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Überfordern wir unsere Kinder?

Kürzere Schulzeit, mehr Unterrichtsstunden, dazu teils anstrengende Freizeitaktivitäten von Sport bis Kultur: Es gibt Kinder, die ein managergleiches Tagespensum zu absolvieren haben. Lehrer und Eltern handeln natürlich aus besten Absichten, schließlich soll dem Nachwuchs ein förderndes Angebot unterbreitet werden. Aber überfordern wir mit diesen Pflichten und Möglichkeiten unsere Kinder nicht zu sehr?
  1. #290

    Zitat von quadraginti Beitrag anzeigen
    Aus langjähriger Erfahrung (auch als Betriebsrat kamen Kollegen mnit solchen Problemen zu mir):
    Ca. 80% der Lehrer sind fachlich + emotional völlig ungeeignet.
    Aber dafür hochbezahlt.
    ...
    Ich kann's mir nicht verkneifen, irgendwann mal habe ich den folgenden Spruch gehört:
    Der Bundestag wird immer leerer, aber er ist immer voller Lehrer.

    Daran scheint was Wahres zu sein...
    Kein Wunder, dass es mit echten Reformen und bundesweit einheitlichen Richtlinien nicht so richtig vorwärts geht.

    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
  2. #291

    -

    Zitat von Harald A. Irmer Beitrag anzeigen
    Deutsch ist ja wirklich eine tolle Sprache mit

    - 3 Lauten für einen Vokal, Beispiel gefällig:
    Ob ein Vokal lang oder kurz, offen oder geschlossen ausgesprochen wird, lässt sich durch phonologische, bzw. phonetische Regeln beschreiben, da steckt also auch ein System hinter. Der Volkalreichtum ist eine Besonderheit der dt. Sprache, sie hat mehr als die englische.

    Etwas Türkisierung und Finnisierung täte der deutschen Schreibung gut i.S.v.
    Sicher nicht. Beides sind zudem keine Indogermanischen Sprachen, und Türkisch klingt, als würde man mit vollem Mund sprechen.
  3. #292

    Hm...

    Zitat von A.D.H. Beitrag anzeigen
    Ob ein Vokal lang oder kurz, offen oder geschlossen ausgesprochen wird, lässt sich durch phonologische, bzw. phonetische Regeln beschreiben, da steckt also auch ein System hinter. Der Volkalreichtum ist eine Besonderheit der dt. Sprache, sie hat mehr als die englische.
    Allein im Englischen gibt es über 50 Vokalaussprachen.
    Ich frage mich, wie Kinder dies lernen, wenn sie lautmalerisch schreiben sollen.

    @nordschaf:
    Wenn ich sehe, dass an der Schule meiner Tochter in K3 (3. Klasse Kindergarten, der bei uns Pflicht ist) - also mit 5 Jahren - Schreibschrift geübt wird und Druckschrift ein Jahr früher gelernt wird, dann frage ich mich, ob in Deutschland die 12 Jahre genug sind. 600 Worte mit 10 (fehlerfrei) schreiben zu können ist ja nicht wirklich viel.
  4. #293

    Unglaublich

    Zitat von henryb_de Beitrag anzeigen
    ... China mit Soft Skills und Labern paroli bieten ???? Unglaublich
    Genau diese Äußerungen zeigen, dass es Ihnen eben NICHT um (ihre) Kinder geht. Sie sehen die Welt ausschließlich aus IHREN Augen, haben offensichtlich NULL Empathiebereitschaft und verurteilen jeden, der nicht IHRER Ansicht ist. Solch einen putzigen Vertreter der Neandertal-Wirtschaft sollte man eigentlich hegen und pflegen, denn meine Enkel werden sich so Jemanden ebensowenig vorstellen können, wie ich mir Jemanden vorstellen kann, der behauptet, die Erde kreist um die Sonne.

    Kennen Sie den Spruch: "So wie man in den Wald ruft, schallt es heraus!" In ein Pflegeheim abgeschoben zu werden und dort verbittert in Vergessenheit zu versinken ist keine schöne Vorstellung. Aber was soll man mit dem urgermanischen Menschtyp "Homo faber", der nur "hard skills" kennt (und einfordert) und immer immer alles besser weiß denn anderes machen. Daheim sind die einfach unerträglich...

    , die Sie noch vertreten und wo man Sprüche wie "Mir wurde auch nichts geschenkt"

    sondern allein um die Welt in die SIE sich - warum auch immer - begeben haben.

    Meine Firma lebt fast ausschließlich von Softskills


    das das, was SIE für richtig halten. Und genau DIESE Einstellung ist es, die Kinder kaputt macht! Und genau DIESE Kinder werden Sie irgendwann ins Altersheim abschieben und vergessen schon bevor Sie unter der Erde liegen! Und dann lamentieren Sie rum, dass die Welt zugrunde geht, früher alles besser war, man Ihnen ja auch nichts geschenkt hat und
  5. #294

    ...

    Zitat von kallendrisser Beitrag anzeigen
    Der Bundestag wird immer leerer, aber er ist immer voller Lehrer.
    Daran scheint was Wahres zu sein...
    Rechtsanwälte scheinen deutlich zu überwiegen:
    http://www.bundestag.de/bundestag/ab...en/Berufe.html

    Zitat von A.D.H. Beitrag anzeigen
    Sicher nicht. Beides sind zudem keine Indogermanischen Sprachen, und Türkisch klingt, als würde man mit vollem Mund sprechen.
    Überaus qualifiziert!
    Sie scheinen weder von Finnisch noch von Türkisch allzuviel Ahnung zu haben, es ging auch nicht um Aussprache sondern um Schreibung. Zwei ziemlich unterschiedliche Paar Stiefel!

