Zitat von
Flari
Ggf. kam schon bei der Kollision jemand ums Leben, z.B. wenn er durch das einschiessende Wasser gegen etwas geschleudert wurde, o.ä.
Das wäre einzig auf das grob fahrlässige Verhalten der Kapitäns zurückzuführen.
Aber alle anderen Todesfälle waren umso mehr vermeidbar gewesen, wenn man wenigstens danach umsichtig und verantwortungsvoll agiert hätte.
Und das ist der gesamten Schiffsführung anzulasten und ggf. auch der Reederei, wenn diese "angeordnet" hat, mit der Evakuierung zu warten, um möglichst keine Schadenersatzzahlungen leisten zu müssen, solange es noch die kleinste Chance gibt, das Schiff zu retten.
Von der Kollision bis zur Strandung vergingen rund 80 Minuten. Über eine Stunde trieb die Concordia mit weniger als halber Schrittgeschwindigkeit in einem Abstand von 200-600m zur Küste in absolut ruhiger See.
Statt Passagiere und Mannschaft (zusammen knapp über 4.200) auszubooten, wurde die Passagiere sogar aufgefordert, ihre Kabienen aufzusuchen. Für einige wird das das Todesurteil gewesen sein.
Wenn Sie es unbedingt mit einem Unfall eines Flugzeuges vergleichen wollen, dann bitte mit einem, das auf dem Flugfeld Feuer gefangen hat und die Crew die Türen verrammelt und die Passagiere auffordert, ruhig sitzen zu bleiben, die Flammen und der Rauch wären lediglich eine unerhebliche Kleinigkeit..