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Hygiene in Krankenhäusern - was muss geändert werden?

Jährlich sterben in Deutschland viele Menschen, weil sie sich in Krankenhäusern mit Keimen angesteckt haben. Sind die Vorschriften zur Hygiene ausreichend und werden nur nicht hinreichend angewendet? Oder besteht grundsätzlich Handlungsbedarf?
  1. #510

    ...

    Zitat von Softship Beitrag anzeigen
    Die üblichen Handschuhe, die man auf der Station verwendet, sind nicht steril - die sollen nur die Handschuhträger schützen - nicht die Patienten. Das Abziehen von Handschuhen ist tatsächlich eine Methode, Keime zu streuen.

    Also die Verwendung oder nicht-Verwendung von Handschuhen durch Pflegekräfte oder Ärzte sagt rein gar nichts über Hygiene aus. Alleine das Händewaschen UND Desinfizieren ist wirksam.
    tzzz...
    Händewaschen und desinfizieren habe ich im wachen Zustand NIEMALS ! beim Pflegepersonal erlebt. Das könnte ich problemlos beeiden.
    Deshalb bin ich ja stetig "auf eigene Verantwortung" geflüchtet.
    Ist schon lustig, - flüchtet man um nicht mit mehr Erkrankungen rauszugehen als man reinkam, - schlichtweg weil das dortige Personal einem einfach keine andere Möglichkeit offen läßt, - dann "auf eigene Verantwortung" = wie schön für o.g. und wie praktisch aber auch.
    Während des Aufenthaltes war ICH ständig am Sterillium, ICH bin nur mit Einmalhandschuhen aus dem Zimmer gegangen und ICH habe es völlig vermieden mehr als dringend notwendig im Hause anzufassen.

    Irgendwie habe ich es doch wahrhaftig geschafft TROTZ 3er OP´S dort in 8 Monaten KEINEN Keim (nachweislich) mitzuschleppen, weiß allerdings von mehreren Patienten die sich genau dort welche geholt haben.

    Was z.B. meinen Chirurgen so richtig ankotzt ist der Fakt das im KH-Entlassungsbericht niemals ! z.B. irgendwelche dort erkannten Keimerkrankungen stehen. So kommen zu ihm Patienten zur Weiterbehandlung nach KH-Entlassung von denen er nicht ansatzweise ahnt das sie verkeimt sind = er zusätzlich besondere Sorgfaltsmaßnahmen ergreifen muß und er erst nach längerem wundern ob der miseralben Heilung ect. irgendwann per Zufall vom Patienten erfährt das dieser sich Keime im KH geholt hat, - FALLS dieser im KH überhaupt darüber informiert worden ist.
    Abschiebung der Verantwortung und des zusätzlichen Risikos auf den niedergelassenen Facharzt.
    Der hatte schon öfters u.a. deswegen einen dicken Hals.

    Es ärgern sich also nicht nur die Patienten, sondern auch die niedergelassenen Fachärzte und die KK über diese 3.Welt-Zustände in deutschen KH.
    Stellt sich jetzt noch die Frage, - weshalb ändert sich trotzdem nichts an dieser Sauerei ?
    Ääähhh... wie war das doch gleich mit dem Streben nach Profit ?
    Baahhh, was ist dagegen schon das eine oder andere Menschenleben.
    Hier liegen die Prioritäten eben nicht gleich und es wird sichtlich geduldet.
  2. #511

    Zitat von roswitha.lebbe Beitrag anzeigen
    Falsche Weichenstellungen müssen korrigiert werden können.
    Das gilt grundsätzlich.
    Einverstanden.
    Zitat von roswitha.lebbe Beitrag anzeigen
    Im Falle der mangelnden Hygiene in Krankenhäusern müssen die betroffenenen Krankenhäuser benannt werden.
    Sie können getrost davon ausgehen, dass in jedem Krankenhaus Fehler gemacht werden, bzw. Patienten eingeliefert werden, die infiziert sind.
    Zitat von roswitha.lebbe Beitrag anzeigen
    Dazu ist es erforderlich, daß alle Fälle gemeldet und bei gehäuftem Auftraten die Patienten informiert werden.
    Wie wollen sie denn „die Patienten“ informieren? Heute weiß kein Mensch mit Bestimmtheit, ob er morgen nicht „plötzlich und erwartet“ im Krankenhaus landet.
    Zitat von roswitha.lebbe Beitrag anzeigen
    Dann regelt sich die Frage sehr schnell. Wer will schon in einem Krankenhaus operiert werden, wo die Hauskeime sich fröhlich verbreiten.
    Wer möchte überhaupt operiert werden? Und wenn heute veröffentlicht wird, dass (z.B.) das Universitätsklinikum Münster „keimfrei“ ist, bedeutet das noch lange nicht, dass das morgen noch stimmt.
  3. #512

