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Konsum - warum ist Shoppen für viele Leute so wichtig?

Konsumieren macht Spaß, Binnennachfrage ist essentiell fürs Wirtschaftswachstum, und manche Dinge braucht man einfach. Aber für viele ist da mehr: Einkaufen, auch nicht unbedingt notwendige Dinge, fasziniert und schafft Befriedigung. Oder warum ist Shoppen für viele Menschen so wichtig?
  1. #100

    Ohne Konsum wäre das Leben schlechter

    wichtig ist nur, das man sich nach seinem Geldbeutel richtet und nur Dinge kauft, die einen wirklich Nutzen bringen. Ansonsten schädigt man sich selbst. Das können gerne Luxusartikel sein. Aber man sollte sie nicht kaufen, nur um damit hausieren zu gehen bzw. mitreden zu können.
    Wenn aber ein Einkauf einem Herzenswunsch entspricht und problemslos zu bezahlen ist, wäre es ein Vergehen gegen sich Selbst, darauf zu verzichten.
  2. #101

    Zitat von lloretta Beitrag anzeigen
    Also ich flaniere grundsätzlich nicht durch die Einkaufsstraßen, sondern kaufe (bis auf Lebensmittel) fast alles über das Internet. Ich glaube, dass das "Shoppen gehen" tatsächlich einfach aus Langeweile betrieben wird. leider schleift mich mein Mann ab und zu mit, der mag das (warum auch immer) auch sehr.Stöbern, gucken, Passendes finden etc.Gähn.
    Ich halte das ähnlich. Die Rennerei durch haufenweise Geschäfte mag ich nicht. Per Klick einkaufen kostet kaum Zeit und Zeit in Einkaufsdingen will ich mir nicht nehmen. Es sei denn, ich brauche Artikel xy sofort und weiss, ich kriege den in Geschäft zz.
    Shoppen ist für meine Begriffe eine Art Jagd, von der man sich in irgendeiner Weise eine Befriedigung erwartet. Was bei mir nicht wirkt. Ich ärgere mich immer nur nach kurzer Zeit.
    Ich habe mir erst kürzlich einen neuen Rechner gekauft. Nach langer Recherche im Internet und haufenweise Vergleichen. Bestellt war der online. Abgeholt hab ich ihn selber. Das wars dann an Konsum für diese Jahr.
  3. #102

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Natürlich müssen wir wachsen. Womit wollen wie denn die Zinsen bezahlen und die Inflation ausgleichen ?.
    Die uns das vorherige "Wachstum" beschert haben?
    Wachstum sieht doch seit langem so aus, dass Schulden gemacht werden, um alte zu bezahlen. Privat-Konsument nimmt sich ein Beispiel daran.

    Jede kann ganz persönlich auf Wachstum verzichten indem er in Zukunft auf jegliche Lohnerhöhung verzichtet.
    Tut Freiberufler ohne Ende.
  4. #103

    ...

    Zitat von meles77 Beitrag anzeigen
    Die uns das vorherige "Wachstum" beschert haben?
    Wachstum sieht doch seit langem so aus, dass Schulden gemacht werden, um alte zu bezahlen. Privat-Konsument nimmt sich ein Beispiel daran.
    Wachstum auf Pump ist keines.

    Zitat von meles77 Beitrag anzeigen
    Tut Freiberufler ohne Ende.
    Ich bin selber Freiberufler.
  5. #104

    Arbeitsteilung

    Geldverdienen ist weit weniger anstrengend und viel befriedigender als das Ausgeben. Ich delegiere Letzteres grundsätzlich an meine Frau.
  6. #105

    Traurig

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Die bekämen wir wenn viele auf Konsum verzichteten.
    Sehr traurig, wenn dies der Grund für Notzeiten sein soll. Ihr Beitrag zeugt von der Mentalität sehr vieler, die da meinen, unser "Wohlstand" könne nur durch Konsum gehalten werden. Dem ist Gott sei Dank eben nicht so.
  7. #106

    Danke

    Zitat von scorpie Beitrag anzeigen
    Der Konsumrausch verändert, wie alle "Räusche", die psychische Beschaffenheit dessen, der ihn sucht. Flüchtig. Gesucht wird eine Änderung, weil der Konsument dem Status quo entrinnen will. Wenn man nicht zur Weihnachtszeit den "Reiserausch" sucht und den nächsten Kredit für einen Kurztrip aufnimmt......
    Ihr Beitrag zeigt mir, dass ich nicht allein so denke/empfinde.
  8. #107

    ...

