Sollte der Genuss von Alkohol in Nahverkehrszügen verboten werden?

Hamburg verbannte den Alkohol-Konsum aus den öffentlichen Verkehrsmitteln und fährt derzeit anscheinend gut damit: Das Verbot wird überraschend strikt eingehalten, Übertritte passieren in überschaubarem Maß, und den Fahrgästen gefällt der Qualitätsgewinn. Sollten andere Bundesländer nachziehen? Und sollte der Genuss von Alkohol auch in Nahverkehrszügen verboten werden?
  1. #40

    Zitat von matthes schwalbe Beitrag anzeigen
    Mit einer Selbstverständlichkeit wurde schon sogar vor hunderten von Jahren mit öffentlichen Verkehrsmittel- z.B. auf Schiffen von den Aussiedlern nach Amerika- Bier getrunken und zwar nur Bier!

    Selbst an Land trauten diese den amerikanischen Wasser nicht und brauten erst einmal lieber ihr Bier weiter...;)
    auch ein Aussiedlerschiff nach Amerika ist ein "öffentliches Verkehrsmittel", der ist gut. Gefällt mir :-)

    Heraus kam dabei warscheinlich Budweiser und Anhäuser ?

    Aber, die nicht ausgewandert sind und jetzt in der S-Bahn fahren, glauben die denn auch sie sind wochenlang unterwegs ? :-)
  2. #41

    Sollte der Genuss von Alkohol in Nahverkehrszügen verboten werden?

    Zitat von Dieter58 Beitrag anzeigen
    Verstehe ich Sie richtig?
    Weil randalierende Fußball- oder sonstige Fans regelmäßig Krawall anzetteln und - nüchtern genau wie angetrunken - die Einrichtung von Zügen und Bahnanlagen ruinieren, muß einem reisenden älteren Herrn, der auf einer anderthalbstündigen Bahnreise friedlich ein Buch liest, der erfrischende Schluck aus der Bierflasche verboten werden???
    Tolle Logik!
    Und so effektiv... :-(
    Wieso muß es denn bei einem älteren "Herrn" eine Bierflasche sein?
    Das machen eher Alkoholiker und die sehen keineswegs wie ältere Herren aus.
    Wenn Bauarbeiter auf dem Bau aus der Pulle trinken, dann verstehe ich das noch - es muß ja nicht Bier sein, aber im Nahverkehrszug haben alkoholische Getränke nichts zu suchen und das ist natürlich auch ein sehr ,sehr schlechtes Vorbild für Jugendliche und Kinder. Plastikwaserflaschen auf längeren Fahrten - meinetwegen, aber Bier? Ich gehe davon aus, dass Sie täglich so eine lange Fahrzeit haben, aber dann wären Sie schon Alkoholiker.
    Die BAhn kann doch einen Steward mit alkoholfreien Getränken durch die Abteile gehen lassen.Null Probleme!
  3. #42

    Verbote wohin man schaut

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Wieso muß es denn bei einem älteren "Herrn" eine Bierflasche sein?
    Das machen eher Alkoholiker und die sehen keineswegs wie ältere Herren aus.
    Wenn Bauarbeiter auf dem Bau aus der Pulle trinken, dann verstehe ich das noch - es muß ja nicht Bier sein, aber im Nahverkehrszug haben alkoholische Getränke nichts zu suchen und das ist natürlich auch ein sehr ,sehr schlechtes Vorbild für Jugendliche und Kinder. Plastikwaserflaschen auf längeren Fahrten - meinetwegen, aber Bier? Ich gehe davon aus, dass Sie täglich so eine lange Fahrzeit haben, aber dann wären Sie schon Alkoholiker.
    Die BAhn kann doch einen Steward mit alkoholfreien Getränken durch die Abteile gehen lassen.Null Probleme!
    Es schränkt z.B. die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen ein, wenn Alkohol unterwegs generell verboten wird. Aussedem, wer soll das kontrollieren?---Und wie?
    Man kann Alkohol nämlich in Neutralflaschen umfüllen, es müßte wohl ein generelles Trinkverbot erlassen werden.
    Das dürfte gerade im Sommer in vollbesetzten mit stickiger Luft ein echtes Problem darstellen und auf Widerstand stossen.
  4. #43

