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Wer ist für die Kluft zwischen Arm und Reich verantwortlich?

Den Deutschen geht es im internationalen Vergleich gut, aber nicht allen gleich gut. Der Mittelstand leidet seit vielen Jahren unter Schwund, die Kluft zwischen oben und unten wird größer, eine Tendenz, die die Politik mit Sorge erfüllt. Wie kommt es zu dieser Entwicklung? Und wie kann man ihr effizient entgegenwirken?
  1. #430

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    ich meinte so den Durchschnittsfunktionär der IG Metall. Der damals von der 30-Stundenwoche, acht Wochen Urlaub und Rente spätestens mit 60 erzählte. Drunter ging's nicht, so rein menschenwürdemäßig. Alles schon vergessen?
    Nein, aber auch nicht vergessen, dass seit dem Neuen Sozialdemokraten Schröder die große Umverteilung begann. Seitdem sind „oben“ die Steuern gesunken, während unten die Löhne sinken und stattdessen die Abgaben steigen.

    Dann ist es eine natürliche Folge, dass die Arbeitsleistung zum Überleben steigen muss. Natürlich gibt es auch den demographischen Faktor, aber dessen Folgen werden massiv dadurch verstärkt, dass die Politik systematisch den Einkommen aus Arbeit immer mehr Einnahmen entzieht, um sie in die Gewinne aus der Vermarktung von Arbeit anderer umzuleiten!
  2. #431

    Durchschnitt

    Zitat von Diskutant_EF Beitrag anzeigen
    Da es den Deutschen im Durchschnitt heute besser geht als Mitte der 80er, kommen demnach mindestens zwei Deutsche auf Sie, die sich damals keine Eigentumswohnung und kein schickes Auto leisten konnten aber dafür heute.
    Meinen Sie wirklich den arithmetischen Durchschnitt oder den Median? Der Unterschied wird immer grösser
  3. #432

    Pippi Langstrumpf Prinzip

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Für Hartz4-Empfänger gibt nur einen einzigen Ratschlag: sich um einen Arbeitsplatz bemühen. Denn Hartz4 ist kein lebenslanger Zustand, sondern eine vorübergehende Verschnaufpause, eine Überbrückung einer Leerzeit.
    Das stimmt so nicht. Hartz IV fasste die ehemalige Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe zusammen. D.h. Hartz IV stehen auch denjenigen zu, die aus unterschiedlichsten Gründen, nicht vermittelbar sind.

    Wir hatten mal 2 Systeme die zwischen Arbeitssuchenden und dijenigen die nicht vermittelbar sind, unterschieden. Das war gerechter und für den Staat auch billiger.

    Sie gehören zu den Menschen die nach dem Pippi Langstrumpf Prinzip argumentieren. Ich mache mir die Welt wie Sie mir gefällt. Mal sind die Hartz IV ler alle zu ungebildet zum arbeiten, dann später ist es nur eine Frage des Willens eine vernünftig bezahlte Arbeit zu finden.

    Übrigens viele Hartz IV Bezieher arbeiten.
  4. #433

    Keine " Güte " !

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    falsch. Bei den Reichen beträgt die Erbschaftssteuer selbst hin zum eigenen Kind immerhin 30%, bei Neffen und Nichten 43%, bei Nichtverwandten gar 50%. Darüber lacht sich keiner schlapp. Vielmehr wird ganz viel Energie ganz unnütz verschwendet, um diesem enteignenden Eingriff zu entgehen. Firmen müssen umstrukturiert werden (denn die meisten "Reichen" sind reich, weil sie an Unternehmen beteiligt sind), damit Ausnahmebestimmungen des Erbschaftssteuerrechts angewandt werden können, die z.B. Arbeitsplätze schützen sollen. Das führt z.T. zu ganz unsinnigen Verrenkungen. Und das alles für eine Steuer, die praktisch keinen Ertrag bringt.

    Ein Vorschlag zur Güte war: Jeder Erbe zahlt 4% Erbschaftssteuer, Freibeträge und Ausnahmeregelungen gibt es nicht. Das könnte sich jeder leisten und das Aufkommen der Steuer würde sich mal eben verdoppeln.

    Ist aber vermutlich zu einfach.
    Solange die einen um ihr, wenn auch kleines, in den Augen der Reichen vielleicht " lächerliches" Lebenswerk gebracht werden,
    und es wieder in den Wirtschaftskreislauf fließen MUß,
    und verfrühstückt wird!!
    Während es für Reiche und extrem Reiche eine gar lächerliche
    besteuerurung, bis hin zum Erbschaftssteuersparmodell der da
    im Konstrukt von für Ottonrmaldepp wohlklingenden Stiftungen
    zusammengeschraubt werden kann !
    80 % auf alles Vermögen wäre Fair!
  5. #434

    Hahaha....

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Für Hartz4-Empfänger gibt nur einen einzigen Ratschlag: sich um einen Arbeitsplatz bemühen. Denn Hartz4 ist kein lebenslanger Zustand, sondern eine vorübergehende Verschnaufpause, eine Überbrückung einer Leerzeit.
    Dann soll man MIR mal verraten WO es denn diese Arbeitsplätze geben soll - mal abgesehen von Erdberpflücken oder Spargelstechen für 3,00€/Std. (?) und da sorgen schon die betreffenden Fallmanager dafür, dass ihre Schäfchen schön brav zu diesen Arbeitsplätzen gehen...
    Faktum ist doch: ES GIBT KEINE ARBEIT - zumindest keine, von der die Betroffenen dann wirklich leben können. DIE Arbeitsplätze die für HartzIV-Geschädigte zur Verfügung stehen sind in der Regel so genannte Aufstocker-Jobs, die doppelt und dreifach vom Steuerzahler gesponsort werden...
  6. #435

    Blabla hin Blabla her.

