Wie soll der Papst mit den Vorwürfen umgehen?

Im Zuge der Missbrauchs-Debatte gerät auch Papst Benedikt XVI. verstärkt in die Kritik. Sein Umgang mit den Vorwürfen ist dabei heftig umstritten. Sollte der Papst nach den schweren Vorwürfen zurücktreten oder sich zumindest öffentlich entschuldigen?
  1. #890

    Lasst den Menschen ihren Glauben

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Um das zu erkennen, braucht man keine Religion. Um das zu verhindern, braucht man auch keine Religion. Wozu also Religion überhaupt? Um sich selber etwas vorzugaukeln?
    so sie es denn möchten und nicht versuchen mich damit beeinflussen zu wollen.
    Allerdings wünschte ich, dass diese RKK Hörigen einmal mit offenen Augen vor allem die Hintergründe der Macht und des Pomps der RKK hinterfragen.
    Ratzinger ist weder ein Heiliger noch kann er zu einem, von seinen eigenen "Kollegen" ernannten, Botschafter Gottes werden.
    An einen Gott kann man glauben, die RKK braucht es dafür nicht.
  2. #891

    Zitat von GutenMorgen Beitrag anzeigen
    Es gibt zur Zeit noch ein paar Dinge, die Wut, Trauer und Ekel bereiten... laßt uns doch Ostern feiern und tretet danach wieder auf dem Papst herum. Oder noch besser: lest seine tausendfachen Erklärungen, bevor ihr hetzt.
    Ich gebe Ihnen vollkommen Recht, dass auch andere Institutionen grosses Leid über Kinder und Jugendliche gebracht haben, Schädigungen und Schändungen, die diese Kinder und Jugendlichen nie überwinden. Und ich gebe Ihnen auch Recht, dass einige Medien mit diesen anderen Tätern sanfter und "verständiger" umgehen.

    Aber ich wurde nun einmal von jemandem missbraucht, der kirchliches Vorbild für mich war, zu dem ich Vertrauen hatte, grosses Vertrauen, in dessen Gegenwart ich so etwas wie "Geborgenheit" spürte, der mir ein religiöser Wegweiser war... Jedenfalls bis zu jenem Tag im Juni 1961...

    Schütten Sie bitte nicht das Kind mit dem Bade aus und relativieren Sie bitte nicht die Schuld von Vertretern einer Institution, die eigentlich VORBILD sein sollte, nur weil andere Institutionen das gleiche oder schlimmeres gemacht haben. Die Kirche will doch sonst auch nicht mit allen anderen "Anbietern" in einen Topf geworfen werden, weil sie sich selbst als etwas Besonderes" sieht, und es für mich auch lange Zeit gewesen ist.

    Petrus
  3. #892

    Das wissen wir,

    Zitat von Öhrny Beitrag anzeigen
    ...der sechzehnte(XVI)gemeint.
    aber das weiß der schäumende Moderator eben nicht ganz genau, weil seine Aufgabe nicht ist, die Sache objektiv darzustellen, sondern eben die lieben Kirchenkritiker aus der Kanalisation zu locken (würde jetzt Putin sagen....).
    Dann sucht man sich die "schönsten" Sprüche raus und bringt sie in einem der hervorragend recherchierten Artikel wieder als Argument, dass das "Volk" gegen Kirche und Benedikt ist. Scheint ja seit den Zeiten Augsteins (der immerhin noch sachlicher Bücher über die Kirche geschrieben hat) im Grundstein des Spiegelhauses in Hamburg zu stehen, dass die römisch-katholische Kirche abgeschafft werden soll.
    Dazu ist dem Spiegel alles recht inklusive Verunglimpfung der bayrischen Heimat, es wird Sippenhaft mit dem Bruder getrieben; ich warte jetzt nur noch auf die Spiegel-Überschrift: "Haben die Ratzinger-Brüder gemeinsam kleine Jungens vergewaltigt?"
    Tja, warum lese ich überhaupt noch in diesem "Forum"? Um zu sehen, wann endlich Bild-Zeitung und Spiegel fusionieren.
  4. #893

    Wie der Papst damit umgehen soll?

    Die Vorwürfe klären lassen, sind sie berechtigt die Betroffenen aus der Kirche schmeissen und den Staatsanwalt ermitteln lassen. Basta.
  5. #894

    danke für Ihre Solidarität mit uns!!!

    Zitat von Arrivato Beitrag anzeigen
    In der Osterpredigt des Missbrauchsbeauftragten, Bischof Stephan Ackermann, die unter www.bistum-trier.de zu finden ist, definiert er christliches Handeln als Bereitschaft, für das einzutreten, was das Herzensanliegen von Jesus war: Achtung vor dem Geheimnis des Lebens, Respekt vor der Würde des anderen, besonders der Armen und Schwachen. In seiner Karfreitagspredigt bezeichnete er Jesus als Inbegriff des solidarischen Menschen.