    Zitat von ...ergosum Beitrag anzeigen
    tzzz...
    Was heißt „tzzz…“ auf Deutsch?
    Zitat von ...ergosum Beitrag anzeigen
    Händewaschen und desinfizieren habe ich im wachen Zustand NIEMALS ! beim Pflegepersonal erlebt. Das könnte ich problemlos beeiden.
    Nur weil man was nicht sieht, bedeutet das nicht, dass es nicht passiert. Aber Sie haben Recht, es passiert zu selten.
    Zitat von ...ergosum Beitrag anzeigen
    Deshalb bin ich ja stetig "auf eigene Verantwortung" geflüchtet...
    Wer da was unterscheibt ist selbst schuld. Habe ich noch nie gemacht – unterschrieben, meine ich. „Geflüchtet“ aber schon… aus anderen Gründen.
    Zitat von ...ergosum Beitrag anzeigen
    Während des Aufenthaltes war ICH ständig am Sterillium, ICH bin nur mit Einmalhandschuhen aus dem Zimmer gegangen und ICH habe es völlig vermieden mehr als dringend notwendig im Hause anzufassen.

    Irgendwie habe ich es doch wahrhaftig geschafft TROTZ 3er OP´S dort in 8 Monaten KEINEN Keim (nachweislich) mitzuschleppen, weiß allerdings von mehreren Patienten die sich genau dort welche geholt haben.
    Damit ist nicht bewiesen, dass Ihre Maßnahmen die Ursache für Ihre Keimfreiheit waren. Kann auch Zufall sein – oder Sie haben eben ein besseres Immunsystem. Ich habe nunmehr 15 OPs und über 2 Jahre stationären Aufenthalt geschafft – aber bisher nur zweimal C.diff gehabt, wobei das 1. Mal in einem Krankenhaus in Indien war, und ich davon ausgehe, dass der nicht ganz auskuriert war, weswegen es zur neuen Infektion gekommen ist. Und ich war nicht „ständig am Sterillium“ und habe keine Einmalhandschuhe getragen – obwohl die bei mir als Transplantierte empfohlen wurden.
    Zitat von ...ergosum Beitrag anzeigen
    Was z.B. meinen Chirurgen so richtig ankotzt ist der Fakt das im KH-Entlassungsbericht …
    Es ist hinlänglich bekannt das Entlassungsberichte in der Regel bestenfalls völlig nutzlos und schlimmstenfalls völlig falsch sind.
    Zitat von ...ergosum Beitrag anzeigen
    Stellt sich jetzt noch die Frage, - weshalb ändert sich trotzdem nichts an dieser Sauerei ?
    Weil das Geld fehlt. Und die Bevölkerung ist scheinbar nicht bereit so viel ins System zu pumpen, dass Krankenhäuser genug Personal einstellen können. Es geht nicht zwingend um Profit, sondern Vermeidung von Verlust.
  4. #513

    Ich habe grade mal wieder ein wenig gerechnet:

    In diesem Artikel wird über ein Krankenhaus in Lünen berichtet.
    Mit Desinfektionsmitteln | DerWesten

    Abgesehen davon, dass auch hier wieder das Märchen erzählt wird, dass es meist die Patienten sind, die die so genannten multiresistenten Keime (MRSK ???????) mitbringen, wird stolz berichtet, dass im Jahr 2011 3.780 Liter Sterillium verbraucht wurde und das für eine Handdesinfektion 3 ml. benötigt werden. Das wird auch bei HAND-KISS vom nrz - Hygiene so zugrunde gelegt.

    3.780 Liter Sterillium sind 3.780.000 ml. Geteilt durch drei ergibt das insgesamt 1.260.000 Handdesinfektionen (HD) im Jahr 2011. Hört sich erstmal viel an.

    In 2010 (neuere Zahlen gibt leider nicht – aber das wird sich in 2011 nicht so furchtbar verändert haben) wurden in diesem Krankenhaus 26.938 Patienten ambulant behandelt. Wenn bei jedem dieser Patienten eine HD gemacht wurde (eigentlich müssten es ja zwei sein und bei jeder Untersuchung wie Röntgen, EKG etc. noch eine) bleiben für die stationären Patienten 1.233.062 HD über.

