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Wurde der Rechtsextremismus bisher unterschätzt?

Nach aktuellen Fahndungsergebnissen geht die Bundesanwaltschaft inzwischen davon aus, dass hinter dem Heilbronner Polizistenmord eine rechtsextreme, terroristische Vereinigung steckt. Wurde dieser Rechtsextremismus bisher unterschätzt?
  1. #550

    Was für ein seltsamer....

    ...Terrorismus soll das denn sein, der seine Taten verheimlicht?
    Dient Terror nicht dem Zweck, die herrschende Gesellschaft auf die eigenen Ideologien zu zwingen? Ist es dafür nicht zwingend, den Terror öffentlich zu machen und gegen wesentliche Personen oder Orte zu richten, um öffentliche Aufmerksamkeit zu bekommen?
    Was für ein Terror soll das sein, der sich gegen unbedeutende Fleischtaschen Verkäufer wendet, ohne politische Forderungen zu stellen oder die verhasste Zielgruppe in Angst zu versetzen?
    Wo waren eigentlich die "Dönermorde" in der Berichterstattung, als man sie noch für interkulturelle Rituale hielt?
    Also wenn ich das richtig verstehe, ziehen drei Terroristen unerkannt durch die Lande, stellen keine Forderungen und werden 1 mal im Jahr terroristisch aktiv ohne das es bemerkt wird.
    Zum Schluss begehen sie noch einen letzten Bankraub (dient wohl dem Unterhalt) um sich dann selbst zu töten, wofür dann die Beschaffungskriminalität?
    Wer glaubt denn sowas?
  2. #551

    Zitat von Das Auge des Betrachters Beitrag anzeigen
    ...Terrorismus soll das denn sein, der seine Taten verheimlicht?

    Wer glaubt denn sowas?
    Es wurden wohl tatsächlich Kopien der ekelhaften DVD schon vorher verschickt. Und wenn stimmt was BLÖD behauptet, sollen Geheimdienst Pässe/Ausweise in den Trümmern in Zwickau gefunden worden sein....
    Jetzt beruft der Thüringer Innenminister also eine "Kommission" ein, die findet wieder nix und in 2 Wochen gibts die nächste Sau die durchs Dorf getrieben wird.
  3. #552

    Erstaunliche Moritat

    Zitat von kanton Beitrag anzeigen
    eine wahre begebenheit vom sommer 2007:morgens gegen 8 uhr in augsburg am bahnhof.gerade mit dem ICE aus berlin eingetroffen, wartend auf den anschlusszug. plötzlich erscheint eine gruppe mit etwa 10 männlichen personen: gestiefelte in schwarzer uniform ,hakenkreuzfahne,hitlergruß,das lied *hängt die juden auf* grölend.sie marschieren über das gelände zu einem bahnsteig,weiter grölend,unbehelligt.kein bahnhofsordner sagt etwas ,jeder ist entsetzt.
    So so, 2007 war´s - was ist denn aus Ihrer Anzeige, mindestens wegen "Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole", geworden?
  4. #553

    Rechtsextremismus

    Warum sollten sich die Mörder nach einem gelungenen Bankraub selbt töten. Vielleicht hat der VS ja die Reisleine gezogen?
  5. #554

    in der Tat

    Zitat von Das Auge des Betrachters Beitrag anzeigen
    Was für ein seltsamer Terrorismus soll das denn sein, der seine Taten verheimlicht?
    In der Tat passt dies so überhaupt gar nicht in die landläufigen Arbeitsbegriffe von "Terrorismus", welche im wesentlichen von einer "Kommunikationsstrategie" ausgehen, der Terrorist sich mithin zu seinen Taten bekennen (und sich ihrer rühmen) sollte. Aber zum einen sagt diese technische Definition ja nichts über die Qualität des Verbrechens an sich aus, sprich eine Mordserie von Rechten an "Kanaken" ist nicht weniger abscheulich als eine Mordserie von Linken an "Systemschweinen", nur weil die propagandistische Begleitmusik fehlt. Verwendet man also den Begriff des "Terrorismus" unwissenschaftlich als Qualitätssiegel für besonders abscheulichen, politisch motivierten Massenmord kleiner Gruppen, passt es so halbwegs.
    Zum zweiten muss der Rechtsterrorist sich ja nicht zwingend an die Logik der wissenschaftlichen Definition halten. Es heisst ja schließlich Nationalsozialismus und nicht Rationalsozialismus.

    Und zum dritten besteht angesichts des DVD-Fundes (Paulchen Panther und NSU) durchaus die Möglichkeit, dass eine propagandistische Auswertung im kleineren Kreis erfolgte, nur eben mit anderem Zielpublikum. Sollte sich nämlich herausstellen, dass diese oder ähnliche DVDs in der "Szene" kursier(t)en, wären wir wieder bei der klassischen Definition des Terrorismus als Kommunikationsstrategie, nur dass der Addressat eben weder die breite Öffentlichkeit die beeinflusst werden sollte, noch die Opfergruppe war die verschreckt werden sollte, sondern lediglich die eigene Unterstützerschaft, die durch "Erfolge" angespornt werden sollte. Dies zu klären obliegt jetzt Polizei, Justiz etc...
  6. #555

    .

