Forum: Wissenschaft
Hat Übergewicht hauptsächlich soziale oder seelische Ursachen?
Zu viele Pfunde, gefährdete Gesundheit, weniger Attraktivität: Dicksein ist kann ein rein gesundheitliches, aber auch soziales Problem sein. Beziehungen zwischen sozialem Status und Fettleibigkeit werden von Wissenschaftlern immer wieder attestiert. Ernährung als Basis der körperlichen Beschaffenheit kommt nicht immer die größte Bedeutung zu. Hat Übergewicht häufig eher soziale oder seelische Ursachen?
- #1 08.02.2013 08:55 von
Man sollte abwägen
Diäten, hin oder her. Ich habe erst eine ausprobiert, den Namen muss ich ja nicht verraten. War sehr zufrieden und habe in normalen Maß abgenommen und so mein Wunschgewicht erreicht. Was ich aber dazu sagen muss: Ich denke, es ist sinnvoller sich einfach gesund (Obst und Gemüse täglich, viel Wasser trinken) zu ernähren und regelmäßig Bewegung zu haben.
Ich habe das Gefühl die meisten Diäten sind einfach nur Zwang. Wenn man sich regelmäßig bewegt und Sport macht, der einem, auch wirklich Spaß macht, ist abnehmen kein Problem.
Von irgendwelchen Trend-Diäten (siehe diverse Frauenmagazine) halte ich absolut gar nichts. - #2 08.02.2013 12:12 von
Sozial = Selle !?
Es besteht meiner Meinung nach ein klarer / eindeutiger und direkter Zusammenhang zwischen dem sozialen Umfeld und dem seelischen Befinden, da beide Faktoren einander direkt beeinflussen. Die meisten Menschen suchen sich unbewusst ihr soziales Umfeld aus, auch wenn ihnen diese Tatsache in der Regel nicht klar ist. Das Aussuchen des Umfelds geschieht somit durch den aktuellen Zustand des seelischen Befindens. Ist man z.B. reisebegeistert, wird man eher reisebegeisterte Menschen anziehen, da dieses Thema eine gemeinsame Interessengrundlage darstellt und für genügend Gesprächsstoff sorgt. (Nur um ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung meiner These zu nennen)
- #3 08.02.2013 13:24 von
Ein Problem ist es das zum Problem zu erklären!
Warum wird immer ein Teil der Realität als Erklärung angeführt und andere Teile, widersprechende, ausgeklammert. Das sind keine wissenschaftliche Erklärungen sondern eine Begründung von Vorurteilen.
Jeder Mensch unterscheidet sich genetisch vom anderen. Auch Vorlieben und Geschmack sind von der Genetik bestimmt. Natürlich kann das soziale Umfeld den genetischen Einfluss beeinflussen und überdecken, doch das soziale Umfeld wiederum wird von Menschen gebildet die versuchen ihren genetisch verursachten Geschmack durchzusetzen. Mal scheint das andere vernünftiger, mal das andere und ein teil der Menschen wird sich, auch genetisch determiniert, der Mehrheitsmeinung anschließen, ohne ihren eigene angeborene Neigung verwirklichen zu wollen.
Für Fettleibigkeit gibt es viele Ursachen in unterschiedlichem sozialen Umfeldern. Von Krankheit bis zur Mode, ist alles denkbar. In unserer Gesellschaft kann ja sogar eine durch Krankheit hervorgerufen Fettleibigkeit plötzlich zur Mode werden und umgekehrt, eine Mode zur Krankheit.
Fettleibigkeit ist zunächst eine individuelle Erscheinung, die nur dann zum gesellschaftlichen Problem wird, wenn andere, Dünne, diese Personen als Problem betrachten. Was individuell erlaubt ist, ist gesellschaftlich gesehen eine, Diskriminierung, ja eine sogar eine Verfolgung durch Mobben, andersartiger Menschen. Darum:
Ein Problem ist es, das zum Problem zu erklären. - #4 08.02.2013 19:30 von
nene
.........