    Wenn von den täglichen 1.000 Besuchern nur ein Drittel je eine HD vorgenommen hat, sind das noch mal 333 x 365 = 121.545 HD. Nun bleiben 1.111.517 HD übrig.

    Auch in 2010 meldet dieses Krankenhaus 20.780 stationäre Patienten mit insgesamt 162.908 Pflegetagen. 1.111.517 HD geteilt durch 162.908 Pflegetage ergibt 6,8 HD pro Patient und Pflegetag in drei Schichten, also 2,3 HD pro Schicht für sämtliche Pflegekräfte, Ärzte und das Reinigungspersonal. Inklusive Untersuchungen außerhalb des Krankenzimmers und inklusive eventuelle Operationen. Und auch inklusive der Intensivstation.

    Wenn man berücksichtigt, das bei HAND-KISS herausgefunden wurde, dass bei sämtlichen meldenden Krankenhäusern durchschnittlich 7 HD pro Patiententag auf den Normalstationen – aber 30 HD pro Patiententag auf Intensivstationen gemacht wurden, sieht es hier auf den Normalstationen noch trauriger aus.

    Der billigste Preis, den ich für eine 1.000 ml. Flasche Sterillium gefunden habe, war 6,95 – das Sterillium hat also etwas über 26.000 Euro gekostet – mal ganz abgesehen davon, dass die Krankenhäuser das mit Sicherheit erheblich billiger bekommen.

    ZU TEUER ?????

    Eine HD dauert 30 Sekunden – 1.260.000 HD dauern 630.000 Minuten das sind 10.500 Stunden im ganzen Jahr. Im Jahresdurchschnitt waren 1.244 Mitarbeiter beschäftig – abzüglich Technischem Dienst (76) und Verwaltungsdienst (30) bleiben 1.138 Mitarbeiter mit direktem oder indirektem Patientenkontakt. Das bedeutet, dass jeder Mitarbeiter durchschnittlich IM GANZEN JAHR 9 (NEUN) STUNDEN mit Handdesinfektion vergeudet hat.

    ZU ZEITAUFWÄNDIG ??????

    Es wäre vielleicht nicht verkehrt, wenn sämtliche Krankenhäuser in den Qualitätsberichten ihren Sterilliumverbrauch unter Vorlage der Rechnungen veröffentlichen müssten und dann regelmäßig in den Kellern nachgesehen würde, ob sich dort nicht ein riesiges Sterilliumlager befindet.
  5. #514

    Zitat von krankenhaushasser Beitrag anzeigen
    Der billigste Preis, den ich für eine 1.000 ml. Flasche Sterillium gefunden habe, war 6,95 – das Sterillium hat also etwas über 26.000 Euro gekostet – mal ganz abgesehen davon, dass die Krankenhäuser das mit Sicherheit erheblich billiger bekommen.
    Die Lieferung von Sterilium an Kliniken erfolgt womöglich auf Palette. Da kostet die Flasche wohl auch nur um die 3 Euro. Vom ständigen Händedesinfizieren können die Hände spröde werden. Entweder benutzt man regelmäßig eine Handcreme oder zieht Einweghandschuhe an. Desinfektionsmittel können die auch vertragen.
  6. #515

    Hier wird so viel unterschiedlich und fehlerhaft durch die Gegend geschmissen, daß es beim Lesen weh tut.
    Einmalhandschuhe zieht man sich zum Eigenschutz an, nicht um den Patienten vor Keimen zu bewahren. Bei Tätigkeiten, bei denen es um Sterilität geht, werden (zum Patientenschutz) sterile Handschuhe verwendet.
    Desinfektion findet zu 90% nicht vor dem Patienten statt. Man desinfiziert seine Hände zB. VOR Betreten des Patientenzimmers oder NACH Verlassen desselbigen. Davon bekommt der Patient in der Regel nichts mit.
    Wenn man im Zimmer nichts berührt hat (auch die Türklinke nicht), muss man seine Hände sogar gar nicht desinfizieren (!).
    Natürlich läuft das Pflege-/ Ärztepersonal nicht 100% steril durch die Gegend, man versucht die Kontamination halt so niedrig, wie möglich zu halten. Daß das nicht immer klappt, vor allem, wenn man mit Mindestbesetzung bei Zuständen mit chronischem Personalmangel übermüdet, überarbeitet und schlichtweg unkonzentriert arbeiten soll, dürften auch dem aussenstehendsten Laien einigermaßen logisch erscheinen.
    Interessant dürften allerdings auch einige finden, daß die Patienten sich mittlerweile gar nicht so häufig in der Klinik selbst infizieren, sondern in der Klinik wird immer häufiger festgestellt, daß derjenige bereits infiziert angekommen ist.
    Man merkt ja selber gar nicht, daß man mit einem Problemkeim besiedelt ist, bis dann mal ein Abstrich positiv ist. Und den Problemkeim kann man sich von jeder Türklinke holen, wenn jemand auf offener Straße niest oder ,ganz beliebt, vom Händeschütteln mit seinen besten Kumpels.

