Forum: Panorama
Wurde der Rechtsextremismus bisher unterschätzt?
Nach aktuellen Fahndungsergebnissen geht die Bundesanwaltschaft inzwischen davon aus, dass hinter dem Heilbronner Polizistenmord eine rechtsextreme, terroristische Vereinigung steckt. Wurde dieser Rechtsextremismus bisher unterschätzt?
- #1 12.11.2011 11:33 von
- #2 12.11.2011 11:39 von wurzelei
Wurde der Rechtsextremismus
Erst exakt ermitteln, dann bewerten!
- #3 12.11.2011 11:41 von
ach ja
Den Rechtsextremismus kann man gar nicht unterschätzen. Er stellt immer eine Gefahr für die ganze Gesellschaft dar. Menschen, die rechtsextremem Gedankengut anhängen, kennen kein Pardon und sind zu allem fähig.
Magda Goebbels brachte im April 1945 alle ihre blonden Kinder um, weil sie glaubte, daß ein Leben nach dem Dritten Reich sowieso nicht lebenswert sei.
Das war natürlich ein Irrtum, wenn man an den dicken Erhardt mit seinen fetten Zigarren denkt. Selbst eingefleischte Nazis hatten unter Adenauer wieder Spaß am Leben.
Wenn wir Rechtsextremismus verhindern wollen, dann sollten wir allen menschen einen Mindestlohn bzw. einen auskömmlichen Regelsatz garantieren. Schleichende Armut begünstigt politischen Radikalismus und führt letztlich zu Gewalt.
Ich sage nichts Neues. Aber man kann ja hin und wieder an alte Weisheiten erinnern. - #4 12.11.2011 12:04 von
Hat in Deutschland Tradition
- #5 12.11.2011 12:18 von cycokan
Xenophobie gibt es bei Arm und Reich
Na, nee.
Dass es einen gewissen Zusammenhang gibt, zwischen Radikalismus und sozialer Situation, will ich ja nicht bestreiten. Aber Ausländer aus Rassenhass per Kopfschuss exekutieren und Bomben legen, dass hat ja wohl eine besondere, über politische Radikalität hinausgehende Dimension.
Dafür muss man erstens Extremist sein und 2. zusätzlich eine schwere Persönlichkeitsstörung haben.
Und so etwas wird, mMn, eher weniger durch Armut angelegt, ich glaube nicht, dass die betreffende 3er Gruppe Unterschichtkinder waren.
Und ich glaube auch nicht, dass der latente Fremdenhass, in so mancher Familie, an so manchem Stammtisch, ein Armutsproblem ist. Meine Erfahrung ist eher, dass manche gutsituierte Ober- und Mittelklasse Menschen offen, und noch viel mehr erst nach dem xten Bier, schier unglaublich rücksichtslose fremdenfeindliche Sprüche vom Stapel lassen.
Und in jedem Ortsverband der FDP, der CDU, selbst der SPD, gibt es Menschen, die zu gewissen Fragen am liebsten die ganz einfachen Antworten hören wollen und das auch dumm laut verkünden, auch hier, umso mehr, je höher der Alkoholspiegel.
Kampagnen gewisser Medien greifen diese latente Stimmung auf und befördern sie zusätzlich.
Das es dann bei sozialschwachen dummen Jungs aus strukturschwachen Gebieten besondere Auswüchse gibt, mag sein. Aber das Finanzielle ist nicht der Auslöser.
Klar, irgendwo im tiefen Osten auf dem Land, keine Arbeit, die schlauen jungen Männer und alle Frauen haben sich längst in die Städte oder den Westen verabschiedet, übrig geblieben die eher weniger begabte männliche Jugend und ein paar Rentner, da fehlen wichtige soziale Bande und Banden.
Vor allem eben keine Freundin, keine eigene Familie, was in aller Regel den Testosteron Haushalt unter Kontrolle hält und Gelegenheit gibt Verantwortung zu tragen und Empathie fördert, genauso aber auch fehlende politische Gegner, die haben sich längst bedroht, aber auch gelangweilt nach Berlin verdrückt und fehlende Ausländer, die gibt es dort ja kaum, als Kontrolleure und Widersacher fehlen.
Und der Dorfbulle, der ist oft selbst so ein frustrierter Law and Order Typ, der für die große Karriere offenbar nicht geeignet war, sonst wäre er woanders. - #6 12.11.2011 12:20 von bekennerschraiben
- #7 12.11.2011 12:23 von
interessant
Herr Friedrich hat nach den Brandsätzen gegen Berliner und Brandenburger Bahninfrastruktur gleich von "linkem Terror" und RAF rumgetönt, jetzt ist er aber auffällig still....
Keine Frage, zu verurteilende Akte.
Aber hier wurden in Serie Menschen ermordet (inklusive ein Staatsdiener) und schwer verletzt, aber da schweigt Herr Friedrich zu. Passt nicht so ganz in das Bild von "mehr Aktionen gegen Linksextremismus nötig"? Aber was solls, außer ner Polizistin sind ja eh nur Ausländer draufgegangen, nicht wahr, Herr Innenminister? - #8 12.11.2011 12:27 von Born to Boogie
nich schon wieder
Panikmache.
- #9 12.11.2011 12:27 von
...
dem Durchschnittsdeutschen fällt doch zu einer Straftat eines Neonazis erstmal nur folgendes ein:
"man darf aber trotzdem nicht die Kommunisten/Sozialisten/Linksradikalen vergessen."
oder sowas wie
"immer noch besser als DDR"
Herrn Fleischhauer wird sicher auch etwas passendes in seiner nächsten "Kolumne" einfallen.
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