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Haben die deutschen Behörden im Kampf gegen Ehec versagt?

Bei der Suche nach der Quelle der Ehec-Epedemie standen zunächst spanische Gurken im Verdacht, die Erreger zu verbreiten. Nun hat sich dies als falsch herausgestellt. Die Verbraucher sind zunehmend verunsichert und wollen wissen, was sie noch gefahrlos essen dürfen. Haben die deutschen Behörden im Kampf gegen Ehec versagt?
  1. #2810

    Zitat von werner thurner Beitrag anzeigen
    Ihnen (und z.T.richie) war das was im link steht und zitiert wurde offensichtlich nicht bekannt, das beweist die bisherige Diskussion und Ihr Kommentar gegenüber Forist leistungsträger.
    Sie können doch nicht ernsthaft einen Wikipedia-Artikel als Beleg verwenden und auch noch postulieren, damit sei irgendwas bewiesen oder irgendwas anderes widerlegt.

    Schauen Sie sich alleine mal die Versionsgeschichte und die Diskussionsseite des Artikels an. Da geht es im Wikipedia-Stil ähnlich ab wie hier derzeit. Jeder der möchte (also z.B. auch jeder, der anschließend hier etwas damit belegen will), kann dort seine eigene Wahrheit unterbringen. Bei der gegebenen Komplexität der Materie und der damit verbundenen Originalquellen kann wohl kaum ein Admin noch durchblicken, was davon vollkommener Nonsens ist, was belegt und was zumindest umstritten.

    Einen Wikipedia-Artikel als Beleg zu verwenden macht ungefähr genauso viel Sinn, wie irgendwelche früheren Beiträge in diesem Thread quasi selbstreferenzierend als Quelle anzugeben.
  2. #2811

    Zitat von werner thurner Beitrag anzeigen
    Ich habe diesen Beitrag Haben die deutschen Behörden im Kampf gegen Ehec versagt?
    extra für sie als Laien und Nichtwissenschaftler eingestellt.
    Die Angaben passen aber nicht.

    DIESER Erreger hat nie eine Kuh von innen gesehen. Deshalb hat er seine Resistenzen auch nicht aus der Tiermedizin.

    http://bacpathgenomics.wordpress.com/20 ... c-ec55989/

    "so the real number of substitution mutations differentiating the outbreak strain from Ec55989 is probably more like 200-300, or 0.05% divergence"

    EC55989, der EAEC Erregerstamm von dem HIV - Kranken aus Afrika, findet sich zu 99,95% wieder

    http://www.g2l.bio.uni-goettingen.de/

    "Es zeichnet sich ab, dass die Patientenisolate nicht etwa aus einem EHEC-Erreger hervorgegangen sind, sondern vielmehr aus einem Keim, den man als EAEC (= Entero-Aggregativer E. coli) bezeichnet."

    Zusätzlich ist das Genom 5-10% größer geworden. Das sind Teile die es in seiner Umwelt irgendwo aufgesammelt hat, mit Eigenschaften die ihm einen Vorteil verschaffen (Evolution). Seine Umwelt sind die menschlichen Eingeweide, also wird er die Teile auch dort bei verschiendenen anderen Bakterienstämmen vorgefunden haben.
    HIV Kranke werden übrigens viel mit Antibiotika behandelt.

    Damit bestreite ich nicht, das EHEC in Wiederkäuern verbreitet ist (häufigste Ansteckungsquelle m.E. Lammfleisch, auch Wildfleisch ist nicht zu verachten).

    Nur hat eben DIESER Erregerstamm soviel mit EHEC gemeinsam wie ein Golf II mit einem Formel 1 Wagen, auch wenn er mit dem Frontflügel eines Solchen führe.
  3. #2812

    Zitat von werner thurner Beitrag anzeigen
    Richie hat dies im Zusammenhang mit der Frage ob e-coli in Keimen überleben könnten behauptet, und zwar in durchaus schnippischer Weise.Nachlesen!
    Haben die deutschen Behörden im Kampf gegen Ehec versagt?
    Sie sind ein Lügner, wie jeder nachlesen kann:
    Zitat von richie Beitrag anzeigen
    Zitat von pcpero Beitrag anzeigen
    Aber mal eine Frage an die Fachleute hier: wie soll es möglich sein, dass ein Prokariont mit anaerober Respiration in Saatgut überleben kann, wo der doch geeignete Elektronen-Akzeptoren wie Nitrat oder Fumarat benötigt, welches er erst durch die Düngung erhalten würde?
    Schon mal was von Sporenbildung gehört? aber auch die anderen Bakterien können teilweise u.U. ziemlich extreme Bedingungen zeitweise überleben.
    Es ging um Prokarionten allgemein und nicht um e.coli!!!
  4. #2813

    Zitat von werner thurner Beitrag anzeigen
    Der Teilnehmer hat vollkommen Recht und Sie liegen falsch, wie man unschwer z.B. in wikipedia nachlesen kann:
    Ach, der Herr beruft sich als "Wissenschaftler" auf Wikipedia und ist noch nicht mal in der Lage eine ordentliche Quellenangabe zu machen?
    "Der Erreger und die von ihm verursachten Infektionserkrankungen treten weltweit auf. Das Hauptreservoir des Erregers bilden Wiederkäuer, vor allem Rinder, aber auch Schafe und Ziegen, in deren Darm sie regelhaft vorkommen, ohne bei ihnen Erkrankungen auszulösen.
    Das trifft auf den aktuellen Erreger eben nicht zu.
    Können Sie auch gerne nochmal hier nachlesen:
    http://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen...li_o104_h4.pdf
    Ist die Herkunft von O H104:H4 damit geklärt?
    Aus Sicht des BfR ist es wahrscheinlich, dass der Eintrag des Erregers im jetzigen Aus-
    bruchsgeschehen in betroffene Lebensmittel über den Menschen erfolgt ist.