    Und einiges wird hier auch einfach falsch verbreitet. Clostridien zB. sind zwar auch problematisch, die hat aber jeder von uns in seinem Darm. Und wenn dann nach einer Antibiotika-Therapie dieser Keim auf schönes Brachland im Darm trifft und sich super-duper toll vermehren kann, weil die anderen Coli-Bakterien zB. gerade mächtig Platz vor dem Pilzgift gemacht haben, dann hat man halt seinen Clostridiendurchfall, der einem ein schön isoliertes Zimmer einbringt.
    Ironischerweise heißt auch hier dann die Lösung: Antibiotika!

    Hätten wir nur keine Antibiotika, dann gäbs keine Problemkeime, die man sich im Krankenhaus und mittlerweile auch in der Bevölkerung zusammenzüchtet. Es gäbe viel weniger Menschen, die sich beschweren, da es allgemein viel weniger Menschen gäbe aufgrund der etwas höheren Mortalität bei Infektionen. Das Leben im Krankenhaus wäre viel ruhiger, man könnte gleich auf Behandlung verzichten, da derjenige multimorbide Patient es ja eh nicht schaffen würde und es wäre für unser Gesundheitssystem auch viel, viel billiger. Keine teuren Medikamente und die Personalkosten wären auch wieder überschaubar angelegt.
  7. #516

    Es geht nicht um Heilung - es geht um Profit!

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Es besteht grundsätzlich Handlungsbedarf.
    Nur nachdem wir in einem System leben, indem
    das Geld mehr zählt als der Mensch, wird nicht
    gehandelt.

    40.000 Tote durch mangelhafte Hygiene in Krankenhäusern

    40.000 Tote durch mangelhafte Hygiene in Krankenhusern

    Hier ist so ein aktuelles Beispiel:

    Suche und Archiv der Salzburger Nachrichten
    Exakt das ist unsere Realität!
    Nachdem uns Ärzten die Antibiotika ausgehen um so einen Superkeim wie den MRSA Keim zu bekämpfen, möchte man doch meinen, Politik und Wissenschaft blicken interessiert auf neue Wege, diesen Keim zu bekämpfen. Weit gefehlt! Ich habe so gut wie alle Universitäten in Deutschland davon in Kenntnis gesetzt, daß es mir gelungen ist, mit einer Mischung aus Homöopathika und Phytotherapeutika erfolgreich zu sein, nachdem die Schulmedizin sich bei meinen MRSA Patienten jahrelang die Zähne ausgebissen hat. Ich dachte, es ließe sich einrichten, eine größere Studie einzurichten, um entweder die Wirksamkeit meiner Therapie zu bestätigen - oder zu verwerfen. Keinerlei Reaktion , weder von den Universitäten, noch von den Ministerien.
    Dies zeigt, wer in unserem Lande die Macht in den Händen hat.
    Das Volk und die von ihm gewählten Vertreter jedenfalls nicht!
  8. #517