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Wieso muß es denn bei einem älteren "Herrn" eine Bierflasche sein?
    Das machen eher Alkoholiker und die sehen keineswegs wie ältere Herren aus.
    Wenn Bauarbeiter auf dem Bau aus der Pulle trinken, dann verstehe ich das noch - es muß ja nicht Bier sein, aber im Nahverkehrszug haben alkoholische Getränke nichts zu suchen und das ist natürlich auch ein sehr ,sehr schlechtes Vorbild für Jugendliche und Kinder. Plastikwaserflaschen auf längeren Fahrten - meinetwegen, aber Bier? Ich gehe davon aus, dass Sie täglich so eine lange Fahrzeit haben, aber dann wären Sie schon Alkoholiker.
    Die BAhn kann doch einen Steward mit alkoholfreien Getränken durch die Abteile gehen lassen.Null Probleme!
    Warum haben nur in Nahverkehrszügen alkoholische Getränke nichts zu suchen? Warum nicht auch in Fernverkehrszügen, Flugzeugen, usw.?
    Nur zur Info: Wenn ich von Berlin an die Ostsee (Rostock, Stralsund, Rügen, Usedom) fahren will, dann fahren da fast nur Nahverkehrszüge (also rot angestrichene). Ich bin trotzdem ca. 3 Stunden unterwegs.
    Nett, dass Sie da immerhin Plastewasser zugestehen. Aber hoffentlich doch wohl nur lauwarm und abgestanden?

    Überhaupt, wenn ich Sie und die ganze Diskussion richtig verstehe:
    Wenn sich Fußballfans, Kegelclubs, sonstige Leute vor der Fahrt so richtig die Kante geben, volltrunken in die Bahn einsteigen und dort rumgrölen, in die Abteile kotzen, dann ist das in Ordnung.
    Wenn ich bei der angesprochenen dreistündigen Fahrt zur Ostsee beim Verzehr des mitgebrachten Abendbrots ein Bier oder ein Glas Wein trinke, dann muss das unterbunden werden.
  5. #44

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Wieso muß es denn bei einem älteren "Herrn" eine Bierflasche sein?
    Weil der nette ältere Herr (das sollten Sie nicht in Gänsefüßchen setzen, es sei denn, Sie haben die Absicht mich zu beleidigen) nun mal den Geschmack eines guten Biers dem faden Wasser vorzieht - und das gibt es nun mal vorwiegend in Bierflaschen.
    Kann ich Ihnen sonst noch etwas erklären? Ich bin Rentner, ich hab' Zeit...

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Das machen eher Alkoholiker und die sehen keineswegs wie ältere Herren aus.
    Sie sind ja naiv...
    Wie sieht denn ein Alkoholiker aus?
    Lassen Sie sich sagen, die gibt es in allen Altersklassen und in allen sozialen Schichten.
    Und die begnügen sich eher nicht mit einem harmlosen Bierchen auf so einer Anderthalbstunden-Fahrt, da muß es dann schon etwas "stärkeres" sein...
    Je nach Einkommen von Doppelkorn bis 12 Jahre gereiftem Whisky...
    Sehen Sie, gut für Sie daß ich Zeit habe, da haben Sie schon wieder etwas gelernt...


    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Wenn Bauarbeiter auf dem Bau aus der Pulle trinken, dann verstehe ich das noch - es muß ja nicht Bier sein, aber im Nahverkehrszug haben alkoholische Getränke nichts zu suchen und das ist natürlich auch ein sehr ,sehr schlechtes Vorbild für Jugendliche und Kinder
    Schon klar, wenn jemand bei seiner Arbeit Alkohol trinkt, dann ist das in Ordnung - ist ja "nur ein Bauarbeiter"...
    Gehts noch?
    Sie sollten sich mal ein Haus bauen lassen...
    Im Zug - hier im Regionalexpress - und vor allem in der Freizeit, geht das gar nicht - eine seltsame Einstellung.
    Und es stimmt, den älteren Herrn mit seinem Buch nehmen sich die Kinder und Jugendlichen leider nicht zum Vorbild, die ahmen lieber die Leute nach, die ihre Füße auf die Sitze legen und sich über andere mokieren....
    Vielleicht sollte ich öfter Bahn fahren?
    Das würde eine guten Einfluss auf die Jugend ausüben :-)

