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Wahlkampf ohne Wissenschaft?

Klimawandel, die atomare Bedrohung, Energiekrise, knappe Nahrungsmittel: Deutschland und die Welt steuern auf gewaltige Probleme zu. Doch im Wahlkampf ignorierten die Parteien die brisanten Themen, klagen Forscher. Wahlkampf ohne Wissenschaft?
  1. #80

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Probleme hat es immer gegeben und wird es immer geben. Das Leben an sich ist ein Problem. Es gibt viele gleichwertige Probleme, kaum ein herausragendes, existenziell bedrohendes.

    Die Wissenschaft muss zur Lösung der Probleme beitragen, dabei spielt die Partei aber keine Rolle, sondern die parteilosen ....
    Sehe ich etwas anders. Wenn rationales Denken durch emotionales Denken ersetzt wird, dann wird es auch sehr schnell unwissenschaftlich. Siehe allein die Hysterien, indem es in Deutschland keine Jodtabletten oder Geigerzähler mehr gibt.
    Selbst die Vorgänge im Detail, die in Japan passierten, werden schon im Grundsatz undifferenziert bis falsch dargestellt. Nicht das Erdbeben bzw. die Erdstöße sorgten für den Gau in den AKWs, sondern die Wassermassen durch den Tsunami. (Ausfall von Strom und der erforderlichen Kühlaggregate...) Wären die Schutzwälle am Meer entsprechen hoch gewesen, hätte die Katastrophe vermieden werden können. (Besonders um die AKWs!!)
    Sie kennen ja die Diskussionen auch in Bezug auf Wissenschaft und Religion, bzw. Ratio und Emotion. Wenn hier nicht eine gesunde Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt, kommen unmögliche Sachen dabei heraus.
  2. #81

    Zitat von Satiro Beitrag anzeigen

    Im Grunde habe ich nix gegen Juristen. Ihre Art zu denken hat mich sogar beeindruckt.
    Aber es ist wie mit den Heuschrecken: Wenn zuviele davon auftreten werden sie zur Plage.;-)
    Interessant die Unterscheidung zum Beispiel bei einem Rechtsanwalt/Verteidiger. Der hat primär die Interessen seines Klienten zu berücksichtigen, unabhängig von Wahrheit oder Unwahrheit.
  3. #82

    politik ist eine kunst - keine wissenschaft...

    Zitat von schmuggi29@gmx.de Beitrag anzeigen
    die wissenschaft wird nun fulminant einzug in den wahlkampf halten.
    wenn man demos"kopie" als wissenschaft bezeichnen will, wundert mich einiges, denn ein großteil der deutschen wähler möchte:
    keine atom-energie
    kein krieg im ausland führen
    hartz 4 sätze stärker erhöhen
    keine unsinnigen groß-projekte
    nicht den banken geld geben müssen

    trotzdem wird gegen volkes wille, grade dieses alles ge"macht".
    rein wissenschaftlich betrachtet, muß es im deutschen volke gären, weil die leute sich verschauckelt fühlen.
    es gibt keine deutschen standart-werke über die themen:
    spontaner volks-aufstand, wie geht das?
    solidarität - schutz vor ausnutzung!
    politik ist eine kunst - keine wissenschaft...

    das wußten bereits die "alten römer".
    tacitus schreibt sinngemäß:
    "die größte kunst ist die, der freien rede;
    während des redens, einen gedanken zu entwickeln, und ihn frei, dem hörer angenehm, vortragen zu können!"

    dabei schrieb er nichts davon, ob dieser gedanke ehrlich, ehrenvoll bzw. anständig sein sollte.
    heute gibt es "politik-wissentschaftler, welche eine verbrämung dieser beiden sachgebiete analog dem eines "kunst-wissentschaftlers" darstellt.
    beide sind eigendlich "nicht existent" und scharlatane...
  4. #83

    Der Reihe nach.......