    Zitat von ulan 1 Beitrag anzeigen
    Sehr traurig, wenn dies der Grund für Notzeiten sein soll. Ihr Beitrag zeugt von der Mentalität sehr vieler, die da meinen, unser "Wohlstand" könne nur durch Konsum gehalten werden. Dem ist Gott sei Dank eben nicht so.
    Doch, dem ist so. Ihnen sind offenbar selbst elementarste ökonomische Zusammenhänge nicht klar.

    Wovon leben Sie denn ?
  9. #108

    Wachstum um jeden Preis?

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Natürlich müssen wir wachsen. Womit wollen wie denn die Zinsen bezahlen und die Inflation ausgleichen ?
    Wachstum per se ist nichts Schlechtes. Aber Wachstum um jeden Preis kann sich zum Systemfehler auswachsen, wie wir in der Bankenkrise erleben konnten.
    Wenn es eine allgemeingültige Erkenntnis aus der Krise gibt, dann diese: Wachstum muss nachhaltig sein, sonst ist es auf lange Sicht nicht tragfähig.

    Jeder kann ganz persönlich auf Wachstum verzichten indem er in Zukunft auf jegliche Lohnerhöhung verzichtet.
    Das neue deutsche Wirtschaftswunder generiert sich gerade daraus, dass die Löhne und Gehälter in D seit 20 Jahren die geringsten Zuwächse in ganz Europa verzeichneten (22%). Real sind sie in diesem Zeitraum sogar gesunken. Wirtschaftswachstum und individuelle Wohlstandsmehrung sind also nicht zwingend kongenialen Phänomene.
  10. #109

    Zitat von ulan 1 Beitrag anzeigen
    Sehr traurig, wenn dies der Grund für Notzeiten sein soll. Ihr Beitrag zeugt von der Mentalität sehr vieler, die da meinen, unser "Wohlstand" könne nur durch Konsum gehalten werden. Dem ist Gott sei Dank eben nicht so.
    Da unterstütze ich ihre Ansicht der Dinge. Durch Konsum in dem Sinne wird weder eine Wirtschaft in der Potenz, die nötig wäre, angekurbelt, noch dringende Bedürfnisse befriedigt.
    Real sehe ich eine durch religiöse und traditionell verflochtene Sitte, die hier tragend auch das familiengefüge auf kommerzieller weise zusammenschmiedet- und wo es nach wie vor passiert, wie durch dieses beschenken und Beschenkt werden alte Bande neu geknüpft werden, aus der Tradition allein heraus und ohne Sinn und Unsinn dessen noch zu hinterfragen.
    Wohlstand kann und IST auf andere Weise zu tragen als in dieser herkömmlichen Melodie des Weihnachtsrausches, zumal ebenfalls aus dieser Sitte nicht nur Traum, sondern auch Albtraum erwachsen kann.
    Appellieren wir an den Umstand von Notzeiten, so wird in den einkommensschwachen Familien sicherlich mehr "praktisches und nützliches" geschenkt werden wie in bessergestellten Familien.Doch ist das eben kein kindgerechtes Geschenk, wie eben der Luxus eines SPIELzeuges, sondern eben die nötige Winterjacke oder das neue Bett.
    Der Geschenke gedenken müssen diese Kinder dann weiterhin und werden psychisch damit zusätzlich bestraft und stigmatisieren sich notgedrungen selber.


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