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Schwierige Babys - Ihre Erfahrungen?

Dauerschreien, Schlaflosigkeit, asymmetrischer Kopf: Was lange Zeit unter dem Kiss-Syndrom bei Babys zusammengefasst wurde, halten Mediziner inzwischen für erfunden. Wie gehen Sie damit um, wenn Ihr Baby schreit?
  1. #10

    Hallo zusammen,
    ich kann nur aus eigener Erfahrung mit meiner kleinen Tochter sagen, dass es so etwas durchaus gibt. Ob man diese Krankheit KISS oder anders nett, war mir eigentlich egal. Fakt ist, dass meine Kleine komplett schief da lag (sah eigentlich ganz süß aus) und fast unaufhörlich schrie.
    Nach 2 Behandlungen durch einen Osteophaten war das wie weggeblasen, man hat sogar gleich nach der Behandlung einen deutlichen Erfolg gesehen. Also nix mit rausgewachsen...
    Für mich als Laien so erklärt: Bei der Geburt irgendwie verklemmt, verlegt oder sowas, dann durch "auf die Hände legen" wieder eingerenkt und siehe da: gesund.
    Ich denke, man sollte nicht einfach eine Behandlunsmethode diffamieren, nur weil sie eben nicht der Schulmedizin entspricht und eventuell auch nicht durch Studien fundiert ist. Ich bin nur froh, dass wir unsere Tochter nach einem Hinweis unserer Kinderärztin rasch behandeln ließen und sie seitdem gesund ist. Denn goodnight-KISS bekommt sie dann jeden Abend von mir ;-)
    Grüße Christian Harling
  2. #11

    ohne krabbeln

    Zitat von Bassman09 Beitrag anzeigen
    ... und nach 4 Wochen konnte der kleine Mann ohne zu krabbeln direkt laufen...
    Und da jubeln Sie? Gerade Sie als Anhänger von Alternativ-Medizin? Das wundert mich schon sehr.

    Bei vielen gilt Laufen ohne vorher zu krabbeln eher also ein Risiko Indikator.
    http://www.gesundheit.de/familie/bab...fen/index.html (siehe die beiden allerletzten Absätze)

    Aber keine Angst, auch dafür werden Sie schon wieder den richtigen Alternativen Therapeuten finden. Hier der Name, damit Sie dann nicht erst noch lange suchen müssen: Kinesiologie
    http://www.kindergaudi.de/kigacms/fo...sts_per_page=5 (Beitrag vom mamamisa)

    Hier das pro: http://www.pranaki.de/artikel_bg.htm
    und hier das kontra: http://www.faith-center-hannover.de/...kon/brain.html

    Entscheiden muss letztlich jeder selbst.
  3. #12

    Der schiefe Hals ist keine Legende!

    Dass Kiss-Syndrom diagnostizierte Kinder Probleme und sogar Schmerzen haben, dürfte zumindest für betroffene Eltern unstrittig sein. Ein Knackpunkt wird wohl sein, dass sich die betroffenen Babies und Kleinkinder naturgemäß noch nicht dezidiert zu ihren Beschwerden äußern können und auf die Beobachtungsgabe und die Schlussfolgerungen ihrer Eltern angewiesen sind. Die von den Eltern beschriebenen Symptome unterscheiden sich daher von Fall zu Fall, das ist verständlich; man kann aber wohl von einer gewissen Häufung einiger Symptome ausgehen. Die Eltern wiederum sehen sich vor dem Problem stehen, dass Sie häufig von Ärzten (sog. Schulmediziner) nicht ernst genommen werden und dass sie ihrem Kind nicht adäquat helfen können. Außerdem sind Sie einer übermäßig hohen Stressbelastung ausgesetzt sind (Schreikinder, Eltern bekommen äußerst wenig Schlaf, ständige Sorge um den Nachwuchs usw.) Unbehandelt potenzieren sich aber die Probleme bei Kindern und Eltern! Deswegen lieber eine Behandlung mit noch nicht (im Sinne der Schulmedizin) evidentem Erfolg, als die wage Hoffnung, dass es von selbst besser wird.
    Ich würde mich freuen, wenn die Kinder mit den besagten Kiss-Symptomen und deren Eltern endlich ernst genommen werden würden. Von Ihrem Artikel bin ich enttäuscht, er stellt sehr einseitig und geradezu polemisch die Position der Schulmedizin dar und bedient eher unkritisch die aus bestimmten finanziellen Gründen voreingenommene Sicht der Krankenkassen auf die Dinge. Es gibt Bedarf für weitere medizinische Forschung des Syndroms. Der schiefe Hals ist keine Legende!
  4. #13

