Jährlich sterben in Deutschland viele Menschen, weil sie sich in Krankenhäusern mit Keimen angesteckt haben. Sind die Vorschriften zur Hygiene ausreichend und werden nur nicht hinreichend angewendet? Oder besteht grundsätzlich Handlungsbedarf?
Habe ich über Antibiotika geschrieben?
In Deutschland wird gerade darüber diskutiert, ob die Verpackungsgrößen nicht verkleinert werden sollen, weil die permanente Einnahme zu Leberschäden bei einigen Patienten geführt hatte. In den USA ist dieses Problem länger bekannt. Dort gibt oder gab es Paracetamol in 500er Packungen. wissenschaft.de - Studie: Viele Leberschäden durch Paracetamol. Die Verpackungsgrößen von Aspirin sind auch nicht viel kleiner.
Jeder Patient geht mit der Erwartung, dass sich der Gesundheitszustand verbessern könnte, in ein Krankenhaus. Mehr ewartet man nicht!
Eine vermeidbare Infektion mit MRSA ist jedoch ein Verlust von Lebensqualität. Dies zu vermeiden, ist gemessen an den Folgekosten für die Behandlung von MRSA gering.
Wie beruteilen Sie das? Ist mehr Pflegepersonal eingestellt? Ist der/die behandelnde Arzt/Ärztin mal ausgeschlafen? Sind die Umgangsformen nach Knigge besser, so dass sich der Patient bestens aufgehoben fühlt? Gibt es einen Hygienebeauftragten?
Oder gehen die Patienten einfach "geheilt" nach Hause?
Ich gehe davon aus, dass Ihre Aussage sich auf die Gabe von Antibiotika in der Tiermastzucht bezieht. Dazu müssten Sie wissen, dass das Arzneitmittelgesetz eine strikte Trennung von Antibiotika für den humanen und veterinärmedizinischen Gebrauch vorschreibt. Ein veterinärmedizinisches Antibiotikum könnte man wunderbar gegen Tuberkulose einsetzen. Aber das Gesetz verbietet diese Anwendung.
Antibiotika sind zudem hitzeinstabil. So lange man kein Tartar oder Mett verzehrt oder ein Steak "Englisch" zubereitet, spielt dies also keine Rolle beim Fleischkonsum.
Dieses Mal nicht explizit - und den anderen Beitrag finde ich nicht. Aber dann schreiben Sie mal welches Medikament Sie denn meinen.
Dass die Dauergabe von OTC-Schmerzmitteln auch zu Nierenschäden führt ist auch hinlänglich bekannt. Nur was sollen denn kleine Packungen bewirken, außer dass man dann eben mehr Packungen kauft.
Jeder Mensch steigt auch ins Auto mit der Erwartung, dass er heil ankommt. Aber das klappt nun mal nicht immer.
Ein vermeidbarer Autounfall auch.
Zeigen Sie mal die Kalkulation für diese Aussage. Nicht an den einzelnen Patienten gemessen, sondern an einer gesamten Population.
Mit Multilocus sequence typing (MLST) und den Kosten kenne ich mich nicht aus. Im Routinbetrieb wird es aber nicht viel Kosten. So mancher Enzyme-Linked Immunosorbent Assay (ELISA) zum Nachweis von HIV oder Hepatits B Markern ist wohl teurer.
Im Zusammenhang mit der Diagnostik habe ich eine veterinärmedizinische Doktorabeit aus Hannover entdeckt. http://elib.tiho-hannover.de/dissert...ebera_ws10.pdf. Ich verweise dabei auf die Seiten 22/23.
Darüber habe ich auch nichts im Vorfeld geschrieben! Sie müssen mich verwechseln.
Dies wird in Deutschland auch diskutiert. Die Frage ist nur, ob man sich den Aufwand macht, mehrere Apotheken aufzusuchen.
Ein Auto steuer ich noch selber. Ich kann selber entscheiden, wann ich bremse.
Über eine OP habe ich keine Kontrolle. In dem Fall vertraue ich mein Leben einem Arzt an. Wenn er diese Verantwortung nicht erfüllen kann, mehr erwarte ich nicht, dann scheint er auch nicht gut zu sein. Es gibt ja noch andere Ärzte in Deutschland.
