Grüß Gott,
als Vater von drei Kindern bin ich entsetzt: Naiverweise dachte ich, das allüberall diskutierte KISS-Syndrom sei wissenschaftlich gesichert. (Jaja: Fakten wissenschaftlich überprüfen, das ist schon wichtig, ihr Schnullis, sonst tut's eurem Kinde nicht gut, wenn es bependelt wird!)
Meine erste Tochter hatte auch einen schiefen Kopf. Sie war eine Zangengeburt (macht bestimmt Depressionen, oder?), da wurden die Schädelplatten halt ein bisschen verschoben. Geschrien hat sie auch, oh Wunder - wo das doch gar nicht drin stand in den volksverdummenden Zeitschriften für werdende Eltern, dass Kinder auch mal schreien... auch mal die ganze Nacht... auch mal über vier fünf Monate hinweg...
Die Schreierei war irgendwann vorbei. Der schräge Kopf verwuchs sich. Vielleicht hat es geholfen, dass wir sie abwechselnd ans Kopf- und Fußende des Bettes gelegt haben: Damit sie sich zum Lichte drehe und so den Kopf wieder in symmetrische Form bringe. Aber wahrscheinlich hätt sich's eh ausgewachsen.
Mein Sohn übrigens hatte einen Kopf platt wie ein Brotzeitbrettl. Links. Nach der Geburt. (Oh: Kaiserschnitt. Total neurotisch natürlich.) Der Grund waren eher die drei Monate Intensivstation. (Herzfehler. Ließ sich nicht bependeln. Er musste OPERIERT werden!) Die gleiche Liegetechnik wie bei der großen Schwester: Heute fällt er durch einen ausgemamcht wohlgeformten Hinterkopf auf.
Herrgottnochmal, ihr Alternativlinge. Traut halt euch, dem Leben und vor allem euren Kindern was zu. Ansonsten - kriegt sie erst gar nicht.
Beste Grüße - Jost Burger



