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Schadet die Havarie dem Geschäft mit den Kreuzfahrten?

Das Schiffsunglück vor der italienischen Küste brachte vielfältige Debatten über die Sicherheit an Bord von Kreuzfahrtschiffen in Gang. Zuvor schon waren die Meeresgiganten wegen ihres hohen Schadstoffausstoßes ins Gerede gekommen. Bekommt die Boom-Branche Probleme? Schadet nun die Havarie dem Geschäft mit den Kreuzfahrten?
  1. #420

    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    Ein konventionelles R-Boot ist schneller und problemloser zu besetzen,
    schneller im Wasser! (eigene Erfahrung M.Michaelis)
    Das ist auch eine Frage der Konstruktion.
    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    In der Regel ist auch Zeit genug die Boote zu besetzen und zu wassern, die max Schlagseite zur Nutzung der Boote passiert ja nicht von jetzt auf gleich, da bleibt in der Regel Zeit genug!
    Ist das so ? Nach meinen Recherchen sind solche Evakuierungen meist zeitkritisch.
    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    Es entfällt die langwierige Einweisung es gibt auch keine klaustrophobischen Probleme
    die Leute in die Enge Röhre zu bekommen.
    Das ist sicher richtig.

    Die Frage ist ja ob sich Freifallboote konstruktiv hinreichend den Erfordernissen eines Passagierschiffs anpassen lassen, nicht ob die Beiklang verwendeten Boote geeignet sind,
  2. #421

    ...

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Das ist auch eine Frage der Konstruktion.
    Ist das so ? Nach meinen Recherchen sind solche Evakuierungen meist zeitkritisch.
    Das ist sicher richtig.

    Die Frage ist ja ob sich Freifallboote konstruktiv hinreichend den Erfordernissen eines Passagierschiffs anpassen lassen, nicht ob die Beiklang verwendeten Boote geeignet sind,
    Da sind wir uns einig!
    Ich bin auch der Meinung, das diese Megaschiffe Aufgrund der Menschenmassen und unzulängliche Anzahl von qualifiziertem seemännischen Personal das komplette problemlose Evakuieren schwierig werden lassen könnte. Ob das Zeitfenster bei der CC im offenen Seeraum ausgereicht hätte? da spekuliere ich lieber nicht!
    Ich sage, und ich weiß, das ich ein konventionelles Boot mit 30 Leuten schneller besetze und zu Wasser bringe als ein vergleicbares FFRB!
    Punkt Schluss aus. Ich habe das gemacht, ich muss das nicht beweisen, glauben, akzeptieren sie das oder eben nicht !!
  3. #422

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Nicht notwendigerweise.
    Doch!
    Siehe weiter unten.

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Das ist eher eine Frage der Organisation.
    Wie Sie treibende Rettungsinseln und um ihr Leben schwimmende Menschen im Wasser koordinieren wollen, ist mir schleierhaft.
    Aber um Ihren Unsinn weiter zu verfolgen, nehmen Sie woanders eben einfach Tote in kauf.. :-(

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Die Frage ist nicht ob das System Schwächen hat sondern die Frage ist welches System unter welchen Bedingungen im Vergleich das beste Gesamtergebnis bringt.
    Sind Sie in der Lage, ein Blatt Papier zu nehmen, etwas zu zeichnen, Formeln zu Hilfe nehmen und etwas zu rechnen?
    Scheinbar nicht.
    Stattdessen sollen andere hirnlose und teure Praktika durchführen.
    Und jedes Problem wischen Sie mit der Aussage vom Tisch, dass es machbar ist, ohne zu merken, wie kompliziert Sie damit etwas machen und damit eben bedeutend unsicherer, als die herkömmlichen Systeme.

    Mal sehen, was Sie zu dieser "Unmöglichkeit" der seitlichen FFRB sagen:

    Schon der freie Fall aus 10m Höhe beschleunigt auf über 50km/h.
    Ohne schwere Verletzungen ist das auch mit den speziellen Sitzen nur zu überstehen, wenn der Eintauchwinkel zur Bootsform passend ist, wobei Eintauchwinkel und Längswinkel des FFRB nicht übereinstimmen, aber in der Bootsform berücksichtigt werden.
    Zumindest zu flach bedeutet zumindest eine Wirbelsäulenstauchung, zu steil lässt das FFRB ggf. rückwärts unter dem Havaristen auftauchen.

