Wer ist für die Kluft zwischen Arm und Reich verantwortlich?

Den Deutschen geht es im internationalen Vergleich gut, aber nicht allen gleich gut. Der Mittelstand leidet seit vielen Jahren unter Schwund, die Kluft zwischen oben und unten wird größer, eine Tendenz, die die Politik mit Sorge erfüllt. Wie kommt es zu dieser Entwicklung? Und wie kann man ihr effizient entgegenwirken?
  1. #380

    doch es funktionierte,

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    nicht zu erkennen, dass so etwas wie der "Sozialismus" in der Realität genausowenig funktioniert, wie ein Staat, der von einem "weisen und gütigen Monarchen" regiert wird. Beide Systeme sind theoretisch hübsch, praktisch nicht funktionsfähig.

    Nur ein Gesellschaftssystem, das grundsätzlich auf dem Eigennutz der Individuen aufbaut, kann einigermaßen frei funktionieren und auch die Exzesse des Eigennutzes gesetzlich ausgleichen.

    Jedes andere System - gütiger Monarch, Gottesstaat oder eben "Sozialismus" - kann nur mit Zwang aufrechterhalten werden, weil es nicht auf Eigennutz, sondern übergeordnete Prinzipien setzt und damit die Unterdrückung im Keim von Anfang an mit sich trägt. Auch wenn's scheinbar erstmal funktioniert.
    natürlich nicht in der "idealform", dafür waren es menschen und deren unvermeidliche fehler.der so hoch gelobte eigennutz wird , falls es nicht gelingt die gemeinnützige alternative - von mir aus "sozialismus"- zu installieren, in sehr kurzer zeit das ende der menschheit bringen.
    große teile der umwelt sind zerstört ,oder zumindest schwer belastet. im pazifik schwimmen riesige flächen mit leeren plastikflaschen u.a. müll - und was machen die menschen?
    sie rüsten auf , briongegen sich gegenseitig mit immer raffinierteren mitteln um und feiern die größten gauner und gangster aufgrund deren ergaunerten milliarden und aber milliarden.
    da es aber mit "vernunft" nicht funktioniert, muß es andere anreize geben, um den eigennutz als antriebskraft abzulösen. ihn zu zügeln , in schranken/regeln zu weisen, wäre da schon ein fortschritt. allerdings bin ich pessimistisch, denn es gilt der alte spruch: "... erst wenn ....- werdet ihr erkennen, daß man papiergeld nicht essen kann...."
  2. #381

    F. A. v. Hayek gehört in die Tonne

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    nicht zu erkennen, dass so etwas wie der "Sozialismus" in der Realität genausowenig funktioniert, wie ein Staat, der von einem "weisen und gütigen Monarchen" regiert wird. Beide Systeme sind theoretisch hübsch, praktisch nicht funktionsfähig.

    Nur ein Gesellschaftssystem, das grundsätzlich auf dem Eigennutz der Individuen aufbaut, kann einigermaßen frei funktionieren und auch die Exzesse des Eigennutzes gesetzlich ausgleichen.

    Jedes andere System - gütiger Monarch, Gottesstaat oder eben "Sozialismus" - kann nur mit Zwang aufrechterhalten werden, weil es nicht auf Eigennutz, sondern übergeordnete Prinzipien setzt und damit die Unterdrückung im Keim von Anfang an mit sich trägt. Auch wenn's scheinbar erstmal funktioniert.
    Sie haben ja doch Ihren Hayek unterm Kopfkissen liegen.

    Zu Zeiten der Frühindustrialisierung und des Manchesterkapitalismus wurden Orgien des Eigennutzes gefeiert und fast ganz Europa in eine Dante'sche Hölle der Verelendung verwandelt. Erst durch eine organisierte Arbeiterschaft, die soziale Frage thematisierende Parteien und staatliche Eingriffe wurde dieses Eigennutzstreben gezähmt, wurde es humanisiert und zivilisiert.

    Jetzt tragen Sie diesen Eigennutzbegriff wie eine Monstranz vor sich her, obwohl dieses Eigennutzstreben großen Anteil an den aktuellen Krisen hat. Sie sollten vielleicht nicht mehr Hayeks „Der Weg zur Knechtschaft“ lesen, sondern Wagenknechts „Freiheit statt Kapitalismus“!
  3. #382

    Zitat von wahrsager23 Beitrag anzeigen
    Doch, weil jede Bilanz, ich nenne es mal vereinfacht, Guthaben und Schulden enthält. Die Schulden eines Staates sind jemand anderem sein Guthaben. Sagen sie jetzt, die Schulden werden ohne Rückzahlung um 100 Mrd. abgesenkt, da verliert jemand anderes 100 Mrd.
    Eben. Genau! Die Banken und die dortigen Guthaben-Besitzer verlieren einen Teil ihres Geld. Schrieb ich doch. Und sie verlieren es ersatzlos.
  4. #383

    Gern

    Zitat von Dumpfmuff3000 Beitrag anzeigen
    ... es sei denn Sie können uns erklären warum paradoxerweise ausgerechnet ein System, welches grundsätzlich auf Eigennutz aufgebaut ist, die Exzesse des Eigennutzes ausgleichen kann.
    In einem System, von dem jeder annimmt, es erlaube ihm seinen Eigennutz zu verfolgen, werden Einschränkungen gern als Behinderung der Konkurrenz angesehen und deshalb akzeptiert. Im Gegensatz dazu wird die Verpflichtung auf einen Gemeinnutz als zu abstrakt vielleicht mit Lippenbekenntnissen unterstützt, aber nicht gefühlt.

