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Muss ein gesetzlicher Höchstwert für Uran im Trinkwasser her?

Aus deutschen Wasserhähnen fließt noch immer mit Uran belastetes Wasser. Schon 2008 machte die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch auf diesen Missstand aufmerksam. Muss ein Höchstwert für die Uran-Belastung des Trinkwassers her?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aus deutschen Wasserhähnen fließt noch immer mit Uran belastetes Wasser. Schon 2008 machte die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch auf diesen Missstand aufmerksam. Muss ein Höchstwert für die Uran-Belastung des Trinkwassers her?
    Herausfiltern, anreichern, verkaufen.
  2. #2

    Was heisst 'belastet'?
    Uran ist ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt.
    Die Uranmengen im Grundwasser haben sich nicht vermehrt und es gibt nicht den geringsten Grund zu der Annahme, dass diese winzigen Mengen irgendwie schädlich wären.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aus deutschen Wasserhähnen fließt noch immer mit Uran belastetes Wasser. Schon 2008 machte die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch auf diesen Missstand aufmerksam. Muss ein Höchstwert für die Uran-Belastung des Trinkwassers her?
    Ein allgemeiner Grenzwert bezogen auf Trinkwasser fuer dieses ueberall in der Natur vorkommende Schwermetall (das auch mit etwa 0.1 ng/m³ in der Luft vorkommt) existiert tastsaechlich nicht.

    Bisher existiert nur in der deutschen "Mineral- und Tafelwasser-Verordnung" ein Grenzwert für Mineralwasser, die "zur Herstellung von Saeuglingsnahrung geeignet" beworben werden duerfen. Dieser Grenzwert liegt bei zwei Mikrogramm Uran pro Liter.

    Ein recht guter Orientierungspunkt fuer den individuellen Konsum, allerdings als Maximalwert hoechst ungeeignet.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aus deutschen Wasserhähnen fließt noch immer mit Uran belastetes Wasser. Schon 2008 machte die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch auf diesen Missstand aufmerksam. Muss ein Höchstwert für die Uran-Belastung des Trinkwassers her?
    Diese Thema ist ein echter Widergänger. Warum gibt es nicht
    einen Grenzwert für das Aufwärmen alter Themen?
    Also: Uran kommt in geringen Konzentrationen fast überall
    im Gestein der Erdkruste vor. Wasser löst es und daher ist
    sowohl im Grundwasser als auch in allen Oberflächengewässern
    Uran in sehr geringen Mengen vorhanden. Das war schon immer so.

    Je nach Herkunft des Wassers ist die Konzentration im Trinkwasser unterschiedlich hoch,
    aber trotzdem in ganz Deutschland sehr gering.
    Es ist rein praktisch gar nicht möglich so viel Wasser
    zu trinken, dass man sich durch das gelöste Uran im Trinkwasser Gesundheitsschäden holen kann.
    Aber allein die Erwähnung von Uran reicht in der Regel
    schon um sich öffentliche Aufmerksamkeit zu sichern.
    Ich warte ja immer noch darauf, dass Foodwatch feststellt,
    dass im Trinkwasser Dihydrogenmonoxid enthalten ist :-)
  5. #5

    Über welche Dosis reden wir hier?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aus deutschen Wasserhähnen fließt noch immer mit Uran belastetes Wasser. Schon 2008 machte die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch auf diesen Missstand aufmerksam. Muss ein Höchstwert für die Uran-Belastung des Trinkwassers her?
    Als ich diese Problematik gelesen habe, war ich total entsetzt. Uran im Trinkwasser! Es gibt doch eine Trinkwasserverordnung, die solche Probleme eigentlich überflüssig machen dürfte. Und wenn im Trinkwasser etwas ist, was dort nicht hingehört, muss man es halt entfernen. Genauso ist es doch auch, wenn Schwermetalle im Trinkwasser gefunden werden, wie letztens die Trinkwasserüberwachung feststellte und Maßnahmen dagegen einleitete...

    Daher wundert es mich doch sehr, dass es ein Problem gibt und niemand es abstellt? Was soll das? Oder ist die Dosis so gering, dass man diese vernachlässigen kann.

    Oder gibt es keine rechtliche Grundlage für die Entfernung von Uran? Dann muss schnellstens die Gesetzeslücke geschlossen werden, was ich aber anzweifele.

    Die Frage, die sich mir stellt ist: Welche Gefahren erwartet man von dieser Problematik und warum ist dies ein Problem? Über welche Dosis reden wir? Und warum ist Uran im Trinkwasser?
  6. #6

    Zitat von fintenklecks Beitrag anzeigen
    Als ich diese Problematik gelesen habe, war ich total entsetzt. Uran im Trinkwasser! Es gibt doch eine Trinkwasserverordnung, die solche Probleme eigentlich überflüssig machen dürfte. Und wenn im Trinkwasser etwas ist, was dort nicht hingehört, muss man es halt entfernen. Genauso ist es doch auch, wenn Schwermetalle im Trinkwasser gefunden werden, wie letztens die Trinkwasserüberwachung feststellte und Maßnahmen dagegen einleitete...

    Daher wundert es mich doch sehr, dass es ein Problem gibt und niemand es abstellt? Was soll das? Oder ist die Dosis so gering, dass man diese vernachlässigen kann.

    Oder gibt es keine rechtliche Grundlage für die Entfernung von Uran? Dann muss schnellstens die Gesetzeslücke geschlossen werden, was ich aber anzweifele.

