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Können Liebes-Beziehungen, die über das Internet geknüpft wurden, stabil sein?

Partnerportale im Internet haben Konjunktur: Die Vorstellung, die Frau oder den Mann fürs Leben mit Hilfe ausgeklügelter Suchstrategie schließlich zu finden, ist einfach zu verlockend. Große Auswahl, zunächst wenig Mühe und überschaubare Kosten sprechen dafür. Wie dauerhaft aber können diese Anbahnungen nach Maß sein?
  1. #20

    Zitat von Rainer Helmbrecht Beitrag anzeigen
    Heute ist ja Alles anders. Ich habe mich in meine Frau verliebt und sie sich in mich. Obwohl wir damals nicht perfekt waren, habe ich es auch bis heute nicht geschafft perfekt zu werden. Aber als paar wurden wir immer perfekter. So wie Kieselsteine sich abschleifen, wurden auch wir immer runder. Perfekt in einer Beziehung/Ehe ist sowas wie der Gemeinsame Nenner. Wer den gefunden hat, der wurde, nicht für Andere, aber für sich und seine Beziehung, perfekt.

    MfG. Rainer
    Diesem Gedanken schließe ich mich gerne an, denn er trifft es wohl: nicht die Partner müssen perfekt sein, sondern die Beziehung/Ehe muss so gestaltet werden, dass sie immer perfekter wird - wenn schon dieser Begriff verwendet wird.

    Sich in jungen Jahren kennlernen und gemeinsam das Zusammenleben gestalten und anschließend die Ehe/Beziehung durch alle Höhen und Tiefen zu bringen, das ist doch der Lebensinhalt. Wie langweilig wäre es, eine Topp-Perfektion erreicht zu haben.

    Dass man einen Anfang über das Internet setzen kann, halte ich für gut; denn da trifft man, in der Regel, auf Leute, die ebenfalls suchen und das Single-Leben beenden möchten. Im Gegensatz zum Alltagsleben, wo man dies erst mühsam abtasten muss.
  2. #21

    .

    Zitat von jimknopf107 Beitrag anzeigen
    Irgendwie ist es doch beruhigend, dass es das andere Geschlecht auch nicht so viel besser hat ;-) Die Einen stören sich am Machogehabe ohne Hirn- die Anderen am tussigen Zickengehabe ohne Hirn, und so trägt jeder sein eigenes Kreuz mit sich herum.. Und - bei welcher Gelegenheit haben Sie ihren heutigen Mann angesprochen?
    Stellen Sie sich vor, garnicht! Ich hatte immer genug Arbeit und eine intakte Familie.
    Zu meinem Mann bin ich über eine Freundin und eine Taxifahrt gekommen. Meine Freundin saß vorn , neben dem Fahrer und ich im Fond. Meine Freundin führte eine Unterhaltung in dessen Verlauf der Fahrer sagte:" Wenn er mal heiraten sollte, keine Frau mit Kindern ,Hund oder Brille."
    Daraufhin habe ich gesagt, dass ich dann ja großes "Glück" habe, ich habe 2 Kinder ,einen Hund und eine Brille.
    Wir lachten alle und der Fahrer verabredete sich mit meiner Freundin, bis ich aus dem "Tiefschlaf" erwachte und meine Mädchen damals 8 und 9 Jahre alt, fanden den Mann auch o.K. und so haben wir nach 4 Jahren geheiratet und sind nun schon 41 Jahre zusammen - und glücklich.
    So einfach war das! Und dann habe ich wirklich nach 11 Jahren alleinerziehender Mutter , mit großem Freundes- und Kollegenkreis, die alle mal nach und mir und den Kindern sahen, wieder zur Bindung entschlossen und das war richtig.
    Auch wir haben manchen Strauß gefochten und jeder war mal 2. Sieger. Das ist für mich normal.

    Unsere Tochter ist erfolgreiche Geschäftsfrau , hat sich allein ein Doppelhaus im Speckgürtel Berlins gebaut und neulich fragte sie jemand, ob sie ihren Vater, meinen ersten Mann und sehr wohlhabend,
    mal aufgesucht habe und mein Kind sagte:" Mein Vater steht da draussen (im Garten) und quarzt. Das andere ist mein Erzeuger!
    So denkt auch mein anderes Mädchen , die in Amerika gut verheiratet und glücklich ist und dann ist das so. Ich halte mich da raus , die sind beide erwachsen.

    Aber, man sollte keinen Partner s u c h e n , das ergibt sich von allein und wer bestimmte Männer-oder Frauenbilder im Kopf hat, greift sowieso daneben, der sucht nur ein Duplikat und kein Original.
  3. #22

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Ja, stimmt, und dann gibt es noch den einen Ausnahme-Fall, wo sich zwei Perfekte treffen, sich mögen und als Partner annehmen.
    Unter dem mache ich es nicht.
  4. #23

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Unter dem mache ich es nicht.
    Da fehlt ein Smiley;o).

    MfG. Rainer
  5. #24

    Können Liebes-Beziehungen , die über das Internet geknüpft werden, stabil sein ?

    Zitat von Rainer Helmbrecht Beitrag anzeigen
    Nur mal nebenbei, ich bin Steinbock und konnte mit meinem Charme immerhin überzeugen;o).

    MfG. Rainer
    Da freue ich mich für sie sehr (ehrlich), manchmal denke ich, was stellen denn die Menschen heute für Ansprüche an die Partner? Erst mal sollte man bei sich auch suchen. Nobody is perfekt!

    "Steinbock sollte auch keine Beleidigung sein, nur ein Hinweis auf "grob".
  6. #25

    Liebes-BEziehungen , die über das Internetgeknüpft wurden, stabil sein?

