Forum: Wissenschaft
Funktioniert die kalte Kernfusion?
US-Forscher behaupten, dass sie neue Inizien gefunden hätten, um den Erfolg eines 20 Jahre alten Experiments zu belegen. Ist zu hoffen, dass die kalte Kerfusion in Zukunft unsere Energieprobleme lösen kann?
- #240 30.10.2011 09:37 von
neuer Thread
Aus dem ursprünglichen ist ein völlig neuer Thread geworden. Vielleicht ein Hinweis an die Administration, hin und wieder zu Administrieren, um in den Threads dem Publikumsbedarf entgegenzukommen; auch auf die Einhaltung der Diskussionsformen sollte Wert gelegt werden.
@Organic: Sie haben hier zu Recht eine These zur Diskussion gestellt. Darüber kann man zu Recht geteilter Meinung sein. Wohltuend heben sich in der Diskussion die ausgesprochen sachlichen Beiträge von „lordax“ ab. Dagegen sind die Beiträge einiger Autoren entbehrlich, weil sie keine verwertbaren Inhalte aufweisen und nur aus Rechthabereien und Beleidigungen bestehen. Das Vortragen von Argumenten und das Eingehen auf Argumente sollte zu den Grundfertigkeiten in einer Diskussion gehören. Beides ist hier nicht erkennbar.
Ich kann der Feststellung Organic's nur zustimmen, dass es für die objektiven Realität völlig unerheblich ist, welche Theorien in der Wissenschaft gerade up to date sind. Deshalb sind nicht die Experimente falsch, die Widersprüche aufzeigen, sondern die Theorien, die mit den Widersprüchen nicht klarkommen.
A. Wegener hat unbestreitbar das verkrustete Denken der alten Schule der Geologie aufgebrochen. Die Plattentektonik, die heute so einfach zu beweisen ist, galt lange Zeit als unbeweisbar und wurde als Spinnerei und „Esoterik“ (der Ausdruck war damals noch nicht so in Mode) abgetan. Und der alte Einstein, der übrigens auf Lehramt studiert hat, wirkte noch kurz vor seinem Ende daran mit, die „Kontinentaldrift“ als reine Spinnerei darzustellen.
Was die Expansionstheorie angeht, so bin ich ausgesprochen skeptisch. Es existiert kein Teilchen, das die Voraussetzungen erfüllt, praktisch unbemerkt zu einem „Wachstum“ der Erde beizutragen. Das Neutron lagert sich zwar sehr schnell an Atomkerne an (es fusioniert mit ihnen) oder es zerfällt. Es gibt aber keine Neutronenquelle, die sich genügend nah an der Erde befindet. Außerdem besitzen Neutronen eine so hohe biologische Wirksamkeit, dass kein höheres Leben auf der Erde möglich wäre. Falls Neutrinos real existierende Teilchen wären, könnten sie in sehr geringem Maße Kernumwandlungen bewirken, die aber keine Massezunahme erbringen, weil die Umwandlung sehr schnell wieder in den Ausgangszustend zurückkehrt (Flip-Flop-Ereignisse).
Was sehr viel wahrscheinlicher ist, dass die Plattentektonik nicht ausgereizt ist. Neben der „horizontalen“ Bewegung der Platten müssen auch erhebliche vertikale Bewegungen auf und ab stattfinden. Diese Bewegungen folgen genau wie die horizontalen Verschiebungen der Dynamik des darunterliegenden Materials. Die Isostatik, mit der die Auf- und Abwärtsbewegungen gegenwärtig erklärt werden, berücksichtigt anscheinend nur die Gewichtskräfte (Eis, Gebirgsmassive usw) und Masseanomalien. In ihren Grundzügen ist sie sehr betagt.
Die Geologie des Thüringe Beckens spricht für erhebliche Hebungen und Senkungen der Erdkruste allein in den letzten ca. 250 Mio. Jahren. Bis zu 200m mächtige Steinsalzschichten wechseln mit Sedimenten, die ariden Ursprungs sind. Und darüber verschiedene Muschelkalkschichten. Insgesamt hunderte bis tausende Meter Sedimente, die jeweils unterhalb oder oberhalb des Meeresspiegels entstanden sind. - #241 30.10.2011 18:40 von
PV-Verbesserung durch Hologramme?
Als Student hatte ich mal die Idee, mit Holografisch-Optischen Elementen Solarzellen zu verbessern.
Entweder verwendet man die HOEs als Linsen, Prismen, etc.