    Deshalb handelt keiner danach und müssen alle durch Funktionäre, die wiederum vor allem an Ihrer Macht interessiert sind (lesen Sie mal "1984"), also aus Eigennutz handeln, zu einem scheinbar gemeinnützigen Verhalten gezwungen werden. Der Fehler steckt also im System und ist nicht auf die Unfähigkeit der "Funktionäre" zurückzuführen. Denen könnte man allenfalls vorwerfen, keine Heiligen zu sein.

    Sie können auch so sagen: kein "Sozialismus" ohne (machtvolle) Funktionäre.
  5. #384

    Schöne Erkenntnis

    Zitat von Dumpfmuff3000 Beitrag anzeigen
    ... eindeutig und unmißverständlich vom Ostblockkommunismus distanziert und diesen als das Verbrechen benannt, das er war.
    Fragen Sie mal Frau Lötzsch, ob die das auch so sieht. Das ist immerhin die Vorsitzende der LINKEN.
  6. #385

    ich bin

    Zitat von viceman Beitrag anzeigen
    der so hoch gelobte eigennutz wird , falls es nicht gelingt die gemeinnützige alternative - von mir aus "sozialismus"- zu installieren, in sehr kurzer zeit das ende der menschheit bringen.
    ...
    da es aber mit "vernunft" nicht funktioniert, muß es andere anreize geben, um den eigennutz als antriebskraft abzulösen. ihn zu zügeln , in schranken/regeln zu weisen, wäre da schon ein fortschritt.
    sehr dankbar für diesen Beitrag. Sie sagen es: der Mensch muss zu seinem, Glück gezwungen werden, weil er von allein zu dumm ist. Am besten zwingt man ihn im Sozialismus.

    Das sag'ich doch die ganze Zeit.
  7. #386

    Sparen und Schulden machen

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Vorsicht: was ist schon "nennenswert" und wieviele sind die "meisten" Leute? Es wird wohl schon so sein, dass viele Leute das in guten Verdienstzeiten nicht alles verbraten sondern auch etwas sparen/zurücklegen. Andere wollen/können das nicht. Das ist Bestandteil der "Großen Freiheit", die jeder ein ganzes Erwerbsleben hindurch nutzen kann.
    Der Witz ist sie können nur sparen wenn andere Menschen bereit sind sich zu verschulden und umgekehrt. Wenn keiner spart kann sich keiner verschulden. Wenn keiner sich verschuldet kann auch keiner sparen.
    Es ist natürlich unfair sich absichtlich zu überschulden. Genauso unfair ist es aber zu verhindern, dass die Schuldner ihre Schuld zurückzahlen.
    Menschen die nicht bereit sind ihre Ersparnisse irgendwann einmal wieder auszugeben, handeln genauso unfair wie Menschen die nicht bereit sind ihre Schulden abzubezahlen
  8. #387

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    Am besten zwingt man ihn im Sozialismus.
    Es mag vielleicht wie Zwang aussehen, wenn man einzelnen Individuen auf diesem Planeten der endlichen Ressourcen nicht mehr erlaubt, die Herrschaft darüber zu erlangen, damit der Rest in Freiheit leben kann, ist es aber nicht.
  9. #388

    Allerdings

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Es mag vielleicht wie Zwang aussehen, wenn man einzelnen Individuen auf diesem Planeten der endlichen Ressourcen nicht mehr erlaubt, die Herrschaft darüber zu erlangen, damit der Rest in Freiheit leben kann, ist es aber nicht.
    muss man bedenken, dass der "Sozialismus", so er nicht ohnehin - versehentlich - ins unmissverständlich Diktatorische abgleitet, nur den Menschen Freiheit versprechen kann, die sich auch sonst, körperlich wie geistig, in Kleingartenvereinen wohlfühlen.
  10. #389

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    muss man bedenken, dass der "Sozialismus", so er nicht ohnehin - versehentlich - ins unmissverständlich Diktatorische abgleitet, nur den Menschen Freiheit versprechen kann, die sich auch sonst, körperlich wie geistig, in Kleingartenvereinen wohlfühlen.
    Wer unendliche Ressourcen benötigt um sich geistig groß zu fühlen, der hat noch nicht einmal einen Schrebergarten.