Forum: Panorama
Nimmt die Islamfeindlichkeit in Deutschland zu?
Die Diskussion um Ausländer-Integration fokussiert sich immer häufiger auf die Gruppe der Muslime. Zeigen radikale Thesen eine fatale Wirkung? Nimmt dadurch die generelle Islamfeindlichkeit in Deutschland zu?
- #3170 30.08.2010 15:37 von
Herzlichen Glückwunsch! Ziemlich undifferenzierter Stuss, den Sie schreiben. Zuviel Bild oder Sarrazin gelesen?
Mal so als historische Beispiele, um den Unsinn etwas einzuhegen, den Sie hier verbreiten wollen. Wie versteht man denn bitte schön die Vorkommnisse im europäischen christlichen Abendland, in dem sich die Cousins und Cousinen der erzkatholischen Fürstenhäuser munter untereinader vermählten, bis es, wie im Hause Habsburg, zu Rot-Grün-Farbgestörten, Blutern, Schwachsinnigen und anderen inzestbedingten Krankheiten kam? Meinen Sie etwa, in manchem Dorf Europas hätte es weniger Inzest gegeben? Nur den Islam alleine als Wurzel all der üblen Verwandtschaftheirat hinzustellen, ist nicht nur ein fieses chauvinistisches Vorurteil, sondern auch noch eine Messung mit zweierlei Maß, die außer Acht lässt, dass wir bis ins letzte Jahrhundert auch noch so gelebt haben.
Auf der anderen Seite kann man auch fragen, wieso der katholische Ludwig der Fromme im 9. Jahrhundert nach Christus alle wissenschaftlichen und literarischen Zeugnisse der Antike verbrennen lassen wollte, während diese, bereits nach Religionsgründung, in den islamischen Kalifaten lange bewahrt wurden. Wieso gab es, wenn man ihrer Meinung folgt, gerade auf der Iberischen Halbinsel eine derart lange Zeit des Zusammenlebens zwischen Christen und Muslime, die zwar nicht immer reibungslos, aber im Großen und Ganzen für die damalige Zeit nicht nur tolerant, sondern auch zum gegenseitigen Nutzen verlief. Die Bildung und die Archive der Mauren fanden auch großen Anklang bei den Christen. Besonders Alfonso El Sabio schöpfte daraus als christlicher Herrscher und trug so zu einem Glanz der Bildung auch in den christlichen Königreichen bei.
Es ist bezeichnend dafür, dass man nicht pauschalisieren kann, dass die eine Seite dumm, die andere intelligent sei. Ebenso wenig, dass die eine zivilisiert und friedlich und die andere aggressiv und roh sei. Es gibt auf beiden Seiten Menschen, die derart auftreten und es sind die aggressiven und dummen Menschen auf beiden Seiten, die ein Zusammenleben durch Agitation und blinden einseitigen Aktionismus stören. - #3171 30.08.2010 15:37 von
- #3172 30.08.2010 15:38 von
auf den einwand habe ich gewartet...
...wenn uns 1,6% vom affen unterscheiden, wieviel % bewirken dann einen signifikanten unterschied zwischen menschen verschiedener rassen?
es geht mir nur um den unterschied, nicht um eine bewertung
also gibt es unterschiede und die werden sich nicht nur optisch äußern, auch innere werte wie gesundheitsstabilität, ... werden dann eine rolle spielen
also die gene zu erwähnen ist nicht unfalsch - #3173 30.08.2010 15:39 von semper fi
- #3174 30.08.2010 15:39 von
- #3175 30.08.2010 15:39 von
Herr Özil ist der deutschen Sprache mächtig, er lebt nicht von Transferleistungen. Seine Freundin trägt kein Kopftuch, und ist zudem noch gebürtige Deutsche (so wie er). Zudem hat er sich bewusst für die deutsche, nicht die türkische NM aufstellen lassen. All das sagt mehr über seine Integration als das mitsingen der NH.
Die Menschen die Sarrazin meint und die seine Unterstützer meinen, leben sein xx Jahren hier, haben zumeist schon die Staatsbürgerschaft, sprechen unsere Sprache schlecht oder gar nicht, leben ausschließlich von Transferleistungen und Schwarzarbeit. Zudem geben sie sich nur mit gleichgesinnten aus ihrem eigenen Kulturkreis ab, heiraten einer Deutschen wäre undenkbar, denn das sind ja alles Schlampen... - #3176 30.08.2010 15:40 von
Kreuzigt Ihn.
Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht ! Spätestens nach der heutigen Pressekonferenz ist augenscheinlich: Sarrazin ist kein rechter Spinner, kein Antisemit, kein Volksverhetzer - die Kakaphonie politscher Entscheidungsträger aller Parteien die Ihn einhellig verdammen verdeutlich nur eines - es beseht eine riesige Kluft zwischen der politisch gewollten Meinung und der Meinung der Bürgerinnen und Bürger.
Als besonders lächerlich empfinde ich die Kritik des Zentralrats der Deutschen Juden - hier wird offensichtlich schon Nazi gerufen, wenn jemand das Wort Jude in den Mund nimmt - selbst wenn dieser den jüdischen Migranten eine überdurchschnittliche Intelligenz bescheinigt und einen stärkteren Zuzug begrüsst.
Auch die deutliche Abgrenzung von rechten Parteien und der Hinweis die Volksparteien seien für die gesellschaftliche Diskussion zuständig wird Sarazzin nichts nützen - das Urteil ist bereits im Vorfeld gesprochen, Sarrazin wird medial gekreuzigt. - #3177 30.08.2010 15:40 von
Der Berliner...
Bezirksbürgermeister Buschkowsky sagt in der TAZ, er sei gegen einen Ausschluß, man müsse auch kontroverse Meinungen akzeptieren. Dies müsse eine Volkspartei aushalten. Die Thesen des Buches seinen gro0enteils richtig, nur eben zu scharf polemisiert.
Warum liest man im SPON nichts von der so wichtigen Meinung?? warum kommt nur Hr Friedmann und Herr Al Wazir zu Wort?
Immer dann, wenn es in D ein Thema gibt, welches medienaufmerksamkeit hat, meldet sich der Zentralrat d J und Hr Friedmann, denn Medien braucht er für seine Rückkehr. - #3178 30.08.2010 15:41 von
Die Polpularität
von Herrn S. zeigt doch nur, wie verfestigt reaktionäre und ausländerfeindliche Meinungen nach wie vor bei vielen Leuten sind. Das hat überhaupt nichts mit kritischem Bewußtsein zu tun oder mit dem Wunsch, eine sachliche Diskussion anzuregen. Dass viele Foristen in Herrn S. quasi ein Opfer sehr und z.T. sogar von öffentlichem Mobbing reden ist aberwitzig.
- #3179 30.08.2010 15:41 von
Absolut...
Genau die permanente Durch- oder Einwanderung hat die Germanen so stark gemacht. Allerdings war Integration Voraussetzung. Und religiöses Andersglauben und die Bildung von Paralellgesellschaften innerhalb germanischer Stämme hatte null Bedeutung.
Würden die türkischen Migranten so herzlich mit dem Einfluß anderer Kulturen umgehen, wie die Deutschen das tun, gäb´s Bezirke wie Duisburg - Marxloh nicht und türkische Mütter mit deutschem Pass sprächen nach 30 Jahren in D die Landessprache.
Die aktuellen Top-Themen