    Zitat von Rainer Helmbrecht Beitrag anzeigen
    Heute ist ja Alles anders. Ich habe mich in meine Frau verliebt und sie sich in mich. Obwohl wir damals nicht perfekt waren, habe ich es auch bis heute nicht geschafft perfekt zu werden. Aber als paar wurden wir immer perfekter. So wie Kieselsteine sich abschleifen, wurden auch wir immer runder. Perfekt in einer Beziehung/Ehe ist sowas wie der Gemeinsame Nenner. Wer den gefunden hat, der wurde, nicht für Andere, aber für sich und seine Beziehung, perfekt.

    MfG. Rainer

    Ja, das stimmt! Man ist fast wie eineiige Zwillinge - man denkt gleich und wenn mein Mann mich ansieht und umgekehrt, dann wissen wir, was wir über eine bestimmte Sache denken. Und mein Enkel und die Kinder hören das an meiner Stimme - ohne , dass ich mich zu einer Sache äußere- sogar am Telefon. Bestimmte Redewendungen wie :" So, findest Du?", signalisieren ihm meine Negativmeinung. Und dann fragt er nach und erst dann sage ich was dazu. Man wächst zusammen,obwohl wir wahrlich auch unterschiedliche Hobbys haben.
  7. #26

    Zitat von chirin Beitrag anzeigen
    Da freue ich mich für sie sehr (ehrlich), manchmal denke ich, was stellen denn die Menschen heute für Ansprüche an die Partner? Erst mal sollte man bei sich auch suchen. Nobody is perfekt!

    "Steinbock sollte auch keine Beleidigung sein, nur ein Hinweis auf "grob".
    Habe ich auch nicht so aufgefasst:o).

    MfG. Rainer
  8. #27

    ..

    Zitat von chirin Beitrag anzeigen
    Aber, man sollte keinen Partner s u c h e n , das ergibt sich von allein und wer bestimmte Männer-oder Frauenbilder im Kopf hat, greift sowieso daneben, der sucht nur ein Duplikat und kein Original.
    Sehr schön geschrieben, aber im letzten Punkt irren Sie sich: Natürlich kann man unglaubliches Glück haben - wie Sie, die hohen Scheidungsraten (wir erinnern uns- fast alle Scheidungen werden von Seiten der Frau eingereicht) sprechen allerdings eine andere Sprache. Wenn ich nicht zumindest unterschwellig suche, wird das nix. Natürlich wird man immer irgendeinen zweitklassigen Job, irgendeine Wohung oder irgendeinen Partner kriegen, wenn man nur das nimmt, was einem halt nachgetragen wird, aber wenn ich nie für mich definiere, was für mich eigentlich "Glück" bedeutet- wie soll ich dann wissen, ob ich es gefunden habe? Ergo muss man selbst reflektieren- und den Partner/in danach auswählen, sonst wird man vermutlich nicht viel Spaß haben in der nächsten Beziehung.. Oder sie endet so, wie viele Beziehungen, wo die Leute stundenlang gegenüber sitzen, aber kein Wort miteinander reden.
  9. #28

    Zitat von jimknopf107 Beitrag anzeigen
    Sehr schön geschrieben, aber im letzten Punkt irren Sie sich: Natürlich kann man unglaubliches Glück haben - wie Sie, die hohen Scheidungsraten (wir erinnern uns- fast alle Scheidungen werden von Seiten der Frau eingereicht) sprechen allerdings eine andere Sprache. Wenn ich nicht zumindest unterschwellig suche, wird das nix. Natürlich wird man immer irgendeinen zweitklassigen Job, irgendeine Wohung oder irgendeinen Partner kriegen, wenn man nur das nimmt, was einem halt nachgetragen wird, aber wenn ich nie für mich definiere, was für mich eigentlich "Glück" bedeutet- wie soll ich dann wissen, ob ich es gefunden habe? Ergo muss man selbst reflektieren- und den Partner/in danach auswählen, sonst wird man vermutlich nicht viel Spaß haben in der nächsten Beziehung.. Oder sie endet so, wie viele Beziehungen, wo die Leute stundenlang gegenüber sitzen, aber kein Wort miteinander reden.
    Zu der von Ihnen gestellten Frage gibt es eine Antwort: angesichts der weithin unbekannten Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Menschen ist es gar nicht möglich, sich einen endgültigen theoretischen Glücksbegriff für Partnetschaften zu definieren. Und das ist auch nicht nötig, ja sogar der Auslöser von Enttäuschungen. Dagegen wenn man unvoreingenommen dieses "irgendeine" Gegenüber akzeptiert und erkundet, werden sich ganz neue Prämissen/Aspekte für eine Paarbeziehung zeigen, die vorher gar nicht bekannt sein können.

    Natürlich bleibt alles ein Balanceakt zwischen "Angebot und Anspruch". Aber viele Beziehungen scheitern gerade an einem vorher eingebildeten festgefahrenen Anspruch, anstatt die Vielfalt und den Neuwert einer Beziehung zu würdigen.Deswegen ist
  10. #29

    Zitat von jimknopf107 Beitrag anzeigen
    Oder sie endet so, wie viele Beziehungen, wo die Leute stundenlang gegenüber sitzen, aber kein Wort miteinander reden.
    Die Egobeziehung ist immer eine sehr ambivalente Beziehung.
    Im Grunde des eigenen Seins nervt der unperfekte Partner nur,
    doch sich das und dem anderen einzugestehen, da steht
    die Angst dazwischen vor dem Alleinsein. Also wird der
    andere als Ersatzbefriedigung für die perfekte Beziehung benutzt,
    was natürlich nicht glücklich macht.








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