Für Geld tun manche Menschen alles. Dicke nehmen sogar erfolgreich ab, wenn man ihnen für jedes Pfund weniger Geld verspricht, wie Forscher herausgefunden haben. Bezahlen sollen das Abspecken die Unternehmen, weil ihre Angestellten dann seltener krank werden. Ein richtiger Weg, um Fettsuch zu bekämpfen?
So ein Quatsch. Die Gesundheit muß ureigenes Interesses jedes selbstbestimmten Menschen sein - und das wollen wir alle sein.. Diese Verantwortung für sich selbst kann nicht delegiert werden, auch wenn dies dem heutigen Zeitgeist entspricht.
Die Wiederherstellung von Gesundheit darf für mein Dafürhalten schon deswegen nicht umsonst sein, weil eine Dienstleistung, die nichts kostet, dann keinen Eigenwert hat. Der Rückschluß für einfältige Gemüter: meine Gesundheit geht nur mich etwas an und wenn ich krank werde, zahlen die anderen für mich.
Ganz neue Gehaltschancen: Man perfektioniert den Jo-Jo-Effekt, möglichst schnell rauf mit dem Gewicht und dann möglichst schnell runter. So verdient man dann mehr.
Aber mal im Ernst: Wer Geld braucht, um auf sein Gewicht zu achten, der wird sicher nicht in der Lage sein, sein Gewicht nachher zu halten.
Ich denke, wenn ein Unternehmen seinen Mitarbeitern fürs Abnehmen Geld geben will, kann es das ja gerne machen, aber eine Pflicht hierzu ist doch wirklich Quatsch.
Wenn Unternehmen begännen, ihren Mitarbeitern Geld fürs Abnehmen zu bezahlen, dann müssten sie erst recht jene Mitarbeiter belohnen, die von vornherein auf ihren Körper achtgeben und gar nicht erst zunehmen.
Einem Menschen Geld fürs Abnehmen zu geben ist ungefähr genauso Konditionierung, wie einem Hund einen Keks für ein Kunststück zu geben. Natürlich können solche Dinge tatsächlich funktionieren, aber ein schwer übergewichtiger erwachsener Mensch sollte auch ohne Belohnung zu der Einsicht kommen, dass sich etwas ändern muss. So kann er eventuell auch dann sein Gewicht halten, wenn es kein Geld mehr gibt.
Ich stimme ihnen ja auch zu. Auch wenn ich nicht glaube, dass es viel bringen würde.
Aber gesetzlich würde das als Benachteiligung bestimmter Menschen ausgelegt werden. So darf bei der Riester-Rente, da staatlich gefördert, kein Unterschied zwischen Frauen und Männern gemacht werden, obwohl das sinnvoll wäre, da Frauen schließlich statistisch länger leben.
Ein weiteres Argument gegen die Wirksamkeit der Geld fürs Abnehmen Diät ist der Vergleich mit den Leuten, die (nicht) aufhören zu rauchen. Bei vielen adipösen Menschen ist das hohe Gewicht ja auch sucht-/verhaltensstörungsbedingt, eben (bedingt) wie bei einem Raucher. Dieser bekommt quasi von sich selbst Geld, wenn er aufhört zu rauchen, einfach, weil er weniger Geld ausgibt. Die Erfolgsquote ist trotzdem recht gering, die Motivation Geld zieht da selten.
Ahja ...
Was die US Amerikaner alles tun ... Nun gut, aber das hält doch nicht ewig. Und wo ist der Anreiz dann schlank zu bleiben?
Bekommen die Mitarbeiter nach einer Erfolgreichen Diät dann noch eine "Belohnung"?
Wie wärs wenn die Menschen dahinten mal gesünderes Essen zu sich nehmen würden ...
Aus eigener Einsicht oder Selbstverantwortung tun das aber offensichtlich wenige. Oder wie erklären Sie sich sonst die hohe und steigende Zahl der schwer übergewichtigen, nicht nur in den USA?
Wenn Fette auf so einen Anreiz ansprechen, warum dann nicht?
Allerdings würde ich mit solchen Leuten dann auch die Gegenvereinbarung machen: Für jedes Kilo Gewichtszunahme einen schmerzhaften Abzug vom Gehalt! Dann wird ein Schuh draus!