    Zitat von DieButter Beitrag anzeigen
    Hier wird so viel unterschiedlich und fehlerhaft durch die Gegend geschmissen, daß es beim Lesen weh tut.
    Einmalhandschuhe zieht man sich zum Eigenschutz an, nicht um den Patienten vor Keimen zu bewahren. Bei Tätigkeiten, bei denen es um Sterilität geht, werden (zum Patientenschutz) sterile Handschuhe verwendet.
    Desinfektion findet zu 90% nicht vor dem Patienten statt. Man desinfiziert seine Hände zB. VOR Betreten des Patientenzimmers oder NACH Verlassen desselbigen. Davon bekommt der Patient in der Regel nichts mit….
    Einverstanden…
    Zitat von DieButter Beitrag anzeigen
    Und einiges wird hier auch einfach falsch verbreitet. Clostridien zB. sind zwar auch problematisch, die hat aber jeder von uns in seinem Darm. Und wenn dann nach einer Antibiotika-Therapie dieser Keim auf schönes Brachland im Darm trifft und sich super-duper toll vermehren kann, weil die anderen Coli-Bakterien zB. gerade mächtig Platz vor dem Pilzgift gemacht haben, dann hat man halt seinen Clostridiendurchfall, der einem ein schön isoliertes Zimmer einbringt.
    Tja, und warum „ein schön isoliertes Zimmer“? Damit andere Patienten nicht angesteckt werden, gell? Also da wurde erst einmal nichts „falsch verbreitet“. Als ich mit C.diff infiziert wurde, bin ich aber nicht in „ein schön isoliertes“ Zimmer gelegt worden, was ich schon schlimm fand. Noch schlimmer war – obwohl mein Bett ein eigenes Blutdruckmessgerät und Pulsoximeter (also vollständiges Monitoringsystem) hatte - es wurde mein Blutdruck und O²-Sättigung mit einem Gerät gemessen, das von Zimmer zu Zimmer geschoben wurde. Und das ausgerechnet auf einer Station mit Herz- und Lungentransplantierte – also immunsupprimierte Patienten.
    Also, bitteschön, was wurde hier „falsch verbreitet“?
  9. #518

    Zitat von mrsa-doc Beitrag anzeigen
    Ich habe so gut wie alle Universitäten in Deutschland davon in Kenntnis gesetzt, daß es mir gelungen ist, mit einer Mischung aus Homöopathika und Phytotherapeutika erfolgreich zu sein, nachdem die Schulmedizin sich bei meinen MRSA Patienten jahrelang die Zähne ausgebissen hat.
    Wenn das wahr ist, wundert es mich, dass Sie meinen hier unter Nick statt Klarnamen zu posten. Weil Sie es nicht tun, glaube ich Ihnen nicht, dass Sie mit einer "Mischung aus Homöopathika und Phytotherapeutika" MRSA erfolgreich haben therapieren können.
  10. #519

    Zitat von DieButter Beitrag anzeigen
    Desinfektion findet zu 90% nicht vor dem Patienten statt. Man desinfiziert seine Hände zB. VOR Betreten des Patientenzimmers oder NACH Verlassen desselbigen. Davon bekommt der Patient in der Regel nichts mit. Wenn man im Zimmer nichts berührt hat (auch die Türklinke nicht), muss man seine Hände sogar gar nicht desinfizieren (!).
    Aber als Angehöriger bekommt man es mit, weil man ja permanent aus dem Zimmer geschickt wird. Sehr viele Krankenschwestern sind ohnehin der Ansicht, dass es ausreicht sich die Hände NACH dem Patientenkontakt zu desinfizieren. Als ob sich in einem Krankenhaus die Keime ausschließlich direkt bei den Patienten befinden würden. Außerdem wird meistens auch die Türklinke benutzt (nach dem Desinfizieren). Und wenn nicht mit der Hand, dann mit dem Ellbogen. Auch darüber können sich Keime verteilen, zumal der selten mitdesinfiziert wird.

    Zitat von DieButter Beitrag anzeigen
    Einmalhandschuhe zieht man sich zum Eigenschutz an, nicht um den Patienten vor Keimen zu bewahren.
    Wegen der Fingerabdrücke!

    Zitat von DieButter Beitrag anzeigen
    Interessant dürften allerdings auch einige finden, daß die Patienten sich mittlerweile gar nicht so häufig in der Klinik selbst infizieren, sondern in der Klinik wird immer häufiger festgestellt, daß derjenige bereits infiziert angekommen ist.
    Man merkt ja selber gar nicht, daß man mit einem Problemkeim besiedelt ist, bis dann mal ein Abstrich positiv ist.
    Ergebnisse von Eingangsscanns besagen, dass 1,0 – 1,5 % der Patienten Keime mit sich tragen. Über 90 % dieser Patienten kommen aus Altenheimen oder haben sich den Keim bei einem vorherigen Krankenhausaufenthalt eingefangen. Die Infektionsrate im Krankenhaus wird zwischen 2,5 und 5,0 % angegeben. ca-Mrsa und la-Mrsa gibt es in Deutschland so gut wie noch nicht.

    Zitat von DieButter Beitrag anzeigen
    Und den Problemkeim kann man sich von jeder Türklinke holen, wenn jemand auf offener Straße niest oder, ganz beliebt, vom Händeschütteln mit seinen besten Kumpels.
    Wenn so viele Ihrer besten Kumpels multiresistente Krankenhauskeime mit sich rumtragen, können Sie eigentlich nur Angehöriger der Gesundheitsindustrie sein.








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