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Mitmach-Web - Aufklärer oder Propagandaorgan?

Sind Web-Plattformen wie YouTube wichtige Instrumente der Wahrheitsfindung - oder unkontrollierbare Marktplätze für Lügen und Propaganda? Diskutieren Sie mit!
  1. #10

    Jein

    Herr Mc Inrie und Herr Stoecker haben wohl beide Recht und Unrecht. Die Aufzeichnung, die man nach der Ausstrahlung incl. des Transparent 'Mission accompl.' nur noch ohne das Transparent sah war Bushs erster Auftritt (in Fliegerjacke nach schoen inszeniertem Spurt aus seinem Helicoter.

    Die von McI. kritisierte Ausstahlung (bei einer spaeteren Feierstunde) war nicht manipuliert worden. Also der vorgang ist korrekt beschrieben, nur leider nicht am richtigen Beispiel.

    gruss aus NY
  2. #11

    Medienpropaganda durch Politik find ich gut !

    Regierungen weltweit benutzen Medien als Propagandaorgan um Unwahrheiten zu verbreiten. Gerade das in dem Artikel beschriebe "Opfer" gehoert einer der schlimmsten Propagandamaschinen (Pentagon) der letzten 50 Jahre an. In Geheimdienstkreisen nennt man die Manipulation der Medien zum eigenen Nutzen "Infowars".
    Diese Portale, wie z.B. YouTube/Google Video sind die Chance fuer den kleinen Mann Regierungen und/oder Politiker mit den eigenen Waffen zu schlagen. Ich finds amuesant.

    Jeder hat das Recht belogen zu werden ;)
  3. #12

    Das jüngste Gerücht war schon immer zugkräftig

    Ein Quotenhit zusammen mit Sex waren Gerüchte schon immer.
    Die Menschheit hatte auch schon immer Gerüchteküche und -transportierer.

    Vor 'Mission accomplished' war die pure Lüge 'Loose Change' ein Quotenhit, also nichts wirklich Neues im Netz.
    Letzlich beide nur verfilmte Verschwörungsthesen, also Politik mit Pseudo-Sachinfos vermischt.

    Sowas gabs außerhalb vom Netz schon von Kreativisten bis zu den Lebensberatungs-Gurus.

    Im Prinzip wären solche Dinge kaum erwähnenswert wenn eben nicht das Interesse vieler sich voll auf die Gerüchteküche fixiert. Damit wird Sachinfo zum Randthema neben Agitation, ganz im Unterschied zur zahlenmäßigen Präsenz im Mitmach-Web.
  4. #13

    Nichts wirklich neues

    Im Prinzip ist das doch nichts wirklich neues. Nur der Kreis hat sich geändert. Früher war es der Stammtisch in der Kneipe um die Ecke, wo sich die Leute unterhalten haben und wo es Aufklärer gab und Propagandisten. Naive Leute, die alles glauben und Leute, die dies misbrauchen.

    Jetzt ist der Stammtisch nur größer geworden. Und wie es am Stammtisch so üblich ist, werden auch im Web 2.0 viele Witze erzählt, wird viel gelacht und manchmal auch über Politik gesprochen.

    Das schöne am Internet ist: vom Stammtisch zu anderen Quellen war der Weg oft weit und die Neigung dem Stammtischschwätzer zu glauben war groß. Heute kann der Intelligente Nutzer oft mit wenigen Klicks eine andere Quelle finden. Wenn er denn will...
  5. #14

    Hmm, irgendwie vermisse ich hier meinen Beitrag... Na gut, dann eben nochmal.

    Meine Kritik bezog sich auf die resümierende Feststellung des Artikels, dass die im Internet in die Welt gesetzte Lüge Mangels Aufmerksamkeit für den Gegenbeweis, unwideruflich erhalten und verbreiten würde.

    Meines Erachtens nehmen sich Internet und klassische Medien in dieser Hinsicht gar nichts. Oder wann hat schon mal jemand gesehen dass eine Gegendarstellung einer Zeitung oder einer TV-Sendung ebenso in den Mittelpunkt gerückt wurde, wie der fragwürdige Bericht?