    Schreikind

    Zitat von Senfkorn Beitrag anzeigen
    Mein erstes Kind war ein Dauerschreier, jede Nacht durch, monatelang. Damals wurde gesagt, der hat Koliken und fertig.
    Niemand wusste etwas über Behandlungsmethoden. In der Zeit waren wir Eltern fix und fertig und hätten wahrscheinlich auch nach einem Strohhalm gegriffen, hätte es denn einen gegeben.
    Also wenn die Behandlung hilft und das merkt man ja ziemlich schnell, warum nicht?
    Sie meinen, jedes Schreikind habe ein KISS-Syndrom? Da wäre ich mir nicht so sicher.

    Eine dritte Ursache kann so lauten: Wenn Babys sich nicht genug spüren, dann schreien Sie. Mit zusätzlicher Stimulation wird das bei jenen dann dramatisch besser, z.B. Schaukeln, oder leicht Kratzen statt Streicheln, oder eben zum Schlafen in (verhältnismäßig kratziges) Leinentuch einwickeln direkt auf der Haut. Dieser Schreitypus fällt auch dadurch auf, an der Brust immer gleich einzuschlafen, dafür dauernd an der Brust hängen wollen, und überhaupt eher so
    - mag sich nicht streicheln lassen
    - kein Eßrhythmus
    - kein Schlafrhythmus
    - überwiegend unzufriedenes - nicht etwa trauriges oder ängstliches - Schreien

    Aber das auch nur als ein mögliches Beispiel. Es gibt viele Gründe warum ein Baby schreit.
  5. #14

    Kiss-Syndrom

    Wer stellt denn die Diagnose ? Es sind doch die Schulmediziner, die diese, und viele andere Diagnosen mal in den Raum stellen, um den besorgten Eltern endlich eine Diagnose mitteilen zu können....nebenbei mal den Atlas einrenken und alles ist wieder gut... Wie einseitig doch heute gedacht wird. Einem Osteopathen solch schlichte Denkmuster zu unterstellen spricht eben für die Unkenntnis des Autors, der wohl der Schulmedizin sehr nahe steht. Hand auflegen hat mit Osteopathie schlicht nichts zu tun.
    Nur gut das es immer mehr Patienten gibt, die sich der Osteopathie zuwenden und Linderung ihrer Beschwerden erreichen. Das dies Geld kostet ist klar, Mediziner arbeiten ja auch nicht umsonst. Gerade in der heutigen Zeit werden wohl die meisten Patienten mit Privatangeboten( trotz Krankenversicherung, wohlgemerkt) überhäuft (speziell in Orthopädischen Praxen...), da kostet eine Spritze mit ungewissem Ausgang mal eben 200 Euro, ganz normal. Und wenns nicht hilft nochmal eine...Bravo
    Ich finde Spiegel-Online sollte über solche Themen wie das Kiss-Syndrom oder Osteopathie erst berichten, wenn eine gewisse Objektivität und Kenntnis über die Materie gegeben ist. Sonst kommt so etwas wie dieser Artikel heraus. Schade.
  6. #15

    Das sich Ärzte den Halswirbelbereich von Kindern mal genau ansehen, wenn sie ständig schief liegen und schreien, halte ich für legitim. Offensichtlich gibt es einige Kinder, die in diesem Bereich nach der Geburt Probleme haben. Meine Erfahrungen zielen ebenfalls in diese Richtung. Manuelle Therapie hat unserem Sohn sehr gut getan. Ich würde sagen durchschlagend.
    Welchen Namen sie diesem Problem geben, ist mir völlig egal. Aber eine vielzahl von Eltern hat offenbar die selben Erfahrungen gemacht und dann davon zu reden das sei alles Humbug, geht mir dann doch etwas weit.
  7. #16

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Sie meinen, jedes Schreikind habe ein KISS-Syndrom? Da wäre ich mir nicht so sicher.
    Nein, ich habe das nicht gesagt, sondern nur, dass es vor 20 Jahren überhaupt keine Diagnose gab und Eltern mit ihrem schreienden Kind allein dastanden. Das musste sich einfach auswachsen.
    Von manueller Therapie bei Schreikindern hab ich ertmals gehört, als das Kind schon 10 Jahre alt war.
    Auch hat unser Kind nicht gekrabbelt und ist gleich gelaufen, heute ist er der am besten koordinierte Mensch in dieser Familie, äusserst sportlich und hat auch sonst keine Einschränkungen.
    Spasseshalber hab ich mal gefragt, warum er als Baby so viel geschrien hat, natürlich kann er das nicht beantworten.:-)