    Das Gleitsystem soll das FFRB möglichst weit vom Havaristen freikommen lassen.
    Bei einem freien Fall aus 10m wäre das bei einem Gleitwinkel von ca. 40° der Fall. Darüber steigt der Idealwinkel leicht an.
    Um den für den Flug den Längswinkel beizubehalten, muss das RB die Gleitschiene mit dem Schwerpunkt verlassen, da es ansonsten einen "Kopfüberimpuls" oder Aufrichtimpuls erhält.
    Dazu muss auch die Trimmung durch die Passagierverteilung stimmen..
    Zuviel Last hinten kann den Bauchklatscher verursachen, zuviel vorne mindert die Entfernung vom Schiff.

    Bei einer Freifallhöhe von 10m mit einem 10m langen FFRB, bei dem idealen Winkel von 40° und unter Vernachlässigung aller Reibung und Luftwiderstand käme das FFRB bis zu einer Krängung von 15° mit dem Bug auf dem Wasser an, ohne vorher mit der Bordwand zu kollidieren.
    Während des Eintauchens würde aber auch dort das Heck schon an der Bordwand einschlagen und dadurch ggf. kopfüber gehen.
    Aber das könnte man ja durch eine Verlängerung der Gleitbahn wieder konstruktiv ausgleichen..

    Gefordert ist ein sicheres Wassern bis 30°.
    Dazu müsste man die Gleitschienen jeweils bis zur anderen Seite verlängern.
    Und sie müssten natürlich von 0° bis 75° schwenkbar sein, was eine Raumhöhe von über 30m bedingt..
    Und das ganze System natürlich oberhalb des eigentlichen Schiffsschwerpunktes und alleine mit Schwerkraft betrieben..

    Um damit noch die Schiffsstabilität zu garantieren, müsste man wohl alles andere oberhalb des Rettungsdeck weglassen.
    Also ein Rumpf mit Rettungsbooten.
    Im Prinzip also nur als Rettungsboot zu gebrauchen.
    Die zu rettenden Passagiere kann man ja mit Hubschraubern von anderen Havaristen holen und dann per FFRB ins Wasser fallen lassen, um dem Teil einen Sinn zu geben...

    Gruss Flari
  4. #423

    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    !
    Ich sage, und ich weiß, das ich ein konventionelles Boot mit 30 Leuten schneller besetze und zu Wasser bringe als ein vergleicbares FFRB!
    Vorausgesetzt man verwendet die bislang bekannten Konstruktionspronzipien.
  5. #424

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Wie Sie treibende Rettungsinseln und um ihr Leben schwimmende Menschen im Wasser koordinieren wollen, ist mir schleierhaft.
    Aber um Ihren Unsinn weiter zu verfolgen, nehmen Sie woanders eben einfach Tote in kauf.. :-(
    Das tun Sie auch. Was haben denn Rettungsinseln und Schwimmer vor den Rettungsbooten im Wasser zu suchen. Wenn erst mal Inseln und Personen im Wasser sind ist ohnehin mit einer hohen Opferzahl zu rechnen, da deren Überlebenschancen weitaus geringer ist.

    Man müsste die Konstruktion der Freifallboote völlig neu interdisziplinär überdenken. Man könnte Sitzrückhaltesysteme verwenden wie sie für Fahrgeschäfte, in der Luftfahrt oder Automobilbau zur Anwendung kommen.

    Den Ausbringungsvorgang könnte man pyrotechnisch unterstützen und zudem pyrotechnische oder aerodynamische Lagekontrollsysteme verwenden.
  6. #425

    witzlos..

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Das tun Sie auch. Was haben denn Rettungsinseln und Schwimmer vor den Rettungsbooten im Wasser zu suchen. Wenn erst mal Inseln und Personen im Wasser sind ist ohnehin mit einer hohen Opferzahl zu rechnen, da deren Überlebenschancen weitaus geringer ist.
    Wenn es einen echten Grund zur Evakuierung gibt, kann es immer zu Panikreaktionen kommen.
    Und es sind viele Situationen vorstellbar, in denen es einem Teil der Passagiere verwehrt ist, zu den Rettungsbooten zu gelangen, ohne dass es dabei zu Todesfällen kommen muss.
    Selbst bei der CC sind diverse Leute ins Wasser gesprungen.