    Und vielleicht würde der Blick über den Tellerrand der indogermanischen Sprache wirklich mal helfen. In beiden Sprachen gibt es jedenfalls keine Schwierigkeiten mit der Schreibung von kurzen und langen Vokalen. "Liebe, Tiger, ihm, Vieh" wird im Deutschen gleich gesprochen, die Schreibung ist alles andere als eindeutig. Es gibt dann übrigens auch noch halblange Vokale im Deutschen ...
  6. #295

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    @nordschaf:
    Wenn ich sehe, dass an der Schule meiner Tochter in K3 (3. Klasse Kindergarten, der bei uns Pflicht ist) - also mit 5 Jahren - Schreibschrift geübt wird und Druckschrift ein Jahr früher gelernt wird, dann frage ich mich, ob in Deutschland die 12 Jahre genug sind. 600 Worte mit 10 (fehlerfrei) schreiben zu können ist ja nicht wirklich viel.
    600 WÖRTER fehlerfrei zu schreiben, ist selbst für die meisten SPON-Forumisten schwierig (und da nehme ich mich nicht aus).
  7. #296

    Sehr guter Beitrag!

    Zitat von Peter-Freimann Beitrag anzeigen
    Die verkürzte Gymnasialzeit ist eine Katastrophe:
    1.) Deutschland ist nichts, das Ausland ist alles. Wenn die Portugiesen es mit 8 Jahren schaffen, dann sollten wir deren Methode übernehmen, damit wir hier den Bildungsstand Portugals erreichen.
    Erschwerend kommt noch hinzu, dass man hier u.a. gleich zwei Mal den selben Beitrag über ein hochbegabtes Kind lesen durfte, Ihr IQ von 140 ist beachtlich, aber nicht sensationell. Was sie als 8-Jährige auf dem Klavier brachte, hätte Horowitz gelangweilt, und ihr Geigenspiel hätte Heifetz einschlafen lassen. Einiges war echt, anderes angelernter Klugschwatz. "Was magst du an klassischer Musik" - "sie ist unaufgeregt". Soso. So etwas Dummes wurde ihr von den Eltern aufgeschwatzt. Kurz und gut, auch solche schmeichelhaften Berichte über "Hochbegabte" verunsichern Eltern.
  8. #297

    Zitat von Harald A. Irmer Beitrag anzeigen
    Deutsch ist ja wirklich eine tolle Sprache mit

    - 3 Lauten für einen Vokal, Beispiel gefällig:
    "der Lehrer", korrekt zu schreiben: 'däär Leerr' [wenn man definiert, daß Doppelkonsonanten zweimal zu sprechen sind und das Schwa entfällt], Sprecher östlicher Provenienz: 'däär Läärr'.
    Manchmal sind mehrere Lautungen möglich, das französerische 'Teeleefoon' klingt zwar ungewöhnlich, geht aber für das deutsche 'Tälfoon' durch.

    - Die Homophone f/v und v/w: Das "v" ist entbehrlich: "vor" |-> 'foor', "Vase" |-> 'Waas' [Brutal weg mit dem Schwa!, die Italiener schreiben auch unhistorisch "storia"].

    - uneindeutige Lautlängen: "Der Weg" |-> 'Däär Weeg', "Geh weg!" |-> 'Gee wäg!'

    - überflüssige Konsonanten "x": Türkisch 'Taksi' tut auch!

    - überflüssige Längenzeichen "h" und "i": "Die hehren Phrasen" |-> 'Dii heern Fraasn'. [Schwa geschenkt]


    Etwas Türkisierung und Finnisierung täte der deutschen Schreibung gut i.S.v.

    "Man schreibe wie man spricht und man spreche wie man schreibt."

    Es gelte das gesprochene Wort: Homographe sind kein Problem.

    Groß-/Kleinschreibung: Keine Position, aber es ist wenig nützlich, "Sie standen an Hängen und Pisten" schreiben, aber nicht sprechen zu können.


    Schlußbemerkung:

    Als Informatiker(IHK) ist Linguistik nicht mein Metier. (Die Folgerung überlasse ich dem geneigten Leser ;-) )
    Hört sich gut an. Ich wäre aber noch zwecks Vereinfachung dafür, den Komparativ und Superlativ von gut (besser, am besten), durch plusgut und doppelplusgut zu ersetzen. Genauso würde dann bei dem Wort "schlecht" verfahren werden:, statt diesem verwirrenden Begriff: "ungut", "plusungut", "doppelplusungut".
  9. #298

    ...

    Hatte ich eine schöne Kindheit. Kein Druck, nach der Schule draußen spielen bis zum Abendessen, und bei ner schlechten Note gabs eben kein Eis zur Belohnung. Bis zur Uni hats trotzdem gereicht. Arme Kinder heutzutage.
  10. #299

    Ich glaub' ja, es ist alles ganz einfach: Eltern ertragen es nicht, dass ihre Kindern nicht herausragend sind, denn da kommt der Verdacht auf, die Erzeuger waren schon nicht herausragend - was auch immer - schön, intelligent... Das ist schwer zu ertragen.

    Das beste daran ist, dass der Leistungsgedanke immer dominanter wird, der Druck immer größer, die soziale Schicht immer bestimmender für den Schulerfolg - aber die Studierfähigkeit nimmt gleichzeitig immer weiter ab, die Abschlüsse werden auch nicht besser.

    Ich würd' sagen, die vermeintliche Bildungsoberschicht verblödet ganz offensichtlich und in einem gut beobachtbaren Zeitrahmen. Das ist bestürzend und erheiternd zugleich.








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