Forum


 

Geoforschung - wie wichtig ist sie?

Das Verständnis von Naturkatastrophen ist noch immer nicht ausreichend. Geoforscher fordern jetzt einen Nobelpreis für ihre Disziplin, doch wie wichtig ist die Geoforschung?
  1. #140

    Zitat von DerLustToni Beitrag anzeigen
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...659416,00.html

    sich die Druckwellen mehrerer solcher Vor- oder Nachbeben zufällig an einem Ort überlagern?
    Ob dann die Erdkruste platzt?
    Unbedingt! Dann quillt der Erdmantel raus! Und profitieren tut die Camorra, weil sich dann die Magmablase unter dem Vesuv verzieht.
  2. #141

    Zitat von Willi Winzig Beitrag anzeigen
    Unbedingt! Dann quillt der Erdmantel raus! Und profitieren tut die Camorra, weil sich dann die Magmablase unter dem Vesuv verzieht.
    Nein umgekehrt! Die Camorra profitiert davon, wenn die von ihr verkauften und beschutzgeldeten Grundstücke samt den Bewohnern in die Luft fliegen und man sie nach dem Ausbruch wieder verkaufen kann. Das ist beinharte Kalkulation.
  3. #142

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Verständnis von Naturkatastrophen ist noch immer nicht ausreichend. Geoforscher fordern jetzt einen Nobelpreis für ihre Disziplin, doch wie wichtig ist die Geoforschung?
    Mindestens so wichtig wie Wirtschaftswissenschaften.
    Die Erde ist ein Biotop und man weiß dennoch mehr wie der Aktientrend der nächsten Woche aussieht als wie ihre Zukunft in 100 Jahren aussieht.

    Die Auswirkungen eines Aktiencrashes sind Rezession, schlimmstenfalls Rückfall in die Eisenzeit. Die Auswirkungen der Erde auf die Menschheit kann jedoch auslöschend wirken, dazu können wir sogar aktiv beitragen...
  4. #143

    Beeinflusst die Geologie das Lebensgefühl?

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    - - -
    In keiner Phase der Menschheitsgeschichte hat es auf Grund der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung so viele Veränderungen der Lebensumstände gegeben wie in unserer Generation. Es wird interessant sein, die Auswirkungen auf Menschen und Gesellschaften zu beobachten. Insbesondere ob die Menschheit es schaffen wird, die Gefahren zu erkennen und den Anforderungen durch Anpassungen gerecht zu werden.
    - - -
    Den meisten mag das Fach Geologie ein für den Alltag unbedeutendes Wissensgebiet sein. Meines Wissens gibt es keine wissenschaftliche Arbeit darüber, inwiefern das Bewusstsein, in einer Welt zu leben, in der die eigene Lebensspanne im Vergleich zu den postulierten fast 4,5 Milliarden Jahren der Erde unbedeutend kurz erscheint, das Handeln bestimmt. Vielleicht glaubt ein mancher, aus den Langzeitszenarien mehr Planungssicherheit für sich und seine Nachkommen herleiten zu können, als in einer Welt, die schnellen Veränderungen unterliegt. Das führt zur Frage, wie im Gegensatz dazu ein Mensch fühlt und im Alltag handelt, der sich, sagen wir mal, in der 100. Generation der Menschheitsgeschichte wähnt.
  5. #144

    Das Problem mit den "Nullständen"...

    Zitat von Klo Beitrag anzeigen
    Was heißt "glauben"? Ich bin nicht hier zum Glauben, sondern ich weiß es. Die Literatur zu Datierung, ob OSL, ESR, kosmogene Isotopen, fission track, aber auch U/Th, U/Pb, K/Ar, oder Ar/Ar etc. pp. verdoppelt sich jedes zweite Jahr ungefähr. Für eine genaue 14C-Datierung haben Sie 1991 noch ein paar kg Probenmaterial gebraucht, heute machen wir das mit Bruchteilen von g. Für Strontium reichen ein paar µg Zahnschmelz usw. Wer hier den methodischen Fortschritt allein seit Anfang 90er nicht sieht, der hat schlichtweg nicht die geringste Ahnung.
    Keine Frage, stellen die radiometrischen Datierungsmethoden für jene einen harten Brocken dar, die von weit kürzeren Zeiträumen der Erdgeschichte ausgehen. Auf die widersprüchlichen Ergebnisse zu verweisen, die nach wie vor ein großes Problem für die Datierexperten darstellen, ist für sich genommen keine überzeugendes Argument gegen eine Langzeitgeologie. Das große Hindernis für eine Kurzzeitauffassung sind auch die Halbwertszeiten, die - so weit erforscht - stimmen sollen. Obwohl ich da bei einer Halbwertszeit von 35 Milliarden Jahren (Lu-Hf) doch ein wenig ins Grübeln gerate. Was aber nicht bekannt ist, sind die Anfangszustände, die bei allen radiometrischen Methoden die ausschlaggebende Rolle spielen.

    U-Pb-Zirkondatierungen stehen oft im Widerspruch mit den angenommen Alter der Gesteine, denen die Zirkonkristalle entstammen. Im Grunde sind nur solche Datierungen sicher, die mit geschichtlichen Ereignissen korreliert werden können. In Frage kommen hierfür - mit Einschränkungen - die Dendrochronologie und die C14-Methode.


TOP



TOP