Forum: Panorama
Reisen mit der Bahn - Ihre Erfahrungen?
Service, Sicherheit, Komfort: bei der Bahn stets Argumente, auf der Schiene zu reisen. Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Bahn?
- #170 13.07.2008 18:29 von
Ein Fall von vielen
Dies ist doch nur ein Fall von vielen, die meisten kommen doch garnicht an die Öffentlichkeit...
Bedingt durch den geplanten Börsengang hat die Bahn ihre Mitarbeiterzahl drastisch reduziert, insbesondere auch das technische Wartungspersonal.
Ich bin am 23. Mai mit dem ICE von Mannheim nach Paris gefahren. Auch hier waren merkwürdige Geräusche; nachdem der Zug dann etwa 20 Minuten lang nur noch 40 kmh fuhr, stellte man einen Ersatz-Zug zur Verfügung und wir mussten alle aus- und in diesen neuen Zug umsteigen.
Allerdings war hier das Zugpersonal (französisch) äusserst
entgegenkommend und auskunftsbereit.
Ich kam mit 2-stündiger Verspätung zu meinem Termin. Von der Deutschen Bahn erhielt ich einen Gutschein über 12,00 EUR. - #171 13.07.2008 18:29 von
Irrtum
Bei einer Notbremsung fällt der Luftdruck in der Hauptluftleitung, die durch den ganzen Zug geht. Dadurch werden die Bremsen in allen Wagen ausgelöst. Gleichzeit schaltet durch einen automatischen Druckwächter sofort die Antriebsleistung aus.
Nicht verwechseln: der Triebfahrzeugführer fäht vorn, der Zugführer ist hinten im Zug für alles verantwortlich. - #172 13.07.2008 18:30 von
Dreckige Socken
Vor drei Jahren etwa, abends im gut besetzten ICE von Frankfurt nach Berlin: Eine große Reisetasche, die offenbar niemandem gehörte, direkt über mir im Großraumabteil. Zu der Zeit schon gab es in jedem Bahnhof Warnungen und Durchsagen, auf herrenloses Gepäck zu achten. Genau das tat ich, fragte zunächst die Mitreisenden im Abteil, dann den Kontrolleur. Der zuckte mit den Schultern; erst auf meine noch launige Bemerkung, dass da zu 99 % wohl dreckige Socken drin wären, zu 1 % aber was anderes, meinte er, er würde die Tasche mal über die Bordsprechanlage ausrufen lassen. Es passierte -- genau gar nix. Nach einer weiteren Viertelstunde wurde mir langsam mulmig und das Ganze mir zu dumm. Ich alarmierte vom Handy über Notruf die Polizei, dann ging's plötzlich ganz schnell: Außerplanmäßiger Halt am nächsten Provinzbahnhof, drei Beamte des (damals noch) BGS betraten den Waggon, forderten alle zum Verlassen auf, schafften die Tasche vorsichtig nach draußen und gaben nach knapp zehn Minuten Entwarnung. Zum Glück waren's wohl doch nur dreckige Socken.
Hätte ich terroristische Anwandlungen, ich wüßte genau, was zu tun wäre. Aber da mir mein Leben und das der anderen lieb ist, kann ich nur jedem raten, wachsam zu bleiben und notfalls selbst die Initiative zu ergreifen. Der Bahn ist die Sicherheit der Reisenden wohl recht egal; die Geschichte vom Wochenende bestätigt meine Vermutung -- und noch mehr, wenn sich bestätigt, dass die Bahn-Mitarbeiter nicht reagierten und erst ein Fahrgast die Notbremse ziehen musste. - #173 13.07.2008 18:34 von
Meine Frau und ich sind im April konsequent auf die Bahn umgestiegen, erleben damit die Höhen und Tiefen des Bahnverkehrs tagtäglich (wie es der geneigte Leser unter www.bclog.de nachlesen kann), und dennoch sind wir die Meinung, daß die Bahn deutlich besser als ihr Ruf ist. Es gibt sicher viele kleine und auch mal größere Dinge, die man besser machen könnte, aber für ein derart großes Unternehmen mit einem derart aufwendigen und tief verzahnten System von Zugfahrten läuft das schon alles recht ordentlich. Wenn man sich ansieht, was im Straßenverkehr an technischen Defekten und Unfällen und Staus passiert, was da alles an übelsten Schrottgurken die Straßen unsicher macht, da sagt kein Mensch groß was! Oder welcher Hahn kräht danach, wenn ich mit meinem PKW nach Achsbruch in den Gegenverkehr pfeife, sechs Tote?! Eine Schlagzeile in der Lokalzeitung, sechs Striche in der Statistik, sechs Grabsteine, und gut. Insofern können wir all das Geschrei bei der Bahn nicht ganz nachvollziehen. Pannen passieren, die Folgen sind schlimmstenfalls größer, dafür passieren sie weitaus seltener, somit erachten wir die Bahn nach wie vor als das wohl sicherste Verkehsrmittel.
Ralph. - #174 13.07.2008 18:37 von
Wie soll das funktionieren
zu 1
ich glaube nicht, das man problemlos irgendwo einen Waggon aus der Garage (Schuppen) ziehen kann um ihn unkompliziert anzuhängen.Bei dem Fuhrpark den die Bahn unterhält wird das nicht so einfach sein.
zu 2
Wir sind ja nicht mal in der Lage einzelne volltrunkene Fahrer vom Auto fahren abzuhalten.
Da bin ich dann schon eher froh, das die erwähnten Volltrunkenen Zug gefahren sind, auch wenn das für den "nüchteren" Passagier lästig ist. - #175 13.07.2008 18:41 von
- #176 13.07.2008 18:42 von
Ntaürlich gibt es Höhen und Tiefen, und die meisten Mitarbeiter 'vor Ort' geben sich ja auch die größte Mühe. Die strukturellen Probleme werden aber immer größer, und die sind hausgemacht - und zwar von ganz oben!
- #177 13.07.2008 18:43 von kikolo
sollte stimmen das das personal die hinweise der passagiere ignoriert hat und erst reagiert hat als der entgleiste zug begann sich in seine einzelteile zu zerlegen so wuerde ich feststellen das solches angstvoll deutsches obrigkeitsabhaengiges unselbstaendiges personal sich besser fuer kz aufsicht eignet als in stellen mit publikumsverkehr eingesetzt zu sein...
man muss sich fragen wie kommt das...
dies verhalten sollte es tatsaechlich so gewesen sein
spricht baende ueber das wesen der menschen hier...
und ueber das unentschuldbare versagen ... derselben. - #178 13.07.2008 18:47 von
Dreckige Socken
@stiip: Da haben Sie aber Glück gehabt, dass die DB von Schadenersatzforderungen abgesehen hat!!!
- #179 13.07.2008 18:54 von
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