Forum: Panorama
Wie soll der Papst mit den Vorwürfen umgehen?
Im Zuge der Missbrauchs-Debatte gerät auch Papst Benedikt XVI. verstärkt in die Kritik. Sein Umgang mit den Vorwürfen ist dabei heftig umstritten. Sollte der Papst nach den schweren Vorwürfen zurücktreten oder sich zumindest öffentlich entschuldigen?
- #890 05.04.2010 09:51 von
Lasst den Menschen ihren Glauben
so sie es denn möchten und nicht versuchen mich damit beeinflussen zu wollen.
Allerdings wünschte ich, dass diese RKK Hörigen einmal mit offenen Augen vor allem die Hintergründe der Macht und des Pomps der RKK hinterfragen.
Ratzinger ist weder ein Heiliger noch kann er zu einem, von seinen eigenen "Kollegen" ernannten, Botschafter Gottes werden.
An einen Gott kann man glauben, die RKK braucht es dafür nicht. - #891 05.04.2010 09:52 von
Ich gebe Ihnen vollkommen Recht, dass auch andere Institutionen grosses Leid über Kinder und Jugendliche gebracht haben, Schädigungen und Schändungen, die diese Kinder und Jugendlichen nie überwinden. Und ich gebe Ihnen auch Recht, dass einige Medien mit diesen anderen Tätern sanfter und "verständiger" umgehen.
Aber ich wurde nun einmal von jemandem missbraucht, der kirchliches Vorbild für mich war, zu dem ich Vertrauen hatte, grosses Vertrauen, in dessen Gegenwart ich so etwas wie "Geborgenheit" spürte, der mir ein religiöser Wegweiser war... Jedenfalls bis zu jenem Tag im Juni 1961...
Schütten Sie bitte nicht das Kind mit dem Bade aus und relativieren Sie bitte nicht die Schuld von Vertretern einer Institution, die eigentlich VORBILD sein sollte, nur weil andere Institutionen das gleiche oder schlimmeres gemacht haben. Die Kirche will doch sonst auch nicht mit allen anderen "Anbietern" in einen Topf geworfen werden, weil sie sich selbst als etwas Besonderes" sieht, und es für mich auch lange Zeit gewesen ist.
Petrus - #892 05.04.2010 09:53 von
Das wissen wir,
aber das weiß der schäumende Moderator eben nicht ganz genau, weil seine Aufgabe nicht ist, die Sache objektiv darzustellen, sondern eben die lieben Kirchenkritiker aus der Kanalisation zu locken (würde jetzt Putin sagen....).
Dann sucht man sich die "schönsten" Sprüche raus und bringt sie in einem der hervorragend recherchierten Artikel wieder als Argument, dass das "Volk" gegen Kirche und Benedikt ist. Scheint ja seit den Zeiten Augsteins (der immerhin noch sachlicher Bücher über die Kirche geschrieben hat) im Grundstein des Spiegelhauses in Hamburg zu stehen, dass die römisch-katholische Kirche abgeschafft werden soll.
Dazu ist dem Spiegel alles recht inklusive Verunglimpfung der bayrischen Heimat, es wird Sippenhaft mit dem Bruder getrieben; ich warte jetzt nur noch auf die Spiegel-Überschrift: "Haben die Ratzinger-Brüder gemeinsam kleine Jungens vergewaltigt?"
Tja, warum lese ich überhaupt noch in diesem "Forum"? Um zu sehen, wann endlich Bild-Zeitung und Spiegel fusionieren. - #893 05.04.2010 09:55 von
Wie der Papst damit umgehen soll?
Die Vorwürfe klären lassen, sind sie berechtigt die Betroffenen aus der Kirche schmeissen und den Staatsanwalt ermitteln lassen. Basta.
- #894 05.04.2010 09:56 von
- #895 05.04.2010 09:56 von udo46
xxx
Lieber riverrunner,
die RKK hat sehr wohl einen Aufsichtsrat, der sitzt aber im Himmel und hat sich seit mindestens zweitausend Jahren nicht mehr gemeldet.
Er müsste eigentlich wegen Untätigkeit entlassen werden.
Das könnten dann aber nur die Aktionäre tun.