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klimawandel, die atomare Bedrohung, Energiekrise, knappe Nahrungsmittel: Deutschland und die Welt steuern auf gewaltige Probleme zu. Doch im Wahlkampf ignorierten die Parteien die brisanten Themen, klagen Forscher. Wahlkampf ohne Wissenschaft?
    Vorab: Der Wahlkampf findet m.E. auf höchstem pseudo-wissenschaftlichen Niveau statt.
    Jeder Bundespolitiker - quer über alle Parteien - hat einen Mitarbeiter, der ihm sagt, was er zu sagen hat; manche auch mehrere mit unterschiedlichen, hochfrequent wechselnden Absonderungen (s. Atomausstieg).

    Doch der Reihe nach:

    "Klimawandel"
    Der Jurist Röttgen verlängerte kürzlich die leidigen AKW's mit dem Argument der CO2-Bekämpfung. Denn er hatte sich streng wissenschaftlich in Cancun auf eine "garantierte"
    Maximalerhöhung der Meerestemperatur um +2,0° C in 2050
    festgelegt.
    (Unsere studierten Wetterfrösche können maximal zwei Wochen im Voraus. Minister können bis 2050 auf's Komma.)

    "Atomare Bedrohung"
    Auch Nicht-Physiker wußten Jahre vor Fukushima, daß AKW's in Deutschland ein Auslaufmodell sind, daß ein Tschernobyl II auch nach dem Abschalten aller deutschen AKW's leicht wieder möglich ist, daß Rehe und gewisse Pilze noch heute in Deutschland verstrahlt sind.
    Diese unwissenschaftlichen Banalitäten verschweigt die Politik großräumig.

    "Energiekrise"
    Warum dem Wähler sagen, daß der Strom aus der Steckdose teuerer werden wird, weil Kernenergie wegfällt, weil Öl, Gas, und Kohle knapper und damit zwangsläufig teuerer werden?
    Unwissenschaftlicher Kleinkram.

    "Knappe Nahrungsmittel"
    Noch in der Regierung erfand J. Trittin in 2004 das E10. Nachdem uns und dem Juristen Röttgen wirkliche Wissenschaftler bestätigt hatten, daß dadurch weitere Menschen Hungers sterben werden, war Trittin (Opposition!) dagegen.

    "D. und die Welt - große Probleme"
    Auch schon vor Lampedusa wurden die Verteilungskriege der Zukunft - um Trinkwasser, Nahrung, Kleidung, Behausung, Energie - von Vorausdenkenden diskutiert.
    Diese Igittigitt-Themen sind unseren Politikern aber zu unwissenschaftlich, so wie die akute Trinkwassergefährdung durch unsere Altdeponien.

    Hungernden in der dritten Welt sind die Wirkung der Sonne auf unser Klima und Herrn Röttgens 'wissenschaftliche' Absonderungen hierzu völlig egal!
    Man überlässt das Problem der Überbevölkerung lieber dem römischen Pabst, der es als guter Wissenschaftler schon lösen wird, rein theoretisch natürlich!

    Also doch nur Wahlk(r)ampf auf höchstem wissenschaftlichen Niveau?
  5. #84

    Zitat von doc.moe Beitrag anzeigen

    Also doch nur Wahlk(r)ampf auf höchstem wissenschaftlichen Niveau?
    Wählerstimmen erhalten Sie niemals allein durch die Ratio. Wahlen werden besonders auch emotional geführt.
    Auch eine Physikerin und Bundeskanzlerin weiß das und entsprechend ambivalent muss sich deshalb ein Politiker auch verhalten. War bei den Cäsaren schon so, wo man beim Volk die Wählerstimmen durch Brot und Spiele erkaufte.
  6. #85