    Es ist auch nicht garantiert, dass ein Motor eines FFRB anspringt, nachdem es sich ggf. um die eigene Achse gedreht hat.
    Auch das kann also da unten rumtreiben..

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Man müsste die Konstruktion der Freifallboote völlig neu interdisziplinär überdenken. Man könnte Sitzrückhaltesysteme verwenden wie sie für Fahrgeschäfte, in der Luftfahrt oder Automobilbau zur Anwendung kommen.
    Sie haben sich also bisher kein Stück mit den FFRB beschäftigt?
    Und nicht einmal mehr im Kopf, was hier kürzlich beschrieben wurde?

    In den FFRB sitzt man rückwärts zur Fallrichtung, wird durch die Rückenlehne geschützt und ist in jedem Fall dennoch angeschnallt!
    Oft wird zusätzlich sogar noch der Kopf fixiert.
    Ab ca. 10g sind tötliche innere Verletzungen zu erwarten.
    Die würden erreicht, wenn der Mensch im FFRB beim Aufschlag aufs Wasser je nach normaler Fallhöhe innerhalb von 1-2m abgebremst wird.

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Den Ausbringungsvorgang könnte man pyrotechnisch unterstützen und zudem pyrotechnische oder aerodynamische Lagekontrollsysteme verwenden.
    Schon wieder Hightech um etwas "einfacher" zu machen?
    Oder wie wollen Sie es sicherstellen, dass genau im richtigen Zeitpunkt gezündet wird, wenn der Havarist in den Wellen rollt?
    Was sind eigentlich pyrotechnische Lagekontrollsysteme?
    Steuerraketen für die ca. 0,8 Sekunden Freiflug, bei "Abschuss" noch weniger?

    Weiter werde ich mich mit einem offensichtlichen Troll über dieses Thema nicht mehr unterhalten.
  7. #426

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Und es sind viele Situationen vorstellbar, in denen es einem Teil der Passagiere verwehrt ist, zu den Rettungsbooten zu gelangen, ohne dass es dabei zu Todesfällen kommen muss.
    Selbst bei der CC sind diverse Leute ins Wasser gesprungen.
    Deren Überlebenschance ist normalerweise ohnehin gering.

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Es ist auch nicht garantiert, dass ein Motor eines FFRB anspringt, nachdem es sich ggf. um die eigene Achse gedreht hat.
    Auch das kann also da unten rumtreiben..
    Garantien gibt es für garnichts.

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    In den FFRB sitzt man rückwärts zur Fallrichtung, wird durch die Rückenlehne geschützt und ist in jedem Fall dennoch angeschnallt!
    Oft wird zusätzlich sogar noch der Kopf fixiert.
    Ab ca. 10g sind tötliche innere Verletzungen zu erwarten.
    Die würden erreicht, wenn der Mensch im FFRB beim Aufschlag aufs Wasser je nach normaler Fallhöhe innerhalb von 1-2m abgebremst wird.
    Und wo steht das im Widerspruch zu meinen Aussagen ?

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Oder wie wollen Sie es sicherstellen, dass genau im richtigen Zeitpunkt gezündet wird, wenn der Havarist in den Wellen rollt?
    Solche Probleme sind in der Luft und Raumfahrt längst gelöst.

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Was sind eigentlich pyrotechnische Lagekontrollsysteme?
    Steuerraketen für die ca. 0,8 Sekunden Freiflug, bei "Abschuss" noch weniger?
    Abgesehen davon dass das funktioniert, habe ich auch noch auf aerodynamische Lösung verwiesen.