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Plastikwaserflaschen auf längeren Fahrten - meinetwegen, aber Bier?
    So eine Reise soll ein Vergnügen sein und kein Überlebenstraining.
    Deshalb leckeres Bier und kein abgestandenes, lauwarmes Wasser...

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Ich gehe davon aus, dass Sie täglich so eine lange Fahrzeit haben, aber dann wären Sie schon Alkoholiker.
    Nein, ich fahre eher selten so lange mit dem Zug. Und was ein Alkoholiker ist wissen Sie schon gar nicht.
    Da haben Sie aber Glück gehabt.
    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Die BAhn kann doch einen Steward mit alkoholfreien Getränken durch die Abteile gehen lassen.Null Probleme!
    Hahaha - die Bahn... :-)
  6. #45

    Sollte der Genuss von Alkohol in Nahverkehrszügen verboten werden?

    Zitat von Dieter58 Beitrag anzeigen
    Weil der nette ältere Herr (das sollten Sie nicht in Gänsefüßchen setzen, es sei denn, Sie haben die Absicht mich zu beleidigen) nun mal den Geschmack eines guten Biers dem faden Wasser vorzieht - und das gibt es nun mal vorwiegend in Bierflaschen.
    Kann ich Ihnen sonst noch etwas erklären? Ich bin Rentner, ich hab' Zeit...


    Sie sind ja naiv...
    Wie sieht denn ein Alkoholiker aus?
    Lassen Sie sich sagen, die gibt es in allen Altersklassen und in allen sozialen Schichten.
    Und die begnügen sich eher nicht mit einem harmlosen Bierchen auf so einer Anderthalbstunden-Fahrt, da muß es dann schon etwas "stärkeres" sein...
    Je nach Einkommen von Doppelkorn bis 12 Jahre gereiftem Whisky...
    Sehen Sie, gut für Sie daß ich Zeit habe, da haben Sie schon wieder etwas gelernt...



    Schon klar, wenn jemand bei seiner Arbeit Alkohol trinkt, dann ist das in Ordnung - ist ja "nur ein Bauarbeiter"...
    Gehts noch?
    Sie sollten sich mal ein Haus bauen lassen...
    Im Zug - hier im Regionalexpress - und vor allem in der Freizeit, geht das gar nicht - eine seltsame Einstellung.
    Und es stimmt, den älteren Herrn mit seinem Buch nehmen sich die Kinder und Jugendlichen leider nicht zum Vorbild, die ahmen lieber die Leute nach, die ihre Füße auf die Sitze legen und sich über andere mokieren....
    Vielleicht sollte ich öfter Bahn fahren?
    Das würde eine guten Einfluss auf die Jugend ausüben :-)


    So eine Reise soll ein Vergnügen sein und kein Überlebenstraining.
    Deshalb leckeres Bier und kein abgestandenes, lauwarmes Wasser...


    Nein, ich fahre eher selten so lange mit dem Zug. Und was ein Alkoholiker ist wissen Sie schon gar nicht.
    Da haben Sie aber Glück gehabt.

