Forum: Panorama
Wer ist für die Kluft zwischen Arm und Reich verantwortlich?
Den Deutschen geht es im internationalen Vergleich gut, aber nicht allen gleich gut. Der Mittelstand leidet seit vielen Jahren unter Schwund, die Kluft zwischen oben und unten wird größer, eine Tendenz, die die Politik mit Sorge erfüllt. Wie kommt es zu dieser Entwicklung? Und wie kann man ihr effizient entgegenwirken?
- #350 17.03.2012 16:43 von
- #351 17.03.2012 17:17 von
- #352 17.03.2012 18:24 von
arm und reich
die Politik handelt nur für sich,weil Macht und Geldgier bei allen Politiker an erster Stelle steht,Politiker stehen nie hinter den Bürgerwillen,siehe Wulff der konnte sich auch andem Ehrensold bereichern ,als Steuergelder,obwohl es ihm niemals zugestanden hat.Auch wenn das Bundespräsidialamt anders regauert und immer darauf pocht,das Wulff aus politischen Gründen sein Amt ausgegeben hat,stimmt nicht war aus persönlichen Gründen.So und wer sich bereichert sind Politiker und Millionäre wer sonst hat die Gelder ????
- #353 17.03.2012 18:28 von
Linken
also die Parteien die Linkenhaben wohl manchmal gute Vorschläge,aber die machen sie,weil sie genau wissen,dafür bekommen sie keine Stimmen der anderen Parteien,die Linken machen sich dadurch auch unglaubwürdig,warum wollen sie nicht mit regieren ? Hatten doch die Gelegenheit vor Jahren.
- #354 17.03.2012 18:34 von
Solar, solidarisch, sozialistisch
Ich nehme Ihre Anregung auf.
Der Slogan der Titelzeile stammt von Elmar Altvater und trifft bis auf den letzten Punkt ziemlich genau meine Vorstellungen, als Drittes würde mir „keynesianisch“ zurzeit noch besser gefallen.
Ich bin nicht der große Zampano, der auf alles eine Antwort weiß, aber nach meiner Meinung sollte der Mensch nicht länger Mittel zum Zweck der Kapitalverwertung sein, sondern umgekehrt muss die Ökonomie wieder Mittel für die menschliche Selbstentfaltung, für die individuelle und kollektive Emanzipation sein.
Es geht weder um Unterordnung der Ökonomie unter das Kommando des Staates, noch um die Beschneidung und Lähmung der Privatinitiative. Es geht vielmehr darum, das Wirtschaftshandeln wieder gesamtgesellschaftlichen, sozialen, ökologischen und ethischen Zwecken dienstbar zu machen. Kurz gesagt: Die Ökonomie muss wieder dem Menschen dienen statt umgekehrt.
Das war jetzt sehr allgemein, darum noch etwas Konkretes. Die folgenden Punkte betrachte ich aber nicht in Stein gemeißelt und sie sind nur ein kleiner Auszug:
Vergesellschaftung (Unternehmen wird von der Belegschaft verwaltet), öffentlich-rechtlicher Bankensektor bzw. wirksame Regulierung des Finanzmarktes, Erhöhung des Spitzensteuersatzes, Vermögenssteuer wieder einführen, Rekommunalisierung sämtlicher Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge, Mindestlohn, aktive Arbeitsmarktpolitik, Bekämpfung der Armut, nicht der Armen usw. - #355 18.03.2012 02:03 von
Doch. Jemand, der vom Schrubben eines 2 Quadratmeter Balkons Rückenschmerzen bekommt, kann das vielleicht nicht nachvollziehen.
Woher kommt Ihre Obsession mit der Zahl 40?
Diese Zahl und ihre Vielfache sind übrigens die häufigst auftretende Zahlen in der Bibel. Nicht gerade eine Empfehlung als Ratgeber für moderne Zeiten. - #356 18.03.2012 07:25 von
Mit dem ersten Punkt kommen Sie aber in engste Nähe zum damaligen Volkseigenen Betrieb. In diesen waren neben der Produktion insbesondere die sozialen, kulturellen Belange der Belegschaft von Interesse: Arbeitsplatzgarantie, Weiterbildung, Kindergärten, Haushalttag, Frauenförderung, Theater/Tanzgruppen, Sportgemeinschaften, Betriebspolikliniken, Wohnungsbau usw. Damit geriet man quasi systembedingt gegenüber hocheffektiven Privatbetrieben ins Hintertreffen und wurde letztlich auskonkurriert. Wie sollen wohl die Besten unter der Belegschaft den heutigen Konkurrenzkampf führen? "Verwalten" - ganz gut und schön, aber bitte doch effektiv.
- #357 18.03.2012 07:25 von
- #358 18.03.2012 08:07 von
Sie haben wohl den Kern meiner Aussage nicht erfasst!
Damit überhaupt Bewegung in die Sache kommt, müsste mindestens eine der führenden Parteien (CDU,SPD, evtl. Grüne) erkennen, dass hier Handlungsbedarf besteht. Es reicht nicht, wenn sich die (kleine) Linkspartei darum kümmert, zumal dieser Partei immer noch der der Ruf anhaftet, eine DDR 2.0 errichten zu wollen. Traditionell war früher mal die SDP für den sozialen Ausgleich zuständig, aber davon ist seit BK Schröder nicht mehr viel übrig geblieben. - #359 18.03.2012 08:10 von
Abgesehen davon, das die Partei DIE LINKE in Landesregierungen und Kommunen durchaus mitregieren, gibt es auf Ihre Frage nach der Bundesregierung eine einfache Antwort: die Linken im weitesten Sinnen haben einmal 40 Jahre lang einen ganzen deutschen Staat regiert. Und der war so radikal anders geraten, dass er nicht mehr beherrschbar war und wieder aufgelöst wurde. Gegen alle ähnlichen Regierungsversuche gibt es also berechtigte Aversionen.
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