    Die Frage, die sich mir stellt ist: Welche Gefahren erwartet man von dieser Problematik und warum ist dies ein Problem? Über welche Dosis reden wir? Und warum ist Uran im Trinkwasser?
    Wie schon gesagt kommt Uran praktisch im gesamten Wasser der
    Erde vor. Die durchschnittliche Konzentration im Meerwasser
    liegt bei 3,3 mg/m^3. http://de.wikipedia.org/wiki/Uran#Vorkommen
    Im Grundwasser und in Flüssen hängt die Konzentration stark
    von den vorherrschenden Gesteinsarten ab.
    Für das Trinkwasser gilt in Deutschland ein Richtwert
    von 10 Mikrogramm / Liter . Die WHO empfiehlt einen Grenzwert von 15 Mikrogramm / Liter.

    Zur besseren Vorstellung: Der deutsche Richtwert bedeutet,
    dass in 10 m^3 Trinkwasser gerade 1g Uran gelöst ist.
    Selbst wenn jemand jeden Tag 2 Liter Trinkwasser mit dieser
    Konzentration zu sich nimmt kommt er im ganzen Jahr nur
    auf 7,3mg.
    Zur Veranschulichung: In fester Form ist das weniger als ein Stecknadelkopf.

    Nun gehört Uran nicht gerade zu den gesündesten Elementen
    auf der Welt, ab in den Konzentrationen von denen hier
    die Rede ist, besteht wirklich keine Gefahr.

    Versuche sich gegen dieses vermeintliche Risiko mittels
    "Wasserfiltern" oder Mineralwasser zu schützen sind nicht
    nur teuer, sondern auch untauglich.
    Mineralwasser enthält häufig sogar mehr Uran als Trinkwasser und mit Tischwasserfiltern holt
    man sich mehr Probleme ins Haus als man löst.
    Dinger sind nämlich eine Brutstätte für Keime.
  7. #7

    Uran in geringen Konzentrationen ist kein Problem!

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Wie schon gesagt kommt Uran praktisch im gesamten Wasser der
    Erde vor. Die durchschnittliche Konzentration im Meerwasser
    liegt bei 3,3 mg/m^3. http://de.wikipedia.org/wiki/Uran#Vorkommen
    Im Grundwasser und in Flüssen hängt die Konzentration stark
    von den vorherrschenden Gesteinsarten ab.
    Für das Trinkwasser gilt in Deutschland ein Richtwert
    von 10 Mikrogramm / Liter . Die WHO empfiehlt einen Grenzwert von 15 Mikrogramm / Liter.

    Zur besseren Vorstellung: Der deutsche Richtwert bedeutet,
    dass in 10 m^3 Trinkwasser gerade 1g Uran gelöst ist.
    Selbst wenn jemand jeden Tag 2 Liter Trinkwasser mit dieser
    Konzentration zu sich nimmt kommt er im ganzen Jahr nur
    auf 7,3mg.
    Zur Veranschulichung: In fester Form ist das weniger als ein Stecknadelkopf.

    Nun gehört Uran nicht gerade zu den gesündesten Elementen
    auf der Welt, ab in den Konzentrationen von denen hier
    die Rede ist, besteht wirklich keine Gefahr.

    Versuche sich gegen dieses vermeintliche Risiko mittels
    "Wasserfiltern" oder Mineralwasser zu schützen sind nicht
    nur teuer, sondern auch untauglich.
    Mineralwasser enthält häufig sogar mehr Uran als Trinkwasser und mit Tischwasserfiltern holt
    man sich mehr Probleme ins Haus als man löst.
    Dinger sind nämlich eine Brutstätte für Keime.
    Danke für Ihre Hinweise. Ja, wir Menschen haben uns an die natürlichen Uranvorkommen in unserer Umwelt "gewöhnt".

    Damit ist dies kein Problem. Sorge habe ich nur wegen dieser Problematisierung. D.h. warum wird dies zum Problem stigmatisiert?
  8. #8

    Zitat von fintenklecks Beitrag anzeigen
    Danke für Ihre Hinweise. Ja, wir Menschen haben uns an die natürlichen Uranvorkommen in unserer Umwelt "gewöhnt".

    Damit ist dies kein Problem. Sorge habe ich nur wegen dieser Problematisierung. D.h. warum wird dies zum Problem stigmatisiert?
    Das ist relativ einfach zu erklären. "Uran-im-Trinkwasser"
    das trifft gleich zwei empfindliche Stellen bei uns Deutschen.
    Zum einen sind wir schon darauf konditioniert, dass alles
    was nach Radioaktivität klingt gefährlich sein muss und
    zum zweiten sind wir gerne davon überzeugt, dass unsere
    Lebensmittel perfekt sind.
    Wir haben also in drei Worten gleich zwei Themen, die
    hoch emotional aufgeladen sind und von denen die meisten
    Menschen gleichzeitig wenig wissen.
    Angst und Unwissenheit ist der ideale Nährboden für
    Geschäftemacher.
    Hier mal ein Beipiel:
    http://www.uran-im-wasser.de/?gclid=...FYKCzAod3hnFlA

    Früher hat man den Menschen Ablassbriefe zum Schutz vor
    dem Fegefeuer verkauft, heute sind es halt Wasserfilter
    zum Schutz vor Uran. Die Effektivität beider Maßnahmen
    ist vergleichbar - nämlich Null.
  9. #9

    Zitat von fintenklecks Beitrag anzeigen
    D.h. warum wird dies zum Problem stigmatisiert?
    Weil's doch URAN!!!! ist. ;-)








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