    Zitat von hmorun Beitrag anzeigen
    So wie es die Presse berichtet, lebten die zwei ohne Not und hatten Geld , wurden nicht erkannt.
    warum dann der Selbstmord?

    [...]
    Weil sie über Polizeifunk gehört haben, dass sie kontrolliert werden sollten & sich der Verantwortung für ihre Taten nicht stellen wollten, vielleicht?
    Immerhin waren im Wohnmobil Teile der Beute aus dem Banküberfall, wegen welchem sie in das Visier der Polizei gerieten, d.h.: Sie waren kurz davor, aufzufliegen.
  7. #556

    Zitat von Das Auge des Betrachters Beitrag anzeigen
    ...Terrorismus soll das denn sein, der seine Taten verheimlicht?
    ........
    Der Terror (lat. terror „Schrecken“) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt.

    Von Mitteilung, wann und ob vorher oder nachher oder überhaupt nicht, sagt die Definition nichts! Auch die damit beschäftigten Behörden hatten offensichtlich den gleichen Wahrnehmungsbias, das Terror nur möglich ist, wenn ein Bekennerschreiben vorliegt. Vermutlich ermittelten diese deshalb nicht in Richtung eines politischen Hintergrundes, weil die Frage nach einem Bekennerschreiben nach jedem Dönermord mit "liegt nicht vor!" beantwortet werden mußte.
    Das ist in sofern erstaunlich, weil mit jedem zusätzlichen Mord, die Empirie für einen Hintergrund aus der OK abnahm, denn eine ordentliche Ermittlung wird mit jedem zusammenhängenden Verbrechen, die gleiche Waffe sprach dafür, auch andere Zusammenhänge hätten sichtbar werden müssen. Wenn nicht, wird ein anderer Hintergrund mit jedem Mord wahrscheinlicher. Erscheint logisch, wenn man nachdenkt!?
  8. #557

    Bosbach und Friedrich: Nachhilfe in Grungrechten nötig!

    Schlimm sind vor allem die antidemokratischen Ausagen der DCU-/CSU-Politiker Bosbach und Friedrich. Herr Bosbach, ich darf Ihre offenkundige Unwissenheit kommentieren: Wir haben das bedauernswerterweise gescheiterte NPD-Verbot nicht den Richtern in Karlsruhe zu verdanken, sondern der dilletantischen Geheimniskrämerei um V-Leute und dem damit verbundenen Versuch seitens der Behörden, das Gericht an der Nase herumzuführen. Dass so entschieden wurde wie entschieden worden ist, ist tragisch, war allerdings die aus rechtstaatlicher Sicht einzig logische Konsequenz aus dem atemberaubend schlechten Vorgehen der Behörden. Und, Herr Friedrich, auch Ihre Aussage verschlägt mir die Sprache: Das gesetzliche Trennungsgebot zwischen Diensten und Polizei basiert auf den schlimmen Erfahrungen, die Deutschland gemacht hat, wenn Behörden mit Befugnis zur Konspiration zu eng mit Behörden der Polizeigewalt zusammenarbeiten. Eine engere Zusammenarbeit - ja, schon der Ruf danach - schadet der Demokratie erheblich. Im Übrigen hat der vorliegende Fall nichts, aber auch gar nichts damit zu tun, wie eng beide Behörden verntzt sind: Hätte der Verfassungsschutz von der Aktivität der mutmaßlichen rechten Terroristen gewusst, hätten sie auch nach bestehender Rechtslage durchaus die Polizei informieren können. Ich bitte alle Demokraten inständig, dem Geschwätz der Unionsfürsten nicht zu trauen. Diese versuchen einmal mehr, ein aktuelles Ereignis dafür auszunutzen, Sicherheitsbehörden immer unkontrollierbarer zu machen, Grundrechte immer weiter zu beschneiden und so immer stärker an den Grundlagen unserer Demokratie zu wackeln.
  9. #558

    Klare Antwort: JA

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach aktuellen Fahndungsergebnissen geht die Bundesanwaltschaft inzwischen davon aus, dass hinter dem Heilbronner Polizistenmord eine rechtsextreme, terroristische Vereinigung steckt. Wurde dieser Rechtsextremismus bisher unterschätzt?
    Rechtextremismus wird in Europa und in den USA seit 11.09.2001 eindeutig unterschätzt!
    Man sieht von den Warnungen der Nachrichtendiensten und Politiker!
    Gerade in Deutschland gibt es nur eine Gefahr und die kommt aus den islamischen Ländern und bei Menschen aus diesen Ländern!
    Man redet immer, dasss der Islam und islamischen Erziehungsmethoden dafür verantwortlich sind, dass es soviele Gewalt bei Muslimen gibt!
    In Norwegen kommt ein rechten Terrorist und tötet über 80 Menschen. Eine Gruppe töten in 10 Jahren ungehindert 10 Menschen! Hatten wir je eine Diskussion über die Religion und Erziehung dieser Täter?
  10. #559

    Sicher, sicher

    Zitat von Hupert Beitrag anzeigen
    Um eine solche Ideologie zu bewerten, muss ein denkender Mensch nicht irgendwelche Ermittlungen abwarten.

    Viele Grüße aus Jena
    Sei sind ganz sicher und kennen die Ermittlungsergebnisse schon vorab. Sind Sie Hellseher oder bedienen Sie nur Ihr eigenes Klischee?


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