Zumindest ein Aufstand der Kleinaktionäre ist in Sicht. ;-) - #896 05.04.2010 10:00 von
Antwort
Ich antworte einmal stellvertretend: Nichts. Sie sind von Menschen gemacht. Christen sprechen leider traditionell von Religion, was nicht wirklich richtig ist, denn das Evangelium von Jesus Christus ist nicht von Menschen, sondern von GOTT!
Der auferstandene Christus kann persönlich erfahren und erlebt werden. ER "ist der Weg, die Wahrheit und das Leben". - #897 05.04.2010 10:00 von
Ihre Naivität in Ehren...
Auch wenn die RKK zur Zeit etwas geschwächt ist und auf Folter und Scheiterhaufen verzichten muß, friedlich ist sie in ihrem totaliäten Anspruch keinesfalls. Man hat erst vor kurzem gesehen, mit welch geballter Macht sie in Spanien versucht hat, ihre moralischen Ansichen zur Abtreibung für alle verbindlich zu erklären und in der weltlichen Gesetzgebung festzuschreiben. Dies übrigens im merkwürdigen Widerspruch dazu, daß sie ihre eigenen kriminellelen Kleriker mit aller Macht vor weltlicher Strafverfolgung zu schützen versucht!
Tja, dann müssen ja die vielen verblendet und vom Teufel besessen sein, die diese Ehrlichkeit par tout nicht im derzeitigen Verhalten der RKK erkennen können und denen diese eher als die Mutter aller Heuchelei erscheint.Wenn es der westlichen Welt eine einigermassen ehrliche Institution gibt in , dann sind es die grossen Kirchen heuzutage. - #898 05.04.2010 10:00 von
Der Multikulturalismus ist vollständig kulturlos. Was Sie fordern, ist ein weißes Blatt Papier, Sie schreiben nicht auf dieses Blatt Papier, wollen anderen Menschen aus dem Raum Ihrer eigenen Kultur verbieten, auf dieses Papier zu schreiben.
Folge: dieses Machtvakuum wird schnell gefüllt von anderen Kräften, die Ihnen dann aufdiktieren, was Sie unter Kultur zu verstehen haben. Erdogan kann es nur recht sein.
Ja, ich bin so arrogant, daß ich die jüdisch-christliche Kultur den benachbarten für überlegen halte, schon deshalb, weil sie ein Ende der Ritualmorde beschert haben.
Mißbrauch ist a) nicht zu verteidigen und b) keine spezifische Tat der Kirche.
Sie sollten bei allem Zorn etwas vorsichtiger sein, mir ist nicht bewußt, mich hier im Forum irgendwo zu einem bestimmten Glauben oder Unglauben bekannt zu haben, es liegt mir nicht, mich mit einem derartigen Bekenntnis auf den Marktplatz zu begeben.
Ich habe das nicht behauptet. Die Religion ist ein Weg, der zu dieser Erkenntnis verhilft.
Hier wird es spannend, man muß näher in das Detail gehen.
Die Sündhaftigkeit verhindern? Während der Reaktionär den Menschen für nicht grundsätzlich "therapiebar" hält, gab es ja nun eine Menge geschichtliche Bewegungen, die zum Beispiel mit der Sünde der Habgier aufräumen wollten.
Diese weltliche Lehre des Himmels auf Erden - auch Kommunismus genannt - hat zig Millionen Todesopfer gekostet.
Wozu Freundschaft, Vertrauen, Liebe, Hoffnung, Schönheit, Poesie ...?
Alles naturwissenschaftlich überhaupt nicht nachzuweisen.
Warum sollte man sich in Zeiten finsterster Aufklärung heute noch etwas vorgaukeln? - #899 05.04.2010 10:03 von
Je mehr die RKK mit ihrer jetzigen Taktik weitermacht, um so eher verabschiedet sie sich aus der gesellschaftlichen Bedeutung, die sie mal innehatte. Man kann sich und den machtausübenden Verantwortlichen nur wünschen, daß die selbstkritischen Kräfte zurückgedrängt werden, dann löst sich das Problemm der RKK von allein. Eine Reformbewegung, die dringend nötig wäre, würde das Leiden nur verlängern, weg damit! weiter so, Stellvertreter Gottes!
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