Kritik an Gerichtsurteilen hat es immer gegeben, doch in letzter Zeit scheinen sich Fälle zu häufen, die das Urteilsvermögen sowie die Verhandlungsführung der Justiz in Misskredit gebracht haben. Gibt es zu viele Fehlurteile bei uns? Kann man in Deutschland der Justiz noch trauen?
Das der vertragliche Urlaub eins AN zur "Erleichterung" des Unternehmerrisikos genutzt wird, ist fast Normalität. Zu klären war ob der AN dafür mithaften muss, im Arbeitsvertrag steht das nicht. Das Einverständnis des AN wird nur als selbstverständlich vorausgesetzt. Mit einer ordentlichen Urlaubsplanung sind solche Streitigkeiten ausgeschlossen und dieses Versäumnis durch den AG benachteiligt den AN über Gebühr.
Gewerkschaft und Rechtsschutz haben die Klage als gerechtfertigt angesehen und entsprechend gestattet. Wenn aus der bisherigen Rechtsprechung keine Erfolgsaussicht abzuleiten war, dann hätte der Anwalt und das Gericht den tatsächlichen Klagegrund und den konkreten Beweis (Kopie) nicht verschweigen und unterschlagen brauchen und alles wäre auch zu meiner Zufriedenheit geklärt.
und die werden sich außerdem hüten, da in einem Betrieb herumzustänkern, der eventuell wirtschaftlich gefährdet ist. Da haben die vielleicht ganz andere Sorgen.
Und hier liegt, ich habe es ja bereits vermutet, sehr wahrscheinlich auch der Grund, warum Ihre Rechtschutzversicherung abgewunken hat. Die lehnten vermutlich die Übernahme ab, weil keinerlei Erfolgsaussichten bestünden.
Mit "Juristentricks" hat das nichts zu tun. Was man Ihrem Anwalt vielleicht vorwerfen könnte ist, Sie nicht genug über die Rechtslage aufgeklärt zu haben. Vielleicht wollten Sie ihm aber auch einfach nicht glauben. Auch der beste Rechtsanwalt kann das gewünschte Ergebnis nicht herbeihexen, wenn es die Rechtslage nicht hergibt.[/QUOTE]
Obwohl mir Ihre "nüchternen" Einlassungen, beginnen zu gefallen, schießen Sie noch manchmal über das Ziel hinaus!
So auch mit dieser Bemerkung, die mich richtig auf die Palme bringt. Wie kommen Sie dazu, jemandes Rechtsempfinden zu kritisieren, der aus einem Unrechtssystem stammt? Das ist die Dekadenz schlechthin! Diese Äußerung von Frau Bohley hatte nichts mit einem Ausdruck subjektiven Empfindens zu tun, sondern viel mehr mit Kritik an der ubiquitären Praxis in der BRD, die Vergangenheiten, diesmal die der DDR, stringent grundlegend! aufzuarbeiten. Wenn Sie sagen, dass Richter das Recht weniger emotional und mehr faktisch behandeln, wird dadurch zwar einerseits Professionalität in Form von Pragmatismus ausgedrückt, andererseits aber auch fehlende Empathie für ein Rechtsempfinden, welches wesentlich stärker ist als jedes geschriebene Recht! Die Rechtsdogmatik kann nie das Rechtsempfinden der Individuen spiegeln, und bekommt grade deshalb die undemokratische Attitude, mit der der Bürger pejorativ das Recht empfindet, wenn er Urteile nicht versteht, oder besser deren Entstehung nicht nachvollziehen kann. Allen Dogmen ist jedoch die Statik, die Unfähigkeit zu Schwingen, immanent, somit sie grad schon als diktatorisch empfunden werden, was sie rsp. auch sind, da sie wahre Objektivität lediglich im vom Dogma gesteckten Rahmen zulassen können. Hier tun sich Tore auf für Spekulationen aller Art-
Niemand kann Aussagen machen, ohne heranzuziehen, was bei ihm über Gefühle abgespeichert ist. Die Hirnforschung ist trifft nicht zu, was Sie hier schreiben. In gewisser Weise bestätigen Sie meine Kritik auch mit folgendem:
Nur wie Sie dann auf folgende Feststellung kommen, ist schon lange ein großes Rätsel in unserer Gesellschaft, das viel Macht- und Vertrauensmißbrauch ermöglicht ...
Es sind nämlich ausschließlich die zu krassen Extreme jedweden Gebens und Nehmens in den unzähligen Partnerschaften unserer Welt, die sich allesamt auf ein knallhartes, wundervoll in Gefühle und mehr oder weniger intelligente Verschwurbelungen verpacktes Interessen-Management reduzieren und deshalb auch sehr gut und vor allem wesentlich präziser und gerechter verteilen lassen zwischen allen Beteiligten.
Wer sagt, daß Domen schwingen müßten? Sind sie zutreffend, sind sie auch wirksam und können zu extreme Schwingungen, mit denen sich die Justiz im Idealfall so beschäftigt, daß sie beseitigt werden, ausgleichen. Damit entstehen sie seltener, sofern die "Trommler der Welt" dafür sorgen, daß möglichst viele Individuen über negative Anreize gesteuert werden. Die Menschenwelt hat ihren Instinkt weitgehend einem künstlichen, machtbeherrschten Regelwerk geopfert und damit viele Rechtsmißempfindungen bei Kontakten mit Juristen, weil die viel zu eigenmächtig (unkontrolliert!) spekulieren.