    Schade dass einem der Versuch über den Tellerrand bisheriger Lösungen hinaus zu denken lediglich den Vorwurf des Trolls einbringt.
  8. #427

    Zitat von emschneider Beitrag anzeigen

    Ich habe und werde nie eine Kreuzfahrt, gemeinsam mit vereinsamten Zombies unternehmen, stehe aber angesichts der steigenden Passagierzahlen ziemlich im Regen.
    Macht nichts, Individuell-Urlaub ist angesagt.
    Zwar ohne Händedruck eitler Kapitäne aber mit Gesprächen vom Kunden zum Gastwirt des abgelegenen Gathauses.
    Mit Ihrem längeren Aufsatz haben Sie ja komplett das Thema verfehlt.
    Ob Sie, oder ob Sie nicht an Kreuzfahrten teilnehmen ist ja gar nicht gefragt. Lesen Sie doch Sysop´s Frage nochmals durch, bitte.

    Die Havarie(n) schaden dem Geschäft bestimmt nicht. Tausende Kreuzfahrschiffe sind zu jeder Zeit weltweit unterwegs.

    Passagierzahlen von Air France Route Rio/Paris oder v.v. haben auch nicht abgenommen.

    Genauso werden auch nicht weniger Menschen zukünftig mit dem Bus fahren.
  9. #428

    schaden Kreuzfahrten der Umwelt?

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Mit Ihrem längeren Aufsatz haben Sie ja komplett das Thema verfehlt.
    ................
    Die Havarie(n) schaden dem Geschäft bestimmt nicht. Tausende Kreuzfahrschiffe sind zu jeder Zeit weltweit unterwegs.
    Passagierzahlen von Air France Route Rio/Paris oder v.v. haben auch nicht abgenommen.
    ....................
    Genauso werden auch nicht weniger Menschen zukünftig mit dem Bus fahren.
    Daß viele etwas tun, muß nicht bedeuten, daß sie das Richtige tun.

    Und - was oder wen eigentlich interessiert, ob Kreuzfahrten ein Geschäft sind??? Doch wohl nur die Reedereien! Oder ist eine solche Frage, verehrtester sysop, für IRGHENDJEMANDEN sonst von Interesse? Da verfehlt man doch gern mal ein Thema, wenn es von so niedriger Bedeutung ist ... (die ARBEITSPLÄTZE ... ja ja ... aber wer nicht in die Luxusschiffe steigt, macht dann eben woanders Urlaub und braucht auch Kellner, Hoteliers, Fremdenführer usw.).

    Vergnügungssüchtige Bestager und Silberrücken, die dürfte interessieren, ob sie auch in Zukunft noch Luxusliner frequentieren können, am Captain's Dinner in Abendgarderobe teilnehmen können usw..
    Man sollte sich mal kundig machen, was an Umweltverschmutzung diese Luxusliner verursachen - da kommt nicht mal der Flugtourismus mit.
    Aber - nach uns die Sintflut. Da nützt dann eines Tages auch dem Reeder sein Vermögen nicht mehr ... Geld ist nicht eßbar ...
  10. #429

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Wenn es einen echten Grund zur Evakuierung gibt, kann es immer zu Panikreaktionen kommen.
    Und es sind viele Situationen vorstellbar, in denen es einem Teil der Passagiere verwehrt ist, zu den Rettungsbooten zu gelangen, ohne dass es dabei zu Todesfällen kommen muss.
    Selbst bei der CC sind diverse Leute ins Wasser gesprungen.
    ...
    Bin der Diskussion kopfschüttelnd gefolgt und möchte folgendes zu Bedenken geben:
    Gängige Rettungsboote nehmen ca. 100 Menschen auf.
    Eher mehr.
    Beispiel: Queen Mary 2, Passagiere und Besatzung zusammen etwa 4200 Personen, es gibt 37 Rettungsboote.
    Für jeden Menschen an Bord ist Platz vorhanden.
    FFRB ist vorgesehen für eine kleine Anzahl von Menschen, meist etwa für die komplette Schiffsbesatzung von 15 Personen.
    Bei mehr Plätzen würden FFRB wohl zu groß und zu schwer ausfallen, das zu beantworten ist etwas für Fachleute.
    Rechenaufgabe: Wie viele FFRB müssten auf der Queen Mary 2 in 27 Meter Höhe (in dieser Höhe hängen die Boote dort) aufgehängt sein, um allen, Passagiere und Besatzung, Platz zu bieten?
    Diese Frage und ein paar Gedanken darüber müssten das Ende der Diskussion über FFRB auf Kreuzfahrtschiffen bedeuten.








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