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Verkümmerte Muskeln und seelischer Stress – was hilft gegen Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen gehören zu den Volkskrankheiten. Die Ursachen sind vielfältig. Übergewicht, mangelnde Bewegung, aber auch seelischer Stress können zu manchmal unerträglichen Schmerzen führen. Was hilft am besten gegen diese Probleme?
  1. #140

    Keine Ahnung von Geschichte.

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Na durchtrainiert war der schon. Vorher 10 Perser erschlagen und schon von Athen nach Marathon gerannt um die zu erwischen.Getrunken haben die (glaube ich) eine Essig-Schorle.War damals beliebt,erfrischend und gesund. Und da der Mensch unter allen Säugetieren wahrscheinlich der beste Langstreckenläufer ist, hat der sich nichts bei gedacht, das bisschen Rüstung mit rumzuschleppen. Tun unsere Jungens in Afghanistan ja auch.(-:
    Eukles Pheidippides Thersippos war ein etwas übereifriger Typ, hat immer die doppelte Menge Feinde erschlagen als andere, also den Akkord kaputt gemacht, und sich nie an Regeln gehalten, also am Abend vor der Schlacht gesoffen wie ein Loch, und eben kein Apfelsaftschorle, und sich mit den Weibern vergnügt, was streng verboten war. Er war ausgesprochen unbeliebt bei Kameraden und Vorgesetzten. Und sein Rottenführer Kaleidopopulos sagte sich, den kriegen wir klein, was bei Bundeswehr und in der Industrie auch heute noch eine beliebte Übung ist. Und darum wurde er nach Athen geschickt, obwohl das völlig unnötig war, weil der berittene Bote längst weg war. Die ersten 26 Kilometer liefe er noch routiniert flüssig in seiner Siegeseuphorie, aber dann machten sich die Viertele und die Weiber vom Vorabend bemerkbar, und er fing an zu lahmen, bei Kilometer 32 verlor er seine Schnürsenkel und mußte barfuß weiter. Er kämpfte wie ein Held, um seinen Ruf zu verteidigen und in der Gewißheit, etwas unglaublich Wichtiges zu tun, aber letztlich hat er sich übernommen. Am Schluß kroch er auf allen vieren durch die glühende Hitze und vor lauter Aufregung erlitt er einen Herzinfarkt und verendete kläglich, übrigens weit vor den Stadtmauern Athens, was die vermeintlich seriöse Geschichtsschreibung natürlich verschweigt. Wasser war sein letztes Wort, wie ein athenischer Bankier, der just an der Stelle mit seinen Nymphen ein Picknick veranstaltete, später zu Protokoll gab. Wasser hatte er aber nicht dabei. Ob er ihm etwas Ouzo eingeflößt hat, um ihm den Hingang in den Hades zu erleichtern, konnte polizeilich nicht ermittelt werden, da man damals den Alkohol noch nicht präzise nach seinem Verzehrzeitpunkt zu unterscheiden wußte.
  2. #141

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Ich kenne das Phänomen durchaus. Das passiert aber erst, wenn man jede Menge Warnsignale überhört hat, und den Körper auf Verschleiß gefahren hat. Das macht man nicht gerade selten. Bei Rückenschmerzen ist die Meldung eindeutig, daß man sich übernommen hat. Das schwächste Glied gibt nach. Aber es bleibt Symptom oder besser Folge von Streß oder unterlassener Bewegung sprich Körperpflege. Selbst wenn man sich fehlgehalten hat, könnte diese Fehlhaltung eine Folge sein nämlich ein unbewußtes: ich mag nicht.
    Sie machen einen gerne genommenen Denkfehler und unterstellen pauschal eine schlechte Muskulatur. Ich bringe einen ausserordentlichen Muskelapparat mit und stosse trotzdem ab und zu an meine Grenzen. Es ist nicht "ich mag nicht", es ist vielmehr ein "ich kann nicht mehr und ich kann mich nicht ausklinken und finde sowieso momentan keine Ruhe".
    Jeder hat sein Päckchen zu tragen, welches aber manchmal zu schwer wiegt und deswegen solche Schwierigkeiten auftreten. Rechtzeitig gegenzusteuern und sich in wohlwollende Pflege zu nehmen, das können nur wenige. Die anderen machen ihr Pflichtprogramm und hoffen drauf, dass sie es überstehen. Wohlgefühl hat sich immer mehr der allgemeinen Verfügbarkeit unterzuordnen. Da kann man im Regelfall schauen wo man bleibt.
  3. #142

