Das entspricht nicht meinen Erfahrungen. Mein Eindruck ist, dass viele in der Bevoelkerung Schulmedizin und "Alternative Medizin" eben als Alternativen ansehen. Mit einer Krebsdiagnose konfrontiert erliegen heute bereits viele den Verlockungen der (Neben)wirkungsfreien alternativen Methoden, meist aufgrund einer recht schamlosen
PR. Die Schulmedizinischen Therapien sind of drastisch, e.g., verstuemmelnde OPs, kuenstlicher Darmausgang, usw.. Da glauben viele gern dem Scharlatan, der sagt, dass das alles nicht noetig sei und man den Krebs auch mit dem Verzehr von bitteren Aprikosenkernen oder irgendwelchen Wirkstoffreien Zuckerkugeln in den Griff bekommen kann. Wissenschaftliche Belege dafuer haben wir natuerlich bis heute nicht gesehen. Leider wird vielen Betroffenen meist zu spaet klar, dass der alternative Weg nicht zu einer Therapie taugt und auch nicht lebensverlaengernd ist.
Leider sind die wenigsten alternativen (Heil)methoden "lebensverlaengernd," die meisten sind eben doch nur (Neben)wirkungsfrei. Naja, sie haben natuerlich alle eine sehr grosse Wirkung - der Geldbeutel der Quacksalber fuellt sich.
Narkolepsie-faelle sind sehr, sehr selten, etwa ein Fall pro Million Menschen in Europa. Die 6-13-fache Steigerung in Finland bedeutet 3-7 Faelle mehr pro 100.000 in geimpften versus ungeimpften Populationen. Leider gibt es noch keine genauen Daten darueber, wie stark das Narkolepsie-Risiko mit einer Infektion der oberen Atemwege ansteigt. Dass dieser Zusammenhang besteht ist hier belegt: (Han et al., (2011), Narcolepsy onset is seasonal and increased following the 2009 H1N1 pandemic in china. Ann Neurol., 70: 410–417.) Also ein Weglassen der Grippeimpfung wird auch nicht helfen, sondern vermutlich eher das Gegenteil erwirken... :-)
In diesem Sinne,
TMH