    Gibt es weitere Hinweise darauf, dass der Serotyp O104:H4 einen menschlichen Ur-
    sprung hat?

    O104:H4 ist resistent gegen bestimmte Antibiotika. Das Resistenzmuster deutet eher auf
    einen menschlichen Ursprung hin.

    Scheidet Gülle als Ursache damit aus?
    Die Faktenlage spricht dafür, dass der Eintrag des Erregers im jetzigen Ausbruchgeschehen
    in betroffene Lebensmittel direkt über den Menschen oder indirekt vom Menschen über die
    Umwelt erfolgt sein kann. Bei der derzeitigen Datenlage sind tierische Exkremente (Gülle)
    als Eintragspfad in die Lebensmittelkette als unwahrscheinlich anzusehen.
  5. #2814

    Ursache unverdaulich

    Könnten nicht durch Nutztiere (Rind, Schwein, Huhn...) hindurchgegangene unverdaute (!) Sprossen mutiert haben, um diesen neuen - vor allem für den Menschen - magen-darm-resistenten Prototypen hervorzubringen?

    Gibt es (gerade im Frühling) vermehrt Sprossenfutter an das liebe Vieh?
  6. #2815

    Bio 6te Klasse

    Zitat von discurso Beitrag anzeigen
    Monsanto und Co haben ganze Arbeit geleistet.
    80 Prozent aller Gen-Pflanzen (Raps, Soja und Mais) landen in den Mägen von Schweinen, Rindern oder Hühnern
    Sie essen nur Pflanzen und Tiere ohne Gene? Klingt lustig.

    Meine Kinder haben alle Gene.
    Weil meine Frau und ich beide blond sind, sind unsere Kinder es auch. Deren Gene sind also vorher schon bestimmt gewesen. Das ging ganz ohne Monsanto. Hoffe ich ;-)
  7. #2816

    Zitat von Jens Schuetz Beitrag anzeigen
    Sie essen nur Pflanzen und Tiere ohne Gene? Klingt lustig.

    Meine Kinder haben alle Gene.
    Weil meine Frau und ich beide blond sind, sind unsere Kinder es auch. Deren Gene sind also vorher schon bestimmt gewesen. Das ging ganz ohne Monsanto. Hoffe ich ;-)
    Begehen Sie nicht den Fehler diese Diskussion wissenschaftlich führen zu wollen. Das ist absolut nicht möglich° ;-)
  8. #2817

    ^1^

    Zitat von Jens Schuetz Beitrag anzeigen
    Sie essen nur Pflanzen und Tiere ohne Gene? Klingt lustig.

    Meine Kinder haben alle Gene.
    Weil meine Frau und ich beide blond sind, sind unsere Kinder es auch. Deren Gene sind also vorher schon bestimmt gewesen. Das ging ganz ohne Monsanto. Hoffe ich ;-)
    Piefige Lehrer-Lempel-Rhetorik.
    Worte wie Gen-Mais oder Atom-Lobby gehören schon längst zum Diskurs und jeder weiß, was sie bedeuten.
  9. #2818

    .

    Zitat von Jens Schuetz Beitrag anzeigen
    Sie essen nur Pflanzen und Tiere ohne Gene? Klingt lustig.

    Meine Kinder haben alle Gene.
    Weil meine Frau und ich beide blond sind, sind unsere Kinder es auch. Deren Gene sind also vorher schon bestimmt gewesen. Das ging ganz ohne Monsanto. Hoffe ich ;-)
    Die Schreiberlinge des Artikels haben sich nicht ganz korrekt ausgedrückt, das stimmt, aber jeder weiß doch was gemeint ist und darauf kommt es schließlich an...
  10. #2819

    Wie lange halten sich Sprossen im Kühlschrank?

    Aus SpiegelOnline von heute "Zahl der Neuinfektionen sinkt

    Seit Anfang Mai sind laut RKI bundesweit bisher 3304 Ehec-Fälle bekannt, davon 786 mit dem schweren Hus-Verlauf. Die Zahl der Neuinfektionen ging in den vergangenen Tagen aber spürbar zurück. Von Mittwoch auf Donnerstag kamen bundesweit nur 48 Ehec-Fälle dazu."

    3300 durch 50 Tage macht 66 pro Tag. Nun sind wir bei 48 Fällen pro Tag. Da würde ich mal sagen, dass der Rückgang auf verändertes Verbraucherverhalten und nicht auf Sprossenverzicht zurückzuführen ist. Die statistischen Beweise des Robert-Koch-Institutes sind halt keine Beweise sondern nur Hinweise.


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