    Wohlwollende Pflege ist eher selten

    @Gertrud Stamm-Holz

    „Ich mag nicht“ meinte ich wie Ihre Überbeanspruchung durch Streß. Der kann auf die Verdauung gehen, auf den Kreislauf, oder bei mir auf den Rücken als erstes Warnsignal. Die innere Haltung und Disziplin versagt den Dienst. Ich hatte nach meinen ersten drei Berufmonaten Urlaub und sofort eine Grippe mit 42° Fieber, verheerend. Der Körper hatte geantwortet. Der Druck war weg, die Aufgeregtheit und Anspannung, die jede Empfindlichkeit überspielt.

    Das Überanstrengen ist ziemlich sicher auch ein Symptom der Jugend. Als junger Mensch bin ich etwa Ausdauersportarten viel zu ungestüm angegangen, und habe gelernt, mein Tempo an Älteren zu orientieren. Damals war ich nach zehn Kilometern Skilanglauf am ersten Tag platt, mußte einen Ruhetag einlegen. Heute nehme ich mir vor, sechs oder mehr Stunden zu fahren, fange sehr langsam an und steigere kontinuierlich das Tempo, und halte relativ locker durch. Früher habe ich auch jede Menge Nachtschichten eingelegt, wenn Termine drängten, und lag natürlich am nächsten Tag auf dem Bauch. Ich mache zwar heute noch hin und wieder durch, aber sehr viel unaufgeregter, und der nächste Tag ist fast normal. Man lernt wohl seine Kräfte besser einzuteilen. Und es macht einem auch nichts mehr aus, wenn man ein oder zwei Tage überzieht, weil das keinen wirklich stört, man ist gelassener, läßt sich nicht verrückt machen oder irritieren, und steht dazu, ohne Ausreden.

    Die Ansprüche von außen sind allerdings ungeheuer motivierend, gebraucht zu werden scheint ein sehr wichtiger Aspekt des Wohlfühlens zu sein. Bis heute kann ich es schlecht ertragen, nichts oder wenig zu tun zu haben, ich kann nicht ruhen, es rotiert etwas in mir ohne Ziel. In mir ruhen kann ich einfach nicht, vermutlich auch nicht meditieren. Mir geht es weit besser, wenn ich mich übernehme. Unangenehm sind eher Unsicherheiten, weil man etwas nicht einschätzen kann. Die schlagen sicher auf den Organismus durch. Mit Bewegung, vor allem körperlicher Anstrengung, kann man eine Menge konsolidieren. Das ähnelt etwas meinen nachgerade mörderischen Verliebtheiten in Jugendzeiten, die auch nur aus Unsicherheit bestehen. Zwei Stunden aufs Rennrad oder ellenlang wandern und das Problem ist relativiert. Heute muß ich allerdings meinen inneren Schweinhund überwinden, und der wird immer größer.
  4. #143

    Deren Blödheit ist unsere Schwäche

    Zitat von Internetnutzer Beitrag anzeigen
    Vielleicht häte er vorher trainieren sollen und die Rüstung ablegen sollen. Und was hat er während des Laufes getrunken?
    Wer so blöd einen Marathon läuft hat das Leben nicht verdient. ( Zynismus aus)
    Womit ich ausdrücken will, dass die Leute früher wegen Ihrer Blödheit, also mangels besseren Wissens, viel robuster waren als wir heute, die wegen oder trotz besseren Wissens kränker sind oder werden. Rückenprobleme sind immer ein Ausdruck einer multifaktoriellen Problematik, die sich schwerpunktmäßig in zwei Ebenen einteilen lässt: die körperliche Ausdrucksebene, und die Psychische, wobei diese der größeren Beachtung bedarf. Es nutzt also nichts, nur die Eine oder die Andere zu behandeln! Es kann sogar behauptet werden, wer zuerst die psychische Ebene behandelt, behandelt gleichzeitig die Körperliche, und fördert den Antrieb zu Bewegung!
  5. #144

