Dauerschreien, Schlaflosigkeit, asymmetrischer Kopf: Was lange Zeit unter dem Kiss-Syndrom bei Babys zusammengefasst wurde, halten Mediziner inzwischen für erfunden. Wie gehen Sie damit um, wenn Ihr Baby schreit?
Vollste Zustimmung!!! Das ist auch meine Erfahrung --- ja und solche erwibt man nur, wenn man Vater ist! Nur beim letzten Satz muß ich korrigieren --- die Kinder wehren sich knallhart!! Nämlich mit der besten Waffe, die sie haben: SCHREIEN! Und das ist das größte Problem, daß sich hier eine Spirale in Gang setzt. In ihrer eingebildeten Überforderung gehen die verängstigten Eltern dermassen in die Kinder hinein, das sich diese nicht anderes zu helfen wissen, als ihr Unbehagen hinauszuschreien. Und JA --- es gibt zuwischen Himmel und Erde mehr, als der Mensch begreift -- vor allem ist es die sehr gefühlsintensive bindung zwischen Eltern und Kind. Was denken "Sie", wie sich "Ihre" Angst/ Unsicherheit auf das Kind auswirkt? DIREKT und UNMITTELBAR ---- die Babys werden ebenfalls ängstlich -- und SCHREIEN!
Und bitte --- NEIN -- es gibt natürlich wie bei jeder Regel Ausnahmen, die diese bestätigen, also auch Kinder, welche "wirklich" krank sind und dringend Behandlung brauchen. Aber dies sind eben AUSNAHMEN!!!
Das ist gar nicht soooo erstaunlich --- nennt sich Guerillia-Marketing und wird allseits propagiert und angewandt. Mich würden mal die IP's dieser "Neulinge" intteressieren --- sicher alles dieselbe! ;-))
Eigentlich frage ich mich, ob ich mich diesem Thema überhaupt noch widmen soll... Dem Artickel zu Folge sind wir auf einen Scharlatan hereingefallen, im Forum wird man als stark Hypochondrisch, "eingebildet Überfordert" und als was weiß ich nicht noch alles dargestellt.
Ich gehe schon davon aus, daß bestimmte Hypes auch in der Medizin vorhanden sind. Auch werden meines Erachtens beim Thema KISS viel zu früh diagnosen geschlossen (man ertappt sich ja selber dabei, wer im Bekanntenkreis nicht auch alles KISS haben könnte). Für mich zählt, daß wir jetzt ein normales Kind haben, welches nicht mehr schreit wie am Spieß und wir als Eltern auch ein normales Leben führen können. Diese polarisierte Sicht, wie sie hier zu Tage kommt ist für mich bloß ziemlich befremdlich. Ich kann nicht verlangen, daß jeder nachvollziehen kann, was wir in den ersten Monaten nach der Geburt durchgemacht haben. Wir haben es ja selbst erst nach der Behandlung festgestellt, was wir durchgemacht haben. Aus heutiger Sicht hätten wir uns mal besser früher um die Sache kümmen sollen, weil normal war das nicht. Wie soll man bloß wissen, was normal ist oder nicht. Es ist unser erstes Kind und von allen Leuten hört man, daß es zum Teil halt auch nicht immer ganz so einfach ist. Schlafentzug und ich rede hier von 2h Schlaf für meine Frau pro Tag über einen Zeitraum von mehreren Monaten gehen stark an die Substanz. Glückwunsch, wenn ein Großteil der Eltern eine solchen Schlafrythmus nur das ein oder andere Mal erleben dürfen. Sich aber hier anhören zu müssen, man sei "eingebildet überfordert" ist schon nicht schlecht. Hut ab, da bekomme ich ein ganz neues Bild von so manchem Spiegel Online Leser.
Wie man unschwer an meinem Registrierungsdatum erkennen kann, habe mich erst nach lesen des Artickels angemeldet, weil nicht nur der Artickel ein Schlag ins Gesicht war, auch so mancher Kommentar hier im Forum war nicht ganz ohne. Was ich geben wollte war ein Erfahrungsbericht um auch mal die andere Seite zu Zeigen, die in dem faszinierenden Artickel nicht wirklich erwähnt wurde. Sich aber "Guerillia-Marketing" vorwerfen zu lassen beendet jegliche Grundlage einer vernümftigen Diskussion.
Aha, ich habe verstanden! Weil es Kiss nicht gibt soll ich als Mutter eines Schreikindes also 14 Stunden Geschrei täglich ertragen, und das womöglich über Wochen oder Monate, ganz toll.
Ich kann mir ja Oropax besorgen, denn dessen Wirkung ist ja wenigstens wissenschaftlich bewiesen!
Ganz zu schweigen davon wie traumatisch das ständige Schreien für die kindliche Psyche sein mag, aber kann man wahrscheinlich vernachlässigen weils keine Blindstudien dazu gibt. Nur wenn die Kinder hinterher Amok laufen fragt man sich wie das wohl geschehen konnte.