    Wenn man dem Internet als Aufklärungsorgan etwas vorwerfen kann, dann die mangelnde Professionalität - aber nicht die Diskrepanz der Aufmerksamkeit zwischen Lügen- und Entlarvungsbericht.
  6. #15

    Die Wahrheit liegt im Widerspruch

    Zitat von sysop
    Sind Web-Plattformen wie YouTube wichtige Instrumente der Wahrheitsfindung - oder unkontrollierbare Marktplätze für Lügen und Propaganda? Diskutieren Sie mit!
    Die Wahrheit liegt im Widerspruch z.B. im Widerspruch zwischen www.whitehouse.gov und www.whitehouse.org
  7. #16

    konkurrenz

    Der Spiegel ist hauptsaechlich ein Print medium und deshalb in Konkurrenz zum Internet.

    Hier in den USA gehen die Auflagenstaerken der Printmedien zurueck. Der Trend sich informationen vom Internet zu holen ist steil ansteigend.

    Man kann auch jede Menge Fehlmeldungen der Printmedien zeigen, d.h. nicht, dass alle Printmedien einfach Fehlmeldungen schreiben. (Der Spiegel ist da eine serioese Vorzeige Zeitung).

    Hier in den USA geht der Einfluss der PRintmedien drastisch zurueck. Bei der letzten Presidentenwahl wurde Bush gewaehlt trotz der Printmedien, die fast ausschliesslich Kerry unterstuetzten. (Amerikanische Zeitungen machen so etwas sehr offen und drucken ihre Empfehlungen). Die Reps haben damals viel ueber das Internet gearbeitet, vielleicht erinnert man sich noch an die 'Swift Boat Affaere', die hier ziemlichen Eindruck gemacht hat.

    Heute ist der Erfolg der Democrats vielfach den Internet bloggern zu verdanken. Die Print und TV Medien sind von Bush in Staatsorgane umgewandelt worden, die die Regierungsnachrichten ziemlich unkritisch abdrucken.

    Da ist eine Luecke entstanden, die durch das Internet ausgefuellt wird.

    Derzeit gibt es viele Bestrebungen, dass Internet zu kommerzialisieren, Viele vermuten, dass eben vieles was dort geschrieben wird, den Regierenden nicht angenehm ist. Ein kommerzielles Netz oder staatlich kontrolliertes Netz kann unliebsame Informationen einfach unterbinden. Anscheinend schlaegt der Spiegel hier in die gleiche Kerbe, wenn auch wahrscheinlich aus anderen Gruenden.

    Die MAcht geht nun mal vom Volke aus, 'Wir sind das Volk', nicht irgendwelche Zensoren, oder Apparatschiks die bestimmen, was die Menschen wissen duerfen und denken duerfen und was nicht.

    Deswegen muss das Netz unter allen Umstaenden von irgendwelchen Regulierungen frei bleiben. Informationen muessen frei ausgetauscht werden koennen. Meinungen frei geaeussert werden.

    Und auch falsche Meinungen, die Angelegenheit, die beschrieben wurde hat sich ja auch schnell als Ente gezeigt.

    Anders sind da z.B. Internetbewegungen wie die 9-11 Aufklaerungsbewegung, die sich gerade uebers Internet schnell verbreitet und Informationen erhaelt und verarbeitet, die sonst nicht verarbeitet wuerden. Welches Printmedium wuerde sich wagen, so etwas zu drucken?

    Die Berichten dann erst, wenn die Bewegung gross genug geworden ist. Heute glaubt die MEhrzahl der Amerikaner, dass der Bericht der Regierung ueber 9-11 an grundsaetzlichen Punkten falsch ist, das ist ein Erfolg der Blogger.

    Das Internet nimmt damit die Funktion wahr, die eigentlich den Printmedien zugedacht war, diese aber offensichtlich dazu nicht mehr in der Lage sind.

    Der Journalismus ist ziemlich hinterher, wesentlich Neues oder interessantes kommt von dort eigenlich nicht mehr, nur das taegliche Einerlei.

    Gruss

    W.
  8. #17

    Mitmach-Web? - bei YouTube schon. aber beim SPON?