    Da bin

    Zitat von pcpero Beitrag anzeigen
    Womit ich ausdrücken will, dass die Leute früher wegen Ihrer Blödheit, also mangels besseren Wissens, viel robuster waren als wir heute, die wegen oder trotz besseren Wissens kränker sind oder werden. Rückenprobleme sind immer ein Ausdruck einer multifaktoriellen Problematik, die sich schwerpunktmäßig in zwei Ebenen einteilen lässt: die körperliche Ausdrucksebene, und die Psychische, wobei diese der größeren Beachtung bedarf. Es nutzt also nichts, nur die Eine oder die Andere zu behandeln! Es kann sogar behauptet werden, wer zuerst die psychische Ebene behandelt, behandelt gleichzeitig die Körperliche, und fördert den Antrieb zu Bewegung!
    ich mir nicht so sicher. Bei mir stehen zwei Wirbel etwas schief und wenn es nass und kalt wird, drückt der eine gerne auf den Ischias. Eine falsche Bewegung, patsch.
    Ziehe ich den Wärmegürtel an passiert nix. Und das seit 30 Wintern. Ich glaube das einzig allgemeingültige ist die positive Auswirkung von Bewegung. Alles andere ist sehr subjektiv. Mit der Psyche bin ich recht vorsichtig. Genau wie man einem den Rücken stärkt, schlug einem was auf den Magen.Die Schlussfolgerung war: Wir untersuchen nicht, ob der Helico bacter zugeschlagen hat, sondern sagen dem Patienten geh nach Haus und zank dich nicht mit deiner Frau. So simpel ist das nicht.Der kam dann als rezediv irgendwann mit einem Magenkarzinom und man hat vor lauter Psyche vergessen, sich Gedanken darüber zu machen, warum das bei PVC - Kochern so häufig war. Die waren nicht psychisch labiler als andere sondern haben die PVC - Dämpfe eingeatmet. Also ganz grob: Die Psyche verschleiert genausoviel wie sie enthüllt.
  6. #145

    Regelmäßige Bewegung..

    Zitat von pcpero Beitrag anzeigen
    Womit ich ausdrücken will, dass die Leute früher wegen Ihrer Blödheit, also mangels besseren Wissens, viel robuster waren als wir heute...
    Kann man pauschal so nicht sagen, die Menschen hatten eine viel geringere Lebenserwartung, sodaß viel Gebrechen, die heute die orthopädischen Praxen füllen, gar nicht zu so starken Beeinträchtigungen führten.
    Sie haben natürlich Recht mit der Behauptung, was den Bewegungsapparat angeht.

    Bewegung - d.h. Muskeltraining (nicht -aufbau!!) durch den Tagesablauf hilft dabei, den - das ist nicht aufhaltbar und liegt in der Natur der Sache - Gelenkverschleiß zu kompensieren.

    Aber alles Training nutzt nix, wenn z.B. die Halswirbelsäulenkörper anlagebedingt zu enge Zwischenräume aufweisen. Irgendwann ist die auch dort vorhandene Bandscheibe verschlissen bzw. durch Alterungsprozesse geschrumpft und es kommt zwangsläufig zur Kompression verschiedener Nervenstränge.

    Gefördert werden solche Prozesse noch durch Zwangshaltungen am Arbeitsplatz - Stichwort Bildschirmarbeit.
    vielleicht doch ein mildes Ausdauertraining in einer "Muckibude" angesagt.
    Was früher durch körperliche Arbeit ausgeglichen wurde, muß man dann eben "künstlich" erreichen.
    Da ist dann nur noch die Selbstdisziplin vor. ;-)
  7. #146

    RÜCKENSCHMERZEN? Ganz einfach......?

    Mit 21 den ersten Hexenschuß. In den folgenden 48 Jahren immer wieder. In den letzten 30 Jahren regelmäßig alle Vierteljahr ein „Schuß“ mit bis zu 6-wöchiger Abheilung. Und jeden Tag die leidvolle Qualerfahrung des Aufrichtens nach dem Aufstehen. Wem sag ich das, wer kennt das nicht? Alle geschilderten Symptome kann ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Operationen waren zwar ein Thema, aber niemand konnte sagen, ob es hinterher besser ist. Sport danach wäre utopisch gewesen. Nach der Autofahrt zum Einkaufen musste ich mich zeitweise des Einkaufswagens als Rolllators bedienen. Viele Übungsstunden beim Physiotherapeuten ergaben keine Besserung oder fielen mit der bis zu 6-wöchigen Abheilung zusammen. Das Ergebnis ist bis heute eine gebeugte Schonhaltung.