    Anlässlich der publik gewordenen Missbrauchsfälle und der Reaktion des Papstes und der RKK darauf, ist es meiner Meinung jetzt die Pflicht jedes einzelnen Christen, der davon Kenntnis hat, entsprechend zu handeln. Jetzt müssen sich Christen entscheiden, ob sie würdig sind, als Nachfolger Jesus bezeichnet zu werden, oder ob sie aus Feigheit, Bequemlichkeit oder Unterwürfigkeit untätig bleiben. Die „Christen“ haben jetzt die Möglichkeit, sich entweder solidarisch hinter die „Opfer“ zu stellen oder sich mit den „Tätern“ und „Vertuschern“ zu solidarisieren.

    Wer sich nicht solidarisch zu den Opfern verhält, die sicherlich viel Mut aufgebracht haben, um sich zu outen, verhält sich nicht im Sinne von Jesus. Die einfachste Möglichkeit, Solidarität für die Opfer zu zeigen, ist, einfach keine kath. Messe mehr zu besuchen, bis die RKK ernsthaft zu erkennen gibt, dass ihr der Respekt und die Würde des Lebens der „Opfer“ wichtiger ist, als ihr Image und Machtgehabe. Das derzeitige Verhalten des Papstes ist mit der Persönlichkeit von Jesus, seinen Worten und Taten, unvereinbar. Die Äußerung des Dekans des Kardinalskollegium, Angelo Sodano, das Volk Gottes werde auf Geplapper nicht hören, empfinde ich als unbeschreiblich dekadent. Wer ist das Volk Gottes? Als ich das gehört habe, habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, aus der RKK auszutreten. Zu so einem Volk will ich nicht gehören. Für mich ist Jesus aber nach wie vor der untadeligste, achtbarste, beeindruckendste, einzigartigste Mensch, der jemals gelebt hat. Ihm werde ich für immer treu bleiben
    .
  6. #895

    xxx

    Zitat von river runner Beitrag anzeigen
    Hallo Steffmann40, Sie möchten die katholische Kirche mit einer deutschen Aktiengesellschaft vergleichen.
    In deutschen Aktiengesellschaften wird die Unternehmensführung durch den Vorstand wahrgenommen. Dessen Tätigkeiten müssen, um bspw. Misswirtschaft oder eigennütziges Fehlverhalten zu unterbinden oder aufzudecken, durch eine weitere Instanz kontrolliert werden. Hierzu ist es notwendig, ein Aufsichtsgremium einzurichten, welches eine angemessene Kontrolle des Vorstands sicherstellt. Dieses ist im deutschen System der Aufsichtsrat. Ergänzend hierzu können freiwillig weitere Kontrollgremien wie Beiräte oder Aktionärsausschüsse eingerichtet werden. Der Aufsichtsrat nimmt neben seiner Kontrolltätigkeit auch eine Beratungsfunktion des Vorstandes wahr, siehe hierzu auch diverse Artikel bei wikipedia zu den Organen eines Unternehmens.

    Um in Ihrem Bild zu bleiben, ist Papst BXVI. also der Vorstand der Katholiken-AG, der nicht bereit ist, Fehler in seinem Geschäftsgebaren gegenüber den Aktionären, d.h. allen Katholiken oder Mitgliedern dieser Kirche, und gegenüber Personen außerhalb der Kirche einzuräumen. Das ganz große gesellschaftliche Problem ist, dass die Katholiken-AG überhaupt keinen Aufsichtsrat hat, weil ein Aufsichtsrat für Kirchen-AGs nicht gesetztlich vorgeschrieben ist. Die Presse kann daher nur versuchen kann, die Kontrollfunktion, die eigentlich ein Aufsichtsrat der Kirche ausüben müsste,Aufsichtsrats irgendwie zu ersetzten. Danke, dass Sie auf diesen organisatorischen Mangel aufmerksam gemacht haben.
    Lieber riverrunner,

    die RKK hat sehr wohl einen Aufsichtsrat, der sitzt aber im Himmel und hat sich seit mindestens zweitausend Jahren nicht mehr gemeldet.

    Er müsste eigentlich wegen Untätigkeit entlassen werden.

    Das könnten dann aber nur die Aktionäre tun.

    Zumindest ein Aufstand der Kleinaktionäre ist in Sicht. ;-)
  7. #896

    Antwort

    Zitat von dramaticmoments Beitrag anzeigen
    Wodurch unterscheidet sich eine Religion von einer Ideologie, Ihrer Ansicht nach?
    Ich antworte einmal stellvertretend: Nichts. Sie sind von Menschen gemacht. Christen sprechen leider traditionell von Religion, was nicht wirklich richtig ist, denn das Evangelium von Jesus Christus ist nicht von Menschen, sondern von GOTT!
    Der auferstandene Christus kann persönlich erfahren und erlebt werden. ER "ist der Weg, die Wahrheit und das Leben".
  8. #897

    Ihre Naivität in Ehren...

