Forum: Wissenschaft
Experimentelle Archäologie - Mehr aus der Antike lernen?
Die Strahlenkanone des Archimedes: Vielleicht war sie doch mehr als ein Mythos. US-Forscher experimentierten nach den Plänen des Denkers aus Syrakus. Sollte sich die moderne Wissenschaft wieder mehr mit Ideen der Antike beschäftigen? Liegt hier ungenutztes Wissen brach oder sind solche Unternehmen Zeitverschwendung?
Der Artikel zum Thema:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...381367,00.html
- #100 09.02.2007 14:18 von Wizzoe
Ich denke der größte Fehler der gemacht wird ist, dass die meisten denken, die Menschen der Vergangenheit, sagen wir von vor ein paar tausend Jahren, wären dümmer gewesen als der TYp Mensch, der heute die Erde dominiert. Nur weil die damals kein Plastik kannten (oder vielleicht hat sich alles ja schon wieder zersetzt;) und "urtümliche Kulte" pflegten (als wären die heutigen Religionen auch nur ein Stück ernstzunehmender), waren die natürlich dümmer, klar, eben noch keine richtigen MEnschen, noch mehr Affe als MEnsch. Die Krone der Schöfung muss schließlich verteidigt werden. Dass solches "Wissen" dann oft auf spärlichen Funden begründet wird, scheint auch fast niemanden zu stören. Und dann auch immerSätze wie "das erste ... der Welt" ...wie wäre es mal mit " das erste, was wir gefunden haben"? Ich jedenfalls bin immer fasziniert von den Fähigkeiten unserer Ahnen - von den heute Lebenden ist doch keiner (bis auf wenige "Freaks") in der Lage, das meiste alter "Technologien" in die Tat umzusetzen....aber mit Dummheit hat das wiederum nichts zu tun *g*
Naja ich denke jedenfalls man kann sicherlich noch vieles von unseren Vorfahren lernen...eine wieder enger werdende Verbindung zur Natur wäre gewiss ein SChritt. - #101 18.02.2007 14:09 von H. KrämerVielleicht wäre es für unser Zeitalter von Vorteil, auch von den Fehlern der Antike zu lernen.Zitat von Wizzoe
Was die fehlende Verbindung zur Natur bewirken kann, auch dafür gibt es sicherlich genügend abschreckende Beispiele aus der Geschichte.
Nicht einmal ganz so antik, der Kahlschlag auf den Osterinseln.
Und heute versteigert Indonesien wieder weitere 1.000.000 ha Wald zur Abholzung an den Meistbietenden.
Im Mittelalter hat man Brunnenvergifter noch hart bestraft, heute schwimmen (nicht nur) im Potomac Tierchen herum, die wissen selbst nicht mehr, ob sie Männlein oder Weiblein sind.
Meine tägliche Dosis unerwünschter Antibiotika, Östrogene oder sonstiger Arzneimittel gegen Fußpilz, Durchfall oder Depressionen bekomme ich gratis beim Lebensmitteleinkauf mit.
Dummerweise hält sich der Mensch jedoch für so klug, dass er es vorzieht, höchstens aus den eigenen Fehlern zu lernen.
Was brauchen wir die Antike, um daraus zu lernen?
Soviel Anspruch auf Selbstverwirklichung muß eben sein! ;) - #102 27.03.2007 12:37 von
Das hat gewisse Vorteile...
... man kann zum Beispiel am Rechner simulieren, welche Erfolgsaussichten gewisse Ideen gehabt haben. Zum anderen könnte beispielsweise simuliert werden, welche Auswirkungen der antike Flottenbau auf die Umwelt gehabt hat. Vielleicht versteht man dann manche Teile der Geschichte der Antike besser. Es ließen sich noch weitere Beispiele finden.
- #103 29.03.2007 17:10 von
- #104 15.01.2010 15:09 von Reformhaus
- #105 15.01.2010 20:20 von
Ägypten
Wir hatten es beim Thema Mathematik gerade mit den Ägyptern. Da fällt mir folgende Story ein:
Eine grosse deutsche Baufirma hat für ihre Lehrlinge und Praktikanten unter Sponsoring von ich weiss nicht wem die Aufgabe gestellt, einen Kostenvoranschlag für den Bau der Cheopspyramide in der Nähe von Köln aufzustellen.
Das Ergebnis war 3 Jahre Bauzeit, Kosten von 6,8 Milliarden Euro und nie mehr als 100 Bauarbeiter auf der Baustelle. 3 Bahngleise schaffen die Steine bei, am Ende sind die deutschen Steinbrüche erschöpft. Der Aufbau erfolgt mit Schrägaufzügen und Gabelstaplern. Da der Untergrund bei Köln Sand und Kies ist, muss eine Betonplatte 150x150 Meter, stahlbewehrt, 3 Meter dick gegossen werden. - #106 17.01.2010 12:54 von Reformhaus
- #107 14.12.2010 11:32 von
Vielleicht einige Fehler bei der Versuchsanleitung
Immerhin könnte es sich ja auch um mehrere Spiegel gehandelt haben, deren Bedienungsmannschaften sich auf ein schiff als Ziel einigten.
Ausserdem darf man nicht vergessen, was alles an brennbarem Material auch auf antiken Kriegsschiffen lagerte, Teer, Pech aber auch eben Taue.
Und brannte erstmal das Segel eines Schiff -und vielfach fuhren mehrere Schiffe ja auch nebeneinander- so konnte das Feuer auch auf andere Schiffe übergreifen. - #108 14.12.2010 13:15 von
Die intellektuellen Fähigkeiten des Menschen haben sich in den letzten ca. 30 000 Jahren nur geringfügig entwickelt. Die Ethik und Moral, insbesondere der Mächtigen, noch weniger!
Entwickelt hat sich nur das verfügbare Wissen, die Technik und die Technologie sowie die Methodik des Denkens, letztere allerdings nur für wenige, die das Glück hatten, die richtigen Schulen und Universitäten besuchen zu dürfen, wobei allerdings gewisse Talente vorhanden sein mußten!
Wenn die menschliche Gesellschaft nicht bald die notwendigen Schritte einleitet, in Einklang mit den Möglichkeiten der Erde ihre Entwicklung zu gestalten, dürfte ihre Existenz begrenzt sein. - #109 14.12.2010 15:54 von
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