Unsere Tochter lag nach der Geburt fast 2 Wochen auf der Intensivstation weil sie ständig geschrien hat und dabei blau angelaufen ist und immer wieder beatmet werden musste. Sie ist untersucht worden von vorne bis hinten mit Schläuchen in jeder Körperöffnung, alles ohne Befund. Bevor wir sie mit nach Haus nehmen konnten mussten mein Mann und ich erstmal einen erste Hilfe Kurs mitmachen, weil die Gefahr so gross war daß sie beim Schreien erstickt. Zuhause hat sie dann weitergeschrien, ich habe keine Nacht mehr als 2 Stunden schlafen können, wahrscheinlich kann man sich garnicht vorstellen wie das ist wenn man das nicht selbst mitgemacht hat, sonst würde man so einen Artikel wohl nicht schreiben.
Wir haben dann über eine Bekannte von Herrn Kohnen gehört, ein Osteopath aus Köln.
Nach der Behandlung bei Herrn Kohnen habe ich zum ersten mal wieder eine Nacht lang schlafen können, und ich kann Ihnen sagen dass es mir vollkommen wurscht ist ob die Behandlung nun wissenschaftlich fundiert war oder nicht!
Und es war auch nicht so wie es in dem Artikel beschrieben wird, unsere Kleine hat vorher die ganze Zeit geschrien, als Herr Kohnen sie angefasst hat ist sie langsam ruhiger geworden und ist dann während der Behandlung noch eingeschlafen!
Ich wünsche allen die sich hier so überheblich und unempfindlich gerieren daß sie von so einem Kind verschont bleiben, denn sonst könnte die Realität plötzlich auf sehr unangenehme Weise in ihr Wolkenkuckucksheim Einzug halten.
Und allen die selbst ein Kind mit Problemen haben: Lasst euch nicht von den Fundamentalisten der Pharmalobby mit ihrem Wissenschaftsfanatismus einschüchtern, es gibt andere Möglichkeiten als nur Medikamente!
Für alle die es interessiert: Hier www.kiss-therapie.de finden Sie eine Menge Informationen die dieser Artikel Ihnen leider vorenthält.
Diese Diskussion ist sehr interessant. Sicherlich ist eine gewisse Skepsis bezüglich "neuer Besen" immer angebracht und berechtigt und ich muß gestehen, dass ich auch nicht an die "Entblockierungs - Zauberei" geglaubt habe ... bis,
ja bis ich es erlebt habe!
Wer heilt, hat recht? Dann lesen Sie bitte weiter.
Unser "schwieriges" Baby erblickte als unsere vierte Tochter im Oktober 2007 nach einer sehr schnellen, eingeleiteten Geburt das Licht der Welt.
Klara war kein "typisches" Schreikind, sondern eher ruhig.
Nach drei recht unterschiedlichen Kindern
( ein Schreibaby war auch dabei - auch wir haben es überstanden;)- damals gab es noch keine KISS-Diskusion ), die ich voll gestillt hatte, konnte Klara jedoch nicht aus der Brust trinken.
Wir merkten dies erst am 11.Lebenstag und waren völlig ratlos: meine erfahrene Hebamme, meine Kinderäztin und ich als damals dreifache, also erfahrene Mutter.
Es war ein Alptraum! Die Ernährung gestaltete sich sehr schwierig. Wir haben zig verschiebene Methoden ausprobiert, bis wir einen Saugertyp fanden, so dass Klara "trinken" konnte.
Meine Hebamme brachte uns in der Ursachensuche auf das Thema KISS und erkannte auch die "Schräglage und Kopfvervormung".
Klara wurde mit acht Wochen von einem Arzt behandelt, also entblockiert.
Unsere damalige Internet-Suche lies uns auch stark zweifeln.
Entschuldigung, da ging wohl mit der Tastenkombination etwas schief und ein Teil des Beitrages ist schon weg...
Tatsache ist, das Klara mit acht Wochen entblockiert wurde und ich sie am selben Tag der Behandlung stillen konnte, was vorher unmöglich war. Es war und ist unglaublich!
Vor dem Termin hatte ich große Zweifel, dass das Kind eine Blockade haben könnte, da ein mit uns befreundeter Orthopäde nach eingehender Untersuchung uns über die Zweifel an den KISS-Diagnosen und den "modischen" Behandlungen informiert hatte und uns für diese Position vereinnahmt hatte. Das erschien mir auch logisch.
So wollte ich den Termin beim Chiropraktiker (der übrigens Kinderchirurg ist) nur noch wahrnehmen um diese Meinung bestätigt zu bekommen.
Wir haben nach der ersten Entblockierung Physiotherapie verordnet bekommen. Dort zeigten sich bereits im zarten Alter von zehn Wochen Beweglichkeitseinschränkungen (z.B. bei der endgradige Kopfdrehung, Reflexe usw.-ich will hier nun nicht noch lange Einzelheiten aufzählen).