    Aufgrund des Zinseszinssystem gibt es jedesmal diese Verteilung auf wenige Reiche. Dann stürzt das System irgendwann zusammen, weil die Kleinen die Schuldenlast der Großen nicht mehr bringen können.

    Insofern kann das System nur lange erhalten bleiben, wenn das Geld wieder zurückfließt, denn wenn die Leute kein Geld zum Warenkauf haben, gibts kein Wachstum.

    Deswegen sagen ja viele Reiche, besteuert uns. Sie wissen, dass ihr Geld besser verteilt werden soll, denn dann macht ihr Unternehmen wieder Gewinn. Wenn alle Millionäre so kräftig konsumieren würden, wie wenn das Geld den Leuten gegeben wird, dann wäre es auch ok. Aber stattdessen "parken" die Millionäre ihr Geld zum Teil auf irgendwelchen Konten etc.

    Geparktes Geld ist für die Gemeinschaft verlorenes Geld.
  7. #436

    Schon mal was von den Freibeträgen gehört?

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    falsch. Bei den Reichen beträgt die Erbschaftssteuer selbst hin zum eigenen Kind immerhin 30%, bei Neffen und Nichten 43%, bei Nichtverwandten gar 50%. Darüber lacht sich keiner schlapp. Vielmehr wird ganz viel Energie ganz unnütz verschwendet, um diesem enteignenden Eingriff zu entgehen. Firmen müssen umstrukturiert werden (denn die meisten "Reichen" sind reich, weil sie an Unternehmen beteiligt sind), damit Ausnahmebestimmungen des Erbschaftssteuerrechts angewandt werden können, die z.B. Arbeitsplätze schützen sollen. Das führt z.T. zu ganz unsinnigen Verrenkungen. Und das alles für eine Steuer, die praktisch keinen Ertrag bringt.

    Ein Vorschlag zur Güte war: Jeder Erbe zahlt 4% Erbschaftssteuer, Freibeträge und Ausnahmeregelungen gibt es nicht. Das könnte sich jeder leisten und das Aufkommen der Steuer würde sich mal eben verdoppeln.

    Ist aber vermutlich zu einfach.

    Ehegatten = 500.000,00
    Kinder und Enkel, deren Eltern schon verstorben sind = 400.000,00
    Enkel, deren Eltern noch leben = 200.000,00

    und danach greift erst die Erbschaftsteuer.

    Um so entfernter der Verwandschaftsgrad oder gar kein Verwandtschaftsgrad, um so niedriger der Freibetrag und um zu höher die Steuer. Wo liegt denn nun Ihr Problem?
  8. #437

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Das stimmt so nicht. Hartz IV fasste die ehemalige Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe zusammen. D.h. Hartz IV stehen auch denjenigen zu, die aus unterschiedlichsten Gründen, nicht vermittelbar sind.

    Wir hatten mal 2 Systeme die zwischen Arbeitssuchenden und dijenigen die nicht vermittelbar sind, unterschieden. Das war gerechter und für den Staat auch billiger.

    Sie gehören zu den Menschen die nach dem Pippi Langstrumpf Prinzip argumentieren. Ich mache mir die Welt wie Sie mir gefällt. Mal sind die Hartz IV ler alle zu ungebildet zum arbeiten, dann später ist es nur eine Frage des Willens eine vernünftig bezahlte Arbeit zu finden.

    Übrigens viele Hartz IV Bezieher arbeiten.
    Eben. Und deswegen sehe ich gar keinen Widerspruch zwischen Ihren Definitionen und meiner Ansicht, dass es für Arbeitslose die wichtigste Lebensaufgabe ist, einen Arbeitsplatz zu finden.

    Und unten den von Ihnen genannten Nichtvermittelbaren sind wohl tatsächlich auch solche, die entweder ungebildet oder unwillig oder beides sind.
  9. #438

    Gibt's

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Meinen Sie wirklich den arithmetischen Durchschnitt oder den Median? Der Unterschied wird immer grösser
    eine Quelle? Und liegt der Median des Realeinkommens heute unter dem von 1985? Könnte ja sein, wenn die Spreizung so viel größer geworden sein mag.
  10. #439

    Da liegt ein Mißvertständnis vor

    Zitat von pittiken Beitrag anzeigen
    Ehegatten = 500.000,00
    Kinder und Enkel, deren Eltern schon verstorben sind = 400.000,00
    Enkel, deren Eltern noch leben = 200.000,00

    und danach greift erst die Erbschaftsteuer.

    Um so entfernter der Verwandschaftsgrad oder gar kein Verwandtschaftsgrad, um so niedriger der Freibetrag und um zu höher die Steuer. Wo liegt denn nun Ihr Problem?
    Sie benennen richtig die Freibeträge. Ich allerdings bezog mich auf diesen Beitrag:
    Zitat von sagmalwasdazu Beitrag anzeigen
    Die " Reichen " lachen sich schlapp ob
    der Erbschaftssteuer !! :(((
    Das ist eben falsch, denn für die "Reichen" sind die Freibeträge vernachlässigbar. Wenn Sie 5% von BMW erben, kommen Sie mit 400.000 € nicht weit.








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