    Die Grünen

    Zitat von Die_wahrheit_123 Beitrag anzeigen
    Bis auf die bekloppten Plakate der Grünen mit zermatschten Früchten und so weisen Sprüchen wie geGEN. Oha...
    Was ist daran bekloppt? - Die Grünen sind seit ihrer Entstehung, die einzige Partei, die so etwas von Vernunft zeigt.
  7. #86

    Menschen sind konservativ

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klimawandel, die atomare Bedrohung, Energiekrise, knappe Nahrungsmittel: Deutschland und die Welt steuern auf gewaltige Probleme zu. Doch im Wahlkampf ignorierten die Parteien die brisanten Themen, klagen Forscher. Wahlkampf ohne Wissenschaft?
    Die Menschen sind durchweg konservativ. Sie wollen nicht sich selbst ändern, sondern die Welt. Sie selbst aber wollen sich durchs Leben wursteln wie gehabt. Da macht die Natur natürlich nicht mit. Sie ist so beschaffen, dass sie den Menschen zwingt sich selbst zu entwickeln oder unterzugehen.
    Eine andere Alternative lässt sie nicht.
    Nun gibt es einige Menschen, die das begriffen haben - sie entwickeln sich und ihnen wird deshalb neuer Lebensraum zur Verfügung stehen.
    Also, wacht endlich auf! Hört auf nach immer mehr Wohlstand zu streben! Seid bereit mit immer weniger materiellen Gütern auszukommen... Nur dann sind wir auf dem richtigen Weg!
  8. #87

    Störende Faktoren

    Selbstverständlich muß Wahlkampf ohne wissenschaftliche Daten geführt werden. Aus drei Gründen. 1) Mangelhafte Bildung beim Durchschnitt - also Verständnisprobleme. 2) Vermeintlich absolut korrekte Daten und Sachverhalte stören die eigenen Absichten und Strategien uU enorm, macht ein Verschleiern schwierig. 3) Wozu auch? In drei Wochen ist sowieso alles wieder vergessen - ob alles korrekt war oder inkorrekt spielt dann keine Rolle mehr. Leere Menge.
  9. #88

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klimawandel, die atomare Bedrohung, Energiekrise, knappe Nahrungsmittel: Deutschland und die Welt steuern auf gewaltige Probleme zu. Doch im Wahlkampf ignorierten die Parteien die brisanten Themen, klagen Forscher. Wahlkampf ohne Wissenschaft?
    Bildung und Wissenschaft sind die Schlüssel für die Emanzipation aus Armut und mentaler Sklaverei. Es ist also nicht im kurzfristigen Interesse aller, daß sie weltweit flächendeckend angewandt wird. Für das langfristigere Überleben der Spezies sind B&W auch relevant.
  10. #89

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klimawandel, die atomare Bedrohung, Energiekrise, knappe Nahrungsmittel: Deutschland und die Welt steuern auf gewaltige Probleme zu. Doch im Wahlkampf ignorierten die Parteien die brisanten Themen, klagen Forscher. Wahlkampf ohne Wissenschaft?
    Ganz ohne Wissenschaft?
    Die PR-Wissenschaft dürfte im Wahlkampf und auch in der übrigen Parteienwerbung durchaus eine erhebliche Rolle spielen. :-(

    Das jenseits von Öffentlichkeitsarbeit kaum Wissenschaft vorkommt, liegt wohl vor allem daran, dass Politik nicht das Ziel hat echtes Wissen zu verbreiten.

    Parteien sind inzwischen weniger gemeinnützige Strukturen als eigennützige Unternehmen. Sie folgen den widersprüchlichen Zielen, durch ihr politisches Wirken als Unternehmen möglichst viele Wählerstimmen zu erlangen, während die Unternehmensführung daraus möglichst lukrative Karrieren in der Privatwirtschaft erlösen will.

    Da diese beiden Anforderungen im Widerspruch stehen, ist reale Politik meist mehr an wissenschaftlich optimierter Täuschung interessiert, als an Wissenschaft, die bei der Wählerschaft Tatsachenwissen vermehrt.








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