Oder man verwendet Reflexions-Hologramme einfach nur als Werbeträger auf Solarzellen.
Denn plakatieren kann man Solarzellen nicht, sonst kommt kein Licht durch.
Bei Hologrammen würde man sogar ein "echtes" dreidimensionales Plakat sehen.
Also, nicht dieses Fake-3D aus dem Kino, sondern ein Motiv wo man wirklich dahinter schauen könnte.
Oder man verwendet die Hologramme um den optimalen Licht-Einfallswinkel zu finden. - #242 30.10.2011 19:39 von
Tja, solche Probleme ergeben sich, wenn man mit Anhängern irrer esoterischer Lehren anfängt, seriös zu diskutieren.
Sie werden so einem Gläubigen niemals klar machen können, dass er auf dem Holzweg ist. Bei den Anhängern der "Growing Earth" ist es völlig vergeblich, beispielsweise auf den fehlenden Piroetteneffekt hinzuweisen - die Erde müsste sich durch die Ausdehnung zum Drehimpulserhalt ja stetig langsamer drehen, die Tage also länger werden. Das geschieht ja auch tatsächlich, aber das wird schon vollständig durch den sich entfernenden Mond erklärt. Für die Piroetten der Growing-Earth-Gläubigen bleibt nix übrig. Aber keine Sorge, denen fällt dann schon was ein, was sie davon abhält, ihre Scheuklappen beiseite zu legen. Diese Gläubigen sind nicht darauf aus, durch wissenschaftlichen Diskurs dazu zu lernen, sondern alleine aufs Missionieren und aufs Konstruieren irrer Verschwörungstheorien. - #243 30.10.2011 20:56 von
Das ist mir durchaus bekannt. In einem früheren Post, der leider im Orkus des Forums verloren ging, hatte ich das auch geschrieben. Meine Beiträge richten sich eher an die anderen Leser des Forums.
Tatsächlich scheint die angegebene Ausdehnung von 1.8cm/Jahr bei überschlägiger Rechnung ganz gut auf die gemessene Änderung der Tageslänge von 0,02s/Jahrhundert abgestimmt zu sein. Das würde natürlich umgekehrt bedeuten, dass der Abstand des Mondes zur Erde konstant bleiben müsste - was er aber nicht tut. - #244 31.10.2011 10:14 von
... und die Wissenschaft ist gerettet!
Wenn schon der mechanische Ansatz, um die Erdexpansion als sehr, sehr unwahrscheinlich zu charakterisieren, sollten wenigstens die erkennbaren Fälle des Pirouetteneffektes (Die neue Rechtschreibung hier ist noch beim Alten) diskutiert werden. Ändert aber nichts an den Tatsachen.
Sofern aber ein junger, hochmotivierter Teufel das Feuer ein bissel zu heftig schürt und sich die Erde tatsächlich etwas ausdehnt, wird der Mond wohl kaum Notiz davon nehmen und unbeirrt seine ewige Bahn ziehen. - #245 31.10.2011 22:03 von
OK, versuchen wir's. Der Gesamtdrehimpuls des Systems Erde-Mond ist konstant (Drehimpulserhaltungssatz). Nimmt der Rotations-Drehimpuls der Erde ab, dann muss der Bahndrehimpuls des Mondes zunehmen - und umgekehrt.
Der Rotationsdrehimpuls der Erde ergibt sich aus der Drehgeschwindigkeit der Erde und ihrem Trägheitsmoment. Der Bahndrehimpuls des Mondes ergibt sich aus dessen Masse und dem Radius der Mondbahn (die Umlaufgeschwindigkeit ist über die Kepler'schen Gesetze mit dem Bahnradius fest verknüpft).
Ds Trägheitsmoment der Erde wiederum ergibt sich aus ihrer Masse und ihrem Radius.
Nun ist bekannt, dass die Drehgeschwindigkeit der Erde langsam abnimmt. Pro Jahrhundert wird der Tag um 0,002 Sekunden länger. Das kann zwei Ursachen haben:
1. Das Trägheitsmoment der Erde (d.h. ihr Radius) nimmt zu, der Drehimpuls bleibt aber gleich.
2. Der Drehimpuls der Erde nimmt ab.
Im 1. Fall bleibt dann auch der Bahndrehimpuls des Mondes gleich, im zweiten Fall nimmt er (und damit der Radius der Mondbahn) zu. Sorgfältige Messungen der Mondbahn zeigen, dass der 2. Fall vorliegt.
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