Trinkwasser - Kriegsgrund der Zukunft?

Trinkwasser wird in Zukunft eine wertvolle Ressource sein, um die womöglich sogar Kriege geführt werden. Doch erst jetzt gibt es einen Überblick über die globalen Reserven. Ihre Meinung: Wird Trinkwasser ein künftiger Kriegsgrund sein?
  1. #1

    Ja und Nein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trinkwasser wird in Zukunft eine wertvolle Ressource sein, um die womöglich sogar Kriege geführt werden. Doch erst jetzt gibt es einen Überblick über die globalen Reserven. Ihre Meinung: Wird Trinkwasser ein künftiger Kriegsgrund sein?
    Ein willkommener Anlaß, dass sich Staaten zusammensetzen und über eine gemeinsame Gewinnung von Wasser sprechen. Das muss nicht im Krieg enden, wenn man frei von Profitdenken an die Menschen denkt, die versorgt werden sollen. Ich fürchte aber, das wird den selben Weg allen irdischen Gutes gehen: Wasser wird in Zukunft als Mittel zur Macht mißbraucht werden und es wird wieder Ausbeutung und Ungleichheit geben. Wann werden wir uns über den Barrelpreis "Vogesen-pur" Sorgen machen?
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trinkwasser wird in Zukunft eine wertvolle Ressource sein, um die womöglich sogar Kriege geführt werden. Doch erst jetzt gibt es einen Überblick über die globalen Reserven. Ihre Meinung: Wird Trinkwasser ein künftiger Kriegsgrund sein?
    Wieso künftig?
    Schauen sie mal nach Afrika, für Bürgerkrieg reicht es da schon.
  3. #3

    Zitat von Sgt_Pepper Beitrag anzeigen
    ... Ich fürchte aber, das wird den selben Weg allen irdischen Gutes gehen: Wasser wird in Zukunft als Mittel zur Macht mißbraucht werden und es wird wieder Ausbeutung und Ungleichheit geben. Wann werden wir uns über den Barrelpreis "Vogesen-pur" Sorgen machen?
    Dieses wird im Nahen Osten heute schon zum Teil so gehandhabt. Man siehe die Wasserentnahme durch Israel, welches damit Jordanien und den Palistinänsern einen Großteil
    ihres Trinkwassers stehlen nur um Agrarflächen zu Bewässern.
    Ähnliches geschieht in der Türkei wo in der Nähe der Grenze zu Irak und Syrien ein Staudamm am Tigris gebaut wird.
    Und im übrigen gebe ich Ihnen vollkommen Recht.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trinkwasser wird in Zukunft eine wertvolle Ressource sein, um die womöglich sogar Kriege geführt werden. Doch erst jetzt gibt es einen Überblick über die globalen Reserven. Ihre Meinung: Wird Trinkwasser ein künftiger Kriegsgrund sein?
    Es ist zumindest nicht auszuschließen. Vermutlich wird man sich aber dazu durchringen, irgendwann die notwendige Aufbereitungstechnik an Bedürftige zu verschenken. Energie wird wohl der wichtigere Kriegsgrund werden, wenn sich Kriege überhaupt durch so etwas rechtfertigen lassen.
  5. #5

    Oftmals ist es eine reine Geldfrage, ob genug Wasser verfügbar ist. Bestes Beispiel der Colorado River / Las Vegas. Das Wasser wird zig-mal genutzt und durch diesen Aufwand extrem teuer.

    Weltweit wird mit Hochdruck an neuen Nutzpflanzen und Anbaumethoden geforscht, die weniger Wasserbrauch zum Ziel haben oder z.B. mit Salzwasser klarkommen.

    Dummerweise ist das Wasser recht ungleichmäßig verteilt und wird daher in vielen Weltgegenden Grund für Konflikte sein.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trinkwasser wird in Zukunft eine wertvolle Ressource sein, um die womöglich sogar Kriege geführt werden. Doch erst jetzt gibt es einen Überblick über die globalen Reserven. Ihre Meinung: Wird Trinkwasser ein künftiger Kriegsgrund sein?
    Auch wenn jetzt wieder alle genervt abwinken:
    Wir brauchen ein globales Wasserdrucksystem,welches alle Staaten mit Energie und Trinkwasser aus allen Gebirgen der Welt versorgt.
    Dann gibt es keine CO2 Produktion mehr und dann kann es wegen des Rohr-Verbundes auch keine Kriege mehr geben.
    Diese Lösung aller Probleme waere aber zu einfach, das muß ich zugeben.
    Die Zeit ist auch noch nicht reif dafür.
    Da bauen wir doch lieber erstmal den ITER .....
    Gruss
    Roller
  7. #7

    Trinkwasser - Kriegsgrund der Zukunft?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trinkwasser wird in Zukunft eine wertvolle Ressource sein, um die womöglich sogar Kriege geführt werden. Doch erst jetzt gibt es einen Überblick über die globalen Reserven. Ihre Meinung: Wird Trinkwasser ein künftiger Kriegsgrund sein?
    Knappes Wasser war schon immer ein Grund für Menschenmetzeln. Es wird immer dramatischer: schauen wir uns nur die Flüchtlinge aus Bangla Desh auf der indischen Seite an? Plötzlich geht wertvolles Nass für Immigranten drauf und das eigene Vieh steht buchstäblich trocken. Was wenn die Türken Euphrat und Tigris abschöpfen? Fahren die Irakis und Syrer mit den Panzern im trockenen Bachbett stromaufwärts? Antwort: Natürlich. Die alles überragende Frage ist aber, wie können wir wirkungsvoll die Überbevölkerung stoppen, die, zusammen mit der Wasserversorgung der wandelnden Nahrungsmittel, die Wasserressourcen über Grundwasserneubildungsrate hinweg abschöpfen.
  8. #8

    Zitat von flötrolf Beitrag anzeigen
    Die alles überragende Frage ist aber, wie können wir wirkungsvoll die Überbevölkerung stoppen, die, zusammen mit der Wasserversorgung der wandelnden Nahrungsmittel, die Wasserressourcen über Grundwasserneubildungsrate hinweg abschöpfen.
    Na klar, die Zahl der Menschen in potenziellen Dürregebieten wie der Sahel-Zone muß dringend reduziert werden, am besten durch Massen-Selbstmord. Wenn diese überflüssigen Menschen das nicht einsehen wollen, schicken wir halt "flötrolf" an die Selektier-Rampe.

    Der Wasserverbrauch der Sahel-Bewohner für deren Swimming-Pools und Golfplätze gefährdet massiv die globale Wasserversorgung. Dagegen muß unbedingt etwas unternommen werden.
  9. #9

    Zitat von Jochen Binikowski Beitrag anzeigen
    Der Wasserverbrauch der Sahel-Bewohner für deren Swimming-Pools und Golfplätze gefährdet massiv die globale Wasserversorgung. Dagegen muß unbedingt etwas unternommen werden.
    Überbevölkerung ist auch so ein Alarm-Schlagwort...
    Nee, aber die Rinderherden einiger Sahel-Stämme haben den Leuten dort tatsächlich ökologische Probleme eingebrockt.
    Was hinterfragt werden muss, ist, inwiefern tradierte Lebensweisen anhand knapper Ressourcen aufrecht erhalten werden können. Da die meisten Menschen aber höchst ungern ihre gewohnte Lebensweise durch egal welch rationales Argument auch immer in Frage stellen lassen, egal ob Otto Schrebergärtner oder Amadou Sahelbewohner, wird es an vielen Ecken und Enden krachen.