Aus deutschen Wasserhähnen fließt noch immer mit Uran belastetes Wasser. Schon 2008 machte die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch auf diesen Missstand aufmerksam. Muss ein Höchstwert für die Uran-Belastung des Trinkwassers her?
Das spiegelt sich auch darin wieder, dass Uranverbindungen als 'Gift' (T) eingestuft sind, die genau so radioaktiven Thoriumverbndungen jedoch nur als 'gesundheitsschädlich'(X). Und eine Substanz, die 'nur' gesundheitsschädlich ist, gilt bei Chemikern als praktisch harmlos.
Die Strahlung ist es also NICHT, die Uran gefährlich macht!
Das ist mir zu oberflächlich. Natürlich gibt es viele verschiedene Gefährdungen, die kumulieren.
Bei gesundheitsschädlichen Stoffen dauert die Schädigung nach Konsum etwas länger als bei Giften. Nur gesund ist beides nicht. Hinzu kommt die Dosis-Wirkungs-Beziehung.
Bei Strahlen ist es ähnlich.
Unser Körper verträgt sehr viel und kann viel kompensieren. Aber irgendwo ist eine Grenze. Und diese gilt es nicht zu überschreiten.
Sie springen schwunghaft auf den Zug namens Nebensächlichkeit. Die Bundesregierung eiert auf Kosten der Bürger, der Gaspreis schnappt wieder in die Höhe, die Weltwirtschaft kriselt leise vor sich hin, GM schmeisst ein paar tausend Leute raus, andere sind schon ohne Job und Sie fürchten sich vor Uran im Wasser.
Sonst haben sie keine Sorgen von Bedeutung?
Hier gibt es eine Stellungnahme des Umweltbundesamtes zum Thema:
http://www.umweltbundesamt.de/gesund...abe03-2008.pdf
Das hat nichts mit der Dauer zu tun. Sowohl Arsen wie auch Quecksilber - beides typische Gifte, die in kleinen Dosen vor allem eine Langzeitschädigung bewirken, sind als T+ (SEHR giftig, 2 Stufen über dem Thorium und eine über dem Uran) eingestuft.
Bei der Strahlung dominiert in ihrem Körper das absolut lebenswichtige Kalium. Dagegen ist das bisschen Uran und Thorium in der gewöhnlichen Nahrung und dem Wasser bedeutungslos.Bei Strahlen ist es ähnlich.
Unser Körper verträgt sehr viel und kann viel kompensieren. Aber irgendwo ist eine Grenze. Und diese gilt es nicht zu überschreiten.
Ansonsten haben Sie in der Luft natürlich vor allem Radon aus dem Boden, bzw. dessen Zerfallsprodukt Polonium. Ein Grenzwert für Radon in der Luft ist also viel wichtiger - obwohl Radon-'Kuren' angeblich sehr gesund sind.
Was die Grenze betrifft: Davon sind wir sehr weit entfernt. Es gibt Menschen auf dieser Welt, die leben in Gebieten mit -zigfach höherer Strahlung und die sind genau so gesund wie wir.
Das dürfte schwer werden diesen Nachweis zu führen.
Selbst mit heutiger Messtechnik liegt die Nachweisgrenze
für Uran bei 0,1 bis 1 Mikrogramm/Liter.
Wir sprechen hier also von Konzentrationen, die nur
um eine Größenordnung über der Nachweisgrenze liegen.
Vor 50 oder 60 Jahren dürfte es demnach unmöglich gewesen
sein Uran im Trinkwasser überhaupt nachzuweisen.
Abgesehen davon ist Uran im Trinkwasser nicht wegen
seiner Radioaktivität problematisch, sondern wegen
seiner chemischen Toxizität.
Aufgrund der Mechanismen durch die das Uran ins Wasser gelangt,
kann man aber davon ausgehen, dass der Mensch
hier keinen großen Einfluss hat.
Zwei Ausnahmen gibt es allerdings: Regionen in denen
Uranbergbau betrieben wurde (z.B. im Erzgebirge) haben
lokal höhere Belastungen und auch der Einsatz von
Phospat-Dügern kann zu einer Uranbelastung des oberflächen-nahen Wassers führen,
da Phospat-Vorkommen auch Uran bzw. Uran-Zerfallsprodukte enthalten können.