Forum: Panorama
Love Parade - welche Lehren müssen aus Duisburg gezogen werden?
21 Tote und Hunderte von Verletzten mussten nach der Katastrophe von Duisburg im Rahmen der diesjährige Love Parade beklagt werden. Welche Lehren für die Zukunft von Großveranstaltungen dieser Art sind aus dem Desaster zu ziehen?
- #1 31.07.2010 10:54 von
- #2 31.07.2010 11:02 von
Persönlich
Persönlich ziehe ich daraus keine Lehre sondern eine Bestätigung: Menschenmassen meide ich, wenn nur irgendwie möglich. Ob das nun eine Loveparade ist, Public Viewing, Rock Festivals oder die Mitternachtseröffnung eines Elektromarktes. Das tue ich mir nicht an!
Wenn ich feiern und tanzen will kann ich das auf einer Party für 1000 Leute genauso gut, wie auf einer für 1.000.000. Ein Unterschied für den Einzelnen ist eh nicht festzustellen, ausser vielleicht Schwierigkeiten bei Anreise/Abreise/Toilettensuche usw. - #3 31.07.2010 11:05 von
Die selbe Lehre die wir auch in vielen anderen Bereichen wieder neu erlernen müssen: Es geht um Menschen und demenstrechend sorgfältig sollte man handeln.
Unsere Gesellschaft ist menschenfeindlich geworden. Profit, Erfolg und Geld steht über allem. - #4 31.07.2010 11:10 von
Es muß generell gewissenhaft geprüft und überprüft werden ob die Wegekapazitäten dem Besucherandrang und der Kapazität des Veranstaltungsortes tatsächlich entsprechen.
Veranstaltungen dieser Größenordnung können generell nicht auf einem hermetisch abgeriegelten Areal, mit nur einem Zu- und Abgang durchgeführt werden.
Die Veranstaltung hätte weder so geplant, beantragt, genehmigt, noch durchgeführt werden dürfen. Sie war von der Planung an zum unweigerlichen Scheitern verurteilt. - #5 31.07.2010 11:37 von IsArenas
Chaos-Theorie und Praxis
Dazu wurde ja schon einiges und eigentlich alles gesagt. Technisch-planerisch-organisatorisch wird man gewiss viel versuchen zu verbessern, das liegt in der Natur des Menschen.
Ansonsten: Shit happens oder feiner,neutraler: Murphys Gesetz (das vom Toast, der immer mit der belegten Seite nach unten faellt), alles, was passieren kann, passiert eben irgendwann...ich denke mal, das weiss man allerspaetestens seit Tschernobyl (im Negativen) und dem Fall der Berliner Mauer (im Positiven).
Lebe jeden Tag, als waere es dein letzter, waere auch noch so ein Lehrsatz. Der beruehmte Fluegelschlag des Falters im Amazonas-Urwald bestimmt vielleicht jetzt gerade meinen Tod... - #6 31.07.2010 11:50 von Mocs
Welche Zahl ist x ?
Auch wenn es vermessen klingt - ich glaube es gibt eine Besucherzahl x oberhalb derer alle Simulationen, Modelle, Ordner- und Polizeieinsatz reine Makulatur sind.
Ab einer bestimmten Zahl von Teilnehmern ist imho nichts mehr plan-, regel- und steuerbar.
Der Verlauf der Veranstaltung ist dann reine Glückssache.
Die Frage ist nur : Welche Zahl ist x ? - #7 31.07.2010 12:16 von
- #8 31.07.2010 12:29 von
Das die Menschen rücksichtsvoller werden.
Ich wundere mich ehrlich gesagt, dass alle Welt mehr von Unglück, Trauer, Schuld u.s.w. spricht und im Verhältnis dazu nicht ausgesprochen wird, dass die Loveparade eine Egoisten Veranstaltung voller Drogen-Bum-Bum-Bum ist. Wo sonst wird mehr geschuppst und getreten?? auf einem Punkkonzert? im radikalen Fanblock im Fußballstadion? Am 1. Mai in Kreuzberg? alles agressive Veranstaltungen die die Welt nicht braucht, bzw. das Benehmen der Menschen dort!!! - #9 31.07.2010 12:32 von Stefanie Bach
Konsequenzen
Hannelore Kraft hat die richtigen Worte gefunden. Den Opfern, den Angehörigen, den vielen betroffenen Menschen "und nicht zuletzt uns selbst sind wir es schuldig, das Geschehene und Unfassbare lückenlos aufzuklären".
Das ist der erste Schritt. In der Konsequenz muss es insbesondere darum gehen, ordnungsgemäßes Verwaltungshandeln zu sichern und den öffentlichen und privaten Raum sauber voneinander zu trennen. Eine Vermischung von privaten Gewinninteressen und öffentlichem Verwaltungshandeln darf es nicht geben. Die Politik darf nicht vor der Wirtschaft kapitulieren.
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