Gefährliche Keime: Neue Strategien gegen multiresistente Bakterien - SPIEGEL ONLINE
"Aufgrund des Erfolges wurde dieses Screening im Jahr 2006 auf alle am UKM stationär aufgenommenen Patienten ausgedehnt, jährlich rund 40.000 Patienten.
Dr. Christoph Hoppenheit, Kaufmännischer Direktor am UKM, hat früh erkannt, dass sich die 300.000 Euro, die er jährlich für die MRSA-Prävention ausgibt, lohnen. Die Kosten für die Behandlung einer MRSA-Infektion überbieten die Kosten für das standardmäßige Screening bei weitem: Ein Screening kostet circa drei Euro, filtert das Institut für Medizinische Mikrobiologie am UKM unter Leitung von Prof. Peters einen MRSA-Träger heraus, kostet die Behandlung rund 1500 Euro. Hat sich ein Patient erst einmal infiziert, liegen die Mehrkosten der Behandlung bei 20.000 Euro. Hoppenheit: "Für uns hat sich die Investition in die Prävention ausgezahlt. Denn unsere Patienten können sich bei uns sicher fühlen. Wir können mit Recht behaupten, MRSA am UKM im Griff zu haben."" aus UKM bekämpft unsichtbare Gefahr MRSA
Und es gibt öffentliche Krankenhäuser in Deutschland, die dieses Maßnahmen auch umsetzen wollen:
Hintergrundinformationen zum Projekt MRSA-net - Euregioprojekt
Trotzdem – Sie weichen aus – shcreiben Sie dann bitte welches Medikament Sie denn meinen.
Wer Schmerzen hat nimmt ziemlich viel auf sich …
Ich habe Sei für intelligenter gehalten, ein solches Argument zu bringen. Es wird Ihnen bekannt sein, dass das eigene Bremsen manchmal nicht reicht.
Und Sie wollen in einer Klinik tätig sein??? Es arbeiten mehr Leute in einer Klinik die Schuld sein können, wenn man sich ein „Krankenhauskeim“ holt.
Mein „Stammkrankenhaus“ macht es auch schon seit Jahren. Aber – es war auch in diesem Stammkrankenhaus wo ich eine C.diff hatte und ich nicht richtig isoliert wurde. Wie viele Menschen durch mich angesteckt wurden kann ich nicht sagen. Deswegen traue ich der Kalkulation nicht so richtig.
Wären Sie tatsächlich Wissenschaftler, der sich mit Resistenzen beschäftigt, würden Sie wissen, dass es nicht darum geht, dass die AB das Erhitzen eventuell nicht überstehen, sondern dass mit der Tiermast resistente Keime herangezüchtet werden. Sofern diese Keime nicht vollständig vor dem Verzehr getötet werden, können sie auf Menschen übertragen werden. Diese resistenten Keime sind dann bei Menschen schwer zu behandeln.
Und bevor Sie anfangen etwas vom Arzneimittelgesetz zu erzählen, bleiben wir lieber bei den Realitäten statt bei den Vorschriften, denn die klaffen teilweise weit auseinander.
Die Ärzte behaupten ja immer gern, dass Infektionen mit Clostridien ausschließlich durch die Gabe von Antibiotika ausgelöst werden. Vielleicht ist es in den Krankenhäusern nicht bekannt, dass die Infektion zwar durch die vorherige Gabe von AB begünstigt wird, dass es aber auch durchaus reine Kontaktinfektionen gibt. Man sollte mal ein Rundschreiben mit den „Hygienebestimmungen beim Vorkommen von C. diff.“ an alle KH schicken.
Wenn man mit Mutter oder Vater in die Notaufnahme kommt und als erstes die Frage zu hören bekommt: „Die/der ist … Jahre alt – sollen wir denn wirklich noch was machen?“ und dann eine Viertelstunde darüber diskutiert werden muss, anstatt den Patienten zu behandeln, muss ich davon Ausgehen, dass Entscheidungen darauf fußten. Es handelte sich bei beiden nicht darum, sie zu reanimieren – beide hatten Atemnot durch die Krankenhauskeime, die Ihnen in eben dieser Firma verabreicht worden waren.
Verlangen Sie ernsthaft von einem Angehörigen diese Frage zu beantworten?
Das ist wohl wahr.