    Dann vor 4 Jahren innerhalb von 8 bis 14 Tagen die totale Veränderung. Ich habe mit Rücken-Muskelkontraktionstraining begonnen. Liegend die Gesäß, Rücken- und Schultermuskulatur anspannen. Das 3-5-mal eine Minute mit jeweils 10 Sekunden Pause. Das 3-mal täglich. Das war die Erlösung. Am besten direkt vor dem Zubettgehen und sofort nach dem Aufstehen und dann mittags noch einmal. Die Übung war ohne Risiko. Mehr war bis heute nicht notwendig. Zwar habe ich nach Stolpern oder Fehltritten immer auch mal wieder den schmerzhaften „Schuß“, aber nach wenigen Stunden, spätestens nach der Nachtruhe sind keine Beschwerden mehr feststellbar.

    Ich habe dann die Übung wie folgt verfeinert: Auf den Zehenspitzen im offenen Türrahmen stehen. Die Arme kontrahierend in 90 Grad Stellung vom Körper seitlich abspreizen und gegen die seitliche Türbrüstung pressen. Den Körper mit leichtem Druck in die Türöffnung drücken und alle Muskeln von den Waden bis ins Genick anspannen. 1 Minute die Stellung halten und beliebig wiederholen. Die gesamte rückwärtige Muskulatur von den Beinen bis ins Genick habe ich so nachhaltig gefestigt. Es gibt kaum eine Situation, in der man die Muskelkontraktion in verschiedenen Anordnungen nicht ausüben kann. Dieses latente Bodybuilding ist auch für alle anderen Muskeln geeignet und kostet nichts.

    Wer nicht bereit ist, die 1-minütigen statischen Trainingsintervalle mehrmals durchzustehen, der sollte abschalten.

    Sich im eigenen Schmerz von den Angehörigen bemitleiden zu lassen, soll ja angeblich auch zu einem Erfolgserlebnis führen.

    Nicht Allen wird die Methode helfen können. Die werden das aber von ihrem Arzt wissen oder können ihn fragen. Einen Versuch, der nichts kostet und der lediglich die Disziplin voraussetzt, ist es allemal wert.
  8. #147

    Zitat von leoaul Beitrag anzeigen
    Wer nicht bereit ist, die 1-minütigen statischen Trainingsintervalle mehrmals durchzustehen, der sollte abschalten.

    Sich im eigenen Schmerz von den Angehörigen bemitleiden zu lassen, soll ja angeblich auch zu einem Erfolgserlebnis führen.
    Gratuliere. Sie haben eine Möglichkeit der Regulierung gefunden, verkünden das lauthals und sind sich auch nicht zu schade, andere Betroffenen pauschal in die Pfanne zu und "tataaa" den Begriff der Faulheit plus Leidenswilligkeit in die Runde zu werfen.
    Können Sie auch ohne Arroganz. Das wäre zu freundlich.
  9. #148

    Der Herr Lehrer liest BILD?

    Zitat von hgm1 Beitrag anzeigen
    Das Dorf im Osten Brandenburgs ist klein, und selbst der Herr Lehrer kommt aus 300m Entfernung mit dem Auto gefahren, für seine Brötchen und die Bildzeitung.
    Unterrichtsfächer sind vermutlich Handarbeit, Hauswirtschaft und Turnen, oder? ;-(
  10. #149

    Ja.ja

    Zitat von Sysiphos110 Beitrag anzeigen
    Kann man pauschal so nicht sagen, die Menschen hatten eine viel geringere Lebenserwartung, sodaß viel Gebrechen, die heute die orthopädischen Praxen füllen, gar nicht zu so starken Beeinträchtigungen führten.
    Sie haben natürlich Recht mit der .......
    der innere Schweinehund, ich kenne ihn. Ansonsten Zustimmung.








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