    Zitat von sysop
    Sind Web-Plattformen wie YouTube wichtige Instrumente der Wahrheitsfindung - oder unkontrollierbare Marktplätze für Lügen und Propaganda?
    wieso wird eigentlich so getan als ob mit dem Web etwas ganz Neues erfunden wurde?
    Früher galten Bücher als gefährlich. Der Himmel bewahre uns davor, dass das gemeine Volk auch Bücher lesen oder gar selbst schreiben dürfte! ;-))
    Heute sind es die Internet-Blogs, die Regierungen ein Dorn im Auge sind. Wer hat eigentlich beschlossen, dass nur Regierungen Propagandalügen verbreiten dürfen? Frühere Diktatoren bedienten sich des Radios und des Fernsehens. Ideologen ebenso. Die Propaganda-Schriften waren noch Schriften. Heute vertreibt Al-Qaeda seine Ideologie im Web (nicht auf YouTube zwar, aber im Web).

    Waren also früher Bücher, Radio und Fernsehen gefährlich? Weil sie missbraucht werden konnten? - Nein.
    Es waren und sind immer nur Menschen gefährlich, die Propaganda verbreiten und dafür die Möglichkeiten, die es dazu gibt, ausnutzen. Menschen kann man aber nicht verbieten. Also, der verqueren Logik derer zufolge, die die MACHT und die KONTROLLE über das haben wollen, was "die Wahrheit" sein soll, werden die Medien zensiert oder verboten, wird Menschen der Mund verboten.

    Oder man denke an die Aufklärung. Aufklärung mittels Bücher, Radio, Fernsehen, oder eben jetzt *YouTube* und Blogs, ist Regierungen, die die Menschen beherrschen wollen, gefährlich. Also wird das Medium, das die Macht der Herrschenden gefährdet, verteufelt. Dem Volk kann offensichtlich nichts zugemutet werden, was nicht vorzensiert wurde. Auf YouTube werden Lügen verbreitet? - Anstatt dass die Lügen aufgedeckt werden, muss am Besten gleich YouTube gesperrt werden...
    Warum waren die auf YouTube verbreiteten Lügen überhaupt *glaubwürdig*? - Weil die Regierung Bush schon oft gelogen hatte...Das letztere, und nicht YouTube, war das eigentliche Problem...
    Diskutieren Sie mit!
    Tja. DAS täten hier beim SPON bestimmt gerne noch mehr Menschen, aber hier wird ja *moderiert*. Und zwar mittlerweile so exzessiv, wie mancher Politiker gerne das gesamte Web *moderieren* würde. "Mitmach-Web" - Aufklärer oder Propaganda-Organ? Ihr Spiegel-Journalisten habt es mit dem SPON auch in der Hand. Liebe Moderatoren, lasst endlich die Foristen beim SPON so *mitmachen* wie die Mitglieder bei "YouTube". Wenigstens die bewährten Stammgäste!
    Damit man nicht immer den Drang bekommt, heftig in die Tischplatte zu beissen, wenn es im SPON wieder einmal heisst: "diskutieren Sie mit!". Seien Sie mutig, erlauben Sie hier im SPON Basisdemokratie und freie Meinungsbildung durch offenen, unzensierten Informationsaustausch!
  9. #18

    "McIntees Video haben bis heute mindestens 180.000 Menschen gesehen - "Mike McIntee lügt" nur 13.400." Macht nix - BILD lesen auch Millionen, im Gegensatz zu einem Bruchteil, der bei bildblog.de reinschaut...
    Stündlich werden administrativ Lügen über Medien wie TV oder das Netz verbreitet - und jetzt nutzt ein kleiner Hansel dies aus und dreht den Spieß um. Und verbreitet damit sogar noch administrative Aufregung (selbst beim Spiegel) - köstlich.
  10. #19

    Bitte um Aufklärung, lieber Buddha

    Zitat von buddha
    Was? Im Internet wird gelogen?
    Neeh, ne?

    Wie? Ein Blogger hat behauptet der Spruch Mission accomplished sei aus einem Video nachträglich entfernt worden? Und das stimmt garnicht?

    Boah eij, voll die üble Propaganda.
    Und das ausgerechnet im US-Wahlkampf. Echt krass.

    Was'n Glück das uns die voll endgeil investigativen SPON-Journalisten über solche Machenschaften aufklären.
    Danke!!
    //b
    Was wollten Sie eigentlich sagen, Buddha?
    Ihren Sarkasmus habe ich registriert, er ist aber - für mich mindestens - inhaltsleer, als kann ich ihn nicht richtig anordnen.

    Geben Sie mir bitte eine Nachhilfeerläuterung.

    Danke und viele Grüße


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