    Zitat von cucco Beitrag anzeigen
    Es ist immer beeindruckend, wie Menschen über eine heute friedliche Institution herfallen...
    Auch wenn die RKK zur Zeit etwas geschwächt ist und auf Folter und Scheiterhaufen verzichten muß, friedlich ist sie in ihrem totaliäten Anspruch keinesfalls. Man hat erst vor kurzem gesehen, mit welch geballter Macht sie in Spanien versucht hat, ihre moralischen Ansichen zur Abtreibung für alle verbindlich zu erklären und in der weltlichen Gesetzgebung festzuschreiben. Dies übrigens im merkwürdigen Widerspruch dazu, daß sie ihre eigenen kriminellelen Kleriker mit aller Macht vor weltlicher Strafverfolgung zu schützen versucht!
    Wenn es der westlichen Welt eine einigermassen ehrliche Institution gibt in , dann sind es die grossen Kirchen heuzutage.
    Tja, dann müssen ja die vielen verblendet und vom Teufel besessen sein, die diese Ehrlichkeit par tout nicht im derzeitigen Verhalten der RKK erkennen können und denen diese eher als die Mutter aller Heuchelei erscheint.
  9. #898

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Gibt das die Berechtigung, die Kultur und das Volk der Inkas auszurotten? Es steht Ihnen nicht zu, über andere Kulturen zu richten!
    Der Multikulturalismus ist vollständig kulturlos. Was Sie fordern, ist ein weißes Blatt Papier, Sie schreiben nicht auf dieses Blatt Papier, wollen anderen Menschen aus dem Raum Ihrer eigenen Kultur verbieten, auf dieses Papier zu schreiben.
    Folge: dieses Machtvakuum wird schnell gefüllt von anderen Kräften, die Ihnen dann aufdiktieren, was Sie unter Kultur zu verstehen haben. Erdogan kann es nur recht sein.
    Ja, ich bin so arrogant, daß ich die jüdisch-christliche Kultur den benachbarten für überlegen halte, schon deshalb, weil sie ein Ende der Ritualmorde beschert haben.

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Viele andere und friedliche Kulturen wurden ebenfalls gewaltsam und gegen den Willen dieser Völker vernichtet. Sie offenbaren ein sehr fragwürdiges, aber für fanatische Gläubige typisches Verständnis christlicher Lehre. Alle Taten der Kirche werden verteidigt, koste es was es wolle, sei es noch so blödsinnig und seien die Taten noch so unmenschlich.
    Mißbrauch ist a) nicht zu verteidigen und b) keine spezifische Tat der Kirche.
    Sie sollten bei allem Zorn etwas vorsichtiger sein, mir ist nicht bewußt, mich hier im Forum irgendwo zu einem bestimmten Glauben oder Unglauben bekannt zu haben, es liegt mir nicht, mich mit einem derartigen Bekenntnis auf den Marktplatz zu begeben.

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Um das zu erkennen, braucht man keine Religion.
    Ich habe das nicht behauptet. Die Religion ist ein Weg, der zu dieser Erkenntnis verhilft.

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Um das zu verhindern, braucht man auch keine Religion.
    Hier wird es spannend, man muß näher in das Detail gehen.
    Die Sündhaftigkeit verhindern? Während der Reaktionär den Menschen für nicht grundsätzlich "therapiebar" hält, gab es ja nun eine Menge geschichtliche Bewegungen, die zum Beispiel mit der Sünde der Habgier aufräumen wollten.
    Diese weltliche Lehre des Himmels auf Erden - auch Kommunismus genannt - hat zig Millionen Todesopfer gekostet.

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Wozu also Religion überhaupt? Um sich selber etwas vorzugaukeln?
    Wozu Freundschaft, Vertrauen, Liebe, Hoffnung, Schönheit, Poesie ...?
    Alles naturwissenschaftlich überhaupt nicht nachzuweisen.
    Warum sollte man sich in Zeiten finsterster Aufklärung heute noch etwas vorgaukeln?
  10. #899

    Je mehr die RKK mit ihrer jetzigen Taktik weitermacht, um so eher verabschiedet sie sich aus der gesellschaftlichen Bedeutung, die sie mal innehatte. Man kann sich und den machtausübenden Verantwortlichen nur wünschen, daß die selbstkritischen Kräfte zurückgedrängt werden, dann löst sich das Problemm der RKK von allein. Eine Reformbewegung, die dringend nötig wäre, würde das Leiden nur verlängern, weg damit! weiter so, Stellvertreter Gottes!