Die Frage ist amüsant: Bei Untergewicht, gar Magersucht käme niemand darauf, nach den Ursachen zu fragen, weil jedem klar ist, daß zu weit über 90 Prozent psychische und psychosoziale Ursachen vorliegen.
Warum sollte das bei Übergewicht anders sein?
Eßstörungen haben generell psychische oder psychosoziale Hintergründe.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
rabenkräheGeändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen..... - #5 08.02.2013 19:39 von
Diäten haben den Nachteil, dass sie zeitlich begrenzt sind und als unangenehm gelten. Es ist vorteilhafter zu errechnen, wieviel der Körper wirklich "braucht" an Kcal pro Tag und davon 80% zu essen.
Das hält man dauerhaft durch, und wenn man irgendwann zufrieden mit sich ist, dann kann man normal essen. - #6 08.02.2013 22:43 von
Kalorienzaehlerei
Diaeten mag ich auch nicht und zum Kalorienzaehlen habe ich keine Lust.
Ich esse nur jeden 2. Tag, aber dann alles was ich gerne moechte und in den Mengen, die ich haben will.
Den naechsten Tag esse ich, mehr oder weniger , nichts. Wenn ich wirklich hungrig bin, esse ich ein oder zwei Stuecke Obst.
Ich mache das seit fast einem Jahr und habe damit ein paar Kilo abgenommen. Ich finde es ideal, weil ich auf nichts zu verzichten brauche und habe vor , es fuer den Rest meines Lebens durchzuhalten. - #7 09.02.2013 08:50 von
coffee to go
Es ist nicht nur ätzend anzuschauen, wenn in den Fussgängerzonen essende und trinkende Menschen umherlaufen, nein es ist höchst ungesund für den Körper. Es macht auf Dauer krank. Dazu kommt das ungesunde fast food futter -natürlich auch stes to go - und so werden sie immer fetter und fetter und je fetter sie werden, desto frustrierter werden sie - und je frustrierter sie werden, desto mehr fressen sie -kompensatorisch- in sich rein - das nennt man Teufelskreis! Und die Werbung tut den Rest dazu -schnell, billig, satt, fett -kaputt. Ja, wer essen mit Faulheit und Hetze mit Fleiss verwechselt, der hat nicht nur keinen Geschäftserfolg in Frankreich, nein, der wird auch 100% krank. Das "Quick win" Dogma hat seinen Preis. Alles hat seinen Preis, nothing is for free!
Tschüß, Raubtierkapitalismus! It`s over when it`s over! - #8 11.02.2013 14:52 von
frauenzeitschriftsniveau
schade eigentlich für das thema. vom spiegel hätte ich mehr als nur frauenzheitschriftsniveau erwartet. nichts neues und die immer gleichen leute werden herangezogen um zu beweisen, was geht oder nícht geht. jojo, bmi. das februarfaschingsloch muss mit speck gefüllt werden.
- #9 04.03.2013 10:49 von
ja, vielleicht; aber ...
...es spielt vielleicht sowohl der Sozialstatus als auch die Art der Ernährung eine Rolle?
Die zunehmenden Mengen chemischer Stoffe in der Ernährung schlägt möglicherweise im Fast food eher zu Buche als in konventioneller zubereiteter Nahrung? Ich denke da an die in der Landwirtschaft verwandten Spritzgifte ebenso wie an die sich in den Gewässern anhäufenden Schwermetalle, Hormone bzw. hormonartig wirkenden Stoffe sowie an die aus Verpachkungen austretenden Schadstoffe.
Diesem Bereich wird VIEL zu wenig Beachtung geschenkt. Daß sehr viel von der ubiquitären Chemie hormonartige Wirkung hat, scheint Wissenschaft und Politik kaum zu interessieren. Und dieser Bereich kommt in der Diskussion von Fettleibigkeit und ihren Ursachen kaum vor.
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