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Kann man der Justiz in Deutschland trauen?

Kritik an Gerichtsurteilen hat es immer gegeben, doch in letzter Zeit scheinen sich Fälle zu häufen, die das Urteilsvermögen sowie die Verhandlungsführung der Justiz in Misskredit gebracht haben. Gibt es zu viele Fehlurteile bei uns? Kann man in Deutschland der Justiz noch trauen?
  1. #340

    kein Titel ist auch ein Titel

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Gerade der Fall Kachelmann hat doch gezeigt, dass eben der mutmaßliche Vergewaltigter immer im Vorteil ist. Er muss eben nichts beweisen, er muss eben keine Aussage machen, er muss sich eben nicht Begutachten lassen... So wie der liebe Herr Kachelmann. War ja alles sein gutes Recht....
    "Immer im Vorteil"? Haben Sie zufällig dem Alkohol zugesprochen oder meinen Sie diesen Kommentar tatsächlich ernst?

    Bilden Sie sich doch bitte selbst ein bisschen weiter und dann merken Sie, dass die Verurteilungsrate, gerade bei Vergewaltigungen, im Bereich um und bei 95% liegt. Merken Sie was?

    Ach ja, wenn Sie dann schonmal bei der von Ihnen geforderten Weiterbildung sind, machen Sie sich auch mal mit den Prinzipien des Rechststaates vertraut...
  2. #341

    Stressberuf

    Zitat von david_2010 Beitrag anzeigen
    Kein Wunder, dass man sich nicht sonderlich bemüht, keine Fehler zu machen.
    Ich begreife nicht, wie jemand einen derartigen Schwachsinn schreiben kann.

    Von Einzelfällen abgesehen, die es in jeder Branche gibt, sind Richter bemüht, unglaublich viele Fälle möglichst optimal zu Ende zu bringen. Das ist ein Stressberuf. Und da Rechtsprechung keine exakte Wissenschaft, sondern Menschenwerk ist, ist schon die Beantwortung der Frage, was eigentlich ein "Fehlurteil" ist, schwierig. Letztlich zählt das Urteil, das rechtskräftig wird.

    Was viele offenbar gar nicht verstehen, ist die Tatsache, dass Richter es oft nicht mit feststehenden Sachverhalten zu tun haben. Wie sind Dinge zu beurteilen, die von verschiedenen Beteiligten (z.B.im Strafprozess Angeklagter und angeblich verletzter Zeuge, im Zivilprozess Kläger und Beklagter) unterschiedlich dargestellt werden? Wie sind Beweismittel zu beurteilen, insbesondere die oft fragwürdigen Aussagen von Zeugen?

    Wie sieht es mit der Beweislast aus? Im Strafprozess gilt der eherne Grundsatz: Im Zweifel für den Angeklagten. Im Zivilprozess muss jeder das beweisen, was ihm günstig ist; ein Kläger kann also nur gewinnen, wenn er jede streitige erhebliche Tatsache auch beweisen kann.
  3. #342

    Danke Spiegel

    Danke, dass du dich auf Bild Niveau herablässt und jeden Tag einen völlig einseitigen Bericht der Justiz bringst, wo du doch genau weißt, dass der gemeine Bürger immer nur die Presse liest, alles glaubt, was darin steht und sich keine Mühe macht, zu reflektieren.

    Danke, dass du die Menge gegen die Justiz aufwiegelst, genau wissend, was du da tust.

    Danke, dass du Einzelfälle in den Vordergrund zerrst und so tust, als wäre das Alltag.

    Danke, dass du der anderen Seite - an der sehr oft auch für den kleinen Bürger Gerechtigkeit gesprochen wird - keine Beachtung schenkst.

    Wirklich, danke!
  4. #343

    Öffentlichkeit

    Zitat von thinkplätt Beitrag anzeigen
    ..man könnte der Justitia in Deutschland trauen, der sollte doch mal grundlegende Fakten auf den Tisch legen. Wie funktioniert denn Justitia im Inneren?

    Da könnt ihr Tante Google nageln wie ihr wollt, ihr findet nichts und selbst in den Uni-Bibliotheken findet sich nichts.

    Justitia hat in Deutschland nicht nur einen Keuschheitsgürtel um, über ihren Schenkeln liegen Tonnen von Blei, die jegliche Sicht auf Dinge abschirmen.
    Es gibt kaum ein anderes Feld, das sich so sehr der Öffentlichkeit stellt wie die Justiz.

    Von wenigen Ausnahmen (im Interesse der Betroffenen) abgesehen ist jede Verhandlung öffentlich. Und Laienrichter wirken sogar an Entscheidungen mit. Handels- oder Arbeitsrichter kann nicht jeder werden, aber z.B. Schöffe (Strafrecht) oder ehrenamtl.Verwaltungsrichter (Verwaltungsrecht). Ihre Gemeinde freut sich, wenn Sie sich auf eine Wahlliste dafür setzen lassen.
  5. #344

    wie soll man da trauen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kritik an Gerichtsurteilen hat es immer gegeben, doch in letzter Zeit scheinen sich Fälle zu häufen, die das Urteilsvermögen sowie die Verhandlungsführung der Justiz in Misskredit gebracht haben. Gibt es zu viele Fehlurteile bei uns? Kann man in Deutschland der Justiz noch trauen?
    bei einer geburtenrate nahe NULL
  6. #345

    .