    Hahaha - die Bahn... :-)
    1,5 Stunden im Zug ist doch kein Nahverkehr - dass wären ja 3 Stunden Lebenszeit am Tag , wenn man berufstätig ist, die verloren sind. Beleidigen wollte ich Sie nicht! Aber als wir vor zugegeeben
    vielen Jahren - 1988 - von Berlin nach Hannover fuhren, damals mit der Reichsbahn, kam ein Steward durch den Zug und man konnte Kaffee kaufen (ob man Bierchen kaufen konnte, weiß ich nicht) jedenfalls waren auch herunterklappbare kleine Tischchen da , aber bis Hannover und weiter ,ist das für mich Fernverkehr.
    Wenn die Menschen heute - wie lange eigentlich - so weite Strecken fahren müssen, hätte ich auch Durst. DA sehen Sie mal welche verfehlte Politik dann ursächlich mit Mehdorn die SPD seit der Wiedervereinigung im Zugverkehr und in der Verbindung Fahrzeit - Arbeit - zu verantworten hat.
    Warum sich über so weite Arbeitswege nicht die Gewerkschaften aufregen ist mir nicht klar.
    Ich war Kind , als der Krieg aus war und vom Alex nach Wannsee oder nach Mahlsdorf waren (für mich ) schon weite Strecken und da gab es auch nichts zu trinken - für niemanden - und ich lebe auch noch, aber damals waren die großen Firmen in Berlin und der Ring war nicht so groß, dass ein Arbeitnehmer unbedingt etwas trinken mußte - das war wirklich Nahverkehr. Und, die Bahn fuhr immer pünktlich - solche Verhältnisse wie seit der Privatisierung waren unbekannt und deshalb kann doch ein Steward auf den heutigen Nahstrecken von mehr als 1,5 Stunden auch ein Bierchen servieren,das gehört doch zum Service der Bahn. Oder sind die Menschen heute zu Nummern degradiert von den Privatisierer?
  7. #46

    Nein, aber Ja.

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß allzuviele etwas dagegen haben, wenn ein Malocher seine Halbe zum Feierabend in der S-Bahn gepflegt genießt. Aber leider sieht es wohl so aus, als ob diese wegen der exzessiven Dummheit der Partyjugend darauf in Zukunft verzichten müssen. Um diese Flaschen auszusperren würde es ja schon genügen, das Trinkverbot aufs Wochenende und werktäglich ab 21Uhr zu legen.
    Das Problem mit dem "Essen" im Nahverkehr wurde hier schon angesprochen. Da es Teile meiner Generation wohl nicht geschafft haben ihren Ablegern den richtigen Umgang mit Nahrung und dem daraus entstehenden Müll beizubringen, sollte man das Essen im Nahverkehr komplett verbieten.
    Natürlich gehören die Personenkreise welche zum Durchsetzen dieser Bestimmungen in den Bahnen mitfahren ausreichend ausgerüstet und mit den nötigen Befugnissen ausgestattet um Bußgelder in dreistelliger Höhe zu kassieren.

    Singapur lässt grüßen.
    Verbote, Regeln und Gesetze, aber ihr hattet die Wahl!
  8. #47

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    1,5 Stunden im Zug ist doch kein Nahverkehr - dass wären ja 3 Stunden Lebenszeit am Tag , wenn man berufstätig ist, die verloren sind.
    Nein, das ist kein Nahverkehr, das nennt sich Regionalverkehr...
    Das Kind muß eben einen Namen haben...
    Die Grenzen sind da fließend, hier im Revier brauchen auch die S-Bahnen von Endstation zu Endstation deutlich länger als eine Stunde...
    Und nein, ich bin während meines Berufslebens überwiegend mit Autos zur Arbeit gefahren, je nach Einsatz mit PkW oder Transportern, meistens aber mit dem 12-Tonner LKW plus Anhänger voller Material.
    Damit kriegte ich die Fahrt wenigstens bezahlt...

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Aber als wir vor zugegeeben
    vielen Jahren - 1988 - von Berlin nach Hannover fuhren, damals mit der Reichsbahn, kam ein Steward durch den Zug und man konnte Kaffee kaufen (ob man Bierchen kaufen konnte, weiß ich nicht) jedenfalls waren auch herunterklappbare kleine Tischchen da , aber bis Hannover und weiter ,ist das für mich Fernverkehr.
    Klar konnte ma da auch Bier kaufen - in winzigen Fläschchen und zu Preisen, die nach goldenen Becher verlangten...
    Sie sehen, es gibt verschiedene Methoden, Alkohol im Übermaß zu verhindern...
    Und die Tischchen gibt es so ähnlich heute noch, sind nur meistens defekt...
    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Wenn die Menschen heute - wie lange eigentlich - so weite Strecken fahren müssen, hätte ich auch Durst.
    Ich wäre statt dessen lieber in Köln noch für ein paar Kölsch in eins der wundervollen Brauhäuser gegangen, aber dazu blieb keine Zeit.
    Das Bierchen im Zug war nur die zweitbeste Lösung...
    Um so mehr habe ich es immer genossen.
  9. #48