    Interessieren täte es mich aber schon, so eine Zeit vergisst man nicht und alle Eltern mit einem Schreikind haben mein Mitgefühl.
  8. #17

    Scharlatane

    Als Vater einer jetzt 7 Wochen alten Tochter bin ich überaus!!! froh, dass es das Internet gibt und ich, bevor ich auf solche Scharlatane reinfalle, wie dem "lieben" Onkel Doktor Biedermann und die Möglichkeit habe mich im sofort und Online über die Fakten zu informieren.
    Da unsere Tochter auf Grund ihres Geburtsgewicht von fast 4kg eine asymmetrische Gesäßfalte hatte, habe ich mir nach 2 Wochen ein wenig Sorgen gemacht und im Internet Ausschau gehalten und siehe da, das KISS Syndrom erklärte ALLES, Herr Biedermann (der das Interieur seiner Praxis im Internet auffällig verbirgt, aber es ist bestimmt teuer), die Präferenz einer Seite (bei ihr die linke) und selbst die Bilder, welche typisch sein sollen für das KISS Syndrom spuckte Googles Bildersuche reihenweise auf (sie zeigten aber, nach lange Recherche alle lediglich den Asymetrisch-Tonischen-Nacken-Reflex sprich die Fechterstellung).
    Zum Glück, für meine Tochter, für meine Frau und mich persönlich bin ich nicht leichtgläubig und habe ALLES! gelesen was es zu diesem Thema im Internet gibt, der beste Text (und nichts gegen den engagierten Beitrag hier bei SPON) dazu ist hier zu finden,:

    http://www.paediatrie-hautnah.de/arc...ph0012_523.pdf

    … und dazu gibt es nach meinem Studium der Thematik nichts hinzuzufügen.

    … ach ja und unser Tochter war jetzt bei der U3, ein kerngesundes Mädchen!!!

    Viele Grüße

    Heiner Prahm
  9. #18

    Wow, hier sind aber auffallend viele "Neulinge" unterwegs, die sich alle nur angemeldet haben, wie toll so eine KISS-Behandlung doch ist ...
  10. #19

    Der Unterschied zwischen Erwachsenen und Babys?!?

    Eine Frage, die sich mir immer wieder stellt, wenn ich solche Artikel lese: Warum gelten für Babys andere Maßstäbe als für uns Erwachsenen? Wenn ich persönlich einen steifen Hals habe, dann wickel ich ersteinmal einen Schal darum, denn Wärme tut bekanntlich sehr gut. Da ein steifer Hals sehr unangenehm und teilweise schmerzhaft sein kann, werde ich eine Akkupunkturbehandlung in Erwägung ziehen oder einen Orthopäden aufsuchen, der meinen Hals wieder richtet. Warum soll ein Baby keine Schmerzen haben, wenn es sich einen "steifen Hals" hat? Und warum soll man das unbehandelt lassen?

    Meine Tochter ist jetzt knapp 5 Monate. Sie hatte keines der Kiss-Symptome. Allerdings konnte sie in Bauchlage den Kopf nicht heben und hat immer sofort angefangen zu schreien. Für ein Neugeborenes sicher nichts ungewöhliches. Dieser Zustand blieb bis sie 4 Monate war unverändert. Die Kinderärztin meinte, ich solle sie ruhig ein bisschen auf dem Bauch liegen und schreien lassen. Aber dann müsste man auch ein Kind mit Knieschmerzen Kniebeuge machen lassen, denn es liegt sicher nur m Training...
    Lange Rede, kurzer Sinn, vor etwa 2 Wochen waren wir bei einem Manualmediziner. Nur eine Woche nach der Behandlung war das Schreien in Bauchlage verschwunden. Mittlerweile dreht sie sich und rollt munter durch die Wohnung. Alles nur Einbildung?

    Abschließend möchte ich sagen, dass ich traurig bin, dass die meisten Menschen blind der Herde hinterhertrotten. Allgemeinmediziner sind nicht allwissend und man könnte versuchen jede Seite und Sichtweise kritisch zu hinterfragen.








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