    Hier hilft nur, daß sämtliche Verantwortlichen für diese Verleumdungen in voller Höhe Schadenersatz leisten müssen, incl. Schmerzengeld! Eine bodenlose Frechheit, daß nicht mal die Anwaltskosten in voller Höhe übernommen werden! Wer hier noch von einem "Rechtsstaat" redet, glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann!
  7. #346

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Wirklich Typen wie sie sind doch unerträglich. Sie schreiben doch total an der Wirklichkeit vorbei.

    Ich rate ihnen sich mal ein wenig weiterzubilden. Es ist ja peinlich, was sie für eine unsinnige Vorstellung von der Realität haben...

    Als wenn in Deutschland jedes Jahr tausende von Männer unschuldig wegen Vergewaltigung ins Gefängnis müssen. Lächerlich.

    Sie haben keinen Bezug zur Realität. Lt. Spiegel gibt es jedes Jahr 2000 Fehlurteile. Natürlich nicht alle Vergewaltigungen.
    Und dieser Fall von der 10 jährigen ist nun bittere Realität.

    Gerade der Fall Kachelmann hat doch gezeigt, dass eben der mutmaßliche Vergewaltigter immer im Vorteil ist. Er muss eben nichts beweisen, er muss eben keine Aussage machen, er muss sich eben nicht Begutachten lassen... So wie der liebe Herr Kachelmann. War ja alles sein gutes Recht....

    Es ist schon seit Jahrzehnten so, daß der Beklagte lügen darf und die Zeugin nicht. Was soll dieser Kommentar?

    Aber bitte, informieren sie sich doch ein wenig besser. Gehen sie doch mal in ein "Frauenhaus" bzw. unterhalten sich mal mit Betroffenen. Sie werden schnell merken, wie peinlich ihr Kommentar ist. Der Großteil der Frauen die Vergewaltigt werden (u.a. innerhalb der Ehe) zeigen dies erst gar nicht an, gerade weil der Nachweis bzw. die Glaubhaftmachung so schwierig ist.
    Ich bin selbst oft genug im Gerichtssaal und erlebe solche Fälle. In den meisten Fällen ist es so, daß die Frauen sich die Männer aussuchen. Mit etwas Psychologie Kenntnissen und
    realistische Analyse der "Liebe" sind viele eventuelle Taten im Vorfeld zu erkennen.
    Die Frauen suchen sich einfach nur die falschen Typen aus.

    Als Mann sehe ich nur noch die Möglichkeit alle Treffen mit einer Frau per Kamera aufzunehmen, bzw. in allen Privaträumen Kameras zwecks Aufnahme vorzuhalten und zwar mit geeichter Zeit damit man später keinerlei Probleme bekommt. Bei ausserhäusigen Treffen ein Aufnahmegerät.
  8. #347

    00000000000000000000

    Als Vorbemerkung: Ich bin Richter in einer Zivilkammer an einem Landgericht.

    Ziel gerichtlicher Verfahren ist nicht Gerechtigkeit, sondern Rechtsfrieden. Es soll in einem geregelten, nachvollziehbaren Verfahren der Streit zwischen den Parteien beendet werden. Im Idealfall ist das Ergebnis ein gerechtes Urteil.

    Es ist allerdings eine Illusion anzunehmen, dass dieser Idealfall immer erreicht werden kann. Dagegen sprechen schon die begrenzten Erkenntnismöglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen: Ob mir die Parteien sämtliche entscheidungserheblichen Tatsachen vortragen, weiß ich nicht. Ich lege meinen Urteilen Sachverständigengutachten zugrunde, wenn sie plausibel sind. Ob sie richtig sind, kann ich aufgrund fehlender Sachkunde nicht wissen. Ich werde von Zeugen und Parteien angelogen. Nicht immer, aber oft. Manchmal merke ich es, manchmal nicht. Und manchmal glaube ich wahrscheinlich auch nur, dass ich belogen werde.

    Wie soll man auf einer solch unvollkommenen Grundlage gerechte Urteile fällen?

    Das eigentliche Ziel des Verfahrens wird jedoch so gut wie immer erreicht: Nach dem Urteil bzw. nach Abschluss der letzten Instanz herrscht Rechtsfrieden. Der Streit ist beendet, der Unterlegene fügt sich. Er wird dann möglicherweise in spon-Foren über den unfähigen, korrupten, dummen Richter schimpfen. Der gesellschaftliche Frieden aber bleibt gewahrt.
  9. #348

    Notar

    Zitat von Coldplay17 Beitrag anzeigen
    Der Geschlechtsverkehr mit einer Frau muß ausgehandelt
    werden unter Beisein eines Zeugen, der darüber ein
    Protokoll aufnimmt.

    Dann kann eigentlich nichts schiefgehen.
    Notar, Notar, einfache Zeugen können manipuliert sein
  10. #349

    Gesellschaftliche Akzeptanz

    Nur mal so konstruiert:
    I) Frau A bezichtigt Herrn B, dass er bei einem Besuch bei ihr, ihre gesamten Ersparnisse gestohlen hat.
    Oder:
    II) Frau A bezichtigt Herr B, dass er bei einem Besuch bei ihr, sie vergewaltigt hat.

    Wie würde dies wohl ablaufen ?
    Beide sind bisher nicht auffällig und unbescholten.


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