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Sollen die USA auf der Auslieferung Roman Polanskis bestehen?

Wegen sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen stand Roman Polanski vor über 30 Jahren in den USA vor Gericht. Er flüchtete während des Prozesses und kehrte nie wieder in die Staaten zurück. Jetzt wurde er in der Schweiz festgenommen. Sollen die US-Behörden aus der Auslieferung des Regisseurs bestehen?
  1. #990

    Zitat von tzscheche Beitrag anzeigen
    Er hätte das Thema, wenn er die ganze Zeit so gelitten haben sollte, wenigstens in einem Film aufarbeiten können, aber nicht die Bohne...
    Angenommen, er hätte dieses spezielle Thema für alle erkennbar in einem Film aufgearbeitet, meinen Sie, dass das "der" Öffentlichkeit gereicht hätte (Schauen Sie sich diesbezüglich einmal 'Der Tod und das Mädchen' an)? Wäre es nicht, unabhängig davon, was Polanski als in der Öffentlichkeit stehender Täter filmisch unternommen oder gelassen hätte, ohnehin zu Äußerungen à la "Wie, das soll jetzt eine Aufarbeitung gewesen sein? SO geht das ja schon mal gar nicht!" gekommen? Dieses Thema ist zurecht mit allen Emotionen dieser Welt behaftet, er kann es diesbezüglich der Öffentlichkeit gar nicht recht machen, das ist von vornherein völlig ausgeschlossen.

    Noch was zur Reue direkt nach der Tat: Ich denke, dass es ein Indiz durchaus auch für Reue ist, wenn jemand sofort voll geständig ist. Auch auf die Gefahr hin, dass mir jetzt vorgeworfen wird, Milde walten zu lassen, so meine ich, dass auch ein intelligenter Mensch wie Polanski seine Zeit braucht, um das Ungeheuerliche seiner Tat in seiner ganzen Schrecklichkeit zu erfassen, denn die psychischen Schutzmechanismen vor dem, was sich in einem selbst an Abgründen befindet, sind bei uns allen äußerst stark ausgeprägt.
  2. #991

    .

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen
    Stimmt das denn? Ich dachte es geht um eine schlüpfrige Beziehung, bei der man sich über das Alter der jungen Dame erregt. Sind diese schweren Vorwürfe unbestritten oder zusätzliche Aufreger, um der Sache Pfeffer zu geben?
    Ja, die Vorwürfe stimmen und sind nicht ais der Luft gegriffen und auch kein zusätzlicher Aufreger "um der Sache Pfeffer zu geben".
  3. #992

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    Zitat von AndersSehend Beitrag anzeigen
    Sind diese beiden Aspekte Werte für sich? Was nützen sie dem Täter und dem Opfer, vor allem im Hinblick darauf, die Geschehnisse zu verarbeiten und mit ihnen leben zu können, was sie nämlich müssen? Wenn es tatsächlich so ist, dass das Opfer Polanski verziehen hat und keine weitere.....
    Für kich ist die rechtssicherheit ein hohes Gut, ich sehe da sicher einige Dinge anders als Sie.
    Es wird auch kein Exempel statuiert, wie Sie schreiben sondern dem Recht wird entprochen.

    Er würde auch nicht stellvertretend verknackt sondern für das, was er getan hat. Er hat einem Kind starke Beruhigungsmittel gegeben und dann vergewaltigt.
    Ihren Anmerkungen bezüglich der Rechtssicherheit kann ich nicht folgen. Hier geht es um US Recht und um deren Rechtssicherheit. Und Viele Länder haben Verträge mit den USA Straftäter auszuliefern, insofern ist es unverständlich, warum das nicht schon viel früher geschah.

    Auch ich habe ein Kind, vielleicht wären die von Ihnen am Ende ihres Posting angesprochenen Punkte auch auf meiner List unten angesiedelt, aber sicher wären sie auf der Liste und ich würde sie auch verfolgen
  4. #993

    Zitat von tzscheche Beitrag anzeigen
    Nochmal auf den Punkt gebracht: Polanski hat eine schwere Straftat begangen, ihm wurde der Prozess gemacht, er war sogar gestaendig (nicht reuig, das ist was anderes), sollte verurteilt werden und hat sich einer drohenden Haft durch Flucht ins Ausland entzogen.
    Das ist gleich ein ganzer Strauss von schweren Vergehen, zeugt von Missachtung der Justiz und hat mit buerokratischen Spitzfindigkeiten rein gar nichts zu tun.
    So einfach ist das nicht. Wahr ist, dass damals ein Prozess stattfinden sollte. Aber ebenso wahr ist, dass mit dem Richter zuvor ein Deal ausgehandelt worden ist, dass Polanski im Fall eines Geständnisses mit einer milden Strafe rechnen könne. Polanski ging darauf ein und gestand die Tat, doch plötzlich wollte der Richter vom Deal nichts mehr wissen – er versprach sich wohl gute Publizität vor seiner Wiederwahl als Richter, wenn er einen Prominenten wie Polanski hart verurteilen würde.

    Daraufhin ist Polanski vor Prozessbegin nach Europa geflüchtet, wo man ihn 30 Jahre völlig frei herumlaufen ließ, obwohl er während dieser Zeit über Interpol zur Fahndung ausgeschrieben war. Dass er nach 30 Jahren dennoch in der Schweiz verhaftet wurde, hat ganz andere Gründe als die plötzliche Besinnung auf Gerechtigkeit, denn immerhin konnte er zuvor in derselben Schweiz sogar ein Haus kaufen und 2 Jahre lang dort auch leben – mir kann keiner erzählen, dass die Schweizer ihn bei dieser Gelegenheit nicht genau unter die Lupe genommen haben, also genau wussten, wem sie da Domizil gewähren.
  5. #994

    es ist einfach

    Zitat von AndersSehend Beitrag anzeigen
    Sind diese beiden Aspekte Werte für sich? Was nützen sie dem Täter und dem Opfer, vor allem im Hinblick darauf, die Geschehnisse zu verarbeiten und mit ihnen leben zu können, was sie nämlich.....
    unglaublcih, was man hier zur Endschuldigung anbringt, ich denke mal, da sehen manche zuviel billige Krimis!


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