vielleicht mal den Verstand anschalten, bevor man in die Kiste springt, gilt gerade auch für Frauen!