    Sie sind ja lustig

    Zitat von annemarie5 Beitrag anzeigen
    Wieso muß es denn bei einem älteren "Herrn" eine Bierflasche sein?
    Das machen eher Alkoholiker und die sehen keineswegs wie ältere Herren aus.
    Wenn Bauarbeiter auf dem Bau aus der Pulle trinken, dann verstehe ich das noch - es muß ja nicht Bier sein, aber im Nahverkehrszug haben alkoholische Getränke nichts zu suchen und das ist natürlich auch ein sehr ,sehr schlechtes Vorbild für Jugendliche und Kinder. Plastikwaserflaschen auf längeren Fahrten - meinetwegen, aber Bier? Ich gehe davon aus, dass Sie täglich so eine lange Fahrzeit haben, aber dann wären Sie schon Alkoholiker.
    Die BAhn kann doch einen Steward mit alkoholfreien Getränken durch die Abteile gehen lassen.Null Probleme!
    Also, diese Alkoholikerin hier ist 41 jahre alt, verheirated mit Kindern und arbeitet in einem angesehenen Beruf. Eigenheim hat sie auch. Passt nicht in Ihr Weltbild?? Och, schade. Ach, und in meinen Treffen der Anonymen Alkoholiker treiben sich auch jede Menge nette, aeltere Herren rum. Tut mir leid Sie da so zu enttaeuschen.
    Ihnen ist wohl nicht bewusst, das Alkoholismus eine Krankheit ist, nicht anders als Diabetes oder MS...etwas anderes zu behaupten ist schlicht ignorant.

    Und der Bauarbeiter der aus der Pulle zieht, den sie so normal finden, der konsumiert Alkohol am Arbeitsplatz und gefaerdet dadurch sich selbst, seine Kollegen und die Qualitaet des Baus.
  10. #49

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hamburg verbannte den Alkohol-Konsum aus den öffentlichen Verkehrsmitteln und fährt derzeit anscheinend gut damit: Das Verbot wird überraschend strikt eingehalten, Übertritte passieren in überschaubarem Maß, und den Fahrgästen gefällt der Qualitätsgewinn. Sollten andere Bundesländer nachziehen? Und sollte der Genuss von Alkohol auch in Nahverkehrszügen verboten werden?
    Ich bin früher wöchentlich Fernstrecke gefahren. Am Sonntagabend auf dem Rückweg fuhr lange Zeit ein Interregio auf direktem Weg zu meinem Ziel, ohne das lästige Umsteigen und die entsprechenden Risiken. Ich setzte mich ins Bordbistro, trank 2-3 Glas Bier oder Wein, rauchte 2-3 Zigaretten und unterhielt mich mit interessanten Fahrgästen. Irgendwann kam ich an und es war meist ein netter Sonntagabend, besser als mit dem Auto auf der Autobahn, zumal die Spartarife für die Strecke zu bekommen waren und somit das Autofahren nicht unbedingt kostengünstiger war. Irgendwann strich man die Direktverbindungen, dann die Interregios, dann verbot man das Rauchen.... sodass mir nur noch die Fernverbindungen blieben, die mit 40-50 km/h zu meinem Ziel kamen (Umsteigen, Verspätungen, Wartezeiten usw. berücksichtigt). Man kann natürlich alles verbieten, sogar das Leben selbst. Ich bin längst auf Auto umgestiegen, suche mir die Fahrzeiten aus, die das Risiko von Staus gering halten und bin in der halben Zeit am Ziel, fühle mich auch nicht wie in einer Sardinenbüchse eingepackt usw.