Klara wird vom Chiropraktiker in immer größer werdenden Abständen begleitet, im Januar (mit drei Jahren) wurde noch eine kleine Blockade gelöst. Sie hatte Schwierigkeiten mit der Artikulation und die aktive Sprachentwicklung ist verzögert. Die zweite Lallphase fehlte beispielsweise ganz. Nach der letzten Behandlung im Januar machte ihre Entwicklung nun riesige unglaubliche Sprünge: die Sprache verbessert sich so rasant, dass selbst die Lodopädin, die sie seit November betreut, verblüfft ist.
Zu unserem Familienglück gesellte sich zwanzig Monate nach der besonderen Geburt von Klara noch unsere fünfte, Gott sei Dank, völlig problemlose Tochter.
Danke für Ihr Interesse,
Danke, dass wir alle Behandlungen und Therapien ohne jegliches Problem von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt bekommen haben.
Alles Gute!
Kathrin
PS: Wer heilt hat recht? - Ja, der mit uns befreundete Orthopäde ist nun vorsichtiger mit herablassenden Äußerungen.
Zitat:
Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
Wow, hier sind aber auffallend viele "Neulinge" unterwegs, die sich alle nur angemeldet haben, wie toll so eine KISS-Behandlung doch ist ...
Das ist gar nicht soooo erstaunlich --- nennt sich Guerillia-Marketing und wird allseits propagiert und angewandt. Mich würden mal die IP's dieser "Neulinge" intteressieren --- sicher alles dieselbe! ;-))
Wir betroffen Eltern wollten uns nach dem Artikel im Spiegel gerne dazu äußern und nicht nur wie DJ Doena so nett gemein hat wir hier nur unterwgs sind um KISS-Behandlungen hoch zupreisen .
Niemand der solche Situationen wie wir mit unseren Kinder durchgemacht haben und denen durch die KISS-Behandlung geholfen wurde kann uns verstehen und mitreden .
Ein Kind das stundenlang schreit , wie ein C im Bett liegt , das nicht gestillt werden kann da es sich total überstreckt sind nur einige von vielen anderen Beispiele dafür.
Unsere IP's als ,,Neulinge ,,dürft Ihr gerne überprüfen .........ES SIND NICHT ALLE DIESELBEN !!!!!!!!!!!!!
"Das ist gar nicht soooo erstaunlich --- nennt sich Guerillia-Marketing und wird allseits propagiert und angewandt. Mich würden mal die IP's dieser "Neulinge" intteressieren --- sicher alles dieselbe! ;-))"
Hallo Zusammen,
und NEIN, ganz sicher ist die IP-Adresse nicht dieselbe.
Der Artikel hat uns hergelotst, denn es ist leicht, mit einem so mieserabel recherchierten Artikel die Arbeit guter Ärzte schlecht zu machen. Da ist es doch nur recht und billig, seine Meinung in einem öffentlichen Forum kundzutun. Oder?!
Wir haben Dr. Sacher einer Menge zu verdanken, vor allem aber - dass wir nach zwei Jahren endlich mal durchschlafen konnten. Dauergebrüll, Unruhe, Zappeligkeit, Spucken usw. alles haben wir durch - und nein, Dr. Sacher war nicht der erste Arzt, der von der KISS-Symptomatik sprach. Es war der Kinderarzt vor Ort, die Physiotherapeutin, die Osteopathin, die drei Orthopäden davor - letztendlich hat Dr. Sacher, mit seiner Gutmanntechnik aber den Erfolg gebracht.
"Und wie habt ihr Eure Kinder groß bekommen?"
Glück, wenn sie keine orthopädischen Probleme haben, bei den meisten anderen sieht es aber anders aus, nämlich so wie bei mir.
Ich selbst war mit sechs Jahren das erste Mal in physiother. Behandlung. Beinahe 14 Jahre lang. HWS, BWS, LWS - dutzende Ärzte, Physios usw. - alle einer Meinung. KISS kannte 1976 kaum einer, heute weiß ich, dass ich von Geburt an schief bin und meine gesamte rechte Seite darunter leidet. Lacht darüber, an der Tatsache, dass es KISS (oder nennt es HWS) gibt, ist nichts zu rütteln. Und die Kinder von früher, leiden im Alter auch daran. Mein Onkel wurde in Canada operiert (schief, HWS), meine Tante in Croatien rennt einmal wöchentlich zu einer brandneuen Therapie, die ihr Linderung verschafft. Mein Vater leidet an Tinitus und Schwindel, HWS diagnostiziert. Also bitte,
wollt ihr wirklich sagen, es gäbe diese Diagnose nicht?!
Namen kann man ändern, die Grundproblematik ist aber Fakt!
In diesem Sinne,
beste Grüße aus Niedersachsen
Ein 39-jähriges KISSKind
Auch ich war ein schwieriges Kind, aber dank einer guten Behandlung bin ich nach 50 Jahren heute noch.
Zum Glück, es gibt eben vielzuviele die mit dem Strom schwimmen.